Halli, hallo, willkommen zu Kellergrüfte Katakomben, dem Podcast für den gepflegten Kunstraub. Hallo Andreas Fröhlich, du alter Räuber. Hallo Kai Schwendt, ja. Guten Tag, ihr Lieben zusammen. Ja, wir melden uns wieder von unserer Tourpause, Bob Krast live, der Sound der Kindheit und ja, auch die Europa-Tour der drei Fragezeichen geht ja weiter. Also nochmal Recap, wir waren schon in England, wir waren in Holland, in Italien. So, und jetzt geht's nach Deutschland in die Schwäbische Alb im Geheimnis der Särge. Andreas, wie findest du diese Folge? Ja, der Titel, den finde ich ja schon mal nicht schlecht. Klingt erstmal ja ganz spannend, vielversprechend. Und ich glaube, mich zu erinnern, dass Heike Diene uns damals schon am Telefon vorgewarnt hatte. Die drei Fragezeichen ermitteln jetzt in Deutschland, also im Land von Tim, Karl und Klößchen. Ich weiß noch, als ich das erste Mal das Skript vor mir hatte und mir dann da meine Einsätze anstreichen wollte, da dachte ich, oh Gott, hoffentlich müssen die drei Fragezeichen jetzt bitte nicht irgendwelche Hundehäufchen an der Bushaltestelle untersuchen oder Gammelfleisch an der Pommesbude aufklären. Das kann doch eigentlich wirklich nur in die Hose gehen, wenn das jetzt in Deutschland spielt. Da ist einfach der Zauber ist weg, die Magie, wenn das vor unserer Haustür spielt und nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Okay, wir waren vorher jetzt ja schon in London und in Italien, aber das hat ja eigentlich auch nicht so toll funktioniert. Und deswegen muss ich sagen, habe ich diesen Deutschlandausflug schon bei der Vorbereitung im Studio gar nicht so sehr an mich rankommen lassen. Ich habe innerlich so ein wenig auf Durchzug geschaltet, habe so eine Abwehrhaltung entwickelt. Und deswegen habe ich über Jahre immer gedacht, Geheimnis der Säge würde eigentlich im Schwarzwald spielen und nicht auf der Schwedischen Alb. Aber jetzt habe ich die Folge zum ersten Mal konzentriert gehört, also richtig konzentriert und aufmerksam. Und ich muss sagen, das ist wirklich ein gutes Hörspiel. Die erste Hälfte. Bis zu den Speckbroten ist die wirklich spektakulär. Danach geht es leider massiv den Bach runter, finde ich. Und das liegt jetzt nicht an André oder an Heike Diene oder an den Sprechern, sondern an der Vorlage. Ab der Mitte packt einen die Geschichte, finde ich, nicht mehr so richtig. Da sind zu viele Personen und dann auch viel zu viele unmotivierte Ortswechsel. Obwohl Setting im Buch perfekt beschrieben, die existieren auch wirklich alle. Das ist toll. Die Geisterhöhle gibt es, diesen Gasthof zur Brücke, das Kloster gibt es, sogar diese Eisdiele Tichy in Wien, die gibt es wirklich. Aber diese ganzen Locations und die Räume, die man da präsentiert bekommt. Die werden meiner Meinung nach überhaupt nicht nachvollziehbar bespielt. Das wird alles nur behauptet und dadurch stark sind die Figuren seltsam fremdgesteuert durch die Szenen. Und du fragst dich ganz oft, warum macht die Figur das? Warum geht die jetzt dahin? Wie kommt die darauf? Warum sagt die das? Oder warum sagt die das nicht? Und deswegen hast du als Hörer, zumindest ging es mir jetzt so beim Hören, du kommst gar nicht in die Geschichte rein. Obwohl die Grundgeschichte, finde ich, also gestohlenes Diebesgut wird gegen Lösegeld wieder an die Besitzer zurückgegeben. Das ist eigentlich gar nicht so schlecht, aber du verlierst dich in den Sehenswürdigkeiten. Egal. Also ich finde, André hätte eigentlich alles komplett umschreiben müssen. Nicht alles, aber doch ein bisschen mehr. Das kannst du natürlich nicht machen. Wenn du eine Buchvorlage hast für ein Hörspiel. Aber was schön ist, wir können jetzt einen tollen Bobcast daraus machen. Das ist doch auch was Feines. Wie findest du denn die Geschichte? Genau. Erzähl doch mal. Ich war jetzt ganz gespannt, lag ja auf dem Bauch und habe mit den Füßen gewedelt und dir zugehört. Ja, ich hätte mir fast gewünscht, wir würden ein bisschen weiter auseinander liegen mit unserer Meinung, dass man sich vielleicht ein bisschen kappeln hätte können oder so. Aber mir geht es tatsächlich wirklich ganz genauso. Ich fasse es mal kurz zusammen. Ich finde, die fängt stark an und lässt dann stark nach. Genau wie du sagst, ich mag das eigentlich total gerne, wenn man diese Einheit von Zeit und Raum hat, wo sich Geschichten abspielen bei den Fragezeichen. Und so ist es ja am Anfang. Also der Weg in die Höhle rein, der Spannungsaufbau, das Entdecken dieser Särge und der Statuen und danach auch mit den Figuren, die direkt damit zu tun haben und dann zerfrieselt es aber, dann zerfällt es. Da kommt richtig Klassiker-Feeling auf. In den Höhlen ist es super. Ja, absolut. Ich war auch sofort beim Höhlenmensch. Ich war bei der Silbermine. Die Details gucken wir uns ja gleich an. Es gibt auch tolle, stimmungsvolle Musik. Viel von Konrad zum Beispiel. So ein Höhlen-Thema mit so einer verfremdeten Stimme. Das fand ich toll. Und dann ist es aber wirklich so, wie du sagst, dann haut es auseinander. Das muss ich jetzt auch nicht wiederholen. Es ging mir tatsächlich wirklich ganz, ganz genau so. Und das müssen wir im Einzelnen jetzt nochmal gucken. Ich glaube auch, wir können da super drüber reden, weil man, wie gesagt, ein paar toll inszenierte Szenen hat. Und es gibt auch ein paar bisschen wilde, verrückte Sachen, die man sich nochmal angucken muss. Was mir noch aufgefallen ist, es gibt endlich mal wieder, wenn auch nur einen kleinen, einen bobschen Hashimi-Fürst. Bob kriegt einen drauf, der ist so ein bisschen versteckt. Müssen wir mal gucken, ob wir den finden. Und dann noch eine Frage. Ich weiß nicht, ob du dich daran erinnern kannst. Ich finde, deine Stimme in dieser Folge klingt ziemlich heiser, so fast so ein bisschen erkältet. Warst du da erkältet? Absolut, du hast vollkommen recht. Ich war erkältet und das hört man auch an einer Stelle ganz deutlich, da sage ich