Hallihallo, wir sind's, die Wanderstiefel von Anne-Marx Rocke. Und damit herzlich willkommen zurück zum... Die Haferlschuhe. Haferlschuhe, ja, das ist toll. Mit roten Schnürsenkeln. Wunderbar. Ja, so waren sie. Und damit willkommen zurück zum zweiten Teil unseres großen Poltergeist-Spezials. Und das haben wir ja angefangen, Andreas, jetzt genau wie unsere Premiere damals in Wuppertal mit diesem Orgelspiel. Ah, ja. Und das war ja Jürgen Bangert, der coole, tolle Moderator von Radio NRW, der uns interviewt hat. Und da ist ja dann diese Idee entstanden, dass wir gesagt haben, du kannst auch Orgel spielen. Da hängt eine Orgel in dieser Stadthalle in Wuppertal. Okay, dann fangen wir doch an mit diesen Original-Akkorden aus dem Gespensternschlossen. Und so ging die Show los. Aber ich weiß noch, dass er wirklich, ich glaube, er hat wochenlang geübt. Er war wirklich ein bisschen aufgeregt. Das stimmt, ein schlotterndes Gespenst. Das stimmt, aber er hat es fehlerfrei performt. Es war super und die Leute hatten eine Gänsehaut. Ja, das war super gut. Ich hatte da eine Gänsehaut auch Backstage, weil man gemerkt hat, es darf ja wohl nicht wahr sein. Es war genau der Sound. Es war genau der Sound. Es fehlte eigentlich bloß noch der Nebel. Das stimmt, richtig. Das hätten wir auch noch machen können. Aber das war ein super Einstieg für die Premiere auch und ganz toll von Jürgen nochmal. Liebe Grüße und überhaupt, wir hatten ja ganz viele tolle Gäste auf dieser Tour dabei, auch so ganz unterschiedliche. Das fand ich irgendwie auch schön. Also wir hatten natürlich Leute aus der direkten Drei-Frage-Zeichen-Welt wie Jens, den wir schon in der vorigen Folge gehört haben, aber Olli war ja auch dabei. Meine Schwester war dabei in München. Ja, genau. Und wir hatten einen, ja, einen besonderen Gast in Bielefeld dabei. Das war nämlich Philipp Fleiter. Und Philipp ist ja ein wirklich saubekannter True-Crime-Podcast-Host. Ja, mittlerweile hat er ja sogar nochmal Karriere gemacht. Er macht doch jetzt so eine Show, so eine Sendung. Was war das nochmal? Er hat bei den Verrätern mitgemacht. Das ist ja der absolute Knaller, weil ich liebe dieses Format. Ich habe gesagt, das darf nicht wahr sein, dass da jetzt Philipp auch noch dabei ist und Mareike Amado und Ralf Morgenstern. Das war eine tolle Mischung, aber toll ihn da zu sehen. Und wir hatten ihn dabei auch auf der Bühne als Gast. Nicht nur, weil er als True-Crime-Podcaster sich natürlich auch mit Kriminalfällen auskennt, sondern weil seine Liebe zu diesem Thema tatsächlich auch sehr direkt mit den drei Fragezeichen zu tun hat. Und sehr direkt auch mit Bob Andrews. Das wollen wir mal festhalten. Genau, das hat er uns erzählt. Und da hören wir jetzt mal ein bisschen rein in den Talk mit Philipp Fleiter aus Bielefeld. Die der Werke zeichnen, und der Ehrengast. Hallo! Sehr schön, dass du da bist. Hallo, Philippe. So, wollen wir uns da hinsetzen? Wir setzen uns gerne in die Mitte. Ein bisschen in unsere Talk-Ecke. Habe ich nicht toll jetzt Bielefeld eingebaut in diese Einleitung? Das fand ich super, oder? Du hast das ganz, ganz elegant gemacht. Wobei du ja eigentlich, du bist ja nicht geboren in Bielefeld. Ich bin Gütersloher, aber ich habe in Bielefeld... Ah! Das ist ja interessant. Aber ich habe in Bielefeld studiert. Also das ist the best of both worlds. Ja, und du machst einen wirklich grandiosen, Podcast. True Crime müssen wir auch gleich noch ein bisschen was darüber erzählen. Aber erst mal diese Verbindung zu den drei Fragezeichen, das ist ja nicht irgendeine Verbindung. Du bist sozusagen von frühester Kindheit geprägt. Ja, als Kind wollte ich immer Bob Andrews sein. Und jetzt sitze ich mit ihm hier auf der Bühne. Nee, es gibt eine schöne Geschichte, die hat meine Mutter mir erzählt. Ich selber konnte mich nur noch so in Bruchstücken dran erinnern. Wir hatten bei uns, ich bin auf dem Dorf aufgewachsen, so eine ganz kleine Pfarrbibliothek. Also für eine Stadtbibliothek hat es noch nicht gereicht. Und die wurde von so zwei alten Damen so kurz vor 100 geleitet, die ganz süß waren. Und da konnte man dann immer nur sonntags, keine Ahnung, zwischen 10 und 10.30 Uhr Bücher ausleihen. Und da habe ich dann als Siebenjähriger mir mein allererstes Buch ausgeliehen. Ich glaube, sieben oder acht muss ich da gewesen sein. Und es war die drei Fragezeichen und das Gespensterschloss. Weil das Cover großartig und ich wusste irgendwie, Alfred Hitchcock, das was cool ist für Große, war natürlich viel zu früh. Also ich habe mir die Hose gemacht vor Angst. Würde ich auch nicht Siebenjährigen empfehlen, aber damit hat es angefangen. Und es begleitet mich bis heute. Also das ist hier gerade so ein Full-Circle-Kindheitsmoment, mit euch hier zu setzen. Ja, und was ich toll finde, ist, weil man hat ja immer, also ich hatte das als Kind eigentlich gar nicht so, dass ich so ein Lieblingsfragezeichen hatte, lustigerweise. Aber bei dir war es eindeutig immer schon Bob Andrews. Und hat dich das so auf die Spur gebracht, dann auch recherchieren, Kriminalfälle? Ich glaube, das Tolle an den drei Fragezeichen, ohne jetzt die vier aus der Millionenstadt dissen zu wollen, das darf man ja heute Abend bestimmen. Sag die Buchstabenkombination nicht. Nein, das ist so, genau, die, dessen Namen nicht genannt werden dürfen. Ich finde, die drei Fragezeichen haben so für jeden was, weißt du? Also die haben ja alle ihre Ecken und Kanten. Ich war halt ein nerdiger Junge, ich war kein cooler Fußball-Junge. Ich war das Kind, was in der Ecke gesessen hat und was Bücher gelesen hat. Das war Bob für mich auch, weißt du? Und ich habe dann gesehen, es ist okay, wenn man das Kind ist, was in der Ecke sitzt und Bücher liest. Oder Zeitung, du hast ein schönes Bild mitgebracht, was wir hier gleich haben. Das Schlimme ist, es ist sogar eine italienische Zeitung. Also ich habe nicht mal was verstanden von dem, was ich da gelesen habe. Ja, und das, also wirklich, das klingt jetzt total geschärft, aber Bob hat mir sehr viel bedeutet als Kind und bedeutet er mir auch heute noch als Erwachsener. Das finde ich total lieb, dass du das sagst. Aber eigentlich der richtige Nerd, der drei Fragezeiten, ist ja eigentlich Justus, oder? Ja, aber der war mir immer zu unsympathisch. Besserwisserisch. Ja, besserwisserisch, genau. Und er ist natürlich anders als T-Punkt von dieser anderen Bande. Aber ich mag so Leute nicht, die so bossy sind. Ja, ja. Und diesen Hang hat Justus ja mal ein bisschen bossy zu sein. Deswegen, nee, ich war immer schon Bob-Fan. Und in einer Folge, die ihr schon besprochen habt, nämlich Stimmen aus dem Nichts, war ich auch ein bisschen, glaube ich, in Bob verknallt. Weil die Szene ist schon ein bisschen sexy, ihr kennt die, ne? Ja, ja, ja. Bei Clarissa Franklin auf der Couch, die Regentropfen, die ans Fenster klatschen, so, ich bin nicht der Einzige, der diese Gedanken da hatte. Okay, dankeschön. Uns wäre es jetzt auch sehr unangenehm gewesen. Nein, nein, wir sind da alle solidarisch und das ist ja übrigens auch interessant, also inwieweit man sozusagen bei den drei Fragezeichen eine Projektionsfläche für ganz viel hat, ja? Also natürlich, wir haben das bei der Live-Show vom Wecker ja auch so ein bisschen provoziert mit Worte nur Worte und dem Kuss zwischen Peter und Bob und Jeffrey, der da plötzlich auftaucht. Also das darf man ja auch nicht unterschätzen, dass das sozusagen eine Möglichkeit ist für Leute mit ganz vielen verschiedenen Vorstellungen und Ausrichtungen, sich da einzulehnen bei den Fragezeichen. Ja, Tim würde wahrscheinlich Schwule verprügeln, deswegen ist das... War jetzt eine Idee. Verbrechen von nebenan. Also wirklich ein unglaublich erfolgreicher Podcast, den machst du seit 2019. Und man merkt auch, wer den kennt natürlich, dass Recherchen eine Riesenrolle