Ich weiß, du bist auch großer Tennis-Fan und in Wimbledon steht ein Auszug aus dem Gedicht von Rudyard Kipling aus If, da steht, if you can meet with triumph and disaster and treat those two imposters just the same, in Triumph und Disaster eigentlich gar nicht nur dich hinnehmen kann. Glaubst du, du hast es nach diesem Jahr, in dem es nicht geklappt hat und dann klappt es und du hast gemerkt, oh, so richtig anders fühle ich mich nicht danach? Glaubst du, hast du es dann irgendwann geschafft, wirklich dieses Gedicht auch zu leben? Oder ist es dann nur so in Theorie oder in der Praxis? Gehst du trotzdem durch Täler und Berge? Ja, wir gehen schon durch Täler und Berge, aber im Endeffekt ist das schon richtig, dass man gewinnt oder man lernt. Sportler sollte man eigentlich nicht verlieren, sondern sollte man es nicht sehen. Nach einer Weile, nach einer großen Nähe, fristiert, intimiert und nach ein paar Wochen muss man sagen, okay, dann schaust du im Spiel hin, was kann ich besser machen, was kann ich lernen aus der Situation, wie kann ich der Mannschaft mehr helfen. Dann kommt daraus dann wieder die Motivation und die Inspiration. Das hat mir natürlich viel gebracht, die ganzen vier Niederlagen als schwere, Lessons lernen und dann, die haben wir natürlich 2011 bei Golf, um ganz hochzustellen.

Music.

Entweder man gewinnt oder man lernt. Und wir sind ja hier, um zu lernen, hey Dickies, so geht Lernen heute. Und im ersten Teil nehme ich euch mit auf die OMR 2025.

Ja, und was passt da besser, wie so ein Zitat von Dirk Nowitzki. Die OMR ist das größte Digitalfestival Europas. Über 70.000 Menschen kamen dieses Jahr wieder nach Hamburg. Und auf der Bühne, ihr habt es schon gehört, Dirk Nowitzki, seine Schwester Silke Mayer, Hollywoodstar Ryan Reynolds, Tatjana Kiel, die CEO von Klitschko Ventures, Piep Glöckner, Amy Webb und viele, viele, viele, viele andere. Ich war auch da und habe geschaut, was können wir über das Lernen lernen. Da geht es ja ganz, ganz, ganz viel um Marketing, um Verkaufen, aber auch um Zukunftstrends wie KI, Social Media, ganz viele Themen, die uns hier auch schon beschäftigt haben und ich war eigentlich unterwegs und wollte mal so ran an die Großen wie TikTok, Snapchat und so weiter, wollte auch mal ein paar kritische Fragen stellen, das war gar nicht so einfach. Und bevor ich mich da total verbissen habe, also man konnte immer gerade da nicht sagen oder da hätten wir keinen Experten dazu, habe ich dann einfach das gemacht, warum wir auch unterwegs sind, das soziale Miteinander, ich habe mich ganz viel mit Social Impact beschäftigt. Also ein paar Fragen, die ihr jetzt gleich in den Snippets, in diesen Takes hören werdet, die ich aufgenommen habe. Da geht es um Medienkompetenz, da geht es um finanzielle Bildung und sogar um Organspende und das auf einer digitalen Messe. Also hört jetzt mal in den ersten Teil rein. Ich nehme euch mit auf die OMR. Meldet mich gleich wieder. Viel Spaß jetzt mit meinen Eindrücken.

Hey Digis, so geht Lernen mit OMR. Hier ein alter Podcast-Kollege, Gabriel Rath. Wir haben schon so ein paar Sachen gemacht. Woran erinnerst du dich? Wir haben in der Schule einen Podcast gemacht, beziehungsweise da war ich einmal, glaube ich, kurz dabei. Du warst auch bei mir schon in meinem Podcast.

Und seitdem sind ja viele, viele Folgen entstanden. Und natürlich unsere Mietabreihe damals.

Die Mietabreihe ist ja im gewissen Sinne auch eine Podcast-Reihe gewesen, mit Video. Du bist schon ein alter Fuchs hier auf der OMR. Ich bin heute Neuling. Ich bin hier ein bisschen orientierungslos. Wurde ja auch schon ausgerufen, dass ich abgeholt werde an der Info. Du hast das Gott sei Dank gemacht. Warum muss man hier sein? Man muss gar nicht. Man kann aber, wenn man sich einfach mal ein bisschen inspirieren lassen will von Gesprächen mit Leuten, die man vielleicht zufällig trifft, mit denen man sich verabredet. Man kann sich natürlich auch mal ein paar Hollywood-Leute anschauen, aber ich glaube, das Wertvolle sind die Begegnungen, wie immer bei Live-Formaten. Das kriegt man halt im Homeoffice so nicht hin. Lernen ist ja unser Thema im Podcast. Was hast du heute hier gelernt? Ich habe gelernt, dass Tradition sehr wertvoll ist. Ich war beim Vortrag von der Vitra-Chefin Nora Fehlbaum, die von ihrer Familientradition erzählt hat und wie man die bewahrt. Wie man zwar immer wieder innovativ ist, aber wie man trotzdem Tradition bewahrt, das fand ich sehr eindrücklich und wertvoll. Ich denke, das vertiefen wir nochmal, vielleicht im nächsten Mal in einen unserer beiden Podcasts. Das machen wir auf jeden Fall. Dir auch noch viel Spaß. Einladung geht raus. Dankeschön, bis bald. Neben mir steht jetzt jemand, der war bei uns schon im Podcast, Live Teach Us. Ich packe euch den Link nochmal in die Shownotes. Hallo Ludwig. Hi, freut mich.

Was hast du mit Ryan Reynolds, Dirk Nowitzki und Tim Kardashian gemeinsam? Wir standen bisher alle auf der gleichen Bühne, auf der Conference Stage, auf der OMR.

Richtig krass. Bei euch geht ja richtig die Post ab. Ihr werdet wahrgenommen, was auch richtig ist. Kannst du unseren Zuhörerinnen und Zuhörern nochmal ganz kurz erklären, was ihr macht? Ja, ganz einfach. Wir bringen Menschen aus allen Bereichen des Lebens immer dann in die Schule, wenn Unterricht ausfällt. Wir nutzen damit den vielen Unterrichtsausfall, um Lebenswissen und Erfahrung in die Schule zu bringen. Also ihr bringt Praktika eigentlich in die Schule und löst eigentlich auch gleichzeitig ein Problem Unterrichtsausfall mit Leuten, die dann helfen können. Wie ist aber das Feedback? Von allen Seiten mittlerweile total toll. Also sowohl die Menschen, die wir in die Schule bringen, dass die einfach mal, die finden das, was die zurückbekommen von den Schülerinnen und Schülern beeindruckend. Und auch die Lehrkräfte sehen einfach den Vorteil, weil die sagen, die Lebenserfahrung, die wir da in die Schule bringen, die haben sie selber halt gar nicht. Die können sich auch nur schwer aneignen. Sehr dankbar dafür, dass da Menschen mal von außen kommen, die ganz neuen Input bringen. Was hast du dir jetzt noch für die OMR vorgenommen? Gehst du noch zu Panels? Gehst du noch in eine Masterclass? Was interessiert dich? Ja, ich habe mir noch so ein paar Panels rausgesucht. Bei uns ist ja Marketing einfach ein ganz großes Ding, vor allen Dingen ohne viel Budget oder gar kein Budget. Das heißt, da gibt es auch so ein paar spannende Talks, wo ich nochmal hingehen möchte. Und ansonsten trifft man hier Gott und die Welt auf der Veranstaltung. Und das Schöne ist, wir laufen in ganz rosa rum. Wir werden auch ständig angesprochen. Und so kommen auch ganz viele zufällige Bekanntschaften irgendwie dazu. Ich hoffe, eure Zukunft sieht auch rosig aus. Ich drücke euch da die Daumen, ganz viel Erfolg und vielleicht bis zum nächsten Mal bei uns im Podcast. Sehr, sehr gerne. Vielen, vielen Dank. Ein ganz anderes Thema, was ich jetzt habe, ist das Thema Medienkompetenz. Was macht ihr genau?