nämlich, Peter! Peter! Ich sag, und das ist ganz oft so. Das ist schon in der Schweiz. Ja, aber ich sag, immer wenn ich erkältet bin, dann rutscht mir meine Stimme irgendwie in die Nase, was verständlich ist. Und ich weiß auch, dass Heike Diene ganz oft dann sagt, du hast schon wieder Peter gesagt. Und das passiert meistens, wenn ich erkältet bin. Ich hör das hier aber auch, ich war erkältet. Interessant, genau, ja, das fiel mir auf. Gutes Ohr, der Schwind. Ja, na, der Schwind hört genau hin, natürlich. Und auch so Bob, interessant, können wir ja mal so ein bisschen tracen durch die Folge. hat nicht so mega viele Einsätze. Du bist auch wieder so ein bisschen marginal. Ja gut, der wird ja dann auch wirklich entführt und so weiter. Dann ist er auch nicht so im Vordergrund. Das stimmt, ja, ja, klar. Wollen wir nochmal einen Blick aufs Cover werfen? Das finde ich eigentlich eine ganz stimmungsvolle Komposition. Ich mag diese kleine Algarage-Signatur auf dem Sarg. Ist so ein bisschen versteckt, muss man hingucken. Ja, finde ich auch gut. Man sieht da links diese heiligen Figur im Sarg. Die Tropfsteine finde ich sehr stimmungsvoll. Aber ergänzt du das Cover der Taschenbuchausgabe von dieser Folge vom Omnibus Verlag? Die ist der absolute Kracher. Ich habe gedacht, was ist das denn? Da sieht man einen Typen mit Mickey Maus Kopf. Das ist so albern, gerade in Verbindung mit diesem Titel. Was hat jetzt Mickey Maus mit diesem Fall zu tun? Im Buch ist es nämlich so, einer der Entführer von Bob, der trägt eine Mickey-Maus-Maske. Aber der trägt natürlich eine Maske und keinen Kopf. Und dieses Cover ist so dämlich, es ist unfassbar. Das war vielleicht der verzweifelte Versuch, den Mangel an amerikanischem Kontext zu kompensieren. Okay, komm, mach eine Mickey-Maus vorne drauf. Aber da war der Grafikdesigner wirklich leicht angekifft, muss man sagen. Das sieht ganz furchtbar aus. Okay, also Gott sei Dank, dass es Eigerasch gab, denn das Cover ist wirklich sehr gelungen. Ja, das finde ich auch. Noch ein paar kurze Facts, bevor ich den Klappentext darbiete. Ja, also von Brigitte Johanna Henkel-Weidhofer. VÖ von dem Hörspiel war am 1. April 1996. Könnte sich also auch einen kleinen April-Scherz handeln, die Folge hier. Und was ich rausgefunden habe, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin. Ich glaube, Geheimnis der Särge war die erste Show vom Vollplayback-Theater, glaube ich. Johanna hat mal erzählt, dass sie in der Geisterhöhle, die in dem Buch ja eine große Rolle spielt, mal eine Lesung abgehalten hat. Und außerdem hat sie einmal in Wien auch gelesen, nämlich in diesem Eiskaffee, in dem die drei Fragezeichen, aber nur im Buch den Tipp bekommen, nach diesem Müll nahe zu suchen. Und ich glaube, das war die erste Folge, wo Corinna Wodrich, die zukünftige Produktmanagerin, mit im Studio war. Das hat sie, glaube ich, mal erzählt. Aber sie konnte sich auch nicht mehr ganz erinnern, ob das wirklich genau die Folge war. Aber ich glaube, das war so. Genau. Und übrigens, Corinna, könnt ihr ja auch hören bei uns im Bobcast. Mit ihr haben wir ja gesprochen in unseren beiden Vorweihnachts-Specials. Einfach zurückkehren und nochmal nachhören. So, und jetzt kommt der Klappentext. Das Geheimnis der Säge. Haar sträubende Dinge erzählt man sich von den berühmten Höhlenlabyrinthen auf der Schwäbischen Alb. Aber natürlich ist davon nur die Hälfte wahr. Doch Justus, Peter und Bob. Peter, das ist ja geil. Du sagst, jetzt sagst du auch Peter. Das ist ja der Hammer. Du bist leicht verschnupft. Ich mache mich da immer lustig drüber, wenn das andere sagen, weil ich sage, das könnte mir doch nie passieren. Jetzt ist es mir passiert. Das ist ja unfassbar. Wahrscheinlich, weil man automatisch in das Deutsche eintunt. Ja, natürlich. Man sagt Schwäbische Alb und dann kommt man automatisch auf den Peter. Okay, also. Doch Justus, Peter und Bob, die drei Junior-Detektive aus Rocky Beach, beginnen an Spukgeschichten zu glauben, als sie in der Geisterhöhle urplötzlich eine grausige Entdeckung machen. Ja, ist gut. Da kriegt man ja schon Bock drauf. Wir können ja erst nochmal einen ganz kurzen Blick zurückwerfen. Das fand ich nämlich auch interessant. Also Alexandra und auch Franka, die Spinne aus Rom, werden ja eigentlich von den drei Fragezeichen zur Weiterfahrt in die Heimat von Alexandra eingeladen, also nach Deutschland am Ende der letzten Folge, die Schattenmänner. Interessant, dass Franka das scheinbar nicht überlebt hat. Die ist diesmal nämlich nicht mehr dabei. Die haben sich wahrscheinlich eine Autobahn ausgesetzt. Die sitzt bei Alexandra und bei Max Körting wahrscheinlich in einer Gefriertruhe oder so. Ja, genau. Aber das war so ein bisschen seltsam, weil man ja eigentlich sich fast ein bisschen drauf freut. Vielleicht ist die Spinne mit dabei und so und die wird dann aber gar nicht mehr erwähnt. Nein, auch im Buch wird die gar nicht mehr erwähnt. Genau. Und dafür dann aber ein gewisser Max, der taucht hier auf. Hören wir vielleicht erst mal rein. Kommt schnell! Beeilung! Was ist denn los? Ja! Zwei Höhlenforscher hatten einen Unfall. Ja, das habe ich schon in den Frühnachrichten gehört. Doch, es sollen erfahrene Männer gewesen sein. Allerdings waren sie auf einer schwierigen Route unterwegs. Der Tote wird gerade geborgen. Ein Zinksarg. Ich denke, das reicht. Ja. Passiert das oft, Max? Immer wieder jedenfalls. Unsere Höhlen können sehr gefährlich sein. Denkt daran, wenn ihr morgen aufbrecht. Gleich nach unserer Ankunft im Donauntal haben wir uns Taschenlampen und umfangreiches Kartenmaterial. Ja. Zeig mal her. Du kannst die Karte doch auf dem Tisch ausbreiten, Max. Stimmt. Moment, ich mach Platz. Ah, also wo sind wir denn hier auf der Karte? So. Ja. Also, hier sind wir. Und hier ist Laichingen. In der tiefen Höhle könnten wir doch anfangen, oder? Ja. Ich könnte euch morgen mit meinem Wagen hinfahren. Habt ihr gute Schuhwerk? Natürlich, kein