Hallihallo, hier sind eure beiden Medaillonschnüffler mit kriminalistischen, ich meine natürlich kriminologischen Fähigkeiten. Hallo Andreas Fröhlich, guten Tag. Hallo Kai Schwind. Oh Mann, jetzt geht es aber los hier, Andreas. Der Polter, mein Laut, hast du ihn gehört? Ja, ich mache das jetzt mehr als früher, finde ich. Ich muss wirklich darauf achten, das ist schrecklich. Das ist mir aufgefallen bei den letzten Folgen, dass es jetzt automatisch auch mehr kommt, seitdem wir es nochmal erwähnt haben. Nein, schrecklich. Also ich sage ja, macht ein Trinkspiel daraus, dann wird das richtig gut. Aber ja, wir gucken mal, wie oft du das heute machst. Also jetzt rappelt es ja wirklich im Karton und ich glaube, viele waren auch sehr, sehr gespannt. Der Poltergeist ist heute dran und die Frage war ja, machen die das überhaupt als regulären Bobcast? Denn, die meisten wissen es ja wahrscheinlich, das war unsere Tour-Folge. Mit dieser Folge sind wir dieses Jahr durch gefühlt ganz Deutschland dreimal, getourt und haben jeden Abend diese Folge besprochen. Und hier ist die Antwort. Natürlich machen wir das auch regulär im Bobcast. Und nicht nur einfach so, sondern man kann es ja jetzt schon mal verraten. Ihr seht es ja auch schon. Wir haben so viel Stoff, dafür brauchen wir zwei Folgen, die gleichzeitig erscheinen. Weil wir so viel Material im Gepäck haben, natürlich auch Ausschnitte aus der Tour und wir werden auch generell so ein bisschen schwelgen vielleicht noch in Erinnerung, wie diese Tour war. Wie ist es denn jetzt so für dich, wenn du so dran zurückdenkst, Andreas? Das war ja schon eine riesige Runde, die wir da gedreht haben, oder? Ja, ich finde es einfach wirklich unfassbar, dass wir das überhaupt geschafft haben. Also nicht, dass wir das geschafft haben, dass wir auf Tour waren, aber dass so viele Leute auch wirklich gekommen sind. Und es waren ja wirklich legendäre Vorstellungen dabei. Ich erinnere mich dann an diese Vorstellung in Frankfurt, wo es so heiß war. Weißt du das noch? Das war wirklich unfassbar. Diese Hitzewellen. Ich meine, wir waren im Hotel in Frankfurt, wo ich mehrmals umgezogen bin, dann von einem Hotel ins andere und wir geschwitzt haben. Es war schon irgendwie legendär und tolle Locations dann hier im Tempodrom in Berlin, in meiner Heimatstadt. Das war schon was Besonderes, muss ich sagen. Ja, total fand ich auch. Aber jetzt, wo du sagst, ich hatte das schon verdrängt, weil wir ja wirklich diese ganzen Hitzewellen mitgenommen haben, die im Sommer 26 hier waren. Ja, es war schön warm, aber trotzdem kamen die Leute und wir hatten Spaß. Und ich denke jetzt auch nochmal so zurück, gerade wo du das sagst mit Frankfurt. Das war dann ja in meiner Heimatstadt und irgendwie so ein schönes Gefühl, da mit auch in die Heimat zu kommen. Wir haben ja auch noch meinen Geburtstag gefeiert. Ich bin ja 50 geworden. Richtig, ja, genau. Wir haben ja noch, auch bei 38 Grad, da waren ja du und Ralf auch auf meiner Party. Da waren übrigens tolle Leute, muss ich sagen, tolle Leute dabei bei deiner Geburtstagsparty. Es war super schön. Das fand ich auch, war ein schöner Abschluss, weil das war wirklich dann zwei Tage, ich habe das ja so ein bisschen vorverlegt, nach Tourabschluss dann noch meinen Geburtstag zu feiern. Ich frage mich, waren mehr Gäste da oder mehr Klimageräte? Das Tollste fand ich ja, dass die alle irgendwann ausgefallen sind, die da im Raum standen. Wir sind ja dann, es war ja auch irgendwie wärmer vor der Tür dann draußen irgendwann gefühlt. Das war wirklich echt super heiß, wahnsinnig. Ja, das stimmt. Kann man sich jetzt gar nicht mehr so vorstellen, aber so war das damals. Ja, und wir haben jeden Abend den Poltergeist besprochen. Natürlich immer so ein bisschen anders, obwohl wir so festgesetzte Blöcke so dabei hatten. Und das ist ja auch so ganz schön, dass dann immer noch so spontane Sachen entstanden sind und wir natürlich auch verschiedene Gäste dabei hatten. Talks mit ganz unterschiedlichen Leuten in unterschiedlichen Städten, wo ich jetzt auch so nochmal zurückdenke, wen wir da alles getroffen haben und. Was da noch dann so bei entstanden ist. Weil es geht natürlich nicht immer nur um den Poltergeist ausschließlich, sondern auch, wir hatten ja ein bisschen dieses zurechtgezimmerte Motto, der Sound der Kindheit und haben da immer mal so kleine Ausreißer gemacht, was das eigentlich alles bedeuten kann. Und das versuchen wir jetzt auch hier ein bisschen in diesen zwei Folgen nochmal, abzubilden. So, aber es soll natürlich auch eine richtige Folgenbesprechung werden, also der Poltergeist. Wie ist die denn jetzt so im Rückblick auch für dich? Also wenn du die jetzt so beschreiben musst nochmal, ist die noch so toll wie auf der Tour? Weil wir fanden die ja beide eigentlich ziemlich super oder siehst du das mittlerweile ein bisschen anders? Ich habe sie jetzt ja wirklich seit der Tour auch gar nicht mehr gehört und versuche sie jetzt wirklich wieder ganz neu zu sehen. Was mir einfällt, was ich ja glaube ich gar nicht so besprochen habe, auch live. Ich weiß wirklich definitiv noch, als Heike Diene irgendwann. Das muss ja im Sommer 96 gewesen sein, mit uns telefoniert hat und neue Aufnahmetermine vereinbaren wollte, hier für den Poltergeist. Da hat sie nebenbei erwähnt, dass es jetzt bei Cosmos einen neuen Autor gibt nach Brigitte Johanna Henkel-Weidhofer, die sie zwar mochte, aber mit deren Geschichten Heike Diene jetzt auch nicht so ganz einverstanden war. Und dieses Buch von dem Autor, das wurde jetzt gerade von André Minninger fürs Hörspiel bearbeitet und sie meinte, der wäre ganz jung, und würde André Marx heißen und der würde so schreiben, wie Robert Arthur früher geschrieben hätte. Und ich kann mich sogar wirklich noch daran erinnern, dass ich, als ich dann das Skript zum ersten Mal durchgegangen bin, dass ich wirklich begeistert war, weil sich nach langer Zeit hier beim Poltergeist bei mir wieder so ein wohliges, klassisches Drei-Frage-Zeichen-Gefühl eingestellt hat. Also irgendwie zurück zu den Anfängen, zurück zu den Geistern, zurück zum Grusel und unheimlichen Geräuschen. Also eigentlich alles so Elemente, um die Johanna in den letzten Folgen ja immer einen großen Bogen gemacht hat, weil ihr das alles viel zu albern und unrealistisch vorgekommen ist. Für mich waren aber genau diese Elemente eigentlich immer der Kern der Drei-Frage-Zeichen-Welt. Also das Mysteriöse, das Unerklärbare. Und was ich auch ganz toll fand, als ich dieses Manuskript dann im Sommer 96 durchgegangen bin, ich habe festgestellt, dass es da noch so ein Überthema gab in der Geschichte. Denn es gelingt den drei Fragezeichen nicht immer alles. Es geht ganz schön viel schief. Und das Besondere an dem Fall Poltergeist ist für mich nämlich das Thema Scheitern. Gleich zu Beginn scheitern sie beim Gemälde Diebstahl. Ja, dann finden sie das verlorengegangene Medaillon nicht. Und beim dritten Fall, also beim titelgebenden Poltergeist, stellen sie dann fest, dass alle Fälle irgendwie zusammenhängen und den Drahtzieher, der auch dann wirklich ein absoluter Jack in the Box ist, der wirklich fantastisch ist und großartig das André denn da eingebaut hat, wir werden jetzt noch nicht den Namen sagen, dass sie diesen Meisterdieb... Dann nicht schnappen können. Und das so zu erzählen, dass die drei Fragezeichen auch mal nicht weiterkommen, das war neu und das war besonders. Und das, denke ich, war etwas, was man nach dieser BJHW-Ära irgendwie auch brauchte. Und wie gesagt, ich kann mich da auch daran erinnern damals, als diese Folge dann im Laden stand und ich dann wirklich so ein Double Take beim Hingucken hatte, dass ich dachte, huch, Poltergeist, Ist das eine alte Folge, die ich noch nicht kenne? Nee, mal genau gucken. Ach, sieh mal an, das ist eine neue. Und die hat dann auch bei mir eigentlich eingeleitet, dass ich wieder angefangen habe, dann Fragezeichen auch mal so zu hören, weil man dann dachte, ah, okay, da ist eine Rückkehr. Du hast es schon gesagt, eine Rückkehr zum Grusel und eben auch nochmal auf eine andere Art und Weise so ein bisschen clever gebaute Rückbezüge, dass da eben Figuren auftauchen, Anspielungen, an die alte Zeit sind, was es natürlich bei Johanna auch gab, das hat sie ja auch immer eingebaut, so kleine Referenzen, aber bei André, finde ich, wurde das dann nochmal mit so einer anderen Finesse gemacht und auch mit einem anderen Verständnis und glaube ich auch einfach eine Liebe für diese erste Phase der Fragezeichen-Geschichten. Und das scheint hier total durch. Wir wollen natürlich nicht vergessen, dass Johanna natürlich auch diese drei Fragezeichen geliebt hat, aber sie hat einfach ganz anders erzählt und hat sich eben auch wirklich mehr von diesen Anfängen entfernt und das alles so ein bisschen moderner und aktueller erzählen wollen. Aber wie gesagt, für mich waren eigentlich diese Geister- und Grusel-Elemente eigentlich ausschlaggebend. Und ich habe mich da immer sehr wohl gefühlt. Und was wir auch nicht vergessen dürfen, hier beim Poltergeist taucht eben wirklich auch die. Dieser typische drei Fragezeichen Humor das erste Mal richtig auf. Es gab schon immer Humor, aber jetzt finde ich, ist der noch so ein bisschen. Feinstofflicher als vorher. Und das fand ich natürlich irgendwie toll. Ironie, das gab es ja vorher auch gar nicht so. Also das ist schon wirklich sehr gut gemacht. Jetzt haben wir das aber einfach so behauptet und gesagt, naja, da war dann halt so ein neuer Autor da und der hat dann ein neues Script mal rumgeschickt und das ist natürlich schon auch wirklich interessant, da nochmal so einen kleinen Moment zu verweilen. Wie wurde denn André Marx eigentlich Autor? Wie wird man denn dann Autor bei den drei Fragezeichen? Und das haben wir natürlich auch auf der Tour uns gefragt. Und du hattest ja im Vorfeld ein Gespräch