Wir machen Suchtberatungen für Männer, die in der Pornografie, Sucht und Abhängigkeit sind und helfen ihnen dabei, Sexualität leben zu können, ohne vorgefertigte Bilder im Kopf. Darüber hinaus gehen wir aber auch an Schulen, um über Negativfolgen von Pornografie aufzuklären und helfen den Jungs und Mädels dabei, gesunde Sexualität zu entwickeln. Ja, da erinnere ich auch mal an die Folge mit Paula Lembert, die wir hatten. Da haben wir ja über das Thema auch gesprochen. Wie kann ich mir das vorstellen, wenn ihr in eine Schule geht? Also wir kommen mit einem männlichen und weiblichen Referenten, trennen die Klasse in Jungs und Mädels und gehen dann die Themen sehr spezifisch an. Bei den Jungs sprechen wir am Anfang über das Thema Schamgefühl, Grenzen setzen und dann auch, was sind negative Auswirkungen von Pornografie. Bei den Mädels sprechen wir mehr darüber, innere Werte, Abgrenzung, weil da kriegen wir immer so Fragen von den 14-jährigen Mädels gestellt, muss ich das mit meinem Freund machen, was er in einem Porno gesehen hat oder darf ich auch Nein sagen? Das sind so ein paar Themen, über die wir da sprechen.

Jetzt sagst du Porno, aber wir sind auf einer Marketingmesse und das Thema Sexualität spielt natürlich im Marketing eine ganz wichtige Rolle. Das sehen wir überall. Klar, es regeln sich jetzt hier keine Models auf Autos rum, so halb angezogene, aber Sexualität ist doch im Marketing oft auch schon im Grenzbereich unterwegs. Naja, ich glaube, wir leben schon in einer aktuell übersexualisierten Welt. Wenn wir uns jetzt Netflix, Amazon Prime und ähnliches anschauen, dann haben wir hier schon viele teilweise pornografische Inhalte. Aber ich meine, wir sehen es ja auch schon auf Instagram, TikTok, Snapchat und ähnliches, wo junge Menschen schon relativ früh mit sexuellen Inhalten konfrontiert werden. Also ein wichtiges Thema. Ich habe hier mit dem Sebastian gesprochen. Free and Strong. Free and Strong heißt die Firma. Und sie haben auch ein Angebot, was sich an Schulen richtet und Medienkompetenz und Aufklärung miteinander verbindet. Vielen Dank. Sehr gerne. Also der Verein heißt paid-verein.de, findet man ihn. Er heißt Pornoaufklärungsinitiative Deutschlands. Und da gehen wir an Schulen, um eben diese Kompetenz in Jungs und Mädels zu fördern. Gleichzeitig machen wir Elternabende und Lehrercoachings, sodass wir so ein Rundum-Paket haben und alle mit im Boot haben.

Marketing kannst du auch, Sebastian. Vielen Dank. Es ist wichtig. Ich packe euch den Link mit rein, höre nochmal in die Folge mit Paula. Und dann ist das, glaube ich, jetzt so eine Ergänzung, was ihr anbietet. Vielen Dank. Also die Übergänge sind ja fließend, Marketing geht in ganz verschiedene Richtungen, aber Marketing ist dann vor allem interessant, wenn es um Social Impact geht. Und ein ganz wichtiges Thema in Deutschland ist Organspende und neben mir steht der Matthias Melteni vom Bundesverband der Organtransplantierten e.V. Matthias, Thema Organspende wurde vor einigen Jahren sehr politisch diskutiert, da war das sehr in der Öffentlichkeit, gibt es sozusagen die Verpflichtung dazu. Wir sind von Bundesland zu Bundesland auch ein bisschen unterschiedlich, aber wenn wir angesprochen werden, sind wir auf allen möglichen Veranstaltungen, auf Schulen, wie hier auf der OMR, auf Messen, Leben und Tod in Bremen, das ist zum Beispiel auch so eine Sache, wo wir oft vertreten sind, aber auch mal in der Fußgängerzone, also wir sind überall anzutreten.

Und ihr seid natürlich auch anzutreffen jetzt bei uns in den Shownotes. Wenn ihr zum Beispiel den Bundesverband für Organspende zu euch in den Unterricht holen wollt, dann geht auf die Seite, dann findet ihr den Regionalvertreter, dann sprecht ihr über das wichtige Thema. An meiner Schule, da haben wir regelmäßig eurem Verband Leute da gehabt, die darüber berichtet haben. Das ist ein wichtiges Thema, das müssen wir sehr ernst nehmen. Das stimmt.

Gerade die Jugendlichen sind dem Thema auch viel aufgeschlossener, stellen wir immer wieder fest. Und wir sind auch unheimlich gerne, weil die sehr aufmerksam uns zuhören und ganz tolle Fragen auch stellen und das ist auch immer eine Bereicherung für uns, in der Schulklasse mal unsere Geschichte erzählen zu können. Vielen herzlichen Dank und noch gute Gespräche hier. Die OMR ist eine Marketingmesse und das Angebot ist vielfältig, aber ein Angebot, was ich kenne von meiner Tochter, weil sie Studentin ist, ist Unidays und neben mir steht der? Konrad. Hi Konrad, was ist euer Angebot? Und das ist ja für viele Schülerinnen und Schüler, die demnächst, die jetzt Abiturienten sind und demnächst Studentinnen sind, die können auf eure Angebote zugreifen. Was bietet ihr an? Ganz genau, Unidaze ist die weltgrößte Online-Plattform für Studierende. Das heißt, wenn du Studierender bist, kannst du dich bei uns anmelden und kriegst Zugang zu 300 Brands, die bei uns studie-exklusive Rabatte geben. Das reicht von About You über Mediamarkt bis Apple, Zalando. Und man kann über die Zeit von drei, vier Jahren bis zu 2.000, 3.000 Euro bei uns sparen mit den Angeboten, die wir anbieten.

Also gerade wenn ich jetzt zum Beispiel, wenn wir Equipment kaufen, ich will studieren, brauche ein Tablet, wir nennen jetzt keine Marke. Dann ist es eigentlich gut, erstmal zu warten, immatrikulieren, sich einen Zugang von euch zu holen und dann loszulegen. Ganz genau. Ihr könnt die Angebote auch schon bei uns sehen, wenn ihr nicht angemeldet seid. Geht einfach auf unidays.de, da seht ihr schon die Angebote, dann immatrikuliert ihr euch und dann habt ihr vollen Zugang zu halten. Habt ihr nur Angebote, die jetzt so materiell sind oder habt ihr auch Dinge, sagen wir physische Dinge oder Kurse oder so etwas auch? Alles mögliche, also wir haben physische Dinge, wir haben auch Codes, die ihr im Laden einlösen könnt. Aber wir haben auch Kurse, wir haben zum Beispiel Sprachlernkurse drin, wir haben auch Software mit drin, Adobe zum Beispiel wird häufig genutzt, also da haben wir ein breites Spektrum, wir haben eigentlich alles, was man braucht, auch Mobilität ist ein. Kleiner Tipp hier am Rande, kostenlose Werbung für euch, aber ich kriege jetzt vielleicht noch einen Gutschein. Ja, da können wir bestimmt was machen, ja. Vielen Dank.

So, umso später der Abend, umso überraschender die Gäste.

Nehmen wir jetzt Steffi Schaub. Wir haben gerade festgestellt, wir haben die gleichen Bekannten. Das Entscheidende war, sie hat mir einen Tipp gegeben an der Eisbude. Was hast du mir empfohlen? Also ich habe dir unbedingt Cornflakes-Eis empfohlen und dieses Cappuccino-Eis. Beides Sorten von Tim Melser gibt es hier in Hamburg Medica und ich finde es richtig lecker. Super Tipp und Steffi kennt sich nämlich süßen Sachen richtig gut aus, weil was ist das für ein geiler Job? Sie ist Direktorin vom? Einem Schokoladenmuseum in Hamburg, dem Schokoversum. Also wer träumt nicht davon? Man könnte sagen, du bist so ein Ziehkind von Willy Wonka? Ja, Billy Wonkart. Genau, also ich finde, ich habe den süßesten Job der Welt.

Ausgezeichnet. Ihr macht Sachen, die sich auch speziell an Schulklassen richten. Wie kann ich mir das vorstellen? Also Gäste, die uns besuchen hier in Hamburg im Schoko-Verso, machen eine 90-minütige Tour rund um das Thema Schokolade, Faszination Schokolade, erleben sie ganz viel, können ganz viel naschen bei uns, können eine eigene Tafel Schokolade kreieren, die sie mit nach Hause nehmen. Also eigentlich 90 Minuten Pürots Glück, finde ich. Thema Nachhaltigkeit, Schokolade, ist auch immer so ein Thema, Fairtrade und so. Ist das bei euch schon auf der Agenda? Steht das schon in eurem Museumsbuch? Ja, also das ist auch Teil der Tour. Ungefähr, würde ich sagen, 10% der Zeit erleben unsere Gäste auch das Thema Nachhaltigkeit und erfahren, wie sie sich da am Supermarktregal besser orientieren können. Was macht eigentlich eine nachhaltige Schokolade aus? Ich kann das nur empfehlen. Ich weiß, wenn ich nächstes Mal in Hamburg bin, wo ich dann hingehe, Ihr könnt es raten.