spielt. Also es ist ja nicht nur sozusagen irgendwie sensationsmäßig Fälle aufbearbeitet, sondern du bereitest es vor. Es gibt Täterprofile, manchmal auch Gerichtsurteile, wenn Fälle zur Verhandlung kommen. Wie funktioniert das für dich, weil du ja da in eine absolute Dunkelheit oft reinguckst, die ja nichts mit dieser heilen Welt von den drei Fragezeichen zu tun hat? Stimmt, aber da helfen die drei Fragezeichen dann abends sehr gut, um wieder runterzukommen, ehrlicherweise. Also da schließt sich der Kreis dann schon ein bisschen. Ich habe ja das Glück, dass ich schon vorher relativ lange als Journalist gearbeitet habe und dann auch schwere Themen schon häufiger bearbeitet habe. Und man kriegt dann schon mit der Zeit so eine gesunde Distanz, sonst könnte man das auch nicht machen. Also natürlich geht mir das, wenn ich jetzt zum Beispiel mit einer Angehörigen oder auch mit einem Opfer von einem Verbrechen spreche, in dem Moment natürlich nah. Aber ich muss in der Lage sein, das dann zu Hause irgendwie wegzuschieben oder um das zuzumachen. Und das gelingt mir eigentlich meistens ganz gut. Tatsächlich schlafe ich auch immer mit Hörspielen ein. Also das hilft mir auch beim Einschlafen wirklich. Aber ja, das sind so Begegnungen mit dem Bösen. Auf der anderen Seite hat aber auch alles Schlimme was Gutes. Also jeder schlimme Fall hat irgendwas Gutes. Also der Kommissar, der nicht aufgibt, bis der Fall endlich gelöst ist. Als die Angehörigen, die es irgendwie schaffen, weiterzuleben oder vielleicht einen neuen Lebensabschnitt irgendwie zu bestreiten. Und deswegen, wenn das, also für mich zumindest, wenn das eine Sache zeigt, dann eigentlich, dass Leben kostbar ist und dass es was Tolles ist und dass man dankbar sein kann, am Leben zu bleiben. Also, weil ich oft gefragt werde, bist du pessimistischer geworden durch diese Arbeit? Eigentlich eher im Gegenteil. Also, ich habe eher gelernt, das Leben mehr zu schätzen als vor. Okay, schön. Ja, toll. Und sag mal, es gibt ja auch immer mal wieder die Diskussion, also wie düster dürfen die drei Fragezeichen sein? Es gibt sozusagen keine Mordfälle, keine Tote eigentlich. Aber es ist bei den drei Fragezeichen ja auch nicht stimmt. Das haben wir ja auch festgestellt. Da tauchen immer wieder Leichen auf. Aber ist es für dich genau richtig? Oder könnte es auch ein bisschen düsterer manchmal sein? Ich würde gerne mal wissen, wie viele echte Kinder noch die drei Fragezeichen hören. Versteht ihr, was ich meine? Also offiziell ist es ja die Zielgruppe. Aber ich habe die Vermutung, dass das Publikum schon eigentlich... Und eventuell sind hier Minderjährige im Raum, weiß ich nicht. Nicht viele auf jeden Fall, oder? Einer. Dann müssen wir uns benehmen auf der Bühne. Aber ja, es ist ja schon erwachsene Zuhörer. Auf der anderen Seite, man will ja auch genau dieses haben. Also wo wir jetzt gerade bei André Marx waren. Ich finde, André Marx hat ehrlicherweise die drei Fragezeichen gerettet. Total, absolut. Nein, André Marx ist der deutsche Robert Arthur. Ja, absolut. Naja, aber es gibt schon diese Grenze. Also wir haben ja jetzt gerade besprochen die Folge Späte Rache, die so anfängt, wo wir beide ja dachten, da wird Peter entführt. Eine unglaublich unheimliche Szene, Peter wird entführt und du hast wirklich das Gefühl, da passiert was richtig Ungutes in dem Auto. Genau, wo man dann dachte, okay, ist das fast zu viel jetzt so? Also es kriegt so was Unangenehmes. Also das ist so die Frage. Aber das ist im Buch ganz anders, im Buch ist es viel abgeschwächter, im Buch wird gar nicht so geschrien, um Hilfe geschrien und bitte nicht, nein. Das ist dann eben passiert, als man das bearbeitet hat und während der Regie und der Aufnahme. Es gibt ja schon mal Folgen, wo man denkt, das ist jetzt schon ganz schön doll. Also Stimmen aus dem Nichts, der Anfang zum Beispiel, der ist schon auf die Zwölf. Also das musst du dich erst mal trauen, in einem Kinderhörspiel das Wort, darf ich jetzt nicht sagen, weil wir haben Minderjährige, das Wort zu sagen, das ist schon gruselig. Aber im Prinzip am Ende wird ja alles gut und es gibt Kirschkuchen, das ist ja das Schöne. Das ist das ja, das ist ja genau das, Es ist spannend, es muss spannend sein und zum Schluss, was du schon sagst, es gibt diesen hysterischen Abschlusslacher und die Welt ist in Ordnung. Und heutzutage, gerade in unruhigen Zeiten, wünschen wir uns ja sowas. Also wirklich, mein Motto ist im Augenblick, Sorge dafür, dass jeder Tag mit einem Abschlusslacher endet. Das ist eigentlich letztendlich, was wir alle machen müssen, gerade in diesen Zeiten. Ja. Mir fällt gerade ein, wir haben gestern in Münster eine ganz tolle Frage bekommen, nämlich eine Frage nach, was würdet ihr denn gerne mal für einen Bösewicht haben bei den drei Fragezeichen? Also einen Antagonist, den es noch nie gab. Du als Experte mit dem, das ist jetzt ein bisschen gemein, dir das so hinzuknallen, aber gibt es sowas, was man als Farbe bei den Fragezeichen noch nie hatte? Ich finde ja persönlich immer interessant, wie Leute zu Tätern werden, deswegen mache ich diesen Job ja auch und der Teil geht ja oft unter, weil es auch einfach im Hörspielskript keine Zeit hat. Also ich sage mal, ein Täter, der ein bisschen ambivalenter ist, der vielleicht nicht nur böse ist, weil er böse ist, wo man auch ein bisschen mehr drüber erfährt, weil es ist ja oft und es ist ja in der Wirklichkeit, ganz oft so, es braucht nur manchmal einen kleinen Schubser in die falsche Richtung und dann landest du auf dieser anderen Seite. Das sind nicht immer die Leute, die ganz weit weg von uns sind, die Monster oder so. Das sind ganz normale Leute. Der Nachbar, wonach er alle sagen, der hat immer so nett gegrüßt. Es braucht nur so eine Kleinigkeit, um einen in diese Richtung zu schützen. Und das würde mich jetzt natürlich besonders interessieren. Aber ich weiß natürlich, dass das platzbedingt, glaube ich, auch oft rausfällt. Ein interessanter Ansatz, weil er sehr realistisch ist. Ja, genau. Also so Victor Eugénie, den wir ja in der Folge auch haben, das ist natürlich so ein Gentleman, ein großer Gengel. Krass, jetzt endlich. Das ist schon eine ganze andere Welt. Du weißt, was du meinst. Das ist toll. Ah, ah, ah. Ja, also das ist wirklich, bis zurück in die Kindheit. Ist das nicht toll, wenn sich dann da so ein Kreis schließt? Und ich glaube, Philipp war auch ganz beseelt, dich dann da mal so persönlich zu treffen, oder? Nein, das ist ja immer schön, wenn du merkst plötzlich, okay, da sind Leute, die kennst du dann auch, hast die kennengelernt und sie erzählen dir dann, ja, sie waren immer große Fans von Bob Andrews oder so. Also es gibt ja eben Fans von Peter, es gibt Fans von große Fans von Peter, große Fans von Justus, aber dann eben auch große Fans von Bob. Und ich sammle die ja mittlerweile. Ich habe zum Beispiel festgestellt, ja, Daniel Brühl, großer Bob Andrews-Fan. Kann ich sagen, ja, okay, das gefällt mir, das finde ich toll. Ein Hollywood-Star mittlerweile. Aber dann eben trotzdem Philipp Fleiter auch. Das ist sehr schön. Das fühlt sich gut an. Es war wirklich ein ganz toller Talk mit ihm. Es war irgendwie total interessant und eine schöne Stimmung da auf der Bühne. So, jetzt müssen wir aber zurück ins Hörspiel in den Poltergeist. Die drei Fragezeichen haben ja eigentlich einen Fall bei Miss Madigan angenommen, nämlich nach einem Familienerbstück diesen Medaillon zu suchen. Dann kommt aber der zweite Fall in die Geschichte. Das ist Mrs. Cartier, Gerda Gmelin. Die bittet sie, ein angebliches Poltergeist-Phänomen bei ihr zu Hause zu untersuchen. Und das ist natürlich viel aufregender. Aber der arme Peter verliert beim Losen und muss alleine bei Miss Madigan weitersuchen, während Justus und Bob versuchen das Rätsel, um den Poltergeist zu