mit André und hast ihn interviewt. Und diesen Ausschnitt hatten wir auf der Tour dabei und den wollen wir euch jetzt auch hier nochmal zeigen. André Marx, also im Gespräch zu der Frage, wie wurde er Autor? Wie kam er dazu? Und zu der Frage, genau was hat Ihnen eigentlich so fasziniert an der Welt der drei Fragezeichen? Die drei Fragezeichen. Und er ihren Gast. Fasziniert war ich schon vorher, bevor ich sie überhaupt kannte, die Welt, weil mein fünf Jahre älterer Bruder auch bereits die Bücher gelesen hat und ich konnte ja noch nicht lesen. Ich habe nur immer gesehen, wie er mit diesen Büchern in diesem Sessel in unserem Kinderzimmer versunken ist und nicht mit mir spielen wollte, was natürlich eine Frechheit war. Aber ich habe halt gemerkt, okay, vor allem diese Bücher, vor allem diese Bücher mit dem schwarzen Cover und der psychedelischen Illustration, die tun es ihm an. Und da dachte ich schon als Kind, das muss irgendwas Besonderes sein. Das werde ich, wenn ich groß genug bin, dann auch mal rausfinden, was es damit auf sich hat. Und so kam es dann auch. Und ich kann nachvollziehen, dass ich im Herbst 1994 angefangen habe, als Joke, als Gag ein Drei-Frage-Zeichen-Manuskript zu schreiben. Die Idee war, dass ich es einem Freund zum Geburtstag schenke. Das war so ein bisschen so meine Rechtfertigung, warum ich das überhaupt mache. Und ich dachte, wenn es was wird, dann kann ich das ja mal an den Verlag schicken. Habe also im stillen Kämmerlein das versungene Schiff damals geschrieben. Habe parallel dazu den Kosmos Verlag angeschrieben und gefragt, ob ich denn mit meiner Vermutung richtig liege, dass die Reihe jetzt in deutscher Hand ist. Das wurde mir daraufhin bestätigt. Und da war mein Manuskript dann auch schon fertig. Und dann habe ich es dahin geschickt und gesagt, hier Leute, wie wäre es denn damit? Ich hätte Lust. Das fanden die dann auch ganz spannend und ganz interessant und ganz cool und fühlten sich aber an BJHW gebunden und haben gesagt, es ist ganz lieb von Ihnen, Herr Marx, aber wir haben halt unsere Autorin, aber wir behalten sie mal im Hinterkopf. Und ein Jahr später war es dann tatsächlich so weit, dass ich einen Anruf bekam und da hieß es, ja es könnte sein, dass sich jetzt doch eine Zusammenarbeit ergibt und Und es war ganz kurz sogar angedacht. Dass BJHW weiterhin die Exposés schreibt für neue Fälle und aber andere Autoren diese Exposés umsetzen. Und da habe ich dann das ein oder andere Exposé bekommen. Ich dachte, ja, das ist halt ein BJHW-Thema. Das wäre aber nichts, was ich jetzt machen würde. Das habe ich auch so kommuniziert. Und dann wurde ich eingeladen und bin nach Schuttgart gefahren. Ich dachte, okay, gut, fahre ich da halt hin. Was erwartet mich? Absolut keine Ahnung. Ich war natürlich nervös und aufgeregt. Kam da am späten Nachmittag in Stuttgart an und wurde dann abgeholt. Und wir haben einen wunderbaren Abend verbracht und haben über alles Mögliche geplaudert. Natürlich auch über die drei Fragezeichen und tausend andere Dinge. Aber ich wusste immer noch nicht, warum ich eigentlich da war. Und das erfuhr ich erst am nächsten Vormittag, als ich einen kleinen Rundgang durch den Kosmos Verlag bekam. Und man mir dann am Ende dieses Rundgangs einen Probevertrag, nee, wie heißt das, dass er einen Ansichtsvertrag in die Hand drückte und sagte, hier kannst du dir durchlesen, wenn du damit einverstanden bist, unterschreib unten rechts und du darfst Bücher für uns schreiben. Und das war natürlich absoluter Wahnsinn. Also damit hatte ich wirklich in dieser, Schnelligkeit überhaupt nicht gerechnet. Und dann bin ich mit einem Verlagsvertrag in der Tasche wieder nach Hause gefahren. Zu meinen Eltern. Ich wohnte noch in meinem Kinderzimmer. Und dann habe ich das versunkene Schiff, mein Urmanuskript, überarbeiten sollen. Und ich habe aber gedacht, nein, das machen wir nicht. Wir vergessen das versunkene Schiff. Ich möchte gern was Neues schreiben. Wenn ich hier jetzt wirklich bei den drei Fragezeichen einsteige, möchte ich, dass mein erstes Buch was anderes wird. Nämlich ein Anknüpfen an alte Zeiten, ein Wiederaufleben lassen von alten Figuren. Und dann habe ich, freiwillig gesagt, dafür hat mich dann ja auch keiner extra bezahlt, dass wir das versunkene Schiff einfach mal in die Schublade zurückpacken und ich nochmal von vorne anfange. Und so ist der Poltergeist entstanden. Ja, wirklich toll von André nochmal zu hören und auch, was man wirklich vergisst, also der Poltergeist war dann gar nicht das erste Skript, das war das versunkene Schiff, was er, eigentlich geschrieben hat und das durfte ich ja dann Jahre später adaptieren als Planetariumshörspiel und das hat natürlich auf eine gewisse Art und Weise auch noch so eine Stimmung von so einer ersten Folge, wenn man das weiß. Dann merkte er so ein bisschen, da hat er sich auch so ein bisschen ausprobiert. Aber toll, dann irgendwie in so kurzer Zeit da so ein zweites Buch dann quasi rauszuhauen. Ja, also er hat ja wirklich, das hat er uns ja dann auch später erzählt, er hat den Poltergeist innerhalb von ein paar Wochen geschrieben. Ja, Wahnsinn. War also schon wirklich gleich zu Beginn seiner Anfänge bei den drei Fragezeichen unglaublich produktiv. Im gleichen Jahr ist ja von ihm auch noch das brennende Schwert erschienen, die Spur des Raben und das leere Grab. Also wirklich fantastisch. Ja, ist wirklich toll. Tolle Geschichten auch. Auf jeden Fall. Und wirklich der Beginn von der neuen Ära. Und André hat natürlich, unglaublich viele tolle Fälle geschrieben, die wir jetzt besprechen können. Da freue ich mich jetzt auch total drauf, dass wir mit dem Bobcast jetzt hier gelandet sind. Lass uns doch mal ganz kurz aufs Cover nochmal schauen. Das hat natürlich auch ein bisschen dazu beigetragen, dass man da merkt, aha, okay, da geht es jetzt scheinbar wieder um ein paar andere Sachen. Gruselige Geschichten. Wie findest du denn dieses Cover? Aber ich finde das eigentlich wirklich ganz gut, obwohl ich ganz ehrlich sagen muss, irgendwie stimmt die Perspektive von dem Fenster nicht so richtig, wenn man sich das genau anguckt. Du kannst das Fenster gar nicht richtig schließen, da sind die Fensterflügel viel zu groß. Und dann ganz ehrlich, ich habe ganz lange diese Hand überhaupt nicht gesehen. Für mich war das immer so ein kleiner... Der Geist, also der Poltergeist, den man da gesehen hat. Wenn man nämlich genau hinguckt, dann sind diese Krallen, diese Finger, gar nicht die Finger, sondern das ist so ein Haarpony, so eine Frisur. Und dann siehst du, wenn du genau hinguckst, siehst du da so einen kleinen Mund. Und also das war für mich so, weil ich habe ja immer die LP bekommen und dadurch war das auch ein bisschen größer. Wenn ich mir das jetzt hier angucke, ich habe die Kassette gerade jetzt vor mir, da muss ich ehrlich sagen, ich weiß gar nicht, was ich da gesehen habe, totaler Blödsinn. Aber damals war das so. Ich habe mich wirklich ein bisschen gewundert. Ja, also das ist ja hier ein Safe Space, Andreas. Du darfst es auch gerne so meinen. Aber ich muss ehrlich gesagt sagen, ich habe das auch so nicht gesehen, bevor du das so interpretiert hast. Wie so ein kleiner Huibu, der da schwebt dann irgendwie quasi. So, jetzt fehlt eigentlich noch eine Sache, nämlich der Klappentext. Und den haben wir ja auf Tour jeden Abend von einem anderen Menschen aus dem Publikum vorlesen lassen, was ich immer total toll fand, wer sich da eigentlich freiwillig immer gemeldet hat. Und wir haben doch wirklich am Anfang gedacht, womöglich meldet sich gar keiner, was machen wir denn dann? Okay, dann liest du ihn vor, aber die Leute haben sich immer gemeldet. Ich fand das wirklich unfassbar. Ja, fand ich toll. Und auch wie gesagt, in dem Fall kann man sozusagen schon einigermaßen wissen, wie der funktioniert, aber sich zu melden für was, was man so gesehen noch nie vorher performt hat live, das finde ich auch irre. Sehr mutig. Und die haben es auch wirklich immer sehr schön performt. Fand ich auch. Also der Druck ist hoch. Mal gucken, ob ich das jetzt hinkriege. Poltergeist. Unheimliches geschieht im Haus von Mrs. Cartier. Klopfzeichen ertönen, Möbel bewegen sich, Tassen fliegen durch die Luft. Ein Fall ganz nach dem Geschmack von Justus, Peter und Bob. Die anfängliche Begeisterung der Detektive verwandelt sich aber bald in Angst und Entsetzen. Treibt da tatsächlich ein Poltergeist sein Unwesen? Eine natürliche Erklärung für diese Phänomene scheint es nicht zu geben. So, dann steigen wir jetzt ein, lieber Andreas. Du hast es schon eigentlich ja gesagt, dass das eine Geschichte ist, die so ein bisschen verschachtelt ist, die eigentlich aus drei verschiedenen Plots besteht, kann man ja sagen. Und dieser erste Themenkomplex ist tatsächlich ein Kunstdiebstahl. Denn in einem Museum wird ein Gemälde gestohlen. Und das Besondere ist, dass da tatsächlich, so ist es im Buch und dann auch ein bisschen im Hörspiel, Bob mit seiner Freundin Elizabeth zugegen ist. Die kriegen das also mit. Und im Buch ist das natürlich viel ausführlicher erzählt, weil man da sozusagen in Echtzeit alles immer on. Genau, richtig. So ist es hier nicht. Das ist ja immer die große Kunst und die Herausforderung dann im Hörspiel. Wie kriegt man das hin, dass man diese ganzen Infos, die man braucht für diese Prämissen dieser Fälle zusammenfasst und gleichzeitig aber auch irgendwie ein bisschen mit so einem Punch startet? Und das können wir uns jetzt mal anhören, ob das denn hier so gelungen ist. Denn diese ganzen Informationen... Die man am Anfang braucht, die muss eigentlich der arme Bob zusammenfassen, der also atemlos hier in die Zentrale hereinkommt. Und Peter und Justus informiert darüber, was passiert ist. Kollegen, ich habe interessante Neuigkeiten. Ihr ahnt ja nicht, was passiert ist. Du wirst es uns sicherlich gleich