Schokoladenmuseum. Euch kann ich auch noch empfehlen. Schaut mal vorbei. Man muss sich anmelden. Jetzt so am Ende des Schuljahres wird es ganz schön eng bei euch, oder? Ja, also auf jeden Fall schon. Es wäre gut, wenn man sich so drei Monate vorher anmeldet bei uns. Als Schulklasse und als Einzelgast vielleicht so zwei Wochen vorher. Probiert es mal. Probiert das Schokoladenmuseum. Steffi, vielen Dank. Danke dir, Gerd. Schön, dich kennenzulernen. Ich hatte ja schon den Gabriel Rath gestern aus Rostock und jetzt die zweite Person aus Rostock. Julissa, ihr seid auch Partner der OMR. Wie kommt es dazu? Ja, wir sind Partner der OMR, weil wir unabhängige finanzielle Bildung in Deutschland an deutschen Schulen voranbringen wollen.

Deswegen sind wir hier auf der Messe und werden auch unterstützt, unsere Initiative weiter in die Welt zu tragen. Viktor ist auch mit am Start, der ist aus Hamburg. Wie habt ihr es denn geschafft, hier auf die OMR zu kommen? Musstet ihr euch bewerben? Seid ihr ausgewählt worden? Genau, also vielen, vielen Dank an OMR. Die haben eine super coole Initiative dieses Jahr, OMR for Impact. Da konnte man sich einfach bewerben, musste zwei, drei Sachen über die Organisation angeben. Und dann wurden ein paar Initiativen einfach ausgewählt, die dann hier mit jeweils drei Vertretern am Start sein durften. Und wir waren eine der glücklichen Initiativen, die ausgewählt wurden. Und das Coolste daran ist, dass sogar ein paar Initiativen auch noch auf der großen Conference-Stage heute vor das State of the German Internet, vor der Keynote, ein paar Sachen über sich sagen durften. Unter anderem Joint Politics. Also wirklich sehr coole Sache von der OMR. Shoutout da ans Team rund um Dominik. Weil eben das Deskilling durch KI noch nicht total alle Kompetenzen gelöst hat. Ich habe jetzt gerade mit zwei Leuten gesprochen. Und der dritte ist der Marc. Du gehörst auch mit zum Team. Was ist deine Aufgabe? Ich kümmere mich um die Finanzierung und um alles Rechtliche, aber wir sind ein super breit aufgestelltes Team. Wir machen zwar finanzielle Bildung, aber wir haben super viel Kompetenzen im Team und können deshalb echt eigentlich alles ehrenamtlich abdecken. Wir haben auch zwei Hauptamtliche im Team, aber das ist mega, mega cool. Und wie gesagt, ich bin für das Rechtliche verantwortlich, weil ich Jura studiert habe. Ja, muss auch einer machen.

Nein, wir haben mit einer Juristin verheiratet. Viel Spaß dann später. Julissa, wie kann ich mir das vorstellen? Was macht ihr? Wie sieht das aus, wenn ihr in eine Schule kommt? Zum einen machen wir ganz bundesweit Lehrkräftefortbildungen. Wir bilden praktisch die Lehrkräfte aus, um ihnen unser Wissen mit in die Schule zu tragen. Wir geben aber auch selbst Workshops an Schulen, wenn das von den Lehrkräften gewünscht ist. Weiterhin haben wir auch noch ein zertifiziertes Finanzbildungsschulenprogramm. Das heißt, wir begleiten die Schule langfristig und nachhaltig, um unsere Programme auch langfristig in die Schule zu bringen. Und Finanzbildung ist für uns ein super, super wichtiges Thema. Deswegen bieten wir auch hybride Veranstaltungen an und auch Fortbildungen auf Vobits beispielsweise. Von der Grundschule bis zum Abitur. Und wir haben auch einen Materialkoffer mit zwölf Unterrichtseinheiten zu Themen wie Versicherungen, Einnahmen, Ausnahmen. Wir sprechen zum Beispiel auch über kleiner Schulden oder setzen uns mit Montana Black auseinander, um eben auch den Lebensweltbezug der Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Montana Black, was hat der damit zu tun?

Also was ganz wichtig ist bei finanzieller Bildung ist, dass sie lebensnah gestaltet ist, damit Schülerinnen und Schüler auch wirklich zuhören und es nicht zu einem langweiligen Thema wird wie alles andere, wo nicht immer alle Schüler zuhören. Das heißt, wir nehmen Ausschnitte von Streamern, die gerade in der jungen Zielgruppe besonders angesagt sind. Montana Black gehört da natürlich dazu und nehmen dann Ausschnitte, wo es auch konkret um das Thema Finanzen geht und ordnen die Ausschnitte ein. Montana Black beispielsweise hatte relativ hohe Steuerschulden, die er irgendwann an die Steuerkasse Hamburg zurücküberweisen musste. Den Ausschnitt aus einem Podcast, wo er darüber berichtet und aus verschiedenen Streams nehmen wir, packen den in eine Unterrichtsstunde und erklären anhand von Montana Black Steuerklassen, wie funktioniert der Steuersatz und so weiter. Und da hat man dann wirklich 25 Kinder, die mucksmäuschenstill da sitzen und zuhören, was Steuerklasse 1 ist, was recht spannend ist, weil man das bei anderen Themen dann nicht so sieht. Ja, da können wir zufrieden sein, dass da unsere Promis regelmäßig, was Steuerschulden betrifft, gut abliefern, aber der eine oder andere dann auch den Bogen kriegt, da wieder rauszukommen. Was nehmt ihr euch jetzt noch für die OMR vor? Wo wollt ihr heute noch hin? Wir gehen heute auf jeden Fall noch zu Nick Turley. Das hat zwar nicht viel mit Finanzbildung zu tun, aber es ist ja auf jeden Fall Pflichtprogramm.

Ansonsten treffen wir hier ganz viele coole Leute. Zum Beispiel Finanzlust haben wir getroffen. Anne Broerick hat die jetzt bei Finanzwende auch ganz viel für Aufklärung in dem Bereich macht. Und man trifft hier auf jeden Fall viele coole Leute, mit denen man hoffentlich bald zusammenarbeiten kann. Du hattest heute deinen kleinen Fan-Moment. Wer war das? Genau, ich durfte Elia Sembarik kurz treffen. Und mich auch inspirieren lassen, weil er einfach auch ein ganz, ganz toller Mensch ist, der eben auch Unternehmer ist und nicht nur Schauspieler und ganz viel in die Welt trägt, was uns positiv beeinflusst. Wir sehen uns bald wieder, Ende Juni in Berlin. Darf ich noch nicht so viel darüber verraten, aber wir freuen uns schon drauf, oder? Ich freue mich wahnsinnig. Vielen Dank für eure Zeit. Invest it. Packen wir natürlich mit in die Shownotes. Checkt das mal aus.

So, jetzt habe ich hier eine echte OMR-Größe neben mir. Er lacht da. Warum ist das so? Noah Leidinger, Podcast-Kollege, Podcaster Stay Friends. Noah, du bist bei der OMR, aber du hast auch einen Podcast, der täglich gesendet wird. Welcher ist das? Ohne Aktien wird schwer. Es ist ein täglicher Börsenpodcast und wir sprechen immer so über die Entwicklungen an der Börse und generell so in der Wirtschaft. Was sind spannende Geschäftsmodelle, welche Firmen passiert gerade viel, gucken auf große Trends wie KI, wie Marketing natürlich auch, wie Fintech. Das schauen wir uns alles an und dann gibt es jeden Tag zwölf Minuten Podcast. Wie viel Arbeit macht das? Es ist schon so ein Team auch dahinter, also noch zwei Vollzeitredakteure, externe Experten, natürlich ein Audi-Producer. Das heißt schon einiges an Arbeit, weil wir auch immerhin alle Firmen uns genau angucken, Berichte durchlesen, die Zahlen analysieren. Schon ein aufwendiges Format, aber macht auch Spaß. Hast du doch noch eine richtige Pressemappe wie früher? Das nicht, das nicht. Wir machen es eher so New School quasi. Hast du ein kleines Board, da sind ein paar Sachen hinterlegt, dann scannst du die Sachen und dann suchst du etwas Interessantes raus. Ihr sprecht euch im Team ab. Genau, also meistens gucken wir halt auch sehr stark auf die ganz großen Finanzzeitungen, so Financial Times, Bloomberg, gucken uns irgendwie Screens durch. Aber oft auch, zum Beispiel wenn ich hier durch die Halle laufe, sehe ich eine Firma, die ich nicht kenne, dann gucke ich, okay, wem gehören die eigentlich, wer steht da dahinter, oft sind die an der Börse. Oder oft gehören die in einer börsennotierten Firma oder auch, wenn ich im Alltag irgendwo rumlaufe und sehe, okay, jemand trägt Sketches-Schuhe, dann Sketches an der Börse. So kommen auch viele Geschichten zustande, also ein bisschen in Alltagsbeobachtung. Eigentlich auch so eine Zufallsbekanntschaft.