Problem. Das ist eigentlich ein ganz schöner Opener mit diesem Nachrichtensprecher aus dem Fernseher. Das hatten wir, glaube ich, auch noch nie am Anfang. Aber man muss wirklich genau hinhören, um zu verstehen, wo sind die da? Erstmal denkst du, die Jungs sind vor Ort, also im Freien. Und vor ihm steht ein Reporter, der gerade live berichtet, was passiert ist. Und erst als Bob dann sagt, okay, ich denke, das reicht, dann merkst du, dass sie Fernsehen gucken. Genau, und dazu ganz kurz noch eine Anmerkung. Jetzt ziehe ich mal die Nerdbrille auf komplett. Wir haben ja beim letzten Mal schon über dieses Synchronparadox geredet. Also, dass quasi Englisch eigentlich die Hauptsprache ist, die aber hier Deutsch ist natürlich. Meine Frage wäre jetzt, was sind das für Nachrichten? Sind das deutsche Nachrichten? Die, die da schauen, dann funktioniert es wieder nicht. Oder gucken die CNN? Nee, da darfst du überhaupt nicht drüber nachdenken. Da habe ich mich genau am richtigen Punkt festgehalten. Da müsste ich jetzt mal eine Viertelstunde drüber reden. Nein, aber das ist mir... Ja, das ist natürlich recht. So ein bisschen seltsam. Ja, und dann kommt hier der Max, der Bruder von der Alexandra rein. Max Götting, ja. Richtig. Das ist Lutz Schnell. Ja. Den kennen wir auch. Der war ja schon, glaube ich, seit Mitte der 70er bei Europa und hat bei Heike Diene gesprochen. Also den kennt man aus den Hörspielfassungen von Heidi und Tom Sawyer und Follyfoot Farm. Der ist... War, glaube ich, vorher auch schon mal in so einer ganz kleinen Rolle bei Spuk im Hotel dabei. Und man kennt ihn als Stimme von Tim aus diesen Tim-und-Struppi-Hörspielen. Hast du die gehört damals? Die habe ich gehört, genau. Und habe mir auch hier mal so ein paar Originalausgaben besorgt auf Kassette. Das ist ja wirklich auch so ein Kult. Da gibt es so eine eigene Fangemeinde um diese Tim-und-Struppi-Hörspiele. Oh, die sind super. Ich mag die total gerne. Das gibt dem Lande hier ein Schloss. Da ist der Captain Haddock-Boss. Ja, sehr schön. Da kennt man ihn ja. Und man kennt ihn übrigens auch und das ist auch sowas, fällt einem jetzt wahrscheinlich gar nicht so auf, das ist die Stimme von Hank aus Breaking Bad. Ach ja, okay. Lustiger, das hatte ich auch nicht auf dem Schirm. Breaking Bad, das habe ich ja geliebt. Ja, das ist, ach klasse. Und manchmal synchronisiert er auch Mats Mikkelsen. Okay. Und er war einer der Zwerge beim Horbit von Peter Jackson. Oin. Das war auch Lutz Schnell. Toller Sprecher, Toller Sprecher, super Stimme und ehrlich gesagt bin ich fast ein bisschen enttäuscht, dass er hier nur mal so rein und dann wieder rausschneit, weil man denkt sich so, ah geil, Reinhild Schneider und Lutz Schnell zusammen als Geschwisterpaar könnte man eigentlich gern mit durch die ganze Folge nehmen. Der hat aber eigentlich nur die Aufgabe, dann die Fragezeichen zu der Höhle zu fahren und kurz zu erklären. Und das ist tatsächlich auch so ein bisschen schwierig. Ich finde, es gibt unheimlich viele Ortsinfo hier gleich am Anfang. In diesen ersten fünf Minuten Donautal, Teufelshöhle, Leichinger Tiefenhöhle, Sontheimer Höhle, Blautopf, Teufelsgrab. Wo sind sie denn nun eigentlich und wo wollen sie denn hin? Das ist eben auch im Buch. Im Buch ist es ja noch viel extremer. Du wirst erschlagen, du hast das Gefühl, das ist wirklich wie so ein Reiseführer. Das hatten wir ja nun schon bei den Folgen davor auch so. Aber du verlierst dann irgendwann komplett die Orientierung. Genau. Und da war ich auch so, okay, wo geht es jetzt eigentlich hin? Das hilft nicht wirklich, dass Bob und Alexandra da noch so einen seltsamen kleinen Austausch haben, als hätten sie irgendwie was geraucht. Kommen wir den mal ganz kurz an. Die Teufelsgrube ist viel zu gefährlich. Aber hier, siehst du, Just, in die Sontheimer Höhle. Da könnt ihr einen Blick reinwerfen. Oder auch zwei. Oder drei. Okay, habt ihr da was geraucht oder soll das Flirten sein, Andreas? Ich habe keine Ahnung, es stand so im Manuskript. Ich habe ordentlich gelesen, was da stand. Immerhin wissen wir dann, okay, es steht so da im Manuskript. Okay, gut. Ja, seltsam. Aber wir wissen dann immerhin, okay, es geht in die Sontheimer Höhle. Da wollen die Fragezeichen einer Expedition machen. Und da wird es dann auch wirklich richtig atmosphärisch. Das ist ja toll. Guck mal da. Nach knapp 100 Metern öffnete sich der Weg in eine kleinere Halle. Weit und breit war niemand zu sehen. In allen Richtungen war das Geräusch von herabfallenden Wassertropfen zu hören. Die Felswände waren mit schwarzen, unheimlichen Spuren bedeckt. Seht euch das an. Erinnert ihr euch noch, als wir für Alfred Hitchcock ein Geisterschloss gesucht haben, in dem er einen Film drehen wollte? Ja, natürlich. Dabei sind wir in einer Grotte verschüttet worden. Weißt du noch, wie genial wir uns damals befreit haben? Wir ist gut. Hey, seht euch den Schatten dort an der Wand an. Doktor Dracula, der Blutsauger kommt über uns. Blödsinn. Das kann gar nicht Dracula sein. Denn der hat schon vor 500 Jahren in Rumänien geblieben. Ach, Justus. Außerdem war er kein Doktor. Ja, das ist ja fast so ein unheimliches Wesen aus der Urzeit von Dr. Dracula. Das ist aber überhaupt auch dieser Zusammenhang, wie doof ist Bob denn, bitteschön? Also Dr. Dracula, das hätte ja von Peter kommen können, aber bitte nicht von Bob, oder? Und interessant ist, und das fand ich eigentlich ganz gut, im Buch ist Justus übrigens derjenige, der sich unwohl in dieser Höhle fühlt. Und Peter und Bob sind die treibende Kraft, da hineinzugehen und noch weiter und tiefer in die Höhle einzudringen. Das ist eigentlich auch komisch. Die waren ja jetzt schon so oft in irgendwelchen Höhlen, da kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass Justus plötzlich unter Platzangst leidet. Wie ist das eigentlich bei dir? Bist du so ein Höhlen-Fan? Ja, ich habe da ja schon mal von erzählt in