mitteilen. Nun setz dich doch erst mal. Also pass auf. In der Art Gallery Hall ist eingebrochen worden. Und das direkt vor unseren Augen. Naja, also nicht direkt vor unseren Augen, aber gut. Ne, was heißt mit vor unseren Augen? Naja, vor Elisabeth und vor meinen Augen. Wir waren im Museum verabredet, ja? Dort sollte heute die Vernissage für die Ed Stingwood-Ausstellung stattfinden. Sie ist vom County Museum in Los Angeles dorthin verlegt worden, ja. Richtig. Im County Museum of Art hat es letzte Woche einen Wasserrohrbruch gegeben und die Feuchtigkeit hätte den Bildern geschadet. Deshalb musste die Ausstellung verlegt werden. Moment, wovon redet ihr eigentlich? County Museum, Wasserrohrbruch und wer ist Ed Stingwood? Ed Stingwood. Ed Stingwood ist ein sehr berühmter zeitgenössischer Maler. Zur Zeit einer der angesagtesten Künstler überhaupt. Er kommt aus New York und erregte vor kurzem großes Aufsehen, weil eines seiner Bilder auf einer Versteigerung für mehrere hunderttausend Dollar von einem Geschäftsmann erworben wurde. Seitdem sind seine Werke enorm im Wert gestiegen und er wird schon als zweiter Picasso gehandelt. Ja, und weiter? Wie schon gesagt, sollte die Ausstellung ins County Museum of Art kommen. Doch wegen des Wasserrohrbruchs wurde sie kurzfristig verlegt. Erstaunlicherweise nach Rocky Beach. Hast du denn davon nichts gelesen? Im Regionalteil der Zeitung stand doch ein großer Artikel darüber. Ja, gut, gut, gut, weiter. Ja, also jedenfalls hatte ich eine Einladung für die Ausstellungseröffnung. Das heißt, mein Vater hatte eine. Da Rocky Beach ja nicht mehr sein journalistischer Bereich ist, hat er sie mir gegeben. Und so wollte ich heute mit Elisabeth an der Vernissage teilnehmen. Als wir dort eintrafen, waren die Türen verschlossen. Vor dem Museum hatte sich schon eine große Menschenmenge versammelt, alle fein in Schale geschmissen. Und dann trat plötzlich ein Mann aus dem Gebäude und verkündete, dass die Vernissage aufgrund technischer Probleme leider ausfallen müsse. Irgendwas mit der Elektrikstimme nicht. So, vielleicht mal bis hierhin. Kannst du dich da noch dran erinnern? Du hast so gefühlt einmal eingeatmet und dann diesen ganzen Text performt. Es bereitet mir jetzt keine große Freude, mir das anzuhören, weil ich muss ganz ehrlich sagen, unterschiedliche Faktoren spielen da jetzt eine Rolle. Also du hast vollkommen recht, du hast es gerade auch schon gesagt, es sind ja viel zu viele Infos, die hier aufgetischt werden. Denn wichtig ist doch eigentlich jetzt nur die Info, dass in diesem Museum eingebrochen wurde und dass die drei Fragezeichen neuen Fall haben. Weil alles andere, was da noch erzählt wird, das ist vielleicht auch ganz interessant, aber früher zum Beispiel bei den drei Fragezeichen-Geschichten, da, sind die drei Fragezeichen durch die Gegend gelaufen, dann gab es irgendeinen Schrei und dann hatten sie Angst und rannten weg und dann ging schon gleich der Fall los. Da musste nicht noch ellenlang und seitenlang erklärt werden, das ist jetzt hier anders. Und dann eben auch wirklich ein bisschen anstrengend, weil es in diesem Wahnsinns-Tempo von mir vorgetragen wird. Das ist eigentlich wirklich viel, viel, viel zu schnell. Aber ich bin wahrscheinlich deswegen so schnell, weil ich Angst hatte, dass ich gleich wieder unterbrochen werde. Von Blackie. Nicht nur von Blackie. Denn gerade am Anfang, und wir haben diese Folge wahrscheinlich ziemlich chronologisch aufgenommen, läuft so eine Aufnahme ja nicht reibungslos ab. Das stellt man sich immer so vor, das ist aber nie so. Denn im Studio wird dann nochmal von Heike Diene am Mikrofon justiert. Wenn du schon angefangen hast oder du bist schon dabei, dich warm zu sprechen oder die Aufnahme läuft schon, dann kommt Heike Dino nochmal rein, fummelt am Mikro rum. Dann plötzlich, wenn sie wieder zurückgegangen ist, dann ist der falsche Regler auf. Und du bist die ganze Zeit dabei, deine Szene zu sprechen. Dann fällt Olli zum Beispiel plötzlich auf, dass das Fenster noch offen ist. Du hörst die Feuerwehr vorbeifahren. Deswegen die Erklärung, wenn man oft deutsche Feuerwehr hört. Dann macht auf einmal mitten in der Aufnahme die Lüftung Geräusche. Dann raschelst du aus Versehen mit dem Papier. Dann muss Heike Diene nochmal aufspringen. Das kriegst du dann im Augenwinkel mit, weil sie schnell Kaffee kocht. Es ist wirklich nicht so leicht. Und was man natürlich auch nicht machen darf, du darfst keine Dinge hinterfragen. Ich habe ja irgendwann mal bei den Aufnahmen zur schwarzen Sonne, ich glaube, das war diese Folge, wo Stefan Schwarz dabei war. Ich glaube, das war Anfang der 2000er, da habe ich meine Kamera mitlaufen lassen. Ich hatte so einen kleinen iPod. Und da habe ich gemerkt, so jetzt lasse ich mal mitlaufen, einfach damit man mal mitbekommt, wie so eine Szene beginnen kann, beziehungsweise nicht beginnen kann, weil genau es immer zu diesen Unterbrechungen kommt. Und live hatten wir die Möglichkeit, diesen Ausschnitt zu zeigen. Und da bekommst du einen Eindruck, wie kompliziert es ist, als Sprecher eine Szene zu beginnen, weil du aus Versehen, und Jens hat das nämlich gemacht, fragst, warum man in der Szene laut Skript leise im Hintergrund fluchen muss. Und das haben wir gezeigt und das war wirklich sehr, sehr, sehr witzig. Weil natürlich da auch das dann so eskaliert. Also es wird quasi immer schlimmer und Heike Diene weiß auch nicht genau, warum. Und ihr diskutiert miteinander und am tollsten ist immer, dass dann Jens immer unwirscher wird. Der Fluch dann tatsächlich am Ende, weil er zu genervt ist. Aber okay, ja klar, das ist natürlich, wenn man dann mit diesem Druck rangeht, also das ging mir ja auch ein bisschen so, ich durfte ja eine kleine Rolle sprechen in der letzten Folge von André Marx im Roten Büffel, und saß mit euch da um den Tisch rum und habe dann, ich wusste natürlich, weil ich von dir gut vorbereitet war, okay, das muss jetzt hier sitzen, vielleicht hast du gar keinen zweiten Take, sondern du musst hier einigermaßen abliefern. Was ja totaler Quatsch ist, das stimmt ja nicht, du kannst es ja so oft machen, wie du willst. Naja, aber man merkt schon, es passiert immer sehr viel parallel und okay, das scheint jetzt hier natürlich auch so ein bisschen durch, wenn der arme Bob alles zusammenfasst. Ich habe übrigens noch so ein seltsames Kopfkino. Wir haben ja beide das Buch auch gelesen zum Poltergeist und da gibt es so eine Beschreibung, dass Bob ein cremefarbenes Jackett anhat, als er zu dieser Ausstellungseröffnung geht. Das sehe ich jetzt immer vor mir im Kopf, wie Bob in diesem cremefarbenen Jackett da versucht panisch den Fall zusammenzufangen. Und Elisabeth hat ein Chiffon-Kleid an. Wahrscheinlich. Nein, das ist nochmal richtig schick gemacht. Jaja, und dann hast du ja wirklich gefühlt ja auch dann noch Blackie gegen dich. Der quarkt ja besonders viel rein in dieser Szene. Ja, bloß der quarkt ja deswegen rein, um zu kaschieren, dass ja permanent geschnitten werden muss, weil immer wieder irgendjemand reingekommen ist. Ja, genau. Wie gesagt, ich bin hier einfach viel zu schnell und ich will dann, denke ich, kaschieren, dass ich eben auch schon, ich als Andreas Rülich, vielleicht auch schon ein bisschen älter bin als Bob. Und ich denke dann, wenn ich langsamer bin, dann klinge ich älter. Also versuche ich schneller zu sein. Vielleicht liegt es auch daran. Kann sein. Auf jeden Fall. Wir kriegen schon irgendwie die wichtigen Infos mit, die wir brauchen. Und die drei Fragezeichen knüpfen sich das dann also vor, fahren dann in dieses Museum und schauen nach und versuchen da auch irgendwie reinzukommen. Und da gibt es dann einen wunderschönen kleinen Cameo-Auftritt von einer uns sehr bekannten Stimme, Marianne Kehlau als Museumswärterin. Entschuldigen Sie bitte, Miss. Wir würden uns gerne die Robert O. Anderson Gallery ansehen. Tut mir leid, die ist zurzeit geschlossen. Das wissen wir. Wir haben von dem Wasserrohrbruch gehört. Aber wir würden uns gern einmal den Schaden ansehen, da wir zurzeit in der Schule an einem Projekt arbeiten, in dem wir durch äußere Einflüsse entstandene Schäden an Bauwerken untersuchen. Tja, ich weiß nicht. Es sind bereits Handwerker drin, um den Schaden zu beheben. Ja, wir werden Sie bei Ihrer Arbeit bestimmt nicht stören. Nein. Sieh mal, wer da kommt. Was sucht ihr denn schon wieder hier? Herr Inspektor, schön, Sie so schnell wiederzusehen. Diese drei jungen Herren arbeiten an einem wichtigen Projekt und wollen sich die Wasserschäden ansehen. Vielleicht können Sie sie gleich mitnehmen, Herr Inspektor. Ist ja auch immer geil, dieser alte Trick. Wir kommen hier für ein Schulprojekt, für eine Schülerzeitung, wollen wir mal. Aber nicht mal das funktioniert diesmal. Sie blitzen ab. Dann gibt es ja noch diesen Inspektor Kershaw, der dann die Urlaubsvertretung von Kotter ist, der besonders rabiat und schlecht gelaunt ist. Aber toll. Wie viele Leute diesen Trick auch wirklich mal benutzt haben und sich den von den drei Fragezeichen abgeguckt haben. Das würde mich mal interessieren. Gut, ab einem gewissen Alter wird es dann auch komisch, wenn man irgendwie mit 50 plus sagt, ich komme von der Schülerzeitung. Aber man könnte es ja wirklich mal probieren. Aber wie toll, du hast es ja beim letzten Mal, glaube ich, auch in der dreckigen Deal-Folge erzählt, wo Marianne Kehlau ja auch eine größere Rolle hat, dass sie eben auch für so kleine Rollen mal vorbeikam. Und das ist jetzt hier so ein Beispiel. Also wirklich nur kurze Takes eigentlich. Aber toll, weil es auch immer wieder dann so ein Rückbezug ist in die klassische Drei-Frage-Zeichen-Ära, wenn sie auftaucht. Und das fand ich schön hier auch. So, und wir kriegen dann aber mit, sie kommen nicht so wirklich richtig weiter. Sie dürfen nämlich nicht ermitteln, sie werden da blockiert und deswegen