Oft auch Zufallsbekanntschaften, ja, das sind oft die spannendsten. Also klar sprechen wir auch über Apple, über Shopify, weil ich es hier gerade hinter uns sehe, über Adobe, die auch hier sind. Darüber auch, also die, die alle kennen, aber spannend sind eben auch oft die kleinen Titel oder die Titel, wo niemand weiß, dass sie an der Börse sind, wenn man sie nur aus dem Alltag kennt. Ihr habt ja auch Impacts diesmal gehabt, also Social Impact.

Invested sind junge Leute, die, du bist ja auch jung, aber die finanzielle Themen, finanzielle Bildung in die Schulen bringen. Eigentlich ein Thema, wo du sagst, das gehört auch auf die OMR, ne? Absolut, ja. Also wir machen immer vor dem OMR einen Tag davor so einen Live-Podcast mit Ohne Aktien wird schwer auch. Wir haben ja auch die Finance Forward-Konferenz, wo zum Beispiel gestern Thomas Kehl von Finanzfluss auf der Bühne war, auch auf der Yellow Stage. Das heißt, das ist auf jeden Fall ein Thema. Ist jetzt nicht Kern-OMR, aber auch ein Thema, das wir immer wieder bespielen und das einfach wichtig ist. Das Schöne ist natürlich, viele, die sich für OMR interessieren, fürs Festival interessieren, die haben auch so ein Grundinteresse für Wirtschaft, für Finanzen. Und das ist natürlich immer wichtig, dass sich möglichst viele Leute auch dafür interessieren, weil es einfach enorm wichtig ist, das zu verstehen. Du hast selbst auch als Schüler schon angefangen. 1-0-Abi habe ich gelesen, weil es ist dabei der Schiff gegangen. Ich habe in der Schule schon angefangen mit dem ganzen Finanzthema auch, genau. Also bin da über YouTube irgendwie reingerutscht, habe mir dann so Aktienkanäle angeguckt. Irgendwie hat mich das fasziniert damals. Vor allem diese Einblicke auch zu haben. Auf einmal habe ich gesehen, okay, ich kann mir anschauen, wie viel irgendein CEO verdient und weiß dann ganz genau sein Gehalt. Ich weiß, wie groß eine Firma ist. Auf einmal weiß man Dinge, die sonst niemand weiß. Und das hat mich total fasziniert in dieser Aktien-Börsenwelt. Also Neugier. Neugier am Ende, ja genau. Neugier für Wirtschaft, für Firmen und eben für diese Alltagsbeobachtung.

Ganz kurz zur OMR. Was ist deine Aufgabe hier? Was machst du hier auf der OMR alles? Also wir haben viele Side-Events gemacht. Zum Beispiel am Dienstag so ein Morgenlauf, wo einfach um die 80 OMR-Besuche haben sich um 7 Uhr morgens zusammengefunden sind, rumgelaufen. Und dann habe ich ein, zwei Side-Events gemacht. Ein Dinner für Gründer, ein Brunch heute mit Investoren. Das sind so viele Side-Events. und einmal war ich mit Jan Beckers auf der Bühne, auch mit dem Finanzthema und haben wir so ein bisschen über Technologietrends und Börse gesprochen. Wenn ich so als Fasten-Senior zu dir kommen würde, was würdest du mir jetzt für einen Tipp geben? Du meinst, wenn man zum ersten Mal zur OMR kommt? Ne, wenn ich jetzt noch investieren will, so im Herbst meines Lebens. Also ich glaube grundsätzlich immer ganz entscheidend eben genau die Frage des Anlagehorizonts und ich würde sagen, wenn man sagt, okay, ich habe jetzt nicht mehr mit dem gesamten Geld irgendwie 40 Jahre, die ich für die Rente anspare, Dann würde ich sagen, einen Teil vielleicht in Aktien investieren, wo man sagt, okay, im Zweifel kann ich da auch mal zehn Jahre drauf verzichten. Aber ich würde immer sagen, nur in Aktien gehen, wenn ich sage, das Geld brauche ich in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf jeden Fall nicht anfassen, weil es eben immer schwierige Phasen geben kann. Aber langfristig gesehen, zumindest historisch, war halt die Börse einfach eine sehr gute Anlageklasse.

Für viele enorm wichtig für die Rente, weil die gesetzliche Rente wird für die meisten nicht mehr ausreichen. Okay, also umso früher man anfängt, umso besser eigentlich. So ist es, genau. Früher anfangen, aber das heißt nicht, man kann auch später anfangen. Man kriegt ja trotzdem im Schnitt irgendwie diese 7% Rendite im Jahr mit vielen Aufs und vielen Abs. Also es gibt auch mal Jahre, wo es 30% hoch geht, aber auch mal welche, wo es 30% runter geht. Aber das kriegt man ja auch. Das ist ja auch spannend, wenn man das fünf Jahre lang hat. Sind die 7% auch schöner als die 1% am Konto. Kommt immer darauf an, wie oft das Wort Zölle gesagt wird, dann ist der DAX ein bisschen ruhiger, wenn er nicht so oft gesagt wird. Genau solche Phasen muss man eben an der Börse aushalten. Genau dafür wird man auch mit Rendite bezahlt quasi, dass man halt dieses Risiko erträgt. Und es gibt diesen alten Spruch, politische Börsen haben kurze Beine. Und das langfristig eben doch entscheidet, wie entwickeln sich Firmen, wie entwickelt sich die Wirtschaft.

Natürlich, wenn Trump jetzt alles umwirft und diese Zölle wirklich in der Form bleiben, kann sich schon auch viel verändern. Aber es gab in der Historie auch andere Krisen, die viel verändert haben. Und trotzdem ging es mit dem Wirtschaftswachstum meistens voran, global gesehen. Vielen Dank, dass du mich noch so ein bisschen hinter die OMR hast blicken lassen und auch deine Tipps, die du uns gegeben hast, deinen Podcast verlinken wir natürlich. Wie man immer so schön sagt, Einladung geht raus. Komm gerne mal zu uns in dem Podcast und wir unterhalten uns, wie man Aktien richtig lernt und wie man Anlage lernt. Vielen Dank, das können wir sehr gerne mal machen. Danke auch fürs Vorbeikommen, für deinen LinkedIn-Post zur OMR. Du hast ja so diese Erfahrung ganz gut beschrieben. Man ist erstmal so total overwhelmed, was hier passiert, aber irgendwann kommen dann so die Kontakte, man trifft Leute, Man kennt sich so ein bisschen aus, wo man hingehen muss, wo man zur Bühne muss. Also ich glaube, auch Tipp an alle, die irgendwann mal zu Omer kommen. Der erste Tag ist schon potenziell ein bisschen overwhelming. Aber ich glaube, wenn man so ein bisschen das Beste daraus macht und sich ein paar Sachen raussucht, kann das schon echt viel Mehrwert haben. Hoffe ich zumindest. Ja, und nächstes Jahr verabreden wir uns einfach und dann starte ich gleich richtig durch am Anfang. Vielen herzlichen Dank. Sehr gut, vielen Dank für die Einladung.

Willkommen zurück bei HeyDigis. So geht Lern heute nach jeder Menge Eindrücke von der OMR zwischen Marketing, Business, ja und auf Social Impact geht es jetzt direkt weiter zur nächsten Station, der Lern-Tech in Karlsruhe. Kaum war ich aus Hamburg raus, ging es nachts auch weiter Richtung Süden. Für ein volles Programm, Panel, Moderation, Bühne, aber vor allem für spannende Gespräche mit inspirierenden Menschen aus der Bildungsszene. Mit dabei sind jetzt Simpelklapp, Betzold, Helga Bräuninger, Antonio von Schultransform, Micha Paläscher, einer der bekanntesten Schulleiter Deutschlands und Christine, die ein starkes Format für Schulleitung aufgebaut hat. Und die Medienkompetenzlehrer, die möchte ich auch nicht vergessen. Und ja, und sogar ein kleiner Link zu Pip Blöckner ist dabei, auch wenn es nicht Pip ist. Freut euch auf halbstündige Lerntech-Vibes direkt aus Karlsruhe, voll mit frischen Impulsen für Schule, Lehre und Lernen. Los geht's!