unserer Folge zum Höhlenmenschen, dass ich tatsächlich ein bisschen so ein Höhlen-Fan bin, also gerne in Höhlen gehe. Und ich habe mir jetzt tatsächlich nämlich auch die hier alle nochmal angeguckt, die Brigitte Johanna hier quasi aufgeführt hat. Da würde ich auch ganz gerne mal rein. Diese Leichinger Höhle kann man wirklich auch besichtigen. Lustigerweise habe ich aber auch festgestellt, je älter ich werde, dass ich so ein bisschen eine Tendenz zur Klaustrophobie habe. Und je enger es wird um mich herum, wird es wirklich problematisch langsam. Also ich hoffe nie, dass ich mal so eine CT-Untersuchung im Krankenhaus machen muss, weil das weiß ich nicht, ob ich das aushalte. In so eine Röhre rein, das finde ich super unangenehm. Ja, und interessant ist, je älter man wird, desto anfälliger wird man für so eine Platzangst. Ja, das ist super unangenehm. Also das ist ja erstmal, das schleicht sich so an. Du merkst plötzlich irgendwie, es ist jetzt ein bisschen enger hier, keine Ahnung. Und dann ist es wie so eine Panik, die man so in Schach halten muss. Und das ist natürlich schlecht, wenn man Höhlen erforschen will. Das kann man nicht haben. Und ganz besonders furchtbar ist ja diese Geschichte von diesem Typen, das habe ich vor kurzem irgendwie das erste Mal gelesen, der da in Utah, glaube ich, in diese Höhle eingedrungen ist, eben auch nicht eingedrungen ist, sondern der ist da reingeklettert, auch ein Höhlenforscher oder ein Höhlenfan und der ist dann da stecken geblieben und ist bis jetzt noch in dieser Höhle. Die haben den Eingang zugemauert, weil sie selbst diese Leiche nicht bergen konnten. Oh Gott, ist das fürchterlich. Ganz furchtbare Geschichte. Der hing da, glaube ich, über 24 Stunden kopfüber in einem Schacht, wo es nicht weiterging. Ich kriege eine Gänsehaut. Das ist wirklich ganz furchtbar. Oder auch diese Schulklasse in Indonesien, die in dieser Wasserhöhle quasi in diesem Luftding irgendwie tagelang festhängt, was auch verfilmt wurde. Also das ist ja auch so ein Albtraum, wenn du auch noch eine Ungewissheit als Element hast. Du weißt nicht, ob du da wieder rauskommst oder so. Aber gut, diese Stimmung ist natürlich nicht ganz so prekär hier, aber ich finde, es ist eine ganz schöne Atmosphäre. Es gibt da diesen tollen Gruselsound noch, dieses Stimmhauchen. Das ist, glaube ich, ein Jan Friedrich Konrad-Musikelement, was dann auch nochmal so eine Tiefe und Dunkelheit aufmacht. Also das finde ich eigentlich so ganz schön inszeniert von Heike Diening an der Stelle. Man hat da Bock, mit den Fragezeichen jetzt in diese Höhle zu gehen. Und man kraxelt so ein bisschen vor sich hin. Und dann treffen sie auf Babette Eberle. Hier kommt sie. Ist doch diese Ecke. Ein alter Mann in einer Kutte. Oh, oh, oh, oh. Hahaha! Joa! Oh mein Gott! Ein Ding! Spiel. Sir, wir wollten nicht... Wir haben euch gehört und auf euch gewacht. Ja, aber was heißt denn wir? Ich bin die Höhlenfrau. Frau? Ist nun mal so. Mein Vater hat hier die elektrischen Leitungen verlegt. Hier in dieser Höhle bin ich zu Hause. Und wisst ihr was? Ich kann mir nichts Schönes vorstellen, als Jugendliche durch mein unterirdisches Reich zu begleiten und schaurige Geschichten zu erzählen. Kommt mit! Die anderen Kinder warten! Es ist verboten, ohne Führung durch die Hülle zu streifen. Habt ihr die Schilder nicht gesehen? Ja, wir... Wir sind ja auch in Deutschland. Zu uns kommen nicht so viele Engländer. Amerikaner. Aber ich denke, wir gehen lieber... Wenn ihr nicht mitkommen wollt, müsst ihr umkehren. Tun wir. Da, in diese Richtung kommt ihr zum Ausgang. Ah, da sagt es ihr. Hören Sie mich. Kollegen, sie ist weg. Also das ist ja nun wirklich der erste absolute Showstopper dieser Folge. Babette Eberle, Michael von Rospath in dieser Rolle als Frau, aber als Mann. Das ist natürlich auch schon mal mittlerweile legendär, berühmt, berüchtigt. Vielleicht erst mal die Frage, du hast ja das Buch nochmal genauer angeguckt. Ist das denn genauso gelöst im Buch, dieses Geschlechterspiel, um es mal ein bisschen neutral zu formulieren? Ja, das ist genauso, wird genauso erwähnt. Im Buch ist es aber so, dass die Eberle überhaupt nicht lacht. Die sitzt einfach nur da und redet dann, wie es im Buch heißt. Das ist wirklich dann ein bisschen doof. Astreines Englisch. Das ist auch im Buch, diese Begegnung mit dieser Babette ist erstaunlich unspektakulär. Die ist schon fast ein bisschen müde und für das Hörspiel hat man natürlich dann alle Register gezogen und das richtig creepy inszeniert. Das ist toll, das auch wirklich so zu machen mit dem Lachen. Und der erste Lacher, den man hört, das ist übrigens kein Lacher von Rosbatt, das ist ein Lachen von Karl-Ulrich Mewis. Das ist recycelt aus einem anderen Hörspiel, nämlich aus dem Hörspiel Der Pakt mit dem Teufel aus der Huse-Serie von Europa. Und das ist natürlich klasse, weil das wie so ein Jumpscare funktioniert da am Anfang. Also man erschreckt sich ja wirklich, wenn sie da auftaucht. Ja, also es ist... Ein bisschen, ich dachte nämlich erst, es hat ein bisschen was von so einem Minninger-Griff. Nein, das ist genauso wie sich das Johanna ausgedacht hat. Und die Amandalie-Rolle und so, wo man heute so aus dem Rückspiegel sagt, naja, ist nicht ganz so elegant und vielleicht wird man es auch ein bisschen anders lösen. Auf der anderen Seite finde ich es irgendwie auch was ganz Befreiendes mit dem Blick von heute, wenn man diesen Dialog sich vornimmt. Ich bin die Hüllenfrau. Frau? Ja, ist nun mal so. Ja, das finde ich auch, das ist toll. Und dann ist es auch toll, dass man Rossbad da besetzt hat. Weil dadurch kriegt das Ganze, und das ist im Buch überhaupt nicht so, was Gruseliges, aber auch was Skurriles und was Komisches und leicht Witziges. Ich habe ja erst mal gedacht, Moment mal, wer ist denn das? Ist das wirklich Rossbad? Der klingt ja wie Jochen Busse. Und erinnert mich auch ein ganz bisschen an Olaf Kreuzenbeck