hat man dieses Gefühl, naja, dieser Fall ist irgendwie schon vorbei, bevor er eigentlich angefangen hat. Große Resignation macht sich breit und dann kommt aber Kelly zur Rettung und ruft an. Peter Schor? Hi, Peter. Ich habe interessante Neuigkeiten. Kelly! Ja, dann mach raus damit. Ich habe einen neuen Fall für euch. Warte, ich stelle den Verstärker ein. Dann können Bob und Justus mithören. Sehr gute Idee, Peter. Hallo, Kelly. Hi, hallo. Also, es ist vielleicht nicht so spektakulär wie ein gestohlenes Gemälde, aber immerhin ist etwas verschwunden. Ein Medaillon. Es gehört meiner Großtante und sie vermisst es seit ein paar Tagen. Ich erzählte mir so nebenbei, dass ich ein paar Detektive kenne und sie bat mich, euch zu fragen, ob ihr nicht helfen könnt, das Medaillon wiederzufinden. Ein verspundener Anhänger? Das klingt aber nicht sehr spannend, Kelly. Ihr könnt euch aber schlecht drücken, denn euer Motto lautet doch, wir übernehmen jeden Fall. Na, wo wohnt denn deine Tante? In Malibu. Sie hat ein eigenes Haus an der Küste. Aha, und der Anhänger ist ihr wirklich so wichtig, dass sie Detektive anheuern will? Es ist ein Medaillon, Bob, und außerdem ein altes Familienerbstahl. Dann müssen wir wohl hinfahren. Heißt das, ihr nehmt den Auftrag an? Das werden wir vor Ort entscheiden. Oder besser gesagt, nachdem wir mit deiner Tante gesprochen haben. Ich hab ihr gesagt, dass ihr vielleicht schon heute Nachmittag vorbeikommen könnt. Naja, gut, dann fahren wir nachher hin. Was meint ihr? Tja, klar. Klasse, gut. Dann geb ich euch jetzt ihre Adresse durch. Ja, die Kelly, Juliane Salai. Das ist übrigens, wusstest du das? Das ist die Freundin von Stefan Bräunecke. Also unserem Carlos aus dem Superpapagei. Nee, das wusste ich nicht. Im echten Leben, ja. Und ist dann eigentlich wirklich eher durch Zufall Kelly geworden. Das ist ja lustig. Weißt du, was ich immer finde? Und da kann man auch mal nachhören, denn wir hatten sie ja auch im Interview. Ich finde, sie klingt hier ganz besonders ein bisschen wie Corinna Wodrich, die Produktmanagerin der drei Fragen bezeichnet, die wir irgendwie in einem, Adventspecial letztes Jahr mal interviewt haben. Das ist so der gleiche Duktus. Ich denke da immer, hat da Corinna angerufen? Ah, nee, es war Juliane Salai. Wir kennen sie ja auch eigentlich schon vorher. Ja, und das ist natürlich toll. Dann jetzt geht hier dieser nächste Fall auf. Ein Medaillon soll gesucht werden bei einer gewissen Miss Madigan. Und das machen die drei Fragezeichen dann und trinken jetzt erst mal einen schönen Tee mit ihr. Und wir hören jetzt mal, wie ihr da Tee trinkt. Und wir hören vor allem auf die tolle Sprecherin von Miss Madigan. Ihr müsst diese Detektive sein, die Kelly mir empfohlen hat. Richtig, Mrs. Madigan. Dürfte ich Ihnen unsere Karte geben? Miss Madigan, bitte. Verzeihung. Aha. Die drei Detektive. Wir übernehmen jeden Fall. Drei Fragezeichen. Erster Detektiv, Justus Jonas. Angenehm. Das zweite Detektiv, Peter Scho. Ja. Becherchen und Archiv Bob Andrews. Ja, das bin ich. Na, dann kommt doch rein. Trink deinen Tee mit mir, dann kann ich euch alles erzählen. Ja, danke. Oh, Schätz. Ja, ja, seht euch nur alles an. Masken, Bilder, Puppen und überall Bücher. Wow, ja, dort an der Wand. Das ist, ja, das ist die grüne Eisenfrau. Aber was für eine Frau? Oh, ein Kunstkenner. Sehr schön. Ihr habt sicher von der Tragödie gehört. Das großartigste Werk von Ed Stingwood ist für die Öffentlichkeit verloren. Die grüne Eisenfrau. Das ist dieses Bild? Ja, es ist eine Reproduktion davon. Es gab einen Druck des Meisterwerkes in limitierter Auflage und ich war in der glücklichen Lage, eines der hundert Exemplare zu erstehen. Jetzt, da das Original gestohlen ist, wird der Druck vielleicht einmal richtig wertvoll werden. Ja, ja, ja. Doch kommt, wir nehmen im Wohnzimmer Platz. Ja, kann ich. Er setzt euch dort auf die Couch. Der Tee ist bereits fertig. Sehr schön. Ja, aber jetzt zu meinem Problem. Das Medaillon ist ein uraltes Erbstück aus meiner Familie. Und nun ist es verschwunden. Was heißt das, es ist verschwunden? Glauben Sie, dass es gestohlen wurde? Gott bewahr, nein. Es ist verloren gegangen. Verloren gegangen? Nimm dir ruhig einen Keks. Ich muss es verlegt haben. Naja, ich bin manchmal etwas zerstreut. Ja, sag mal, Andrea, du hast da wirklich einen echten Keks gegessen oder irgendwas im Mund am Ende, oder? Die hat uns Heike Diene ja wieder vor die Nase gelegt. Die waren da, dann wurde richtig gespielt und dann konnte man da auch wirklich zu lang. Und dann hat man mit vollem Mund gemümmelt und dann natürlich auch gesprochen. Das war alles schon vorbereitet. Ja, das ist schön. Und genauso auch wie diese Tassen. Das hört man ja auch, dass ihr da wirklich klappert und mit Geschirr rausgelegt. Ja, Heike Cine hatte dann ihren Aufkleber wieder an einzelne Requisiten geklebt. Dann stand mit Eddingen draufgeschrieben, was das eigentlich dann auch wirklich sein soll, wo man die Gegenstände benutzen kann während der Szene. Das hat ihr auch Spaß gemacht, Anne-Marx Rocke, dann auch mit den Requisiten zu spielen. Also sie ist dann wirklich auch aufgestanden und hat das Tablett dann auch wirklich uns hingestellt. Das ist eine richtige Schauspielerin gewesen und sie musste dann sich auch bewegen in dem Alter. Unfassbar. Genau, das müssen wir jetzt natürlich wirklich nochmal ein bisschen mehr erzählen. Miss Madigan wird gesprochen von Anne-Marx Rocke, ganz tolle Schauspielerin. Und du hast das ganz besonders toll erzählt, kann ich mich erinnern, in Hannover, diese Aufnahmen mit ihr. Und das können wir uns jetzt mal wirklich live anhören. Die Geschichte von Anne-Marx Rocke im Poltergeist. So, aber jetzt Miss Madigan, die wir ja hier zum ersten Mal hören. Diese bisschen tattrige, vorsichtige Frau erstmal, die ja wirklich eine ganz tolle Stimme ist. Und das ist die Schauspielerin Anne-Marx Rocke. Genau, Anne-Marx Rocke, da sehen wir sie, sie sah genauso aus. Super freundliches Gesicht, hatte so eine ganz tolle, warmherzige Ausstrahlung. Und ich habe es ja vorhin schon erzählt, Heike Dino mochte den Poltergeist, weil sie nämlich zwei Schauspielerinnen, große, tolle Schauspielerinnen besetzen konnte. Einmal Anne-Marx Rocke und dann später Gerda Gmelin. Und sie war auch so ein bisschen aufgeregt, Heike Dino, weil wir haben es chronologisch aufgenommen, wir erst mal unsere Szenen hatten. Und als wir dann zu der Szene mit Anne-Marx Rocke kamen, da meinte sie dann zu uns, ach, es wäre ganz lieb, Andreas, Jens und Olli, wenn ihr gleich mal nach unten geht und Anne-Marx Rocke in Empfang nehmen würdet. Ja, gut, also können wir natürlich machen, aber wir wunderten uns, warum. Also, da ist ja ein Fahrstuhl in dem Haus. Wir machen das natürlich, klar, gehen wir einfach die Treppe runter. Okay, aber warum müssen wir die denn jetzt im Empfangskomitee da unten in Empfang nehmen? Ja, ihr müsst ihr helfen, weil sie ist schon 96 Jahre alt. What? Ja, natürlich, okay. Das ist natürlich was anderes. Dann liefen wir runter und hatten den Auftrag, Anne-Marx Rocke in den Fahrstuhl zu verfrachten. Und liefen dann runter. Es dauert ein bisschen. Manche Leute kennen das Haus oder haben schon mal Fotos gesehen. Rotenbaumchaussee, eine ganz alte Villa. Man hat so ein bisschen das Gefühl, es ist wie so ein Edgar-Wallace-Haus, riesengroß. Man braucht wirklich lange, um diese Treppe da hoch und runter zu kommen. Und wir kamen nun unten an in der Vorhalle. Und da huschte auf einmal so eine kleine Bergsteigerin an uns vorbei, rannte die Treppe hoch und war schon wieder am nächsten Absatz. Ich sage, wer war denn das? Und Jens meinte, das war Anne-Marx-Rocke. Frau Rocke, Entschuldigung, wir wollten Sie eigentlich in den Fahrstuhl verfrachten, weil man hat uns gesagt, nein, nein, ich nehme die Treppen gerne. Bim, zack. Und innerhalb von Kürze... Die hatte so richtig so kleine Bergsteigerschuhe an, so rote Socken. Und da hat noch so einen kleinen Stab oder so. Also agil und super, super vital rannte sie dann nach oben. Wir drehten uns wieder um. Ich glaube, Olli hat sogar den Fahrstuhl genommen, weil es viel zu angst. Und dann war sie oben. Wir kamen dann außer Puste ein bisschen oben an. Und sie saß schon im Studio, hatte sich vorbereitet, grinste uns an, genauso mit diesem Blick. Und wir legten los. Und es war ein Fest. Es hat wirklich unglaublich viel Spaß gemacht. Sie hatte Freude, mit uns zu spielen. Das einzige Problem war, sie konnte nicht mehr so gut ... Moment mal, konnte sie nicht gut sehen? Nee, sie konnte nicht so richtig gut hören. Deswegen mussten wir manchmal auch immer übersetzen. Knallte dann wieder Lautsprecher gegen mein Ohr. Ich musste dann sagen, Frau Rocke, Heike Diene meinte, Sie sollten es vielleicht noch ein bisschen mehr so machen. Was? Ja, vielleicht ein bisschen mehr so. Aber man kennt es ja gar kein Problem. Auf jeden Fall war das toll. Das einzige Problem, was es mit Anne-Marx Rocke gab, war, dass Heike Diene meinte, sie sollte ein bisschen biestiger sein. Und das konnte sie irgendwie gar nicht richtig umsetzen. Und dann hat sie mir aber, wie? Und ich bin doch schon so gemein. Und das ist mir doch gar nicht, ich kann doch gar nicht. Und so, das fiel ihr total schwer. Aber wir haben die Szene wunderbar hinbekommen. Und es war eine Freude, das mit ihr zu machen. Und das ist ja wirklich für mich auch ein bisschen das Herzstück der Folge eigentlich, dieses Verhältnis zwischen Miss Madigan und Peter. Denn es ist ja, wenn ihr die Folge kennt, Peter verliert ja dann beim Losen und muss quasi alleine nach diesem verkloppten Medaillon suchen und hat Miss Madigan immer auf den Fersen. Die schnüffelt immer hinter ihm her und sagt dann so Sachen wie, nicht die Bilder, nicht bei den Bildern gucken und so. Und Peter ist grundgenervt von ihr. Das ist auch so schön gespielt von