Hey Diggies, so geht Lernen mit... Lerntech. So, jemand, der mir gerade erzählt hat, dass er schon 30 Jahre die Lerntech kennt, kann ich mir gar nicht vorstellen, so alt bist du doch noch gar nicht, ist Micha Paläsche, der Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe. Was sind deine Erinnerungen, wenn du dich an deine Studentenzeit zurückerinnerst? Was war die Lerntek früher? Die Lerntek, das war total spannend. Das ging aus von zwei Mathematikprofessoren an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe. Und ich erinnere mich damals, das war gar nicht mal eine Halle. Das war ein größerer Raum. Da hat man einen Tisch aufgebaut und einen Beamer. Und dann wurden da irgendwelche interessanten Sachen gezeigt. Das waren so die Anfänge, damals noch mit DVD und CD. Und letztendlich jetzt ist das natürlich gewachsen. Die LearnTech gibt es jetzt 32 Jahre und es gilt sie als Europas größte Messe für digitales Lernen und das ist ja schon eine spannende Entwicklung. Ja, und vor allem ist es ja schön, wenn es in Deutschland ist, hier in Baden-Württemberg, in Karlsruhe. Du bist ja jetzt hier auch verantwortlich mit seit einigen Jahren. Was ist deine genaue Aufgabe?

Ja, ich bin verantwortlich für das Forum School at LearnTech. Das heißt, die LearnTech hat verschiedene Hallen und Schwerpunkte, Uni, Corporate, den Kongress, aber auch in der eigenen Schulhalle. Da gibt es einen Forumsbereich, das heißt, das sind vier große Panel-Ecken, die über drei Tage bespielt werden. Und ich bin einfach für das Programm verantwortlich. Und das Schöne ist, ich habe da wirklich freie Wahl und Handhabe, was dort für Menschen kommen. Und das macht mir natürlich große Freude, auch als Schulleiter eben mal so ein bisschen einen anderen Blick noch zu haben. Es geht ja nicht nur darum zu organisieren, obwohl ich weiß selbst, ich habe früher auch Events organisiert, Der Einzige, der vom Event nichts mitbekommt, ist der, der das organisiert. Gab es für dich so ein paar Learnings hier bei dir auf dem Forum oder auch sonst hier auf der LearnTech diesmal? Ja, also es ist natürlich ein riesen Netzwerktreffen irgendwie. Die Kontakte, die man lang nicht sieht, trifft man hier. Das ist für mich immer total wichtig. Ich gebe dir völlig recht. Ich habe gestern Abend eine Essenskarte ungenutzt zurückgegeben.

Das ist schon so. Das große Learning ist interessant. Ich denke, KI ist ein Riesenthema. Ich sehe deutlich weniger Aussteller mit irgendwelchen Whiteboards und solchen Dingen.

Also das ist ein Thema, da verändert sich was. Jetzt speziell in meinem Bereich ging es ganz, ganz viel natürlich um Transformationen auf unterschiedlichsten Ebenen.

Da habe ich mich schon gefreut, natürlich den einen oder anderen Vortrag zu sehen. Das war gut. Kommen wir noch ganz kurz auf deine Schule. Als ich noch Schulleiter war, waren wir in Berlin jetzt mit Kollegen von dir bei Baut eure Zukunft. Da gab es schon Austausch. Wie hast du es denn geschafft, bei dir in der Schule die Kolleginnen und Kollegen für Agilität und auch Digitalität zu begeistern? Denn Widerstand ist doch da oft ein Thema. Absolut. Ich muss sagen, wir haben im zehnten Jahr quasi, wo wir wirklich eine Veränderung gemacht haben. Wir haben in einer kleinen Gruppe begonnen. Die, die wollen und die jede Schule hat. Also diese erste, wir haben sie so Avantgarde genannt. Und die hat Unterstützung bekommen, die haben wir sichtbar gemacht. Dann gab es immer welche, die sagen, oh, da wollen wir mitmachen. Das war so der Prozess. Aber das Entscheidende für mich war dann zu sagen, wir brauchen Veränderungen zum einen, weil wir die Schülerinnen und Schüler in ein Zentrum stellen und wirklich auch bildhaft jetzt beteiligen lassen bei allen Formaten. Das andere war, dass ich auch meinem Kollegium gesagt habe, wir erwarten von allen Professionen den aktuellsten Stand der Technik und Wissenschaft. Also ich habe gesagt, stellt euch vor, ihr habt nächste Woche eine heftige OP und ihr wüsstet, der Arzt, der praktiziert so wie vor 30 Jahren mit den kleinen Technologien. Was für ein Gefühl hättet ihr? So und dann war man so ein Schweigen im Walde. und ich glaube, das ist das Entscheidende. Wir warten von allen, nur wir selber irgendwie haben unseren Anspruch nicht. Kejan, das ist ein fantastisches Bild und ich glaube, das ist eindrücklich. Da kann sich jeder was darunter vorstellen und vielleicht müssen wir auch mehr mit solchen Bildern arbeiten als nur kognitiv. Ich glaube, das schafft dann noch mehr Sichtbarkeit und auch mehr Identifikation mit solchen neuen Zielen.

Absolut, so sehe ich das. Michael, vielen Dank. Du hättest hier von einem Panel zum nächsten. Jetzt musst du noch einen Workshop machen. Warum geht es da? Es geht um Schulentwicklung in der digitalen Zeit. Was hätte sonst anderes sein können? Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß und noch gute Stunden auf der LearnTag, die jetzt hier bald zu Ende geht. Ich danke dir, Gerd. Würde ich dir auch. So, neben mir sitzt Antonia. Die hat hier gerade ein Panel moderiert.

Antonia ist vom Bündnis für Bildung und von Schultransform. Und mit beiden Institutionen habe ich in meiner Zeit als Schulleiter schon zusammengearbeitet. Antonia, wie sind deine Eindrücke hier auf der LearnTech? Ja, meine Eindrücke von der LearnTech sind ja schon positiv. Ich finde, man hat hier sehr viele unterschiedliche Themen. Es ist natürlich das Thema KI in aller Munde. Wir haben wieder das Thema Datengestütze, Schulentwicklung in den Blick genommen. Und ich denke, man kann hier schon viele Impulse für das Lehren und Lernen einsammeln. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, es wäre natürlich schön, auch im nächsten Jahr nochmal ein paar mehr Zuschauer oder ein paar mehr Gäste hier bei der LearnTech zu haben. Da kann man sich nur anschließen. Gute Bildung, darüber kann man nicht genug reden und du bist ja beim Bündnis für Bildung. Was ist da genau euer Ziel? Also ich bin ja Projektleiterin für Schultransform, einem bundesgeförderten Projekt, was allen Schulen kostenfrei zur Verfügung steht. Wir haben das Ziel, noch mehr Schulen dabei zu begleiten bei ihrer digitalen Schultransformation und das ganzheitlich und möglichst nachhaltig. Ich selber noch in meiner aktiven Zeit daran teilgenommen und ich war schwer begeistert. Man muss ein bisschen Zeit reinstecken, aber wenn man die zwei Stunden, denke ich mal, wenn man das Interview ausgefüllt hat, da bekommt man auch eine fantastische Rückmeldung zu seiner Arbeit.

Ja, der Vorteil bei Schultransform ist einfach, dass man live Daten erheben kann in seinem Kollegium und wirklich alle Schülerinnen und Schüler, alle Lehrkräfte dabei mitnehmen kann. Und es nicht nur so eine Einzelmeinung der Schulleitung ist, wo die Schule gerade aktuell steht. Man hat auch immer die Möglichkeit, wirklich themengenau sich Fragebögen auszuwählen, sodass es halt auch kein so hoher zeitlicher Aufwand ist. Aber natürlich, ich würde sagen, Schulentwicklung ist immer auch ein Stück weit Arbeit und dementsprechend versuchen wir, Schulentwicklung möglichst einfach zu begleiten, möglichst wenig manuelle Arbeit den Schulen zu bereiten. Deswegen gibt es bei Schultransform auch eine digitale, automatisierte Auswertung dieser Selbsteinschätzung, die man aus dem Kollegium erheben kann. Und dementsprechend hoffen wir, dass wir da einen sinnvollen Beitrag leisten. Ja, evidenzbasiert, das ist immer besser als so eine gefühlte Evidenz, was man manchmal so in Schulen spürt. Und das deckt nochmal ganz andere tiefen Strukturen für die Schulentwicklung auf. Antonia, du bist in Eile. Ich will dich auch nicht weiter aufhalten. Vielen Dank, dass du dir kurz Zeit genommen hast. Wir sehen uns spätestens beim Deutschen Schulleitungskongress wieder. Ganz sicher. Und ich freue mich über alle Gespräche rund um datenbasierte Schulentwicklung. Vielen Dank. Ich habe zu danken.