als Graf bei Master of Chess. Wie stellst du dir diese Barbette eigentlich vor? Ich stelle mir die wirklich als so eine seltsame Mischung irgendwie aus die Mutter von Norman Bates in Psycho, also mit so einem Dutt und dann aber auch in so Bergsteiger-Klamotten, also so ein bisschen so brachial, so ein bisschen stämmig und ein bisschen. Ja, wie soll ich es sagen? Es gibt von Max Gold eine grandiose Kolumne, die heißt Die Schöneberger Gräberin, wo er auf dem Friedhof so eine Frau sieht, die mit nackten Oberkörpern Babu sich ein Grab ausschaufelt und er sich so Gedanken über die macht. Und dieses Bild habe ich ein bisschen im Kopf. Also so ein bisschen viel auf allen Ebenen. Ist nicht falsch. Im Buch steht wirklich, da ist es wirklich, da wird beschrieben, die trägt einen Zopf der sich wie eine Krone um ihren Kopf schlängelt. Siehst du? Und dass sie dann, und das ist wirklich ganz komisch, eine Art Zipfelmütze trägt. Und ich finde aber, diese Info killt natürlich jetzt jedes Bild, das man bis dahin hatte. Diese Babette ist eigentlich in Wirklichkeit ein Schlumpf. Also so wird sie da beschrieben. In blau noch am besten so. Ich glaube, der ist beige oder so. Ich glaube, der ist blau. Ja, stimmt, der ist blau. Das ist schon so ein bisschen too much. Ja, genau. Ist dann eigentlich auch wirklich dieses Echo. Ja, genau. Das ist schon fast zu künstlich. Da hätte ich mir jetzt eher so ein Gespensterschloss-Echo gewünscht. Ja, genau. Das habe ich auch gedacht. Zu viel vielleicht. Und was auch noch ein bisschen reinkommt, vor allem wenn du die Folge jetzt noch mehrmals hörst, was mir auffällt, also total deiner Meinung, Rosbath ist super da besetzt. Der hat aber immer ein bisschen die gleiche Satzmelodie auf fast allen Sätzen. Also es hat immer so den gleichen Bogen. Und dadurch, finde ich, funktioniert die Creepiness irgendwann für mich nicht mehr ganz so, sondern es kippt dann eher in sowas Parodistisches, Lustiges. Ja, aber das finde ich eigentlich toll. Weil er wird ja auch nie richtig, also er wird dann laut, wenn er dann mal ganz kurz Luft holt und dann schreit. Aber wenn er jetzt wirklich nur gruselig wäre, Ich finde dieses nicht ganz Einzuordnende von dieser Figur, das finde ich eigentlich ganz spannend, weil du fragst sie, was ist denn das? Und dadurch entsteht natürlich auch diese Komik. Du folgst da dieser Figur und es ist jetzt nicht nur gruselig und creepy, sondern es hat auch was Witziges dabei und das finde ich, fängt ja gut ein. Dieses Nicht-Einordnen finde ich auch total toll und das hat man ja auch immer, dieses Spiel dann mit so einem was Androgynem vielleicht, Sachen, die man nicht zuordnen kann. Das finde ich auch super. Es ging mir hier so wirklich um die Performance, wo ich das Gefühl hatte, so ein bisschen mehr Variation manchmal zwischen den Sätzen wäre noch ein bisschen interessanter gewesen. Er hat ja später auch noch mal so was Verletzlicheres noch, wenn sie sie wiedersehen dann. Aber es ist natürlich so oder so ein Riesenauftritt. Und ich finde es auch sehr lustig, dass Matthias Fuchs als Erzähler dann sagt, die Höhlenfrau hatte es Bob angetan. Also Bob war auch wohl wirklich sehr begeistert von hier. Er kriegt sich gar nicht mehr ein, wenn sie dann danach im Gasthaus sind. Denn das, was passiert, ist ja wirklich interessant, denn die verschwindet ja so schnell, wie sie aufgetaucht waren. Die macht da kurz einmal ihren Einsatz und haut dann wieder ab. Und man weiß erstmal gar nicht, was soll das jetzt? Wollte die denn nicht eine Führung geben? Nee, worum ging es eigentlich? Sie musste auf der Führung. Wir wollen natürlich ein bisschen was über die erfahren. Und das erfahren wir natürlich dann Auch später, die kommen aus der Höhle zurück, sitzen dann in einem Gartenrestaurant und kommen dann mit einer Frau ins Gespräch. Und dann wird ein bisschen das Buch Babette Eberle aufgemacht. Da können wir jetzt nochmal reinhören. Entschuldigt, dass ich mich in euer Gespräch einmische. Aber sprecht ihr von Babette? Ja, wenn Sie die unheimliche Frau aus der Sontheimer Höhle meinen, ja. Babette Eberle ist die Tochter eines berühmten Höhlenforschers. Der lebt allerdings nicht mehr. Bei ihrem Alter ist das klar. Hört sie nun Gruppen oder nicht? Seltener, als sie selber glaubt. Manchmal ist sie etwas verwirrt. Oh, Titus kann nachts auch manchmal nicht schlafen. Wo wandert sie denn? Ich weiß ja gar nicht, ob es stimmt, aber die Leute erzählen, dass sie durch die Sonnheimer Höhle streicht und durch die Tiefenhöhle und durch andere auch noch. Ja, und sie ist wirklich eine Frau? Was denkt ihr denn? Wo wohnt sie denn? Babette-Hund in einem Haus, das ihr Vater über den Eingang der Geierhöhle gebaut hat. Drei Kilometer südlich von hier. Das ist ja nicht weit. So, ihr drei, ich muss jetzt aufbrechen. Viel Spaß dann noch. Komm, Bisch. Danke. Ja, hier hört man, dass die Dame am Tisch, die sagt jetzt nicht Eberle, sondern Erberle, wenn man genau hinhört. Und die hat ja diesen Hund. Wie heißt der Hund? Das soll ein Dackel sein. Bisch, höre ich. Im Buch steht das gar nicht. Bisch. Ich glaube, das ist ein Hundenname von André, den er irgendwo aufgeschnappt hat und da hinein manövriert hat. Seltsam ist auf jeden Fall der Dialog in dem Moment, wenn sie sagt, manchmal ist sie etwas verwirrt. Und Justus sagt dann, Onkel Titus kann nachts auch manchmal nicht schlafen. Da denke ich, okay, habe ich dann geguckt und dann hat man festgestellt, da ist was gekürzt worden, weil die Sprecherin, das merkt man ja auch, die hatte ein bisschen Schwierigkeiten mit dem Text, ähm, Und deswegen hat man nachträglich ein paar Sätze von ihr rausgeschnitten. So auch die Info, dass diese Erberle nachts herumwandert und daraufhin sagt Justus dann, Onkel Titus kann manchmal auch nicht schlafen. Ja, deswegen, dann ergibt es dann auch schon wieder der Sinn. Das ist aber wichtig, diese Info, dass die nachts herumwandert, weil Peter