Jens. Gerade dieses Duett ist wirklich toll zwischen den beiden. Und das nimmt man ihr absolut ab und das ist wirklich toll. Ja, es ist wirklich sehr schön. Toll. Wenn man sich daran zurückerinnert, Anne-Marx Rocke. Ich habe dann jetzt hier noch eine Info, ich glaube, das habe ich auch nie erzählt, weil es kam gar nicht dazu. Die erste Hörspielrolle von Anne-Marx Rocke in einer Übertragung vor Publikum, Vor dem Platz, vor dem Ulrichsmünster in Augsburg. Das wurde aber damals nicht aufgenommen. Das war am 29.07. und jetzt halte ich fest, 1928. Ach du liebe Güte. Vom Jedermann. Wahnsinn. Und da hat Anne-Marx Rocke die gute Werke gespielt. Wahnsinn. Wenn man sich überlegt, was Leute von diesem Format auch für eine Entwicklung des Gesamtmediums Hörspiel mitbekommen haben. Also vor dem Krieg, vom Zweiten Weltkrieg quasi noch, wie sich diese ganze Struktur mit den Radiohörspielen dann weiterentwickelt hat und dann aktiv bis ins hohe Alter. Das ist wirklich toll. Und sie war ja auch die Frau von Eduard Marx, diesem alten, großen Märchenerzähler vor Hans Peth. Hans Peth, genau. Also eigentlich der Märchenerzähler, den Heike Diene in ihrer Kindheit gehört hatte. Und deswegen war sie auch wirklich Heike Diene so angetan von der Folge, weil es gab zwei Rollen, die sie besetzen wollte mit absoluten Lieblingssprecherinnen, die sie unbedingt gerne vor dem Mikrofon haben wollte. Das war einmal Anne-Marx Rocke hier und dann noch in der nächsten Rolle, die jetzt auch gleich auftaucht, Gerda Gemelin. Das sind wirklich zwei absolute Ikonen da. Und es ist auch wirklich ein ganz tolles Zusammenspiel, Was ja dann in erster Linie später auch zwischen Peter und Miss Madigan stattfindet. Also der arme Peter, der sozusagen nach diesem Medaillon suchen muss und von ihr dann da geplagt wird die ganze Zeit. Und dieses Ping-Pong zwischen den beiden ist wirklich toll. Denn es geht, wie gesagt, erst mal jetzt um dieses Medaillon. Und dann gibt es noch einen kleinen interessanten Schlenker, weil man natürlich sich auch irgendwie dann gleich fragt, wer hat das entwendet, wie ist das weggekommen? Und da trifft im Hörspiel Justus auf dem Gang noch auf den mysteriösen Ethan Easton. Und den können wir uns jetzt auch mal kurz anhören. Nanu, wer bist du denn? Was suchst du hier? Mein Name ist Justus Jonas. Ich durchsuche das Haus im Auftrag von Miss Madigan. Sie müssen Mr. Easton sein, Miss Madigans Untermieter. Richtig. Und warum durchsuchst du das Haus? Meine Kollegen und ich sollen ein verschwundenes Medaillon wiederfinden. Ah ja, richtig. Sie hat mir davon erzählt. Und nun hat sie sich Medaillonschnüffler kommen lassen. Detektive, Sir. Und ihr nehmt das ganze Haus unter die Lupe? Naja, aber haltet euch von meinem Zimmer fern. Das hier ist also die Rolle Eton Easton. Und weißt du, was ich total oft live gesagt habe? Ich habe immer gesagt Easton Ellis. Brad Easton Ellis ist natürlich der Autor von American Psycho. Das hat mit überhaupt nichts zu tun. Aber das war dann irgendwann so ein Hirnplatten, den ich da hatte. Und irgendwann haben mich da auch mal Leute darauf aufmerksam gemacht. So, hä, was? Easton Ellis? Im Poltergeist? Aber selbst bei dem Namen kann man sich verhauen, aber auch bei dem Namen des Sprechers. Weil der heißt Helgo Liebig und viele sagen nämlich immer Helmo Liebig und das ist auch falsch. Und das ist ja die Stimme von He-Man. Richtig. In der Tele 5-Version. Das haben wir ja auch erzählt. Das fand ich auch immer einen absoluten Deep Dive, den wir da ausgesagt haben. Ja, aber He-Man hat ja auch was mit Europa zu tun. Also ich finde, da schließt sich dann auch der Kreis. Genau, da gab es ja auch ganz tolle Europa-Hörspiele. Und er hat übrigens Helgo Liebig bei Stille nach düstere Nacht mitgesprochen. Und da geht es nämlich um Heroes of the Universe. Richtig. Also alle Kreise schließen. Das ist alles mit Bedacht gemacht worden. Sehr gut. Das ist sehr schön. So, also Peter ist jetzt stuck by Mrs. Madigan und muss dann nach Medaillon suchen. Und man fragt sich schon, wo soll das nur hinführen? Und dann kommt jetzt ein weiterer Anruf. Und sozusagen der dritte titelgebende Fall kommt in die Geschichte. Und jetzt hier performt, du hast sie eben schon angesprochen, von der zweiten, sensationellen, ikonischen Schauspielerin in dieser Rolle, nämlich Gerda Gmelin als Mrs. Cartier. Ja genau, ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Ich musste euch einfach anrufen, obwohl es mir etwas unangenehm ist. Worum geht es denn? Das ist schwierig zu sagen. Ich hoffe, du und deine Kollegen, ihr erklärt mich nicht für verrückt. In meinem Hause spukt es. Es spukt? Ja, es ist mir wirklich peinlich, das zu sagen. Was genau passiert denn? Nun, das ist unterschiedlich. Manchmal höre ich ein unheimliches Klopfen. Dann wieder sind Möbel verrückt worden. Und manchmal sehe ich sogar, wie sich Dinge wie von Geisterhand bewegen. Das ist in der Tat bemerkenswert. Ihr müsst mir glauben. Könnt ihr mir helfen? Das ist schwer zu sagen. Wir müssten uns vor Ort einmal umsehen. Könntet ihr möglichst bald vorbeikommen? Vielleicht schon morgen? Dieser Spuk raubt mir langsam den Verstand. Ich bin auch bereit, euch ein Honorar nach euren Wünschen zu zahlen. Wir nehmen kein Geld, Mrs. Cartier. Darum geht es nicht. Aber wir haben bereits einen Auftrag... Bist du verrückt? Natürlich nehmen wir an. Moment, bitte, Mrs. Cartier. Wir nehmen diesen Auftrag an. Das ist doch sonnenklar. Ja, aber... Ich habe keine Lust mehr auf Miss Madigan. Bob? Ja, das sehe ich genauso. Ein Spukhaus klingt hundertmal interessanter als ein verschwundenes Medaillon. Ja, man muss eben Prioritäten setzen. Ja, gut. Mrs. Cartier? Wir können morgen bei Ihnen vorbeikommen. Das wäre mir sehr recht. Ich wohne in der Wilchester Road 37, in Santa Barbara. Ja, wow, auch. Also die Stimme, ich habe sie zumindest sofort erkannt beim Hören. Hast du wirklich? Ja, ich wusste, hatte da sofort so ein Bild vor mir, weil ich sie natürlich kannte aus anderen Rollen. Ich ja auch. Wie ging euch das? Naja, ich kannte sie natürlich. Die kam da rein und die war natürlich so ein bisschen anderes Kaliber als Arne-Marx Rocke, doch ein bisschen herber, sag ich mal. Und die Geschichte, dass sie dann mit dem Fahrstuhl nach oben kam und Heike Diene dann auch gleich meinte, sie müssen gar nicht ins Studio, weil die erste Szene spielt sozusagen in der Telefonzelle. Sie können hier eigentlich im Fahrstuhl bleiben. Und sie machte ihr dann die Fahrstuhltür zu. Und die erste Szene, die wir gerade gehört haben mit dem Telefonat, die hat sie dann quasi im Fahrstuhl gesprochen. Und erst danach kam sie dann zu uns ins Studio. Das bewirkte natürlich, dass sie nicht die beste Laune hatte. Und dann setzte sie sich hin und ich dachte, okay, Gerda Gmelin, der Name, ja, irgendwie kam der mir bekannt vor. Aber ich hatte die Stimme jetzt übers Telefon natürlich gehört. Und dann plötzlich, als sie anfing, richtig vor uns zu sitzen und da zu sprechen, da merkte ich plötzlich, Moment mal, ich kenne doch diese Stimme, die kommt mir doch bekannt vor. Ich kriege hier so eine komische Gänsehaut und ich wusste gar nicht, warum. Dann gucke ich Olli an, dann gucke ich Jens an. Olli regte sich gar nicht und Jens schien auch irgendwie völlig unbeteiligt, also reagierte gar nicht auf die Stimme. Und dann schoss es mir durch den Kopf, Moment mal, natürlich, ich kenne doch die Stimme. Das ist doch Tante Polly aus meiner Lieblingshörspielerzählung Tom Sawyer und Hackelberry Finn. Und dann kannte ich sie auch als, ich glaube, sie spricht Ute. Ich glaube, in dieser Siegfried-Fassung auch von Europa. Das sind eigentlich alles immer so Rollen gewesen, wo sie... Wo sie so ein bisschen biestig war und ich habe die Augen zugemacht, während die Szene lief und sie spielte dann mit uns und habe nur auf ihre Stimme gehört und habe dann meinen Einsatz verpasst. Und dann merkte ich, oh Gott, es ist ja so eine Stille, riss die Augen auf und stellte fest, ich habe meinen Satz übersehen und da gucke ich sie an und sie guckte mich an wirklich wie Tante Polly. Tom Sawyer anguckt, was hat er denn schon wieder für einen Quatsch gemacht? Und da sah ich ihr zum ersten Mal wirklich richtig in die Augen und dachte, nein, ich kenne die ja nicht nur als Stimme, ich kenne sie ja auch als Schauspielerin, das ist doch, Moment mal, natürlich Papa Ante Portas, der 100. Geburtstag von L'Oreal auf der Seebrücke, das ist doch genau die Mutter von L'Oreal. Diese krass biestige Mutter mit diesem absoluten Knallersatz wird jetzt endlich mal auf mein Wohl angestoßen. Das ist so toll. Und sie ist natürlich auch bekannt aus diesem grandiosen Kosakenzipfel-Sketch von L'Oreal. Wo sie eben am Ende dann, wo ja alles völlig eskaliert und sie dann auch ausrastet und sich so ein Duell mit Evelyn Hamann liefert. Da haben wir ja dann auch immer ein bisschen Ausschnitte gezeigt. Wir haben ja auch Video-Ausschnitte auf der Tour verpackt gehabt. Und da hat man sie dann wirklich nochmal erlebt, wie sie da Gas gibt. Also die sind so ein Ying und Yang. Anne-Marx Rocke und Gerda Gmelin. Das ist so fantastisch besetzt. Und Heike Diener hat sich eben auch genau darauf so gefreut. Und deswegen auch auf den Poltergeist so gefreut, weil man eben wirklich auch tolle Leute besetzen konnte. Aber einen Ausschnitt, den wollten wir auch zeigen, den durften wir aus rechtlichen Gründen nicht zeigen. Sie war, Gerda Gmelin, ja auch Berlin in Dinosaur aus dem Jahr 2000. Da hat sie diesen Dinosaurier gesprochen, Joan Plowright. Kannst du mich daran erinnern? Oh wow, nee, das habe ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Krass. Ja, dieser computeranimierte Film, der eigentlich irgendwie auch ganz schön ist. Das passt ja bestimmt auch super. Ja, ja. Weil sie hat nicht so viel synchronisiert. Also eigentlich wirklich nur, soweit ich