Neben mir sitzt die Christiane und die Götz Mobile Schule und auf dem Gelände der mobilen Schule oder auf dem Ausstellungsgelände der mobilen Schule hier bei der LearnTech waren ja auch die Digis, wo wir dazu gehören, unser Podcast.

Und Christiane gehört zur mobilen Schule. Was machst du hier genau? Ich bin tatsächlich für mobile Schule, für den Nutzerkreis oder die Zielgruppe Schulleitung zuständig und wir haben hier das erste Mal auf der Messe unser Format Schulleitung im Fokus live gezeigt. Es gab jeden Tag einen einstündigen Slot für Schulleitung zu schulleitungsrelevanten Themen. Erst mit einem Bühnenvortrag und im Anschluss mit einer Networking-Veranstaltung im Workshop-Area. Ja, das hört sich spannend an. Ich glaube, das ist auch etwas, was Schulleitungen oft vermissen. Also diesen Austausch da zu kommen, die schmollen manchmal so ein bisschen im eigenen Saft. Wie sind da deine Erfahrungen? Du warst ja selber auch Schulleiterin. Ich glaube, du hast das, was ich jetzt vor wenigen Wochen gemacht habe, hast du letztes Jahr gemacht. Genau so ist es. Ich bin letztes Jahr tatsächlich ausgestiegen als Schulleiterin eines privaten Trägers im Bereich der Primarstufe und der integrierten Gesamtschule, hatte also so die gesamte Range. Und ja tatsächlich Vernetzung innerhalb der Schulleitung war immer eins meiner Anliegen, weil ich glaube, dass man im Netzwerk im Verbund einfach besser ist. Mehrere Köpfe können einfach häufiger die Denkrichtung ändern und sich selber gegenseitig unterstützen und auch vorwärts bringen und im eigenen Saftschmoren ist halt irgendwie nicht das, was einen entlastet und auch vorwärts bringt. Ich durfte heute selber hier auch auf der Bühne stehen und ein bisschen was erzählen zu KI und Schulleitung oder KI und LehrerInnenentlastung. Was sind so bei euch so die Themen, die ihr verhandelt in eurem Format? Wir haben verschiedene Themenschwerpunkte. Ein großes Thema ist Gesunderhaltung und Resilienz.

Dann aber auch Entlastung durch KI in der Schulverwaltung. Ganz wichtiges Thema, wo man sich das Leben, glaube ich, wirklich erleichtern kann, wenn man weiß, wie und wann und wo. Und das Thema Kommunikation neben Staatschancenprogramm, Demokratiebildung und so weiter. Also das Themenspektrum ist breit und weit, da ja auch die Aufgaben der Schulleitung sehr breit und weit sind. Hört sich spannend an. Ich glaube, da können wir noch mal ein bisschen tiefer einsteigen. Interessantes Thema. Wir bleiben dran. Hinter mir wird No gerufen. Wir sagen Ja. Wir müssen Schulleitungen stärken. Wir müssen sie vernetzen. Und wir müssen über das reden, was wir jetzt wirklich brauchen, nämlich Lösungen. Unbedingt. Ich bin vollkommen bei dir und ich freue mich auf den weiteren Ausbau unseres Kontakts.

SimpleClub. Ich habe ja heute einen Vortrag gehalten, da habe ich darüber gesprochen, wie AdTags und Startups in der Bildung helfen können. Und ein AdTag, mit dem ich zusammengearbeitet habe, in Corona, weil es uns geholfen hat, war SimpleClub. Wie war eure Reise seitdem? Ich würde sagen, seitdem hat sich viel getan. Man hat natürlich gemerkt, während Corona hatten wir einen großen Hype durch den großen Need, den es gab. Es gab sehr, sehr viel Need natürlich auch in den Schulen. Es gab natürlich auch diese Gefahr, es könnte nochmal Lockdowns geben oder Homeschooling. Danach haben wir aber auch gemerkt, das Thema Simple Club, was ja auch in der Schule funktioniert, kann genauso gut in der Ausbildung funktionieren. Und seitdem sind wir auch nochmal sehr, sehr stark in die Ausbildung reingegangen und wir bilden mittlerweile auch 45 Ausbildungsberufe bereits ab. Und ja, jetzt sind wir hier auf der LearnTech auch schon zum dritten Mal, sprechen mit vielen, vielen Unternehmen, die auch ganz klar sagen, sie brauchen eine Lernplattform, sie brauchen Lösungen, um Azubis besser ausbilden zu können und sie auch genau dort abzuholen, wo sie auch stehen. Und ja, deswegen kommen die zu uns.

Wie hilft das genau? Wo ist sozusagen der Game Changer bei eurem Angebot für die Firmen? Der Game Changer liegt dahingehend, wenn man sich hier auf der Messe umschaut, es gibt natürlich viele LMS-Angebote, die dann ja meistens integriert werden, auch mit anderen Lerninhalten. Bei uns findet man das alles in einem Environment. Das heißt, du hast die Lerninhalte, aber du hast auch die LMS-Funktionen. Und dadurch hast du am Ende sowohl als Ausbilder, als Unternehmen, aber auch für die Azubis eine Plattform und nicht drei, vier verschiedene. Viele werden sicherlich auch schon von den Azubis das Simple Club Angebot kennen, weil sie es in der Schule genutzt haben, kann ich mir vorstellen. Das stimmt tatsächlich. Das heißt, wenn man auch die meisten Azubis fragt, hey, kennt ihr Simple Club schon? Dann ja, kennen sie es. Und wenn man sie fragt, habt ihr es benutzt und würdet ihr es auch für die Ausbildung nutzen wollen, dann sagen sie meistens ja, finde ich cool. Und wir bekommen das auch immer wieder so gespiegelt, dass tatsächlich das bei den Azubis auch sehr, sehr gut ankommt.

Ich habe ja schon gesehen, Alex hatte auf LinkedIn euren Stand groß gefeiert und er ist wirklich spektakulär. Wo geht eure Reise noch hin beim Thema spektakulär? Weil was alle machen, macht ihr ja nicht. Ihr seid ja auch Vorreiter. Also wir haben natürlich in den letzten Jahren gemerkt, dass Ausbildung the big thing für uns ist. Und da gibt es ja noch ganz viele andere Bereiche. Es gibt ja noch Weiterbildung, Umschulung und Quereinstieg. Das sind alles Bereiche, die decken wir noch nicht ganz so gut ab, wie wir es gerne würden. Und da werden wir auf jeden Fall jetzt in den nächsten Jahren reingehen. Ich beobachte das. Vielen Dank, Joshua. Und noch einen guten Abschluss der LearnTech.

LearnTech. Und jetzt werde ich Zeuge eines historischen Moments. Denn PIP und die Helga-Bräuniger-Stiftung wollen eine Kooperation machen. Was habt ihr vor? Ich frage erstmal Helga. Ja, wir sind wie der Topf zum Deckel. Wir sind der Deckel, wir machen KI, wir machen Software und die haben einen Roboter, nicht den man jetzt teuer kauft, sondern die haben einen Bausatz, wo Schulen ihren eigenen Robby bauen können. Und wir entwickeln mit der Schule und mit den Lehrern die Bedarfe, was muss denn der Robby alles können, damit er ein guter Assistent für den Lehrer wird. Er muss übersetzen können, Konflikte schlichten, aber auch mal eine Meditationsanleitung, damit der Lehrer mal fünf Minuten Pause hat. Das alles muss Robby können und das macht Maya Hamdi, das ist jetzt Helga-Breunner-Stiftung, PIP. Und jetzt kommt noch die Konzeptagentur, Maya Hamdi und wir zusammen, wir bringen jetzt den Lehrerunterstützer in die Welt, der genau das kann, was der Lehrer braucht und was die Schüler wollen. Und die Schüler haben ihren Robby selbst gebaut. Fantastisch. Also einen besseren Pitch kann man gar nicht haben. Aber was steckt genau hinter diesem Robby?