lösen. Das lässt sich aber Peter nicht so einfach wegnehmen. Der will trotzdem dabei sein und kommt dann ebenfalls bei Mrs. Cartier vorbei und erlebt dann auch diese angeblichen Spukphänomene, haben wir auch reingehört in der letzten Folge. Und dann im Anschluss kommt es zu einer kleinen, sehr schönen Szene, wo sich Peter unheimlich aufregt und wo ich glaube, es eine kleine Impro-Stelle gibt. Das müssen wir uns jetzt mal anhören. Das hättest du nicht tun sollen, Zweiter. Ach, das sagst du, weil du nicht dabei warst. An meiner Stelle hättest du genauso reagiert. Außerdem haben wir einen neuen Fall. Und als Zweiter Detektiv habe ich das Recht, dabei zu sein, wenn wir ermitteln. Wir haben einen neuen Fall. Ja, Hitzköpfchen. Aber wir hatten auch einen alten. Ja, falsch. Wir hatten eine überkandidierte Flohmarktbesitzerin, die unsere kriminalistischen Fähigkeiten missbrauchen wollte, um einen wahrscheinlich völlig wertlosen Anhänger wiederzufinden. So, also das Hitzköpfchen, das ist doch wirklich improvisiert, oder? Wenn wir mal ins Skript gucken, das steht da nicht. Nein, aber das ist ja eigentlich auch das Schöne daran. Es lebt ja davon. Und das Tolle ist ja, du kannst ja mit diesen kleinen Impro-Nummern kannst du, spielen und kannst den anderen, den du ansprichst, aber auch immer ein bisschen aus dem Konzept bringen. Also ich weiß, dass wir das auch immer machen. Es gibt ja dann nicht nur Worte, sondern auch ganze Sätze, die man dann einbaut. Aber gerade diese Sachen kommen immer gut. Und was auch immer ganz toll kommt bei Jens, wenn er muffig ist, also nicht Jens, Jens, sondern Jens in der Rolle von Peter, wenn ich dann sage, ach, mein Miese-Peter. Da muss Jens dann immer abbrechen. Beziehungsweise Heike Diene sagt, nein, das geht doch nicht. Du kannst doch nicht Peter sagen, sage ich. Nein, es ist ja bloß ein Joke, es ist ein Gag. Ja, aber er heißt doch Peter. Ja, aber es heißt doch Miese-Peter. Peter Silje. Mein Gott, das ist doch völlig wurscht. Und das machen wir dann auch. Miese-Peter draus machen. Das geht ja vielleicht auch. Aber das ist sehr lustig. Das habt ihr nämlich beide. Vor allem Olli und du ist mir auch schon aufgefallen. Das Schnäuzelchen und Äffchen. Das sagst du auch manchmal zu mir. Na, mein Äffchen oder Schnäuzelchen. Albern, aber sehr schön. Und das fand ich toll. Es ist süß. Es ist nicht grob. Überhaupt nicht. Und dass das hier als Farbe auch nochmal drin vorkommt, das ist sehr schön. Was ich auch sehr toll fand, das ist auch nur eine kleine Sequenz, sind ja diese Querverbindungen in frühere Fälle von den drei Fragezeichen, was wir schon in der letzten Folge ein bisschen angesprochen haben. Und die gibt es nämlich hier auch. Eine Querverbindung zwischen Mrs. Cartier und einer gewissen Mrs. Smith auf die Frage von Bob. Oh, das hast du jetzt aber gut ausgesprochen. Nicht leicht. Ich habe aber mit dem Mikro trotzdem vollgespuckt. Und es kommt auf die Frage von Bob, wie Mrs. Cartier eigentlich auf die drei Fragezeichen kam. Da fällt mir gerade was ein. Wie kam sie eigentlich auf uns? Sie sprachen von einer alten Klientin, die sie auf uns aufmerksam gemacht hat. Wer war denn diese Klientin? Mrs. Smith, eine langjährige Freundin von mir. Sie war ganz begeistert von euch und hat mir ausführlich erzählt, wie ihr ihr damals geholfen habt. Mrs. Smith, warte mal. Aber ja doch, natürlich. Die Sache mit dem schreienden Wecker. Natürlich. Das ist ja schon ewig her. Das war einer unserer ersten Fälle. Ja, Mary Smith. Aber sie hat euch trotz der langen Zeit nicht vergessen. Ja, also ein Rückbezug auf Mrs. Smith aus dem seltsamen Wecker, damals gesprochen von Brigitte Alexis. Ist, fand ich eine schöne, so eine kleine Sache, wo es dann wieder mit zusammenhängt. Und natürlich gibt es auch noch eine größere Verbindung. Genau das ist eben die Spezialität von André Marx, dass er eben immer wirklich so Rückbezüge einbaut. Und dadurch kannst du dann auch immer miträtseln. Moment mal, ah, okay, den Namen kenne ich doch irgendwo her. Ah, und dann kannst du nachgucken, nachlesen oder nachhören. Und das ist irgendwie schön. Und es ist ja auch immer so ein Markenzeichen von André Marx, dass er auch immer nochmal so eigene popkulturelle Anspielungen reinbringt in seine Geschichten, wie zum Beispiel dann auch hier das Hausmädchen, was Sigourney heißt. Das ist ja auch ein charismatischer Name, den man natürlich sofort mit Sigourney Weaver in Verbindung bringt. Müssen wir gleich nochmal ein bisschen auseinanderdröseln. Ich finde, wir hören jetzt hier aber erstmal rein in eine Stelle, wo sie, naja, ehrlich gesagt so ein bisschen wortkarg ist. Sigourney, haben Sie etwas Verdächtiges bemerkt? Nein. Aber Sie können mir doch sagen, ob diese Truhe immer an diesem Platz dort steht. Ja. Was ist passiert? Ich habe nichts gesehen und es scheint auch alles an seinem Platz zu sein. Also muss ich immer ein bisschen drüber lachen in der Folge, weil das Hausmädchen Sigourney eigentlich immer nur Ja oder Nein sagt und trotzdem aber natürlich eine Hauptverdächtige ist. Ja, aber wenn man genau hinhört, erkennt man ihre Stimme sofort. Jedenfalls, wenn man dieser Jahrgang ist, aus dem ich komme. Das ist Susanne Beck. Und Susanne Beck ist bekannt geworden in den 70er Jahren durch Plumperquatsch. Kennst du das eigentlich, Plumperquatsch? Das habe ich noch so wahrgenommen. Ich kann mich da so dumpf dran erinnern, aber das war jetzt nicht meine Kindheit. Ja, das habe ich. Ich habe es geliebt. Und sie war super, super hübsch in den 70er Jahren und ist auch immer noch eine sehr aparte Frau. Und sie ist die Tochter von Horst Beck. Und Horst Beck ist ja auch ein altes Europa-Gestein. Hat ganz viel bei Europa gesprochen, der Vater von Susanne Beck. Zum Beispiel war er Tante Droll, zum Beispiel im Schatz im Silbersee. Karl May, genau. Ja, genau. Sehr spannend, genau. Nee, das ist auch toll. Also ich finde nicht, dass sie uncharismatisch hier ist. Im Gegenteil, also man merkt eine tolle Stimme und sie macht so das Beste draus. Aber es ist natürlich so ein bisschen spazanisch, was sie so alles sagt. Viel zu klein. Ja, ja. Sagen darf. So, und jetzt dieser Name Sigourney, das fand ich toll, weil André uns das in Berlin erzählt hat. Also André Marx war ja Gast bei uns in Berlin und wir haben ihn dazu nochmal ein bisschen befragt. Und er hat dann irgendwie, finde ich, so ein bisschen so eine seltsame Geschichte erzählt, weil er sagte, dass dieser Name Sigourney Weaver. Nachdem Sigourney das Hausmädchen hier benannt ist, also die Schauspielerin, angeblich, dass es den vorher nicht gab. Oder erinnere ich mich da falsch? Also dass Sigourney Weaver quasi das habe ich gar nicht. Ja, aber Sigourney Weaver, also der Name Sigourney, den gab es vorher nicht. Und nur Sigourney Weaver heißt Sigourney auf der ganzen Welt. Ja, also so habe ich die Anekdote von André verstanden. Aber vielleicht war ich auch irgendwie frei von den Gummibärchen, die wir ihm hingestellt hatten. Das muss recherchiert werden. Müssen wir nochmal recherchieren, ob das stimmt. Aber natürlich interessant, dann immer mal zu erfahren, wie kommen Autoren auf diese Namen, nach denen sie ihre Figuren benennen. Was auch noch, Entschuldigung, dass ich dich unterbreche, was ganz interessant ist, es liegt ja angeblich, also in dem Buch ist es so, da liegt auch ein Buch von Stephen King. Ja, genau. Neben dem Bett. Richtig. Von Sigourney. Sigourney, ja. Auch nochmal ein Hinweis. Und Poltergeist, okay, also that's interesting. Ja, wobei es keinen Hinweis gibt auf den Filmpoltergeist, was wirklich meine erste Assoziation war. Also von 1982, dieser von Tobey Hooper, den eigentlich Steven Spielberg produziert hat, wo er angeblich auch selbst Regie geführt hat, der auch wirklich so einen Punch noch hat. Ich habe den neulich mal wieder gesehen und