später einfällt, dass diese Babette das immer wieder macht. Und eventuell kennt sie deswegen auch diesen zweiten Eingang zu der Höhle, in der Bob gefangen gehalten wird. Das hat man beim Rausschneiden dann leider übersehen. Aber okay, lieber unlogisch sein, als logisch mit fragwürdiger Performance. Man muss ja auch nicht immer alles verstehen, bei den drei Fragezeichen sowieso nicht. Aber es muss spannend sein. Und das fehlt jetzt hier gerade so ein bisschen. Es fehlt tatsächlich ein bisschen und ich habe auch wirklich irgendwie durch diesen Erbele-Versprecher irgendwie an meinem Verstand kurz gezweifelt, weil ich dachte, Moment, die hieß doch nicht Er. Hieß die Erbele? Nee, Eberle, wie was? Blick ins Bucklet. Genau, das war so ein bisschen verwirrend, aber auf jeden Fall ist es eigentlich eine ganz schöne Weiterführung, denn Justus schlägt ja jetzt vor, morgen eben Babette zu besuchen. Die wohnt da in so einem Eingang über der Geierhöhle. Über der Geisterhöhle habe ich einen Moment. Wie heißt es denn? Nein, sie wohnt genau. Im Buch ist es die Geisterhöhle. Es tauchen so viele Höhlen auf, dass André irgendwann auch die Orientierung verloren hat. Und hat dann gesagt, es gibt eine Geisterhöhle und dann gibt es eine Geierhöhle. Sie versuchen sich jetzt Zutritt zu dieser Geisterhöhle zu verschaffen. Genau. Und achso, wichtig, wenn man da mal gucken möchte, wie das aussieht, auf rockybeach.com gibt es Fotos von dem Gasthaus, wo sie den Schlüssel bekommen und auch von der Höhle. Was ganz schön ist. Sehr gut. Und wir gehen jetzt mal mit den Fragezeichen in die Höhle. Lustigerweise fummelt hier erst mal Bob wieder mit dem Dietrich rum und nicht Peter. Ja, das geht nicht. Da muss eben wieder der Dietrich herhalten. Wartet mal. Na bitte, wer sagt's denn? Trotzdem möchte ich gerne wissen, warum da jemand das Schloss ausgewechselt hat. Nicht das Schloss. Die Tür? Da! Die Kratzer sind ziemlich neu. Sieht die Schleifspuren. Außerdem passt die Tür nicht hundertprozentig in die Angel. Vielleicht war die alte kaputt. Das müsste der Wirt doch gewusst haben. Mich interessiert weniger die Tür als die Höhle. Mich interessiert beides. Nun kommt schon. Seht her. Lässt sich auch von innen verriegeln. Macht mal eure Taschenlampen an. Ah, hohohoho! Toll hier! Ah, zum Glück sind an den Wänden Pfeile, die uns wieder zum Ausgang zurückführen. Los, komm weiter! Seht doch! Stalagmiten! Falsch! Stalaktiten! Was? Tropfsteine, die von der Decke hängen. Stalagmiten wachsen vom Boden in die Höhe. Hey, seht mal dort vorn! Das ist eine Gabelung. Tja, was machen wir jetzt? Tja, lasst uns den linken Gang nehmen. Wenn die Richtungspfeile aufhören, gehen wir wieder zurück. Na, ich bin für rechts. Da gibt es keine Pfeile. Doch, hiermit kein Problem. Was ist das? Ja, das hat mir Alexandra zugesteckt. Für alle Fälle, Kreide. Nehmen wir den rechten Weg? Einverstanden. Okay. Da habe ich mich sehr gefreut, dass endlich mal die Kreide wieder zum Einsatz kamen. Das müsste man eigentlich auch mal sich genauer angucken, wo das alles verwendet wird. Das war ja nicht das erste Mal, dass die Fragezeichen diese Kreide zum Markieren eines Weges nehmen. Ja, aber ursprünglich ist es eigentlich so, dass sie die Kreide immer dabei haben. Und im Buch wird erwähnt, dass sie diese Kreide, glaube ich, von Max bekommen haben oder von Alexandra. Aber sie haben eigentlich immer Kreide dabei. Ja, genau. Und hier auch mal wieder der Einsatz, wo es auch wirklich Sinn macht, Nämlich in der Höhle nicht die Orientierung zu verlieren, um dann einen bestimmten Pfad hinunter zu wandeln. Und dann wird es interessant, oder? Ja, dann entdecken sie nämlich die Särge. Ich seh mir das Ganze mal an. So, ihr schafft. Ich bin auf. Es sind wirklich Särge. Mensch, sei bloß vorsichtig. Sollen wir nicht auch hinabsteigen? Wäre ja wie eine Pfanne. Bob! Sind Sie leicht oder schwer? Ich probiere mal. Tja, irgendwie dazwischen. Nicht so schwer wie Menschen sein würden, stimmt's? Ja, stimmt. Dann mach schon. Also, ich würde da nicht rein. Jedenfalls keine Leichen, wenn du das meinst. Und? Na los! Bob! Oh Gott! Oh Gott! Hey, Bob! Oh! Moment, Moment, Moment! Red schon! Bob! Sollen wir runterkommen? Nein! Leuchtet mal runter! Ihr müsst eigentlich was sehen können. Warte! Jus? Das sind Mumien! Nein, nein, das dachte ich zuerst auch, deswegen habe ich mich so erschreckt. Das sind keine Mumien, das sind Statuen, heilige Figuren. Ja, die Szene hat wirklich Spaß gemacht, das zu spielen. Dann haben wir wirklich beim Spielen vor dem Mikro, haben wir uns dann wirklich mit Seilen verknotet, um das authentisch darzustellen. Und ich habe mich dann auch ein bisschen in die Ecke gestellt. Ich bin ein bisschen abseits vom Mikro und habe das von da gespielt. Und das war eigentlich gut. Und das ist dann auch immer ganz schön, wenn man hört, man guckt nach oben. Dann reckt sich natürlich der Hals und dann merkst du, dass auch Distanz gespielt wird von unten nach oben. Dann mal da rumgeklappert mit irgendwelchen Requisiten, die Heike Dino uns dann auf den Tisch gelegt hatte. Solche Szenen machen natürlich immer wieder Spaß. Das ist schön. Super. Wie ist denn das eigentlich als Schauspieler, wenn man weiß, da wird sehr wahrscheinlich ein Echo-Effekt draufgelegt? Denkt man das irgendwie schon so ein bisschen mit oder ignoriert man das einfach? Ja, eigentlich nicht. Du spielst die Situation und dann sagt Heike Diene, stopp, halt, ihr dürft nicht ganz so schnell sprechen oder müsst manchmal bei bestimmten Sätzen, müsst ihr eine Pause lassen, dürft nicht sofort da rein reagieren, weil sonst kann man das Echo nicht aufhören. Den einzelnen Satz legen, weil sonst sprechen alle übereinander und dann ist alles im gleichen Echo. Da muss man so ein bisschen drauf achten. Aber es kommt immer darauf an, was für ein Echo nachträglich in der Mischung reingelegt wird. Und du kannst das natürlich immer noch ganz gut