Also das Projekt PIP steht für Printable Intelligent Bot. Das heißt, das ist ein Roboter aus dem 3D-Drucker, KI-gestützt und als Open-Source-Projekt. Das heißt also, die gesamte Software, alles was man braucht, ist offen und die Schüler haben die Möglichkeit, den kompletten Roboter selber auszudrucken, zu bauen, zu installieren, zu programmieren und ihm selber Dinge beizubringen. Also richtig Zukunft. Ich war gestern noch auf der OMR, habe PIP Glöckner, Doppelgänger, ich weiß nicht, ob er Inspiration war für euren Namen, gehört. Und der hat genau darüber gesprochen. Das ist die Zukunft. Der Roboter, der uns in allen Dingen hilft. Leider ist es so mit der Digitalität, das hören viele Lehrer nicht ganz so gerne. Mit welchen Widerständen habt ihr denn auch zu kämpfen, wenn ihr solche Projekte an Schulen bringen wollt? Also die größten Hindernisse sind eigentlich meistens, dass sich Lehrer vielleicht das Ganze nicht so ganz zutrauen. Dass sie denken, ich habe nicht genug Vorkenntnisse, wie soll ich mich daran wagen? Aber genau das ist auch unser Anspruch, dass es also möglichst niedrige Einstiegshürden gibt. dass die Schüler möglichst gut auch selbst laufen können und den Lehrer vielleicht als Moderator noch dabei haben, aber sonst einfach ganz viel selbst umsetzen können und selbst stemmen können. Also es ist im Grunde genommen auch eine Frage der Haltung und wie man es übersetzt, oder? Und wie immer natürlich braucht es auch Geld. Vorher war gerade ein Rektor da aus einer Schule in Pforzheim, der war so begeistert, der hat bei sich zu Hause einen Drucker stehen, hat gesagt, mir fehlt einfach das Geld, dass ich das Ding jetzt kaufe. Und dann habe ich gesagt, das kaufe ich für dich. Ich schenke dir diesen Satz und jetzt mach das.

Fantastisch. Also besser kann es gar nicht laufen. Ich bin begeistert. Vielen herzlichen Dank und euch eine fantastische Kooperation.

Hi Benjamin und du bist bei Betzold. Ich habe euch am Stand gesehen, ich sage mal so Richtung Makerspace. Ihr macht ganz, ganz viel in Robotik, Lego und diese ganzen Geschichten.

Was zeigt ihr den Leuten hier? Ja, ganz genau, Gerd. Wir machen MINT und Makerbildung. Wir haben eine Veranstaltung, MINT, zum Beispiel das neue Lego-Naturwissenschaftsset, was im August auf den Markt kommt, was wir reinbringen und was eine screenfreie Version darstellt. Wir sind da mit VR und in Kombination VR und KI zusammen, sodass man eigene virtuelle Welten mit KI gestalten kann und haben natürlich wieder verschiedene Coding-Partner auch an Bord. Hier stehe ich gerade mit der Firma Sphero und mit Osobot auf dem Stand der mobilen Schule. Wir sind hier aber auch vertreten mit Makerspace-Produkten, ob nun Lasercutter.

3D-Druck, Plotter oder auch Holzwerkstatt. Das alles kann man hier live auf der LearnTech erleben. Davon träumen ja viele Schulen, so ein eigener Makerspace. Warum ist das so gut für die Schulen? Ja, damit werden einfach Zukunftskonfidenzen abgebildet. Man arbeitet in Teams zusammen, man kommt ins Machen. Und es geht eigentlich darum, dass man dann eigene...

Ideen umsetzen kann einfach. Das ist, glaube ich, sehr zielführend für Schule.

Wenn jetzt das Infrastrukturpaket kommt der Bundesregierung und ganz, ganz viel Geld in die Infrastruktur fließt, da wäre das doch auch eine tolle Sache, wenn das etwas geben würde für so Makerspaces. Weil da wird ja eigentlich Zukunft gemacht. Denn die Jugendlichen, ich war gestern auf der UMR und habe da Piep Glöckner gehört, der ganz viel gezeigt hat. Robotics ist die Zukunft, Roboter, Assistenten. Es wird nur noch wenige Jahre dauern. Wir müssen uns damit auskennen. Absolut, Gerd. Also Makerspace, wir nennen es immer Raum der tausend Möglichkeiten eigentlich. Der ist genau passend dafür und das in Verbindung mit KI ist natürlich eine super Sache. Es gibt jetzt schon natürlich verschiedene Ansatzmöglichkeiten. Also wir hatten hier zum Beispiel einen Vortrag von Wir für Schule, die über Dirk Rossmann ja über 100 Schulen ausstatten. Neben den anderen Möglichkeiten eben dann über die verschiedenen Fonds oder über den Digitalpakt 2 oder Startchancenprogramm gilt es einfach solche Räume und Angebote in den Schulen bereitzustellen. Ja, da müssen wir ran. Ihr seid mit am Start. Wir für Schule kenne ich natürlich auch. Ich bin selber Teachers on Stage. Bringen wir das Thema einfach voran, stellen die Weichen auf Zukunft. Absolut. Wir haben den Hashtag gemeinsam für Bildung und das gilt eben auch für digitale Bildung, für MINT und MAKER. Vielen Dank, Gerd. Ja, gerne.

Jetzt bin ich auf der LearnTech und ich treffe zwei alte Bekannte. Philipp und Jonas, die Medienlehrer, habe ich das richtig gesagt? Ja, die Medienkompetenzlehrer. Ach, kompetent seid ihr auch? Absolut, in allen Bereichen. Also wir machen hauptsächlich Lehramt, das heißt wir sind tatsächlich wirkliche Lehrer, die jede Woche in der Schule unterrichten, aber weil wir gemerkt haben, okay, ganz viele Schulen brauchen einfach Unterstützung im Bereich iPad, im Bereich KI, sind wir eben auch noch unterwegs in ganz Deutschland mit unserem Team aus 15 Leuten, um da eben alle möglichen Schulen zu unterstützen in dem Bereich digitales Lernen. Wie kann ich mir genau so ein Angebot vorstellen? Ja, du kannst dir das so vorstellen, jetzt hat deine Schule vielleicht ganz viele iPads angeschafft. Im schlimmsten Fall liegen die alle im Keller, im besten Fall haben die Lehrer das schon im Einsatz. Aber die machen meist nicht mehr damit, als vielleicht mal ein PDF zu bearbeiten. Oder im Buch da drin zu lesen. Also im Endeffekt arbeiten die immer noch so, wie sie analog auch arbeiten könnten. Sprich, das Gerät bringt überhaupt gar keinen Mehrwert für den Unterricht. Wenn wir an die Schule kommen, bringen wir Best Practices aus unserem eigenen Unterricht mit und aus dem Unterricht von Kollegen, um den Lehrkräften da einfach mal eine Vorstellung zu geben, hey, wie kann denn digitaler Unterricht funktionieren? Und damit sind dann auch ganz neue Lernsettings möglich. Wir schauen immer, dass der Seminartag die Lehrkräfte erstmal überzeugt davon, die Technik einzusetzen. Wir probieren Best Practices direkt vor Ort aus. Am nächsten Tag kann das schon direkt in der Schule umgesetzt werden. Wie viele Tage seid ihr da so im Jahr unterwegs?

Über 500. Also das heißt, wir sind tatsächlich sehr, sehr viel unterwegs. Ich bin zum Beispiel anderthalb Tage in der Schule tatsächlich und fahre dann eben drei Tage rum. In ganz Deutschland, von Rostock bis Rosenheim sind wir da unterwegs, machen ganz viel auch für Apple, machen ganz viel zum Thema KI und schauen eben, wo können wir unsere Expertise einfach möglichst gewinnbringend einbringen, um eben Deutschland einfach voranzubringen in dem Bereich. 500 Tage seid ihr unterwegs? Ja, genau. Also wir sind ja natürlich nicht... Wir sind nur noch 365 im Jahr. Ja, Moment, zusammen. Das heißt, wir haben natürlich, also nicht jeder... Ja, du hast die Aufgabe richtig gelöst, wenn man euch beide zusammenrechnet. Ja, genau. Also wir sind auch nicht nur zu zweit, sondern wir haben ein Team aus 15 Lehrkräften von allen Schulformen. Das heißt, wir schauen auch, dass wir für zum Beispiel eine Förderschule dann einen Förderpädagogen haben, der eben das dann auch direkt so vermitteln kann. Ich bin zum Beispiel am Gymnasium unter Rechtefächer Deutsch, Sozialkunde, Informatik und Religion. Und da kann ich natürlich am Gymnasium mehr Mehrwert geben, wie zum Beispiel der Max bei uns aus dem Team, der halt Sonderpädagoge ist. Der geht dann zum Beispiel zu Förderschulen. Was ist jetzt heute noch auf der LearnTech zu erwarten von euch? Ja, wir sind heute bei einem Partner von uns am Stand, Bechtle, die eben die Ausstattung an Schulen machen. Und wir unterstützen hier mit pädagogischen Konzepten und Schulungen und machen heute Vorträge zum Thema, warum Technik auf Schulen werfen, nichts beherrscht.