dachte, wow, der ist schon, hat natürlich so einen 80s Charme, aber ist schon fies auch. Ist ja interessant. Findest du wirklich? Mir hat der jetzt, ich habe da auch kurz mal reingeguckt, mir hat der nicht so gefallen. Also es ist aber, da sind so tolle Motive drin, dieses Rauschen vom Fernsehen, dieses Störbild. Das haben wir doch bei The Ring alles viel besser gesehen. Ach, The Ring, naja gut, das fand ich auch gut, das fand ich auch sehr gruselig. Aber Carol Ann, die dann in den Fernseher gezogen wird, sie sind wieder da. Fand ich das nicht gruselig? Nee, das fand ich doof. Besprechen wir dann in unserem Spin-Off-Podcast Andreas Fröhlich und Kai Schwind diskutieren Filme. Das machen wir nachher mal. Ja, das kommt ja noch. Überhaupt, zurück Berlin, wo André Marx zu Gast war. Was für ein toller Abend das war. Und natürlich auch zu unserem Motto Sound der Kindheit hatten wir da noch einen weiteren, wie ich finde, perfekten Gast, nämlich Oliver Kalkofe. Und der ist ja auch ein riesen, nicht nur ein riesen Drei-Frage-Zeichen-Fan, sondern hat ja tatsächlich auch diese tolle Buchedition gestaltet zum Grünen Geist. Zum Grünen Geist, ja genau, mit Anmerkungen. Richtig, also ganz toll und dann haben wir gedacht, den müssen wir uns wirklich auch mal einladen und er kam zu uns auf die Bühne und da müssen wir ihn auch nochmal reinhören, denn da ging es dann auch ein bisschen um den Sound der Kindheit, was nicht unbedingt immer so angenehm ist. Die der die Werke zeigen und die. Wer kann sich noch daran erinnern? Wer hat auch die Rappelkiste geguckt? ZDF. Rappelkiste. Genau, ja, Verhaltener Applaus, das ist genau die richtige. Was ich irre fand, habe ich jetzt nochmal bei dir gelernt. Von 1973 bis 84 lief das so lange. Nein, das habe ich erst echt gedacht. So, und das sind ja, wie hießen sie? Ich habe es schon verdrängt. Graz und Rübe. Das war furchtbar. Zwei fürchterliche Puppen. Nein, die haben leider auch wirklich so furchtbar gesprochen. Genau. Das war unerträglich. Und auch der Titelsong war der nicht zum Aushalten. im Ehemiste, es rappelt in der Kiste. Furchtbar. Willst du über den Rasen laufen, musst du dir ein Grundstück kaufen. Es war wirklich, das war so... Das war es furchtbar. Wenn man sich das heute anguckt, dann sagt man so, naja, die Botschaft ist so ganz nett, aber es ist halt fürchterlich umgesetzt und es geht auch jetzt gerade immer wieder so ein Clip viral, wo Ratz und Rübe sich über die verschiedenen Bezeichnungen von Geschlechtsteilen unterhalten. Ein Klassiker. Ja. Und der ist wirklich echt. Also den kann man finden, wenn man das einfach mal eingibt. Also erstmal Ratz und Rübe wirklich zwei der furchtbarsten Figuren. Das sollten so die Deutschen Ernie und Bert werden und sollten zwei freche Kinder sein. Aber der ist besonders hässlich. Ja, richtig hässlich. Aus alten Arschhandtüchern genäht, habe ich immer gesagt. Zwei breitmaulbrechtige. Ja, genau. Ich habe sie gehasst. Und dann mit diesen quäkigen Stimmen. Schrecklich. Und dann gibt es eben eine Folge, wo sie dann auch wirklich nur darüber reden, wie man verschiedene Namen für Geschlechtsmerkmalen hat. Schlitzchen. Es ist wirklich furchtbar. Und damals wollte man damit aber so den Kindern zeigen, also es war gut gemeint, aber schlecht gemacht. Und man wollte halt zeigen, so wie, hey, traut euch mal was und seid mal frech. Und so Geschlechterrollen auf. Aber ich habe es gestern im Zug gelesen und ich habe wirklich laut gelacht, so dass die Leute am Tisch gegenüber geguckt haben. Magst du diese Stelle mal lesen? Deine Reaktion auf Ratz und Rübe und was du gerne heute damit machen möchtest? Hier nur dieses Stück, weil das ist wirklich großartig. Bei der Erinnerung an diese missliebigen Pimmelköppe verspüre ich, im Gegensatz zu fast allen anderen Puppkameraden meiner Kindheit, leider keinerlei friedvolle Gefühle harmonischer Nostalgie in mir aufkeimen, sondern ausschließlich unkontrollierbare Gewaltfantasien, in denen ich den beiden blödgesichtigen Frotteefressen fröhlich ihre zotteligen Wursthaare vom Stoffschädel reiße und ihre zerschredderten Restfetzen anschließend laut lachend in der Altkleidertonne versenke. Genau so. Wusste ich gar nicht mehr, aber es stimmt. Also, das ist so toll und so geht es ja Gott sei Dank. Nicht mit den Fragezeichen, die liebst du ja auch heute noch. Da bin ich aber froh. Gott sei Dank, sonst wirst du es jetzt richtig machen. Aber der Witz ist wirklich, es gibt immer noch, und das habe ich gerade jetzt im Vorfeld zu heute nochmal gefragt, ich habe in den 90ern, und zwar ungefähr zu der Zeit, wo der Poltergeist erschienen ist, hatte ich ein dreiteiliges Drei-Frage-Zeichen-Hörspiel geschrieben. Ich war damals ja beim Frühstücksradio mit Dietmar Wischmeyer und Olli Welke und so weiter, einige kennen das vielleicht noch, ja. Und dann gab es CDs, die wir gemacht haben von Onkel Hotte. Und dann habe ich auch Kalk und Welk. Jetzt haben wir den Podcast, aber das gab es früher schon. Und da hatte ich ein dreiteiliges Hörspiel geschrieben. Und das hieß die drei Satzzeichen. Und das war Schrägstrich, Semikolon und Doppelpunkt waren die drei. Und es gab einen Fall. Und der Witz ist, ich habe jetzt nochmal danach gesucht, aber das sind so alte Dateien, dass da nur noch Fragmente von da sind. Aber ich weiß nämlich noch, der Fall war sehr ähnlich wie Poltergeist. Weil die drei werden gerufen zu, das habe ich noch gefunden, Lady Bussella de Wolf, die ein Anwesen hat und wo seltsame Dinge passieren. Und so zum Beispiel hat sie sich frisch extra Eiswürfel aus dem Schrank geholt und als sie ein paar Stunden später wiederkam, waren die verschwunden. Und dann hörten sie Geräusche, Musik und das stellt sich dann später heraus, dass sie einen ungarischen Stehgeiger in ihrer Wäschetruhe hatte, weil es sie vermietet hatte und so. Also das war so ein, Also ein irrsinniger Fall und es stellt sich dann später raus, die drei Fragezeichen, die sind jetzt schon alle alt, also das war damals wirklich schon so quasi der Blick auf heute so zurück und haben das die ganze Zeit nur für Geld von, den Großeltern da gemacht, um Justus zu bespaßen, weil der so ein schwieriger Typ war und die mussten mit ihm immer so Fälle spielen, aber hatten dann keinen Bock mehr. Das gibt es noch irgendwo, ich muss das mal raussuchen. Darf ich eine Petition starten, dass du das fertig schreibst, produzierst und wir das als Hörspiel mit euch einstellen? Total. Geil. Ich suche das raus. Wirklich, das ist super. Ich versuche das raus. Und wir haben es auch, das Tolle war, ich weiß, wir haben das damals aufgenommen und haben es versucht, aber es hat es nie irgendwo hingeschafft, weil es war zu lang. Weil es war dann so 15 Minuten oder so und es war einfach zu lang für die CDs. Und es war auch, ich fand es dann auch immer nicht gut, weil ich hatte immer, also die Stimmen so im Kopf. Also, und da merkte ich, das kannst du nicht parodieren. Also du hast unsere Stimmen im Kopf gehabt? Ja, genau. Also ich hatte eure Stimme im Kopf und dachte immer so, und wir haben das dann irgendwie nachgemacht, nein, das klappt nicht, das klappt nicht, das hat mir nicht gefallen. Aber vielleicht jetzt nach irgendwie 30 Jahren oder so ist es an der Zeit, oder? Ja gut, ich suche das raus. Also das wäre toll. Und dann machen wir Premiere im Bob-Gast. Und dann machen wir das. Wir haben ja dieser Tour einen Übertitel gegeben, nämlich den Sound der Kindheit, der diese Show so fadenscheinig zusammenhält. und ein... Es war deine Idee. Ja, naja, wir wussten noch nicht so genau, was wir machen, aber wir kommen ja auch immer wieder darauf hin zurück und ein Sound der Kindheit ist natürlich auch der Grusel bei den drei Fragezeichen. Hast du eine gruseligste Folge, eine, die du als Kind auch wirklich schwierig fandest? Also der Grusel war immer