schneiden, aber du musst dir schon darüber im Klaren sein, dass man mit Echo anders spricht, gerade wenn du laut wirst. Ja, genau richtig. Weil es ja auch tatsächlich in der Wirklichkeit würde man ja auch anders reagieren, wenn du in so einer Höhle dir was zurufst und dann erstmal warten muss, bis es ankommt oder so. Deswegen muss man immer so ein bisschen drauf achten. Wichtig ist immer, du musst immer wissen, wie weit auseinander sollen wir spielen. Sind wir jetzt fünf Meter auseinander oder sind wir 20 Meter auseinander? Das ist auch immer eine wichtige Information. Selbst wenn du es weißt, der neben dir aber, der mit dir unten steht, der hat eine ganz andere Distanz im Kopf. Deswegen ist der dann zum Beispiel viel leiser oder du bist lauter als er. Das muss man eigentlich alles kommunizieren. Richtig, das finde ich wichtig beim Regiemachen auch. Ich mache das auch ganz gerne, wenn es eben nicht aus dem Script klar ist, dass ich mir so kleine Zeichnungen mache, wie der Raum aussieht und wie die Positionen sind. Einfach damit du den Schauspielern sagen kannst, pass auf, du bist da hinten an der Tür, du hier vorne, wir sind bei dir auch so Point of Views, wo ist man eigentlich mit dem Mikro? Das ist ja auch nochmal eine wichtige Info. Natürlich kannst du manche Sachen dann im Nachhinein regeln, drehen, aber eben genau wie du sagst, für die Intensität des Spiels ist es wichtig. Genau. So, jetzt sind sie hier und natürlich beginnen gleich die wilden Spekulationen. Haben wir jetzt hier einen neuen Fall? Diebe, die hier Statuen gestohlen haben, wie geht man jetzt damit um? Und die drei Fragezeichen haben jetzt eine super Idee. Die sagen nämlich, wir geben diesen Schlüssel erstmal noch nicht zurück, mit dem wir in die Höhle gegangen sind, sondern wir legen uns jetzt hier auf die Lauer und gucken mal, ob da noch jemand kommt. Getrennt voneinander. Die warten jetzt auf diese Diebe, die irgendwas mit den Sagen zu tun haben. Richtig, genau. Taucht dann ein Motorrad auf? Justus und Peter hören einen Schlag? Und Bob wird in die Höhle verschleppt und die Tür wird verschlossen. So, um jetzt irgendeinen Zugang zur Höhle zu finden, um Bob zu retten, die finden sie nicht. Und deswegen kommen sie auf den Gedanken, da kann eigentlich nur eine helfen, Babette Eberle. Die borgen sich also eins von diesen Motorrädern aus, von den Gangstern und wollen zu dem Haus von Babette Eberle, zur Geierhöhle. Denn dieses Haus liegt genau über dem Eingang dieser Höhle. Und leider verhaut sich jetzt Matthias Fuchs mit dem Namen, denn wir wissen ja, wer wurde gerade verschleppt, Bob, und wer sitzt jetzt auf dem Motorrad? Justus und Peter, oder? Bergauf tat sich das Motorrad schwer. Doch Justus und Bob erreichten die Höhe und kamen zu einer schmalen Straße, die direkt auf das Haus vor der Geierhöhle zuführte. Ja, tatsächlich, ist ein Fehler. Hat das Fuchs halluziniert oder steht das so im Skript? Nee, das steht wirklich so im Skript. Okay, blöd. Hat es keinem aufgefallen. Dumm gelaufen. Aber man denkt natürlich auch, wenn du jetzt als Erzähler wirklich immer nur deinen Erzählerpart liest, ohne zu wissen, was da vorher passiert ist, dann passiert natürlich sowas. Aber man muss eigentlich schon die ganze Folge lesen, auch die Einsätze der anderen, um dann genau auf so einen Fehler aufmerksam zu machen. Moment, das kann doch gar nicht sein. Das sind doch Justus und Peter und nicht Justus und Bob. Aber gut, man hat die Zeit nicht. Und dann verlässt du dich natürlich auf die Regie. Aber da war man kurz mit was anderem beschäftigt. Du beschäftigst dich, genau. Mit Rosspart. Ja, genau, der im Hintergrund noch in seinem Outfit saß. Schlumpfmütze. Auf jeden Fall wird jetzt wild geklopft und Babette macht erstmal nicht auf. Und wie man das dann eben so macht, dann steigt man einfach mal so in die Wohnung ein mit Peters Telefonkarte. Auch ein schönes 90er-Gimmick. Wie eine Kreditkarte, sondern die kleine Telefonkarte, mit der er dann die Tür aufmacht. Und dann passiert Folgendes. Vorsichtig, eine Arzt! Hände hoch! Peter, bist du in Ordnung? Ja, oder weniger. Hände hoch! Nehmen Sie bitte das Gewehr runter. Nicht schießen, wir sind keine Einbrecher. Ihr seid die Jungs aus England. Aus Amerika. Wir haben geklopft, aber sie haben uns nicht gehört. Bitte helfen Sie uns. Zwei Männer haben unseren Freund in die Sontheimer Höhle gesperrt. Hat die Höhle einen zweiten Eingang? Frau Eberle, bitte! Junger Mann, ihr wird nicht geschrien, klar? Ihr seid zu groß. Als kleines Kind bin ich immer durch eine Spalte gekrochen. Damals war noch vieles anders. Gibt es einen zweiten Eingang oder nicht? Einen einzigen. Ja, da kriegen die drei Fragen jetzt erst mal eine Axt vor den Latz geknallt. Da fragt man sich natürlich, Moment mal, wozu denn jetzt die Axt? Die Höhenfrau, die hat doch einen Revolver oder ein Gewehr in der Hand. Und im Buch wird das erklärt. Justus denkt bloß, dass seine Axt, und das ist in Wirklichkeit ein Kerzenständer aus Schmiedeeisen. So ist es nämlich in Wirklichkeit. Da hat sich Johanna was beigedacht. Genau, sehr gut. Und das gibt auch ja wirklich ein bisschen mehr Sinn. Hier merkt man jetzt mal ein bisschen die andere Art zu spielen von Rossbad. Es gibt ja so ein bisschen, wenn man jetzt mal ein bisschen gemein ist, hat er ja so zwei Klaus-Kinski-Modi hier. Das eine ist das Brüllen und das Schreien. Du magst den Rossbad gar nicht so, Kai. Doch, ich finde den schon okay. Aber ich finde, ich hätte mir ein bisschen mehr so Feinarbeit bei deinem Wünsch. Nein, ich finde, Rossbad kriegt von mir auf jeden Fall eine Eins. Okay. Also von mir kriegt er eine Drei vielleicht, ja genau. Eine Drei? Aber ich finde, nein, das ist jetzt auch gemein. Ich finde ihn ja super als Figur, Aber das sind so zwei Modi. Du hast ein bisschen dieses, wie hatten wir, Pinkers Braun in der bedrohten Range. Reißen sie sich zusammen, stottern sie nicht. Also es ist so dieses