Und wie relevant doch auch die Lehrerfortbildung ist, damit die Technik gewinnbringend in den Einsatz ist. Aber Gerd, ich habe an dich auch noch eine Frage. Und zwar, du weißt ja, in den letzten fünf Jahren wurden 6,5 Milliarden im Sinne des Digitalpakts an Schulen investiert. Was schätzt du denn, wie viel wurde in diesem Zeitraum in Fortbildung von Lehrkräften im digitalen Bereich investiert, dass die Lehrer wirklich mit diesem Material auch sinnvoll umgehen können? Was schätzt du da? Also ich würde sagen, weniger als 5 Prozent. So, jetzt muss ich wieder rechnen. So, 10% wären 6,5 und 5% dementsprechend dann 325 Milliarden. Und ich muss dir sagen, du bist... Nee, nicht Milliarden. Äh, Millionen.

Tatsächlich. Da muss ich dir sagen, du bist tatsächlich nah dran. Und findest du das eigentlich nicht traurig? Es ist traurig und ist sicherlich auch ein Teil des Problems. Weil ohne Fortbildung, ohne Best Practice, also was ihr gerade sagt, Best Practice, du musst es erleben. Im Grunde genommen reagieren die Lehrer dann so, wie die Schüler in ihrem Unterricht reagieren. Vorne steht einer, erzählt mir was, naja, irgendwie bringe ich den Tag hinter mich. Und so ist oft auch Fortbildung. Du musst es erleben. Es muss gut gemacht sein. Ja, wir müssen da in Fortbildung investieren. Ich habe da so einen Vorschlag gemacht, der heißt Bildungsurlaub. Fünf Tage in kleinen Teams organisieren in der Schule. Die Lehrer vertreten, die anderen Lehrer vertreten, hier sind die Nächsten dran. Und in dieser Zeit werden die Lehrer fit gemacht in der Digitalität.

Ja, super coole Idee auch auf der einen Seite, mal fünf Tage zu nehmen, anstatt nur den einen oder die zwei Studientage an der Schule. Wir haben da mal geschaut, es ist übrigens ganz spannend, was empfohlen würde, wenn man jetzt sagt, wie viel Geld sollte denn eigentlich in die Fortbildung investiert werden. Das wären in den fünf Jahren vier Milliarden, wenn man es mal zusammenzählt, was so ungefähr das ist, was in der Wirtschaft, in den Umgang mit Technologie investiert wird. Ja, und eigentlich wird ja die Zukunft in der Schule gemacht, also müssen wir da anpacken. Schauen wir mal, was das neue Strukturpaket bringt. Vielleicht ist für Fortbildung was dabei. Vor allem auch für die Lösungen, die Apps und Software. Die muss ja auch in die Schule kommen. Nur die Endgeräte reichen nicht. Da sind wir absolut dabei. Und natürlich sollten die Fortbildungen auch von Personen gegeben werden, die aus der Schule kommen und die auch wissen, wie es läuft und wie Kollegien so drauf sind. Ja, da hat er nochmal schnell einen Pitch gemacht. Vielen Dank euch beiden. Dankeschön. Danke dir.

Komisch, wir machen den Podcast für Diggis, was ich auf die Messe bisher immer verpasst habe. Jemand von den Diggis zu befragen. Thorben, wie sind deine Eindrücke hier von der LearnTech? Ja, die LearnTech ist natürlich eine Messe für Fachpublikum und hier geht Qualität vor Quantität. Wir haben tolle Gäste hier und führen Gespräche mit Entscheidern und das ist ja immer das, was wir gerne haben wollen. Was interessiert da die Entscheider, was interessiert die Gäste, wenn die an den Stand kommen?

Die werden ja wohl nicht ganz konkret nach Inhalten fragen. Oder sind es die Lösungen oder haben die vielleicht auch Wünsche? Also was ist da genau das Interesse? Also Wünsche gibt es natürlich viele. Es sind viele Lehrkräfte, die aus Nischen kommen und sich für ihre spezielle Nische natürlich ihre Problemlösung wünschen. Was aber immer wieder angesprochen wird, ist natürlich Unterrichtsausfall, der ganz groß ist. Und natürlich auch die Überlastung bei der Unterrichtsvorbereitung. Es geht natürlich auch viel um den Schüler selbst und die Perspektive der Schüler. Und wir haben einfach mit den Digis ein Tool geschaffen, das auf diese drei Fragen eine ganz gute Antwort gibt. Also die Motivation der Schüler zu steigern, sich mit den Themen zu beschäftigen, die im Lehrplan stehen. Wir haben einen ganz hohen Aufforderungskarakter dabei und ermöglichen das Selbstlernen. Und das ist natürlich auch gut für Schulen, die gerade mit Unterrichtsausfall zu kämpfen haben, dass wir da einfach eine tolle Möglichkeit geschaffen haben. Da erinnere ich auch mal an die Folge mit Stefan Rupana. Du hast nämlich einen Punkt jetzt gerade gesagt, selbst lernen. Das ist natürlich etwas, was wir wollen, dass die Schüler aus Neugier, aus Motivation sich ihre Themen erschließen. Wir haben natürlich, du hast es auch gesagt, einen großen Unterrichtsausfall und man kann ja einem Problem mit einem neuen didaktischen Konzept begegnen, ohne dass wir über Probleme reden, sondern wir reden über Lösungen und Selbstlernen ist eine Lösung, genau dem entgegenzuwirken.

Ja, das ist auch eine Frage der Unterrichtskultur. Digitalisierung muss ja nicht unbedingt heißen, dass das, was man immer schon gemacht hat, einfach ins Digitale überführt, sondern die Digitalität ermöglicht ja Lernformen, die wir vorher so nicht praktiziert haben. Und das Selbstlernen ist natürlich auch eine Art, wie man sehr individuell auf einzelne Schüler eingehen kann und als Lehrkraft auch die Möglichkeit dazu bekommt, überhaupt mit digitalen Tools den Schüler in die Lage zu versetzen, selbst zu lernen. Da sind die Digis natürlich schön, weil da das Selbstlernen ermöglicht wird. Wir haben viele, die grafische Darstellung unterstützt, das Lernen, weil wir ganz verschiedene Ebenen ansprechen. Die Digis bieten einen Steinbruch an Materialien, wo auch Sonderpädagogen Materialien finden. Hast du aber sonst noch einen ganz skurrile, einen ganz skurrilen Wunsch vielleicht für uns? Hat jemand sich ein ganz skurriles Thema gewünscht? Könnt ihr dazu mal was machen? Es kommen immer wieder auch ganz unterschiedliche Firmen und Ideen auf uns zu. Der ADAC war zum Beispiel mal am Stand und hat gefragt, ob wir nicht mal ein paar Digis auch für die Radfahrprüfung machen können. Mit dem ADAC passt. Die Digis sind gut unterwegs. Euch noch eine gute Zeit hier auf der LearnTech. Danke dir. Wünsche ich dir auch. Nachgedacht.

Ho, schön, dass ihr noch da seid. Ja, das war sie, unsere Sonderfolge von OMR und LearnTech. Kann man das zusammenbringen? Ich glaube schon. OMR und LearnTech zeigen, Schule und Wirtschaft können viel voneinander lernen. Schule darf offener werden für wirtschaftliche Themen. Schaut nur an, was Noah gemacht hat. Und die Wirtschaft darf sich mehr an Schule orientieren, wertebasiert, menschlich-zukunftsorientiert. Wenn wir das beherzigen, wenn wir wirklich, wirklich voneinander lernen, dann geht es nicht nur um Gewinn, dann geht es um uns. Dann sind wir am Ende alle Gewinner. Vorher müssen wir aber eines, lernen. Oder, wie Dirk Nowitzki es gesagt hat, manchmal gewinnt man und manchmal lernt man. Gewinner sind ihr auf alle Fälle. Wenn ihr nächstes Mal wieder mit dabei seid und wenn ihr keine Folge von Hedigis mehr verpassen wollt, dann folgt uns einfach, gebt uns eine Fünf-Sterne-Bewertung auf Spotify und empfiehlt uns einfach gerne weiter. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt Hey Digis, so geht Lernen heute.