das, was mich fasziniert hat. Deswegen haben mich immer die gruseligen Bücher und die gruseligen Bilder, haben mich immer mehr, also wenn es um die Bilder und irgendwie sonst was ging, es ging ja fast immer um irgendwelche Kunstwerke oder Kunstdiebstahl oder irgendwie solche Sachen. Aber ich fand eben toll, ja, also der lachende Schatten, der grüne Geist, der tanzende Toll, der Karpatenhund. Allein dieses Bild vom Karpatenhund. Ich weiß bis heute nicht so richtig, kann mich auch gar nicht mehr erinnern, was ist ein Karpatenhund? Wir haben einen Golden Doodle. aber das ist, also ne und was steckte wirklich dahinter, aber das waren so die Phantomsähe auch, also wirklich alle die, wo so ein gruseliges Bild war, die fand ich immer, fand ich geil Gespensterschloss auch natürlich, also das fand ich auch mega. So ging's mir auch und es waren ja wirklich manche Folgen wirklich regelrechte Mutproben die man, also ich hab ja auch so mit 6, 7 angefangen die man einfach nicht hören konnte zum Einschlafen abends und in der Vorbereitung zu dieser Tour hab ich mir gedacht, oh da will ich eigentlich ganz gern nochmal hin Ich mach mal was. Ich bastel mal ein kleines Medley mit den, wie ich finde, so ikonischsten Gruselstellen aus den drei Fragezeichen-Klassikern. Es sind wirklich hauptsächlich Klassiker, aber auch ein paar neue dabei. Es geht so knapp drei Minuten. Und ich würde sagen, wir hören uns das jetzt mal an, tauchen da ein. Ihr guckt mal, ob ihr die ganzen Stellen kennt. Und haltet euch gut am Nachbarn fest, denn es wird jetzt richtig hardcore. Wenn jetzt die Hälfte rausläuft, hast du was falsch gemacht? Dann haben wir Pech gehabt. Aber da müssen wir jetzt alle durch. Hier kommt das Grusel-Medley der drei Fragezeichen. Wer ist da? Sokrates? Ich... Was? Wieso? Hallo! Warte mal, ich höre doch was. Hörst du? Geistermusik. Tatsächlich. Unherrlich, ein Buckliger. Das ist dein. Es ist zu dunkel zum Zuckern. Hast du den Kerl gesehen? Den mit dem komischen Kopf? Ja. Und wie der lachte. Was war das bloß für ein Lachen? Ich weiß nicht. Es war schon sehr spät. Ich hörte Schritte im Haus und ging in die Halle. Da hielt ich ein grässliches, leises Kieren aus der Bibliothek. Ich ging zur Treppe. Und da sah ich dieses Gesicht, diese entsetzliche Fratze im Spiegel. Seht doch, grüne Flammen auf dem Fußboden. Um Himmels Willen. Was ist denn das? Flammende Fußspuren. Seht doch, die Flammen haben genau die Form von nackten Füßen. Der Potter, er ist zurückgekommen und spukt hier im Haus. Unmöglich. Aber du siehst doch, die drei Fußspuren haben sich ins Ninolium eingebrannt. Die Spuren nackter Füße. Woher kommt das? Keine Ahnung. Asmodi bewegt die Lippen nicht. Also wir verschwinden. Was ist das? Das ist Miss Redford. Letitia, sie ist im Haus. Kommt schnell. Hilfe! Hilfe! Hilfe! Miss Redford, was ist denn? Da drinnen in meinem Zimmer Ameisen. Millionen von Ameisen, Millionen. Herr Biggie, ich werde keine Ruhe geben, bis du unter der Erde liegst. Ja. Huppel, los! Lass sie los! Ist aber leise. Peter! Warte, ich taste nach ihm. Das ist nicht, Peter. Was? Es hat uns gesehen. Es... Was ist denn so? Sehr schön, Kai. Danke, drei Fragezeiten. Danke, Heike, Diene Körting für 40 Jahre plus Grusel. Ja, wie schön mit Olli Kalkofe und natürlich diesem Grusel-Medley, was ja wirklich auch echt immer ganz gut ankam. Das haben wir ja oft gespielt. Aber Kai, da fehlt ja ein ikonischer Sound. Finde ich total. Der grüne Geist. Richtig. Ja, der fehlt. Den habe ich wirklich vermisst. Da hast du auch total recht. Den hätte man wirklich nochmal einbauen können. Das haben wir dann manchmal live gemacht, wenn es uns da nochmal eingefallen ist. Dann durfte ich auch mal auf den Knopf drücken. Aber ich fand es echt immer toll, so ins Publikum zu gucken bei diesem Grusel-Metley. Zum einen diese Wiedererkennungseffekte, also wann die Leute gemerkt haben, ah, das. Und du hast dann auch gesehen, dass sich dann teilweise die Lippen mitbewegen in diesem Publikum. Das war schon schön. Das war toll. Das war echt toll. Mitgesprochen. Da auch nochmal einen lieben Gruß an unser ganzes Licht-Team, vor allem an die tolle Miri. Die hat ja noch so ein Licht-Design dazu gebaut. Also da gab es ja noch richtig so Licht-Effekte. Und das hat sich richtig aufgebaut. Ja, ja, ja. Das wurde immer besser und hat sich immer mehr angepasst an das, was man da gehört hat. Das war super. Sie konnte sich da richtig austoben. Und das war natürlich der klassische Grusel der drei Fragezeichen. Und im Poltergeist ist er natürlich nicht ganz so klassisch, das haben wir ja schon besprochen. Trotzdem ist man jetzt gespannt, Was steckt denn nun dahinter eigentlich? Was ist denn nun die Erklärung dieses Phänomens und wie hängt überhaupt alles zusammen? Und da kommt jetzt Justus Jonas. Auf die Bahn, nee, wie sagt man? Wo kommt die Spur? Auf die Spur. Auf die Spur. Auf die Bahn. Ich hatte gerade so einen norwegischen Hänger, weil auf norwegisch würde man sagen, komme po Bahnen. Also der kommt jetzt auf die Bahn, das funktioniert, aber wie ich gerade merke, nicht auf Deutsch. Naja, egal. Also Justus Jonas kommt da drauf. Dahinter. Ja, genau, wo auch immer. Und findet heraus, das hat vielleicht gar nicht so viel mit irgendwelchen Medaillons zu tun oder tatsächlichen Poltergeistern, sondern das hat vielleicht was mit den drei Fragezeichen selbst zu tun. Das Chaos in Mrs. Cartiers Schlafzimmer hat sie selbst angerichtet. Sie zog den Schlüssel aus dem Schloss, machte ein bisschen Lärm und schrie dazu, sodass wir dachten, sie stünde Todesängste aus. Und was ist mit der Truhe, die hin und her geschoben wurde? Ja, das kann nicht Mrs. Cartier gewesen sein. Die befand sich nämlich mit uns im Wohnzimmer. Stimmt, das war Sigourney, ihre Komplizin. Was? Komplizin? Schön und gut. Nur wobei, ich meine, wo ist das Motiv? Und halt, bevor du antwortest, erklär mir doch bitte noch schnell, wie sie die Teetasse durch den Raum hat fliegen lassen. Ja, na, das weiß ich leider noch nicht. Aber ich bin mir sicher, dass das auch ein ganz simpler Trick war. Ja, und wozu das Ganze? Ich meine, wo ist das Motiv? Genau, wo ist das Motiv? Ach, was Motiv, wir haben ja noch nicht mal ein Verbrechen. Nur ein paar Möbel, die angeblich hin und her geschoben wurden. So, Justus, jetzt bin ich aber mal gespannt. Das Motiv sind wir. Es ging von Anfang an überhaupt nicht um irgendwelche Spukgeschichten. Es ging nur um uns. Lydia Cartier und Sigourney haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um uns einen Fall zu liefern, den wir unmöglich ablehnen konnten. Und der uns so fesselte, dass wir an nichts anderes mehr denken konnten. Und warum? Um uns abzulenken. Das war das Motiv. Ablenken? Aber wovon? Von unserem letzten Fall, der Suche in Miss Madigans Haus. Jetzt bist du völlig übergeschnappt. Miss Madigans' Medaillon, ja? Ja. Was ist damit? Sollten wir es nicht finden? Und wollte Mrs. Cartier uns deshalb ablenken? Das Medaillon ist unwichtig. Aber wir sollten etwas anderes nicht finden. Oder besser gesagt, nicht bemerken. Ja, und was soll das sein? Die grüne Eisenfrau. Das Bild, das in Miss Madigans' Flur hängt. Es ist kein Druck. Es ist das Original. Was? Es ist genau das Bild, das vor einer Woche in der Art Gallery Hall in Rocky Beach gestohlen wurde. Und das war natürlich, man hat es ja schon ein bisschen erwartet, aber wie es dann genau funktioniert, Eigentlich ganz schön gemacht. Natürlich hängt es mit den drei Fragezeichen zusammen. Und es hängt deshalb damit zusammen, weil jetzt eben besagter alter Widersacher, eigentlich auch dahinter steht, nämlich Victor Eugénie. Das ist so ein bisschen abenteuerlich, sowohl im Buch als auch im Hörspiel, finde ich, wie Justus genau dann diese Verbindung herstellt. Weil Peter da erstmal sagen muss beim Frühstück, ach, ich esse