weiß, in dem Film. Ja, genau. Und sie ist natürlich eine Schauspielerin, die auch Theatermacherin war und wirklich gewirkt hat in ganz vielen Bereichen. Und das war jetzt auch ein toller Moment, weil wir ja auf der Tour diverse Gäste hatten. Unter anderem ein uns sehr bekannter Jens Wawritschek, der uns also in Hamburg besucht hat auf der Bühne, in der tollen Leis-Halle und da unser Gast war. Und Jens hat auch ein bisschen was erzählt zu Gerda Gmelin und ich finde, da müssen wir jetzt mal reinhören. Ja, das ist toll. Also, so, jetzt haben wir eigentlich alles, was wir brauchen und können einsteigen in den Fall. Ja, irgendwas fehlt aber noch. Ich würde auch sagen, also ich liebe es ja wirklich mit dir, diese Fälle zu besprechen, Andreas, aber wir sind hier in der Zentrale. Ja. In Hamburg. Ja. Meinst du, es wäre interessant, wenn vielleicht ein weiteres Fragezeichen uns für diese Besprechung begleitet? Ich bin sehr dafür. Wer könnte das sein als Peter schon? Jetzt machen wir das! Ihren, Gast. Oh, ich liebe dich, mein Süßer. Das fühlt sich ganz nett an. Netter Applaus. Wollen wir gemütlich in unsere Ecke? Gerne, gerne. Du kommst in die Mitte. Du kommst in die Mitte, genau. Jetzt setzen wir uns hier. Oh Mann, oh Mann, oh Mann. So, ja, und wie ist es hier in der Leisthalle? Gemütlich. In deiner Heimat, ja, sozusagen. Ja, also die hieß ja früher Musikhalle. Ja. Und mit der verknüpfe ich viele Erinnerungen, weil ich schon als Kind hier war zu so Weihnachtskonzerten. Und ich habe hier Liza Minnelli gesehen und Juliette Grécoe und Gitte Henning. Das weiß ich noch, da saß ich ganz oben, weil das war so in den 80er Jahren, da hatte Gitte Henning so einen Riesenerfolg mit ihren Schallplatten. Und das war toll, es ist schöner hier jetzt zu sitzen. Jetzt sitzen wir hier und besprechen eine alte Drei-Frage-Zeichen-Freunde. Es ist völlig verrückt. Ist es eigentlich was, was du interessant findest, so zurückzugehen, sich Sachen nochmal anzuhören, die man gemacht hat vor Jahrzehnten sozusagen? Also es kommt auch den Abstand an. Wenn es sehr weit zurückliegt, finde ich es interessant. Und gerade gestern, jetzt ohne Quatsch, hat mir ein Hörspielregisseur aus Baden-Baden ein Hörspiel geschickt, das heißt Antichambre. Und ich habe mich gewundert, warum er es mir geschickt hat. Es war 1979. Also da haben wir ja schon, da haben wir gerade mehr oder weniger gestartet und da bin ich drin. Aber ich habe tatsächlich, ich erlebe es auch häufiger, dass ich irgendwas unterschreiben soll und ich frage immer, da war ich dabei. Ich habe ganz viele Sachen vergessen. Weil du ja auch nicht immer mit der kompletten Produktion, verbandelt bist, sondern du kriegst deinen Termin und dann bist du eine Stunde oder vielleicht zwei im Studio und am Ende landest du in dem Hörspiel und bist aber nicht eigentlich richtig drin. Ja, aber das kommt ja bei dir noch dazu. Du hast ja unfassbar viel für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk noch aufgenommen. Also teilweise ja, glaube ich, viel mehr als für die drei Fragezeichen. Und ich habe mal eine Liste gesehen, da wird gelistet, welcher Sprecher am meisten in öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Hörspielen auftaucht. Und ich glaube, du stehst auf Platz 1 oder auf Platz 2. Also viele Leute denken, ja. Ja, und wenn sie meinen Namen auch noch richtig schreiben würden. Stimmt, das ist ja auch nicht so leicht. Ich frage mich auch immer bei euch und den Fragezeichen, weil es ja eine Rolle ist, die euch sozusagen fast das ganze Leben begleitet, dass das sich dann so vermischt auch irgendwie. Also man hat was mal in den 90ern gemacht, dann in den 80ern oder stehen da so einzelne Folgen raus oder Szenen oder sowas oder ist das so ein Eindruck irgendwie? Also bei mir ist es, du bist jetzt ja, ihr seid viel mehr im Thema, weil ihr jetzt die Folgen auch hört für den Bobcast, aber bei mir ist es eher ein großer Eindruck. Ein großer Eintopf mit ganz vielen verschiedenen Szenen, die ich so manchmal klarer und manchmal weniger klar erinnere. Ich erinnere mich eher an die Schauspielerinnen oder Schauspieler, mit denen wir am Tisch traßen. Das sage ich auch immer gerne, dass man so unglaublich viel von den richtig Guten auch gelernt hat. Das waren ja nicht unbedingt die berühmtesten. Und es waren auch teilweise jetzt nicht die freundlichsten, weil wir ja auch immer noch Kinder waren. Die haben uns dann teilweise auch respektvoll, aber trotzdem auch etwas trocken behandelt natürlich. Wir waren eigentlich immer sehr nett. Wir waren ja nie rüblich oder so. Aber da saßen natürlich schon tolle Schauspieler, die aber auch teilweise genervt waren. Ganz besonders, wenn Olli und ich so etwas albern war. Jens war ja auch ein Tickel älter. Der hat uns dann manchmal angeguckt und gesagt, reißt du das jetzt erwähnen, dass ich ein Tickel älter bin? Gerda Gmelin. Ja, ganz klein, nicht besonders groß kamen Sie da. Ich meine, ich bin ja schon klein. Und das letzte Stück, was Sie gespielt hat, haben wir zusammengespielt. Und zwar 2001, 2000, also diese Jahrtausendwende haben wir hier auch in Hamburg am Winterhuder Fährhaus Arsen und Spitzenhäubchen gespielt. Und sie war eine von den beiden Tanten, die alle Männer vergiftet. Und sie war, das fand ich so wunderbar, sie ging mir nur bis hier. Und das ist so selten in meinem Leben, dass mir jemand einfach begegnet, der kleiner ist als ich. Sie war genauso wie Anne-Marx Rocke eine absolute Größe in Hamburg, weil sie hatte ein Privattheater, Theater im Zimmer. Was sie von ihrem Vater übernommen hat. Genau. Und da hat sie sehr, gerade. Als ich so anfing ins Theater zu gehen, so Ende der 70er Jahre. Sie hat das Theater gerettet eigentlich. Ja, und sie hat ganz tolle, kleine, also so Konversationsstücke aus der Bühne gebracht. Sie hat auch Winnie gespielt, ja Beckett, ich glaube. Ja, ja, glückliche Tage. Glückliche Tage, ja, fantastisch. Sie war irre, sie konnte nichts sehen, sie war wahnsinnig kurzsicht. Sie ist dann später auch wirklich erblindet. Sie hat dann fast wirklich, ja. Und sie war, ich glaube, als wir das gespielt haben, war sie ja schon über 90 Jahre. Und die musste ganz viel machen mit Requisiten. Die musste ständig irgendwas reintragen und hinstellen. Und ihre Kollegin war nicht mehr ganz so fit. Und sie bekam jeden Tag mehr Text, weil der Regisseur gesagt hat, ja, dann sprich du das gerne. Und das heißt, es wurde immer mehr. Aber das hat sie wunderbar gemacht. Und wir mochten uns sehr. Die hatte Haare auf den Zähnen. Es gab auch Begegnungen. Auch herb manchmal so ein bisschen. Ich habe es euch schon irgendwann mal erzählt, glaube ich, oder dir mal, diese Begegnung mit Gerda Gmelin. Dieses Stück, die drei Schwestern, da war sie in der Premiere. Also wo du mit der Rockenspielter war sie in der Premiere. Und eine der Schauspielerinnen, die eine wirkliche Hauptrolle spielte, die stand nach der Premiere, also da in der Garderobe und Gerda Gmelin, also die ja wie die Königin dann kam. Alle hielten den Atem an, weil jetzt die große Gerda Gmelin kam und also jedem irgendwie sagte, wunderbar, wunderbar, wunderbar. Bei der sagte sie, eine so schöne Rolle. Und das war's. Und das bedeutete, du hast sie nicht gut gespielt. Und solche, sie hatte wirklich immer so einen kleinen Dolch im Ärmel, aber hatte einen super Humor. Und war natürlich eine fantastische Schauspielerin. Musik. Ja, wirklich toll. Mit beiden hat Jens dann zusammen auf der Bühne gestanden. Das ist wirklich großartig. Und ich habe jetzt nochmal geguckt. Gerda Gmelin hatte ihr Debüt auf der Bühne mit 15 Jahren 1934. Das muss man sich mal vorstellen. Das ist auch wieder sowas. Kann man sich gar nicht. Ja, der Hammer. Toll. Und ich fand, es war natürlich auch ein Knaller mit Jens auf der Bühne. Das müssen wir ja jetzt auch mal sagen. Wir haben ja da wirklich Geschichte geschrieben. Ihr habt ja dann nochmal Worte nur Worte performt live in einem, wie ich fand, von mir fantastisch vorbereiteten Comedy-Bit, wie wir da hingekommen sind. Und man muss ganz ehrlich sagen, es war nicht verabredet. Also es war wirklich so, dass ich dachte, ach nein, das machst du jetzt nicht. Genau, doch, ich hatte da zumindest auch mit Jens mich ein bisschen abgesprochen, wo das hinführen konnte. Also gut, ich wurde wirklich kalt erwischt. Aber ihr habt es trotzdem... Ob das da dieses Playback vorbereitet war. Es war alles vorbereitet und dann ging es los. Und es war also, die Halle ist ja ausgerastet. Ihr habt also wirklich nochmal die komplette Nummer performt. Und ich habe es am Ende noch garniert und habe noch so kleine Seifenblasen auf euch drauf geholfen. Ja, das war sehr schön. Die Leute haben gejubelt. Ich glaube, sie standen wirklich. Es gab Standing Evolutions, absolut. Und das war natürlich wirklich ein Highlight. Und sowas kann man natürlich dann beim Bobcast Live richtig schön abfeiern. Nein, das ist ja auch schön, weil es wirklich nicht angekündigt war und die Leute wussten gar nicht, dass Jens kommt, das war schon. Und das ist eigentlich das Tolle am Bobcast Live, dass es wirklich wie ein Überraschungspaket ist. Du weißt nicht, was passiert. Und auch für uns ist es ja schön. Ja, genau. Geht ja auch für uns. Moment mal, wir haben die Möglichkeit jetzt hier in der Stadt den und den Gast zu haben, okay. Und das entsteht ja dann manchmal wirklich zwei, drei Stunden vorher. Genau. Und das ist schön. Das finde ich auch toll. Und deswegen ist es auch wirklich nie langweilig für uns, weil dann wir auch die Fragen ja mal kriegen. Ja, ihr redet dann da jeden Abend über das Gleiche. Das ist ja eben nicht so, wenn eben auch solche Sachen passieren. Da ist einfach unheimlich viel noch Pfeffer drin, so was man erstmal nicht erwartet. Und wir hatten ja dieses Motto Sound der Kindheit durch den ganzen Bobcast, durch die ganze Tour und haben halt eben