ja hier wie Gott in Frankreich. Ja, richtig, genau. Das ist so ein bisschen holzamer. Das ist im Buch ein bisschen cleverer gemacht. Im Hörspiel hattest du nicht so viel Zeit, deswegen doch ein bisschen Holzhammer-mäßig. Aber ja, Victor Eugénie taucht jetzt plötzlich auf. Großartig toll. War eben auch ein Punkt für Heike Diene, dass sie gesagt hat, oh Mann, diese Folge mag ich total, weil Victor Eugénie natürlich, den liebte sie ja auch. Und dann hat sie gesagt, ja super, okay, dann gucken wir doch mal, wer hat den denn damals gesprochen? Und zuerst wird es natürlich wirklich spannend. Sie guckte dann in die alten Besetzungslisten. Wer war Eugénie im Superpapagei und im Wecker? Da taucht er ja jedes Mal auf. Und dann stand da ein Name, nämlich Alba Giro. Sie dachte, okay, Alba Giro, wer ist Alba Giro? Sagt mir überhaupt nichts. Und dann dämmerte es ihr. Und nein, es handelt sich wahrscheinlich bei Albert Giro um ein Pseudonym. Und sie konnte also mit dem Pseudonym Alba Giro überhaupt nichts anfangen und, hat sich dann nochmal die Aufnahme angehört, also den allerersten Auftritt von Victor Eugénie, hat die Stimme aber nicht erkannt. Dann hat sie André Minninger gefragt, sag mal, wer ist denn das hier? Hörst du das? Du hast doch immer ein ganz gutes Ohr. Haben wir ja auch festgestellt, das Ohrenthema. Das Ohrenthema. Ein kleiner Insider für alle, die auf der Tour waren. Ja, genau, wenn man dabei war, spielt eine große Rolle. Egal, also André Minninger konnte immer ganz gut und kann immer ganz gut Stimmen erkennen. Und er meinte, André, ja, ich glaube, das ist Hans Irle. Und Heike Diener, ja, wunderbar, toll, na, dann wissen wir ja, wer es ist, rannte dann also sofort zum Telefon und rief den Sprecher Hans Irle an. Und Irle, gut, okay, ja, sie erzählte, ja, und dann ist jetzt hier der Victor Eugénie, den Sie vor vielen, vielen Jahren schon mal gesprochen haben. Erinnern Sie sich im Superpapagei und im seltsamen Wecker, dieser Meisterdieb, der taucht jetzt hier wieder auf und konnte sich überhaupt nicht so richtig dran erinnern. Okay, passiert eben mal, Schauspieler haben ja viel zu tun. Ja, wir nehmen das jetzt hier gerade auf, kommen Sie doch ins Studio. Zeiten wurden vereinbart und dann tauchte er auf. Und er wusste aber gar nicht so ganz genau, um was es da geht. Und das merkte Heike Diener dann auch und meinte, ja, hier ist das Manuskript. Und wenn sie nicht wissen, wie sie den gesprochen haben, hören wir doch mal rein, wie haben sie den denn damals gesprochen? Und Irge hörte dann rein und hörte eine Stimme, die er noch nie zuvor gehört hatte. Und es war definitiv nicht seine. Aber er hat natürlich artig mitgemacht, weil er nun schon mal da war und außerdem seine Gage vor ihm lag. Da geht man natürlich nicht nach Hause und sagt, ich bin das gar nicht, sondern er hat dann da diesen wunderbaren Eugénie performt, genau den wir hier auch im Poltergeist hören und alle waren glücklich und alles war wunderbar. Und dann passierte aber Folgendes, ein paar Jahre später sollte dann eine neue Folge aufgenommen werden, Erbe des Meisterdiebes und da taucht Eugénie wieder auf. Das Problem war aber, dass Irle mittlerweile verstorben war, der ist nämlich, glaube ich, 1998 ist der gestorben und dann war natürlich die große Frage, wer soll jetzt Hans Irle ersetzen, wer soll jetzt Eugénie sprechen. Und zufälligerweise kam dann ein Fan auf André Minninger zu und meinte. Ganz ehrlich, was habt ihr denn damals eigentlich beim Poltergeist gemacht? Warum habt ihr denn Hans Irde da besetzt auf Eugénie? Das ist doch eigentlich immer jemand anderes gewesen. Hinter dem Pseudonym Albert Giro steckt doch eigentlich Wolfgang Kubach. Und da fiel es natürlich allen auf. Natürlich Kubach, die Allzweckwaffe. Jetzt wurde es dann auch André Minninger klar und Heike Diene. Das ist doch der Sprecher, Wolfgang Kubach, von Axel oder Alex Hassel aus dem Karpatenhund. Das ist auch der Löwenbändiger aus der Schwarzen Katze. Wolfgang Kubach hat immer so kleine Rollen übernommen, wo man immer nicht genau wusste, wen soll man da besetzen. Nie zu große Rollen, manchmal auch etwas größere Rollen, denn er hat zum Beispiel Kubach auch beide Gehilften vom Schrottplatz gesprochen. Also Patrick und Kenneth, da spricht er dann wirklich teilweise sogar mit sich selber. Und legendär auch, das hat überhaupt nichts mit den drei Fragezeichen zu tun, er ist auch die Stimme bei Makabros, eine ganz bestimmte Folge, Nämlich bei Konga der Menschenfrosch spricht er die Titelrolle. Konga der Menschenfrosch. Da müssen wir einfach nochmal kurz reinhören, glaube ich. Ja, können wir das machen? Unbedingt, natürlich. Ich bin Konga der Menschenfrosch. Wirklich, unfassbar. Das ist Wolfgang Kuber, der Mann mit den tausend Pseudonymen. Der hieß ja nicht nur Albert Giro, sondern der hieß auch Boris Steppin, der hieß Klaus Klein, nannte sich dann Rolf Hundertwasser und war in erster Linie eigentlich auch kein Sprecher, sondern eigentlich Stimmenimitator und Sänger. Denn in den 60er Jahren hat er dann beim Plattenlabel Tipp, glaube ich, Cover-Versionen eingesungen von beliebten männlichen Schlager-Stars, so zum Beispiel Freddie Quinn, Roy Black und Heino. Gibt es ein ganz total schräges Plattencover von Kubach als Heino mit blonder Perücke und Sonnenbrille. Er schielt, man sieht es durch die Brillengläser, schielt er auch wirklich ganz authentisch. Und da gibt es eine Geschichte, dass Wolfgang Kubach angeblich auch als Vorsänger, für Karel Gott gearbeitet haben soll. Denn Karel Gott, dieser berühmte Schlagerstar, der konnte anfangs sehr schlecht auf Deutsch singen. Also wurde Wolfgang Kubach beauftragt, für Karel Gott Songs in Hamburg auf Deutsch im Duktus von Karel Gott vorzusingen. Und dann gingen die Aufnahmen von Kubach nach Prag zu Karel Gott in die Goldenstadt. Und Karel Gott hat sie dann genauso wie Wolfgang Kubach sie eingesungen hatte, nachgesungen. Und daraus wurden dann absolute Welthits. Ja, Wolfgang Kubach, wirklich ganz toll. Wir haben dann auch mal einen kurzen Ausschnitt von Kubach eingespielt, aber auch wirklich nur ganz selten. Der sprach ja wirklich auch stark mit Hamburger Akzent. Und der war auch Wattenpräsident in Büsum. Dann war er unter Wasserschweißer im Hafen von Hamburg. Ich weiß nicht, dann hat er auch irgendwie dann auch noch in irgendwelchen Bordellen da sein Unwesen getrieben. Genau, der Reeperband mit Band, also der hat wirklich eine Musikkombo auf dem Kiez dann. Eine ganz fantastische, irre Biografie auf jeden Fall. Und wir haben ihn ja auch früher in früheren Bobcast-Folgen schon mal hochleben lassen, weil wir eben natürlich da ihn schon besprochen haben. Ich habe das eigentlich alles schon mal so ein bisschen erzählt. Nee, nee, aber das ist super, das nochmal zu hören, weil dieser Lebenslauf halt so krass ist. Und halt eben immer dieser Ansatz, so leicht neben der Betonung zu liegen, wie man es eigentlich machen müsste. Das ist für mich immer so ein Kubach-Markenzeichen, dass der immer so ganz eigene Wolten schlägt nochmal, wie man sowas ausspricht. Aber das Meisterdiebes hatten wir ihn ja auch im Studio. Und ich weiß noch, dass Heike Diene so ein bisschen gezittert hat, weil sie dachte, oh Gott, Kubach kommt. Das kann schwierig werden, weil der eiert immer, die Betonungen eiern immer so ein bisschen aus der Kurve. Und der hat es dann auch ganz toll gemacht. Und der war auch super, super nett. Und der saß dann, glaube ich, mit so einem Fischerhemd vor dem Mikrofon, hatte dann noch so ein rotes Halstuch. Und seine Unterwasserschweißausrüstung auf dem Tisch. Er kam mit Gewichten um den Bauch, kam mit dem Studio gepoltert. Geil. Eine ganz tolle, ikonische Gestalt auf jeden Fall und ein Original. Absolut, der gehört für mich wirklich auch zu diesem frühen Fragezeichen-Sound. So, hier ist es aber jetzt Hans Irle, der das natürlich auch ganz toll macht und das müssen wir jetzt unbedingt mal hören. Wenn es jetzt also zur großen Konfrontation kommt, die drei Fragezeichen wissen, Eugénie ist in der Stadt. Und nicht nur in der Stadt, sondern in einem Hotelzimmer, tarnen sich erstmal da als Room-Service-Klopfen an der Tür und dann steht er plötzlich vor ihnen, der alte Meisterdieb. Und in diesen Showdown hören wir jetzt mal rein. Wir hätten gern mit Ihnen gesprochen, bevor die Polizei hier aufkreuzt. Wir haben da noch ein paar Fragen. Zum Beispiel würde ich gern wissen, warum die grüne Eisenfrau, die Sie gestohlen haben, bei Miss Madigan an der Wand hängt und nirgendwo anders versteckt ist. Ich habe die grüne Eisenfrau nicht gestohlen. Ich habe nur jemandem Geld geboten, wenn er sie für mich stiehlt. Ethan Easton? Genau. Aber warum? Was wollen Sie mit dem Bild? Sie können es doch nicht weiterverkaufen. Alle Welt weiß, dass es gestohlen ist. Sicher, aber es gibt Leute, denen geht es nur um die Bilder, um die Kunst selbst. Und es reicht ihnen, wenn sie die Bilder zu Hause für sich haben. Und sie zahlen einen Haufen Geld dafür. Einer dieser Menschen gab mir den Auftrag, ihm die grüne Eisenfrau zu beschaffen. Aber wollt ihr euch nicht setzen? Wir stehen, lieber. Soll mir auch recht sein. Aber um auf deine Frage zurückzukommen, ich ließ das Gemälde stehlen. Aber dann musste es erst einmal eine Weile versteckt werden, um eine Weile Gras über die Sache wachsen zu lassen und es dann aus dem Lande schaffen zu können. Ethan Easton tauschte in Miss Madigans Flur den Druck der grünen Eisenfrau gegen das Original aus. Denn niemand würde vermuten, dass ein gestohlenes Gemälde einfach so an der Wand hängt. Aber dann tauchtet ihr plötzlich auf. Also ich finde ihn wirklich toll hier, wie er das macht. Er lehnt sich ja so ein bisschen an auch. Natürlich hat ja Wolfgang Kubach dann gehört. Er hat Kubach gerade gehört. Er sagt, dann muss ich das mal so ein bisschen in diese Richtung machen. Ich finde es aber klasse und natürlich auch ein tolles Markenzeichen irgendwie bei den Fragezeichen. Wenn es so eine Figur gibt, die sich über Jahrzehnte zieht, die dann von unterschiedlichen Sprechern interpretiert werden muss, das hat ja auch was Spannendes. Über Kubach haben wir schon geredet. Ich fand ja ehrlich gesagt auch ganz toll. Peter Weiß, den wir beim Live-Wecker bei der Tour besetzt hatten. Der hat es auch toll gemacht. Der hat es ganz toll gemacht, weil er den so ein bisschen französischer noch gemacht hat, also mit dem Akzent, was ja auch passt. Oder jetzt eben im roten Büffel der letzten Folge Tobias Meister. Das ist ja auch nochmal ein anderer. Da ist es jetzt, genau, Tobias Meister, sehr bekannter Synchronsprecher, die Stimme von Brad Pitt. Stimmt, ja. Denkt man erstmal, das kann doch nicht sein. Nein, die Stimme von Brad Pitt spricht jetzt Eugénie. Aber wenn du wirklich ein guter Sprecher bist und Tobias Meister ist ein sehr guter Sprecher, dann schaffst du das auch, die Hörer vergessen zu lassen, dass die Stimme auch manchmal für Brad Pitt benutzt wird, wenn du da einsteigst. Und Tobias hat das sehr, sehr, sehr gut gemacht jetzt hier bei der letzten Geschichte von André Marx beim Roten Büffel. Da ist Eugénie toll interpretiert von Tobias Meister. Fand ich auch toll. So, und ein Markenzeichen der Begegnungen mit Victor Eugénie ist natürlich, dass Eugénie die drei Fragezeichen am Ende ordentlich einseift. Er ist ein flitschiger, flutschiger Aal und entkommt dann doch immer wieder. Und so passiert es natürlich auch hier. Und wie er das macht, das hören wir uns jetzt mal an. Dann bin ich jetzt wohl dran mit den Überraschungen. Was? Ich werde mich jetzt von euch verabschieden. Es war nett, euch wiederzutreffen, Jungs. Vielleicht war es nicht das letzte Mal. Das glaube ich nicht. Hier aus der Tür kommen sie nicht raus. Oder haben sie etwa vor, aus dem offenen Fenster zu springen? Wir befinden uns im zweiten Stock, Eugénie. Da könnte man sich leicht was brechen. Also, Freunde, bis dann. Was? Er springt aus dem Fenster. Warte, warte. Das geht noch nicht. Seht euch das an. Er ist nicht auf dem Bürgersteig gelandet, sondern auf der Markise vom Hotelleingang. Jetzt springt er auf den Gehweg. Das gibt's doch nicht. Er läuft zu einem Taxi. Kollegen, ich gebe es ungern zu, aber Eugénie ist uns zum dritten Mal haarscharf entwischt. Die einfachsten Tricks sind eben doch die besten. So verschwindet er über die Markise aus der Geschichte und damit ist auch der Poltergeist erfolgreich gelöst, auch wenn der Bösewicht nicht gefasst wurde, mal wieder nicht. Aber es ist und bleibt der tolle Einstand für André Marx, eine neue Ära beginnt bei den drei Fragezeichen. Und ich muss ehrlich sagen, ich finde es tatsächlich wirklich schade, dass André aufgehört hat. Er ist ja in die Filme noch ein bisschen involviert, und man hat so den Eindruck, dass er auch irgendwie so ganz loslassen, also kann er noch nicht so wirklich. Ich habe ihn jetzt auch in diversen Podcasts mal so gehört. Aber das fand ich jetzt auch interessant. Du hast ihn ja genau darauf auch nochmal angesprochen bei deinem Gespräch. Als er bei mir zu Hause war, habe ich ihn natürlich darauf angesprochen und gesagt, ist es denn wirklich so, André, dass du Rocky Beach nie wieder betreten wirst? Und dann hat er mir geantwortet. Und das fand ich eigentlich ganz interessant. Und da kommt ein bisschen Hoffnung auf, muss ich sagen. Ich hatte ja schon mal eine längere Pause über mehrere Jahre, deswegen sage niemals nie, wir kennen das ja, aber es ist nicht mein geheimer Plan oder so. Also im Moment steht mein Entschluss eigentlich fest, dass ich da nicht wieder hin zurück möchte, aber wenn ich eines Morgens aufwache und die knaller Idee habe und auch keine Angst oder. Keine Unlust, mich an den Schreibtisch zu setzen, dann hindert mich ja nichts daran, ein Buch nochmal zu schreiben. Es müsste irgendwas sein, wo ich denke, das habe ich wirklich noch nicht erzählt. Dann würde ich das machen. Und dann müsste ich halt auch noch Bock drauf haben. Also da muss schon einiges zusammenkommen. Aber ausschließen will ich es nicht. Ja, ausschließend. Das ist doch interessant, Andy. Das ist wirklich toll. Vielleicht könnte er eventuell zurückkommen, wenn es denn irgendwie spannend ist und er Bock drauf hat. Also wir müssen ihm irgendwas pitchen. Wir müssen jetzt André Marx rund um die Uhr anrufen und ihm Sachen vorschlagen. Da stehen Autoren ja besonders drauf. Nein, erzähl doch mal so eine Geschichte. Genau. Oh Gott, da hat er überhaupt keine Lust mehr. Nein, das stimmt. Wir lassen ihn jetzt ein bisschen in Ruhe. Er wird schon von alleine kommen. So sieht es aus. Und ja, damit würde ich sagen, haben wir doch auch den Poltergeist nochmal hier wirklich hochleben lassen und ihn toll besprochen. Und ehrlich gesagt, wenn ich das jetzt alles wieder höre mit den ganzen Ausschnitten und so, ich habe irgendwie schon Bock auf noch Matur, oder? Das können wir da nicht jetzt so liegen lassen. Ich habe nichts dagegen. Nein, sofort wieder. Also müssen wir uns mal überlegen, wann und wo und wie wir das machen. Das wäre toll. Wir kommen wieder. Ah, wie schön. Also ihr Lieben, das war unser großes Spezial zum Poltergeist als Doppelfolge. Und damit sind wir nun offiziell in der André-Marx-Phase angekommen. Weiter geht es dann mit dem brennenden Schwert. Oh, da freue ich mich auch schon drauf. Also bis zum nächsten Bobcast. Macht es gut. Tschüss. Ciao. Halt, halt, halt, halt. Stopp, Leute. Moment. Wir sind noch nicht fertig. Hallo? Wie kann man so schnell das Studio verlassen? Jetzt sind die beiden wirklich sofort raus. Da machen wir einmal eine Besprechung als Doppelfolge und dann sausen Andreas und Kai schon beim Podcast-Outro weg. Mann, Mann, Mann. Sorry, jetzt bleibt es wieder an mir hängen. Aber es steht hier eigentlich noch deutlich im Manuskript Fragen der Bobcast-Live-Besucherinnen und Besucher beantworten. Tja. Dann machen wir es jetzt so. Ich picke mir einfach mal ein paar Fragen aus den ganzen verschiedenen Bobcast-Live-Städten raus, und dann stelle ich stellvertretend für die Fans vor Ort die Fragen nochmal und wir hören dann die Antworten von Andreas und Kai direkt aus den jeweiligen Städten von der Bobcast-Live-Bühne. So, los geht's. Andreas, denkst du bei den drei Fragezeichenaufnahmen mittlerweile auch immer an den Bobcast? Ah, interessant. Sehr gute Frage. Ähm, ne, überhaupt nicht. Weil, also währenddessen wir jetzt, die letzte Folge, die wir aufgenommen haben, war, boah, Folge, ich krieg das überhaupt gar nicht mehr richtig zusammen. Also, 200? 