immer mal wieder auch versucht zu gucken, wie kann man das abbilden? Was kann man dazu noch erzählen? Und natürlich hat das in erster Linie ganz viel mit den Stimmen der Kindheit auch zu tun. Und da hatten wir, finde ich, ein sehr schönes Segment dabei. Und das können wir euch jetzt hier auch im Bobcast nochmal zeigen. Wir haben nämlich echte Fernsehwerbung aus den 80er und 90er Jahren gezeigt jeden Abend. Und das kommt jetzt. In Hummer, herover! Ja, bitte. Einmal Minuto mit Hühnerfleisch. Sehr gut. Und der Herr? Einmal Minuto mit Schweinefleisch. Einmal Minuto mit Rindfleisch. Deckel auf, Heißwasser drauf, in drei Minuten tischt man auch, ja, mit Hütchen, Rind und zartem Schwein. Minuto, das schmeckt fein. Meine Herren, wir sind doch hier nicht im Grauhotel, oder? Mit? Minuto, die leckere drei Minuten Mahlzeit in drei Geschmacksrichtungen schmeckt sagenhaft, weil's von Birkel ist. Mama, Papa, das ist François. Der famose François, von dem wir schon so viel gehört haben. Ich muss sagen, ich hatte sie mir anders vorgestellt. Setzen Sie sich doch nun gut. Sie sind Architekt? Genau, momentan arbeite ich an der Restauration historischer Gebäude. In Ihrer eigenen Firma, nicht wahr? Nicht wirklich. Ich bin bei Verdun angestellt. Verdun, ja. Wir spielen Golf zusammen. Spielen Sie auch, François? Ähm, das weniger. Eubrit, das spielen Sie doch. Es gab da diesen Club an der Uni. In Paris? Äh, nein, in Saint-Étienne. Ähm, sagen Sie, François, wo wohnen Sie? Ich hab eine kleine Wohnung, nah am Kanal. Eigentum? Leider nicht. Aber ich habe mir gerade überlegt, ein bisschen Geld zurückzulegen, weil ich mir für die Zukunft wünsche, die Möglichkeit zu haben, wenn ich was Schönes zu einem vernünftigen Preis sehe, um zuzugreifen. Kannst du mir folgen? Gaulois Blonde. Liberté toujours. Und bringt uns unseren Fisch hier. Für uns hat er die halbe Welt bewahrt. Ahoi, meine Lieben. Käpt'n Iglo und seine Kuh bringen euch jetzt die leckeren extra knusprigen Fischstäbchen von Iglo. Und guckt mal, wie saftig der Seelachs ist. Für mich und meine Mannschaft gibt es nur Iglo-Fischstäbchen. Die sind extra knusprig und sowas von saftig. Hurra! Masters of the Universe. Eine neue Gefahr droht Eternia, die wilde Horde. Sie kämpft mit ihrem Anführer Hordak gegen He-Man und Skeletor. Mit Modulog, dem Meister der 1000 Verwandlungen. Und Grisslor, dem Gorillawesen. Oh Schreck, da kommt Leech, das Saugmonster. Da ist Mantena mit seinen durchdringenden Sensor-Augen. Die wilde Horde, jetzt neu bei Masters of the Universe und dem kostenlosen Masters-Magazin. Cooles Tier, da wo es die Masters gibt oder bei Mattel. So, der Sound der Kindheit, manchmal auch Werbung aus den 80ern, Zigarettenwerbung aus den 90ern. Ja, das ist es da, was es noch gab. Ja, war unfassbar, oder? Ja, aber irgendwie eine schöne Story bei Gounouas. Aber was hatten wir? Die Birkel-Suppe. Birkel-Minuto, dieser tolle Instant-Eintopf. Wer erinnert sich noch? Aber genau, warum machen wir das? Welche Stimmen haben wir da gehört? Stimmen, genau, natürlich, die auch alle was mit den drei Fragezeichen zu tun haben. Richtig, genau. Und das lag auch daran, Drei-Frage-Zeichen wurde und wird in Hamburg aufgenommen und dann sind da natürlich auch die Werbefirmen. Früher schon in den 70ern wurde unglaublich viel Werbung in Hamburg aufgenommen und heute natürlich auch. Und deswegen tauchen eben auch viele Sprecher der Drei-Frage-Zeichen in der Werbung auf oder umgekehrt. Und jetzt Franz Josef Steffens in der Birkel-Minuto-Werbung am Anfang. Und als Abbinder hören wir dann Norbert Langer, die Stimme von Magnum. Und Franz Josef Steffens Schrottflinte aus dem unheimlichen Drachen. Richtig, genau. So, und dann Goloise Blond natürlich die Legende Jürgen Thormann. Richtig. Wirklich, ja. Ja, Jürgen Thormann. Wirklich. Ich muss ehrlich sagen, das berührt mich immer ein bisschen, weil Jürgen Thormann ist ja verstorben, aber er war bei uns im Bobcast noch zu Gast. Und das ist wirklich ein absolutes Heile. Er ist in meiner Lieblingsfolge der Zauberspiegel Senor Santora. Ein Mann, ein kleiner Mann kann diesen Spiegel nicht wegtragen. Entschuldigung. Und das Schöne ist, aber... Und wir durften Jürgen duzen. Ja, wir durften ihn duzen. Also Olli in erster Linie, weil er irgendwie ziemlich viel mit ihm gemacht hat, hat ich gesagt, Herr Thürmann, darf ich dir auch duzen? Na gut. Ich fand's schon... Ich weiß nicht. Ich fand's... Na gut. Ich fand's toll, als er uns dann angesprochen hat. Ja, ja, klar. Hallo, Andreas. Hallo, Kai. Mein Gott. Toll. So, und dann haben wir natürlich als Knaller-Captain-Iglo Wolfgang Fölz. Sven Peck. Und der Chicken King. Ja. Was ja sehr lustig ist, dass der Chicken King Werbung für Fischstäbchen macht, aber es funktioniert irgendwie. Aber ganz ehrlich, also wenn es mir mal finanziell ganz schlecht gehen sollte, dann möchte ich auch irgendwie zum Schluss auch nochmal irgendwann Captain Iglo sprechen. Ja, das fände ich das Letzte. Das würde gut zu mir passen, glaube ich. Obwohl, du hast ja den Iglo-Bart. Eigentlich habe ich den Bart. Pass auf, du synchronisierst mich und ich komme dann mit diesem Tablett mit Fischstäbchen auf. Okay. So, und dann der Knaller zum Schluss. Masters of the Universe. Masters of the Universe. Schön deutsch ausgesprochen. Gottfried Kramer, Java Gym, haben wir da gehört. Und ich wirklich, also, ich weiß nicht, ob ihm das so viel Freude gemacht hat, der Wabespot. Es klingt so ein bisschen gehetzt und eigentlich nicht mit guter Laune. Obwohl, ich finde, Leech, das Saugmonster, finde ich wirklich sensationell. Ich kann mich nicht mehr erinnern, dass es gab. Auch dieses eine, wo dieser Rotz dann runterläuft. Ich hatte immer nur Skeletor und He-Man. Aber da gibt es natürlich auch wieder einen tollen Link zu den Europa-Hörspielen. Denn Europa hat ja auch diese wirklich kultige Masters of the Universe-Hörspiel-Serie produziert. Mit unserem großen Liebling Peter Passetti als Skeletor. Und Norbert Langer, glaube ich, war He-Man. Und viele andere auch. Tolle Musik, ganz tolle Musik dabei auch. Also das fand ich toll. Und da gibt es ja auch wirklich so viel noch. Eigentlich, das finde ich, könnten wir noch mal viel mehr machen. Einfach noch so Werbespots mit diesen ikonischen Stimmen. Da könntest du einen ganzen Abend draus machen. Also wirklich einen ganzen Abend draus machen. Das ist wirklich toll. Das war immer so schön jeden Abend. Und dann Stimmen raten, das macht wirklich Spaß. Ja, ja, total. So, jetzt aber zurück ins Hörspiel. Denn wir wollen ja jetzt endlich mal den Poltergeist und diese Gruselfänomene hören. Verdammt nochmal, wann kommt der denn jetzt endlich, dieser Poltergeist? Und hier kommt er und zwar natürlich wieder beim Tee trinken mit Miss Katje. Tee? Ja, danke. Sehr liebenswürdig. Ich schenke euch auch noch nach, ja? Ja, gerne. Sagen Sie, hat Ihr Hausmädchen Sigourney etwas von den Vorfällen mitbekommen? Ich weiß es nicht genau. Sie ist ja nur tagsüber hier. Na, wenn sie etwas mitbekommen hat, dann lässt sie sich jedenfalls nichts anmerken. Wir müssen uns ein Bild von der Sache machen. Am besten wäre es, wenn wir die Geräusche mal hören könnten. Zigarne, haben Sie auch etwas gehört? Ja. Welcher Raum liegt über dem Wohnzimmer? Der Ankleideraum von Madame Patrice. Die Tür dort. Ja, das ist ja nun wirklich eigentlich auch dann noch mit Ansage. Ich weiß nicht so richtig. Ja, also man muss vielleicht einmal, das haben wir auch während der Tour erst eigentlich recherchiert und rausgefunden. Dieser seltsame Pluckersound hier am Ende, der passt ja nun wirklich eigentlich überhaupt nicht. Und das war tatsächlich der Sound am Ende der ersten Kassettenseite auf der Kassettenabmessung. Das hast du erzählt, ja. Also der dann nochmal signalisieren sollte, so ihr könnt die Kassette jetzt umdrehen und dann beginnt das auf der zweiten Seite wieder mit dem gleichen Sound. Aber sag mal Kai, ganz ehrlich, findest du das gut, diese Szene? Ich finde sie fast ein bisschen zu laut. Man könnte das doch eigentlich wirklich ein bisschen geheimnisvoller machen. Also wenn ich das jetzt nochmal so höre. Also mir ging das, ich habe das ja erst so ein bisschen gefeiert, als wir dann losgingen mit der Tour, weil ich dachte, geil, endlich mal Action, jetzt geht es mal ab und da wird mal gerannt und dann kommt so ein tolles Betty George Musikstück. Aber ganz ehrlich, das stimmt schon, es ist wirklich hier und das ist auch eine Kritik, die ich habe an der Poltergeist Folge, jetzt auch mit so ein bisschen Abstand. Eine verschenkte Chance, was diese Grusel-Effekte anbelangt und wirklich diese Phänomene zu inszenieren. Also was du da alles machen kannst, wenn du so ein Gruselhaus hast, wo angeblich ein Poltergeist ist. Das muss natürlich wesentlich dezenter erstmal losgehen. Du kannst da mit Knarzen und Geräuschen arbeiten. Du hättest mit flüsternden Stimmen arbeiten können. Also wesentlich leiser und erstmal so reinschleichender, bevor da irgendwie so gefühlt alles auf einmal sich in dieser Szene enthält. Also jetzt hier zum Beispiel bei der Szene hast du das Gefühl, da sind 38 Geräusche auf einmal. Dann werden sie noch die Treppe hoch. Was ist denn das für eine Treppe? Ist das eine Eisentreppe? Ja, die versteht es gar nicht so. Also das ist wirklich so ein bisschen schade und da ist ja Hörspiel bietet ja eigentlich wirklich da ganz tolle Möglichkeiten. Ich habe das ja selbst mal gemacht mit dem Luferhaus, also so ein Mockumentary-Hörspiel, wo so Forscher in so einem Haus verschwinden und man die Aufnahmen dann hört. Und da haben wir natürlich ganz viel gespielt und gebastelt und sind viel subtiler vorgegangen mit so Knarzen und Geräuschen, wo du auch erstmal hinhören musst. War das jetzt was oder nicht? Gut, die drei Fragezeichen sind jetzt nicht so ein naturalistisches Hörspiel von vornherein. Aber ich finde, hier