239. Die Fans wissen genau Bescheid. Das heißt, es ist echt wirklich noch so lange hin, dass wir dann irgendwann Bobcast-mäßig da rankommen. Wir haben ja angefangen mit dem Bobcast und haben das alle zwei Wochen gemacht. Und das fühlte sich irgendwie gut an am Anfang. Aber dann haben wir gemerkt, wir kriegen das überhaupt gar nicht hin, das in diesem Rhythmus weiterzuführen. Deswegen tut es uns leid. Aber wir machen es jetzt eben nur einmal im Monat. Es verschiebt natürlich alle Folgen, die dann kommen. Und wenn man sich das ausrechnet, ich glaube 239 wird dann eben im Jahr 2094 irgendwie stattfinden. Wir wissen gar nicht, weil es kommt ja immer noch irgendwelche Specials dazu, obwohl ich gar nicht so ein Fan von diesen Specials unbedingt bin. Ich finde es schon interessant, wenn man sich auf die Folgen konzentriert. Aber wir haben uns ja auch überlegt, besprechen wir die drei noch dazu. Das ist ja auch irgendwie ein interessantes Thema. Eigentlich ja interessant. Also das Schöne ist, ich denke, das sind zwei unterschiedliche Sachen. Im Studio nehmen wir die Folgen auf, wir bereiten uns vor, gehen die Texte durch und dann sitzen wir da. Aber ich denke jetzt nicht, okay, wie interpretiere ich das dann, um dann später darüber irgendwie zu reden, wie ich es interpretiert habe. Das sind wirklich total unterschiedliche Sachen. Aber so ein Bewusstsein für Fehler, weil das natürlich zu der Geschichte dazugehört, also legendäre Versprecher und so. Aber nee, also das habe ich irgendwie gar nicht. Ich bin bloß immer erstaunt, was für Fehler wirklich auftauchen. Stimmt, also es gibt genug Stoff für Bobcaste in die Zukunft, kann man sagen. Die nächste Frage aus dem Bobcast-Live-Publikum. Wenn ihr euch ein Drei-Frage-Zeichen-Tattoo stechen lassen würdet, aus den Motiven der ganzen Hörspiel-Serie, welches Motiv wäre das? Ja, gute Frage, interessant. Also bist du eigentlich so ein Tattoo-Mann? Überhaupt nicht. Auch nicht. Also ich bin ja auch, wenn ich ein bisschen indiskret werde, ich bin relativ behaart. Ja. Und irgendwie ist das doch das Bergmonster. Das würde ich mir hier vorne drauf machen. So, das Bergmann. Das ist so ein Ganzkörper-Tattoo. So ein Original, diesen Samson, so einmal drauf. Ja, also, das finde ich ganz... Was würdest du machen? Also, Tattoos, ich habe ja eine Tochter, die ist jetzt 19. Und ich bin auch ganz froh, muss ich ganz ehrlich sagen, da bin ich wirklich echt so ein alter, weißer Mann. Ich kann mit den Tattoos nicht so wahnsinnig viel anfangen. und bin auch ganz froh, dass sie jetzt noch nicht auf den Gedanken gekommen ist, dass sie eins macht. Aber wenn sie der Meinung ist, sie will gerne eins haben, würde ich jetzt nicht sagen, ich verbiete dir das. Kann ich ja auch gar nicht mehr. Die ist jetzt 19. Aber ich habe mit Tattoos immer nie so... Das liegt daran, dass ich einen Kumpel hatte, der hieß Lutz. Und Lutz hat immer nur Scheiße gebaut in Klado damals. Und der hat sich dann irgendwann mit elf, hat er sich ein Tattoo geschnitten. Mit einer Rasierklinge. Und dabei ist er auch abgerutscht. Aber es sah irgendwie ganz geil aus, dieses komische Kreuz, was er sich dahin gemacht hat. Und das ist dann irgendwann so ganz komisch zusammengewachsen. Und sieht eigentlich aus wirklich, also man kann es überhaupt nicht beschreiben. Und das war für mich eigentlich immer so, ich weiß, es gibt fantastische Tattoos. Ich habe jetzt hier auch vor kurzem, war das heute? Wir haben heute ein ganz tolles gesehen. Das war quasi eine Kollektion. Unfassbar schön, das sind natürlich Kunstwerke. Aber ich bin irgendwie nie so in Verbindung gekommen damit. Deswegen fällt mir eigentlich auch überhaupt gar nichts ein, was ich mir stechen würde. Ich überleg noch, vielleicht wär's, ja, wahrscheinlich vielleicht der Karpatenhund. Aber wo sollte ich das hinmachen? Wir haben gestern zum Beispiel jemanden gehabt, der hatte sich einen Salzstreuer hinten in den Nacken tätowiert. Und wir haben gefragt, warum. Und dann hat sie gesagt, ja, zu viel Tequila getrunken. Ja. Und die Freundin von ihr hatte an der gleichen Stelle eine Zitrone. Das finde ich zum Beispiel wieder gut. Ja, das fand ich auch sehr lustig. Das sah man auch so beim Abgang, als sie weggegangen ist. Das war total lustig. Noch eine Frage beim Poltergeist-Special direkt von der Bobcast-Livetour. Andreas hat seit Jahren den Spitznamen Mego. Woher kommt dieser Spitzname eigentlich? Ja, das ist mein Spitzname. Also mein Spitzname ist Mego. Es gibt Leute, die gar nicht wissen, dass ich Andreas heiße. Die sind der Meinung, ich heiße Mego. Und wenn man den Namen Mego googelt, da gibt es ja nur so Kommentare. Ach, ist ja lustig. Den einzigen, den ich kenne, der Mego heißt, ist Mego Fröhlich. Und das bin irgendwie ich. Und ich muss dir jetzt mal erzählen, wie sein Name entstanden ist. Das ist entstanden, als ich 1977 aufs Gymnasium kam. Und ich kam aus einem Bezirk in Berlin, der ziemlich weit von dieser Schule entfernt war. Und da kannte irgendwie keiner den anderen. Das war eine Klasse, die komplett zusammengewürfelt wurde. Und man musste dann immer wissen, Moment mal, wer bist du nochmal und wer bist du nochmal und wer bist du nochmal? Du bist der mit dem komischen Hemd, du bist Hemdi, du bist Pulli, du bist Schnixi, du bist Schnaxi. Und bei mir, gut, ich hatte eine Brille, Brilli, okay, da hatten aber zehn andere auch eine Brille. Was bei mir aber auffällig war, ich hatte eine Dose Macintosh High Quality Toffee Face. Kann man sich noch dran erinnern? Und in dieser Dose waren meine Filzer, meine Filzstifte und mein GH-Füller. Und weil ich diese Dose hatte, sagte man, das ist Macintosh. Weil Macintosh High-Quality-Toffee-Fee ist. Und aus Macintosh wurde Mecken und aus Mecken wurde Meck und aus Meck wurde Mego. Und so hieß ich innerhalb von einem Monat Mego in der Klasse. Und die ganze Welt hat mich Mego genannt, die Lehrer alle. Der Einzige, der nie Mego zu mir gesagt hat, war mein Vater. Der der Meinung war, der heißt Andreas und so nennen wir ihn auch. Und so bin ich zu dem Namen Mego gekommen. Und das ist, ich habe sogar eine Zeit lang auch so unterschrieben. Also das ist wirklich ein interessantes Geheimnis, was ich hier verrate. Ja, genau. Das ist wirklich jetzt ein Deep Dive hier. Ja, total. Aber ich muss mal sagen, die größte Anstrengung, die ich im Bobcast habe, ist, dich nicht Mego zu nennen permanent, sondern auf Andreas umzuschalten. Aber es funktioniert irgendwie, wenn wir miteinander reden. Stimmt, ich kenne auch Jens, glaube ich, einer, der es nicht sagt. Ja, Jens. Jens sagt Andreas. Jens ist ja auch eigentlich mein Vater. Und mit diesem unglaublichen Scoop, Hannover. Wir verabschieden uns. Danke schön für den tollen Abend. Wir machen weiter. Ihr hört hoffentlich weiter. Vielen Dank, dass ihr uns die Treue hattet. Vielen Dank, dass ihr hier wart. Danke schön. Kommt gut nach Hause und bis bald. Danke. Tschau. Vielen Dank. Wir haben einen schönen Tag. Danke, ihr wart super. Vielen Dank. Ciao.