hätte man dem ein bisschen mehr Raum geben können. Da gibt es ja im Buch auch noch mehr Szenen und noch mehr Sequenzen, die eigentlich so ein bisschen stiller funktionieren. Auf jeden Fall, apropos Hörspiel und Buchunterschied. Wir haben ja auch noch, oder beziehungsweise du beim Nachstöbern, was ganz Tolles gefunden, nämlich eine Deleted Scene. Eine Szene, die also im Skript geschrieben war, im Hörspiel-Skript, die aber nicht wirklich umgesetzt wurde. Die wurde also nicht aufgenommen für die Hörspielproduktion. Ja, man hat sich dagegen entschieden, weil es eigentlich wirklich zu lang gewesen wäre. Und die Szene haben wir dann wirklich mit Publikum nachgespielt und das war wirklich toll. Wir haben gefragt, wir brauchen jetzt also einen Justus, einen Peter und einen Bob. Du warst der Poltergeist. Genau, der tauchte auch auf. Ich war dann der Erzähler und die haben wir dann jedes Mal zu Gehör gebracht. Und das war eigentlich irgendwie sehr, sehr schön, weil es eigentlich eine spannende Szene ist. Man hätte sie eigentlich auch einbauen können, wie Justus, Peter und Bob da diesen Geheimgang entdecken und dann da eigentlich auf den vermeintlichen Poltergeist treffen. Aber es wäre zu lang gewesen. Deswegen ist die rausgeflogen. Ja, war aber natürlich ein tolles Element beim Bobcast live, dass wir da wirklich so ein bisschen Mitmachhörspiel noch machen konnten. Und wir hatten ja wirklich eigentlich durchgehend sensationelle Sprecher aus dem Publikum, die ja auch wieder so ungelesen quasi sich melden und sagen, ich mach mal mit hier und dann da echt abgeliefert haben. Das sind natürlich alles hörspielaffine Menschen, die dann wirklich Lust haben, genau sowas zu machen und dann vielleicht auch mit uns auf der Bühne. Das ist ja eigentlich auch ein schönes Gefühl. Und man darf nicht vergessen, wenn sie das dann gemacht haben, dann wurden die gefeiert, es wurde geklatscht. Die haben ihren wirklich teilweise minutenlangen Applaus bekommen. Da gehst du natürlich aus so einer Veranstaltung auch nochmal ganz anders raus. Aber das hat auch was mit dieser Stimmung zu tun, was wir ja auch schon ein paar Mal erzählt haben, dass es ja wirklich mittlerweile auch so eine Bobcast-Community gibt und generell einfach so ein wohlwollendes Publikum. Also da sitzt dann niemand mit zusammengefalteten Armen und heruntergezogenen Mundwinkeln und sagt, macht ihr mal, sondern da ist so eine Vorschussliebe schon im Raum, weil sich alle so freuen, jetzt mit diesem Thema sich beschäftigen zu können. Das merkte man auch bei diesen Mitbehörern. Also es gab ja nie irgendwie so unangenehme Reaktionen oder irgendwie jemand, der dann sich beschwert hat. Dass wir darüber reden und nicht darüber. Das wäre doch viel spannender gewesen, weil wir natürlich auch immer gerne abschweifen. Wir machen das ja auch nicht mit Absicht, das passiert eben einfach. Aber es war trotzdem immer unglaublich wohlwollend und positiv und hat uns eben auch geholfen, da auf der Bühne. Drei Stunden waren wir ja teilweise wirklich, auf der Bühne. Kann man sich gar nicht vorstellen. Das ist Wahnsinn. Aber es kam einem halt nicht so vor, weil es eben so schnell rumpelt. Und diese Deleted-Scene, die wollen wir euch natürlich jetzt hier nicht zeigen, denn da muss man zum Bobcast live kommen, wenn man sowas sehen will. Aber es gab, und da kann ich mich so gut noch dran erinnern, einen sensationellen kleinen Outtake, als wir das in Mainz performt haben auf der Bühne. Ach so, ich weiß, was du meinst. Das ist so toll. Also ich sollte ja da diesen Poltergeist machen und musste an drei Stellen rein und da rumstöhnen. Und dazu kam es aber nicht. Hört euch das bitte mal an. Ich könnte mir vorstellen, dass... Justus sprach nicht weiter. Denn in dem Moment, hörten die drei Detektive plötzlich aus dem Gang vor ihnen ein unheimliches Röcheln. Dann ein tonloses Hauchen. Sehr tonlos. Ja, aber tonlos geht ja auch nicht. Spiel mal tonlos, was man hört. Okay. Okay. Das ist super. Das schließlich in ein gespenstisches Stöhnen überging. Okay. Das ist so toll. Okay. Ey. Das kann ich nicht toppen. Wir nehmen diese Aufnahme. Frau Körting hätte das sowieso genommen. Super, toll. Perfekt. Wunderbar, nächste Szene. Okay, also. Das ist geil. Einfach nur mal kurz stöhnen. Obwohl, Niesen ist ein genauso. Das ist viel geiler. Ein gespenstisches Niesen. Ja, also geil. Ich fand, besser ging es wirklich nicht. Mitten in diese stille Reife verabredet. Wie verabredet kommt dieser Nieser. Ich fand das so toll. Und es war natürlich ein Highlight. Ich habe danach auch nicht mehr rumgestöhnt. Das hätte ich ja nicht mehr toppen können. Das haben wir dann so stehen lassen. Also das war wirklich sensationell. Ihr Lieben, ihr merkt es schon. Es gibt noch so viel zu besprechen. Wir haben ja gerade erst mal die Hälfte des Hörspiels durch. Es gibt noch so viel mehr. Wir brauchen jetzt aber erst mal eine kleine Pause, Andreas, oder? Ich brauche jetzt mal einen Kaffee. Ja, mich auch. Genau. So, und ihr könnt jetzt dann aber gleich den zweiten Teil hören, wo wir noch viel mehr über das Hörspiel erzählen und noch viel mehr Ausschnitte von der Tour dabei haben. Wir brauchen jetzt eine Pause und wir hören uns dann gleich auf der anderen Seite. Komm, wir machen jetzt hier dieses lustige Pluckergeräusch von der ersten Seite vom Poltergeist, damit ihr genau wisst, jetzt müsst ihr umdrehen. Ich bin die Sarah, ich komme aus Wuppertal. Und ich bin der Luis, auch aus Wuppertal, Kronenberg. Wir sind jetzt hier beim Bobcast und ich habe das als Kind schon immer gerne gehört, aber in Bezug mich meines Mannes eher hier. Genau, die drei Fragezeichen sind ein großer Teil unseres Lebens und wir sind natürlich immer froh, dann auch hier zu sein in der Stadthalle, das alles mal live zu sehen. Auch die Kulissen dahinter zu sehen, vielleicht mal wie so ein Hörspiel oder auch so ein Podcast aufgenommen wird, jetzt in dem Fall der Bobcast. Und es ist immer schön hier auch zu sein in der Stadthalle, um halt eben einfach auch dann die Leute, die Community kennenzulernen. Und da sieht man auch viele bekannte Gesichter, ältere Leute, jüngere Leute, es ist alles durchmixed mit Familien, alle sind mit dabei und alle haben ihren Spaß. Ja, und ich frage mich halt, wie wir den Altersdurchschnitt ziehen. Ja, das hast du mich vorher schon gefragt, genau. Also wir sind auf jeden Fall, sage ich mal, in der jüngeren Hälfte mit dabei. Aber das ist einfach schon klasse, wie lange halt eben die drei Fragezeichen und auch der Bobcast jetzt schon läuft und seit den 70er Jahren die Menschen einfach schon fesselt. Und ganz, ganz klar auch für jeden zur Kindheit irgendwie mit dazu gehört. Egal ob Bücher oder Hörspiele. Also hier sind Männer und Frauen komplett gemischt. Von jung bis alt. Alles dabei. Hi, ich bin der Nils aus Wuppertal. Ja, wir sind hier beim Bobcast, beim Hashimitenfürsten in Wuppertal in der Stadthalle. Und ich bin schon Fan von den drei Fragezeichen seit frühester Kindheit. Hab da alle Folgen gehört und hab jetzt natürlich auch alle Folgen gehört vom Bobcast. Ja. Ich bin Verena aus Wuppertal und ich habe meinem Mann das zum Geburtstag geschenkt, bin jetzt heute der Anhang und habe nur einige Folgen Bobcats gehört. Am meisten die, wo Bastian Pastewka noch mit drin vorkommt. Und ja, muss es mir ansonsten die Erzählungen dann immer anhören. Also wir haben tatsächlich angefangen, die drei Fragezeichen abends zu hören, als unsere zweite Tochter geboren wurde, erst vor einigen Jahren. Und ja, dann habe ich irgendwann angefangen, alle Folgen durchzuhören. Und mein Mann hört die aber schon seit Jahren immer zum Einschlafen neben der Arbeit oder wie auch immer und ja, Bobcast hört er dann halt auch neben der Arbeit und davon kriege ich eigentlich nicht so viel mit. Ja, genau, also ich höre tatsächlich, wenn ich mich konzentrieren muss, lustigerweise viel Bobcast. Da muss man meinten fragen, ob das so gut ist, auf was ich mich dann eigentlich konzentriere. Aber es ist tatsächlich nochmal so ein schöner Teil der Kindheit, wenn man sich so auch die Eindrücke von Andreas nochmal anhört, was er zu den einzelnen Folgen sagt. Es macht sehr viel Spaß und ich freue mich jetzt gleich sehr, das hier mal alles live zu erleben. Hallo, ich bin Lana aus Felbert. Ich bin 36 Jahre alt und ich bin ein richtiges Kassettenkind und habe schon mit acht Jahren angefangen, die Kassetten zu hören. Ich habe mittlerweile auch ein Abo, damit ich bloß keine neue Kassette verpasse, weil die ja immer limitiert sind. Und ich habe nach Veranstaltungen gegoogelt für die drei Fragezeichen und bin dann zufällig auf den Bobcast gekommen. Und wir freuen uns jetzt schon auf einen total unterhaltsamen Abend. Ich bin Daniel, 42 Jahre alt, komme aus Wilbert-Langenberg. Und höre drei Fragezeichen quasi schon von Kindesbein an. Und mit dabei habe ich meine Jungs Joshua und Josia. Ja, ich bin Joshua, halt auch aus Wilbert-Langberg, bin jetzt 17. Und ja, den Bobcast höre ich seit jetzt gut einem halben Jahr. Und ich finde es cool, wie halt so diese Folgen immer besprochen werden und auch viele Hintergrundwissen hinzugefügt wird. Meine Lieblingsfolge aus den drei Fragezeichen generell ist, glaube ich, Stimme aus dem Nichts. Ja, ich bin Josia Bollersdorf, ich bin 14 Jahre alt. Und ja, ich habe eigentlich meistens einfach nur drei Fragen tatsächlich mitgehört mit meinen Geschwistern und mit meinem Vater. Und ja, ich bin jetzt einfach mal hier, um mir das mal anzuschauen. Ja, ich habe halt immer schon ein bisschen gehört. Und dann dank Spotify natürlich war es dann einfacher, an die Sachen ranzukommen, früher noch mit Kassette. Erst hat der Große mitgehört, hat dann Gefallen rangefunden und der Kleine halt so langsam kommt da ran. Ich habe sie halt zum Wasser geführt, trinken mussten sie selber und sie haben Gefallen rangefunden.