Brüllen, Kinski. Und Jochen Busch. Und das ist ja auch ein super Bild. Vielen Dank dafür, dass ich den jetzt so halb als Jochen Busse sehe. Und das andere ist dieser stille Kinski. Junger Mann, hier wird nicht geschrien. Also das ist so ein bisschen dieser Modus. Und da variiert so ein bisschen zwischen... Okay, es gefällt dir nicht. Okay, akzeptiert. Gut, weiter. Ich stelle das nur... Pass auf, sonst hole ich meinen Kerzenständer hier raus. So, wo gehen wir denn jetzt hin? Also genau, auch ja sehr lustig, dass sie dann dieses Outfit unterm Nachthemd scheinbar schon... Ja, das ist ja völlig absurd. Ja genau, also Rospat verschwindet dann kurz im Nebenraum und Justus und Peter warten dann auf die Höhlenfrau und fragen sich, was treibt die da eigentlich? Und dann taucht sie plötzlich wieder auf. Das Nachthemd hat sie ausgezogen und darunter trägt sie ihre Bergsteierkluft. Das fand ich sehr, sehr schön. Das ist super, genau. Und dann fahren sie mit dem Motorrad und ihr quasi zurück. Also Justus mit Babette auf dem Motorrad. Peter muss den Wagen nehmen. Justus findet dann am Motorrad noch so seltsame Dokumente und Zettel, die später nochmal wichtig werden. Das wird so schnell im Vorbeifliegen kurz erwähnt. und dann müssen sie quasi wieder Richtung Höhle steigen. Da kommt der super Satz von Babette, nicht reden, steigen. Und dann kommt diese seltsame Geatme, was ich auch so ein bisschen merkwürdig fand. Das kann man nicht so genau zuordnen. Sollen wir da mal kurz reinhören? Ja, aber bevor wir da reinhören, eine wichtige Frage, Kai. Warum macht Babette das überhaupt? Warum hilft sie jetzt, Peter und Justus, Bob zu finden? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn. vor allem, wenn man weiß, wie es ausgeht und wer hinter allem steckt. Das lösen wir dann auch erst am Ende auf. Aber dann, ja, es macht wirklich keinen Sinn. Aber jetzt erklär mir doch mal bitte, was da beim Klettern passiert. Nicht reden, steigen. Hier ist der Ei. Ja, was soll da passieren, Kai? Die klettern. Das ist doch ganz normal. Da wird geatmet, das geht steil bergauf. Ich sag mal so, wenn... Du bist doch der Norweger, du kletterst und kraxelst doch da immer in den Fjorden rum. Ja, aber ich mach da nicht solche Geräusche. Du atmest da gar nicht. Ach Kai, es ist wunderbar gespielt. Eins plus. Weiter. Okay. Na gut, mal schauen, was die Barbette noch so alles macht. Auf jeden Fall ist jetzt dieser Eingang erstmal zugemauert, über den sie da rein wollen. Und sie kommen dann irgendwie anders rein, ne? Peter und Justus kriegen diese süßen Kopflampen, das fand ich ganz schön, und steigen in die Höhle ein und Babette läuft wieder einfach vor und ist dann wieder verschwunden. Das ist so der Babette-Style. Aber vorher entdecken sie natürlich den guten alten Bob. Da liegt er. Helft mir doch. Schnürt dir ein Paket. Ach schon, Peter, wir müssen ihn losbinden. Ach doch. Danke. Verdammt viel Zeit habt ihr euch gelassen. Richtig wirr im Kopf bin ich schon geworden. Total kaputt. Trotzdem müssen wir von hier verschwinden. Noch ein paar Minuten. Ich habe auch keine Lust, diese Kerle wieder zu sehen. Aber noch dreht sich alles bei mir im Schädel. So, und hier war er jetzt, meines Erachtens, der leicht versteckte Hashemitenfürst. Bob war richtig wirr im Kopf. Total kaputt. Fanden die sehr schön. Da hatten wir mal wieder einen, oder? Da haben wir wieder einen, den Hashemitenfürst. Und auch schön, dass sie dann da wieder zusammen sind. Weil man hält natürlich ein bisschen die Luft an. Geht es jetzt noch weiter? wird irgendwie Bob außer Landes gebracht oder was passiert alles? Nein, Gott sei Dank. Sie finden ihn verschnürt wie ein Paket. Fand ich auch sehr süß. Genau. Und dann kehren die drei Fragezeichen mit der Polizei in die Geisterhöhle zurück, aber die Särge mit diesen heiligen Figuren sind nicht mehr da. Und jetzt kommen wir zu meiner absoluten Lieblingsszene. Also ich finde, das ist ja immer noch ich würde sagen, es ist so kurz über der Hälfte. Ja, stimmt. Absolutes Highlight, bevor es ein bisschen bergab geht, genau. Genau, man ist bis hier noch super dabei, ne? Also jetzt, ich finde, bis jetzt ist alles stringent, da ist ein Spannungsbogen, es ist ein bisschen crazy hier und da. So, und jetzt wird's interessant, ja. Man muss wirklich genau hinhören, aber es ist sensationell. Sie wünschen? Ist denn der Wirt heute nicht da? Nein. Ist weg. Wann kommt er denn wieder? Um sechs. Was darf's denn sein? Zwei Apfelsaft und zwei Speckbrote, bitte. Kommt sofort. Zwei Speckbrote. Auf einem Teller oder auf zwei? Zwei Gäste. Die Brote sind schon fertig. Warte, ich hole noch einen Teller. Just, diese Stimme, die habe ich gestern schon mal gehört. Als wir über dem Lichtschacht der Geisterhülle standen, bin ich mir ganz sicher. Sieh mal einer an. Ein günstiges Schicksal serviert uns den Koch als Täter auf dem Tablett. Tja, das war hier sehr ungewohnt poetisch von Justus, fand ich. Sieh mal an, ein günstiges Schicksal, sie wird uns den Koch als Täter auf den Teller. So, aber was ist hier alles los, lieber Andreas? Ich zucke mit den Ohren diese verdammte Schmeißfliege. Was ist das? Ja, da bekommst du sofort ein Bild, wie es da riecht und wie es da müffelt. Und André hat sich das mit der Schmeißfliege übrigens ausgedacht. Das stand nicht im Buch, aber Heike Diener hatte schon seit jeher ein wunderbares Senkel von so einer fetten Fliege im Geräuschearchiv. und das ist bisher irgendwie nie zum Einsatz gekommen. Und weil André ein Riesenfan von diesem Didi Hallervorden-Film Der Springteufel aus den 70er Jahren war. Kennst du den Film? Ich weiß, dass es den gibt, aber ich habe den nicht im Kopf gerade. Das ist ein schräges Ding, also total schräg. Da spielt Hallervorden so einen Irren, der als Anhalter von so einem Geschäftsmann mitgenommen wird und irgendwann landen die dann in einem extrem versifften Gasthaus. Wo Leberkäs serviert wird, an dem Fliegen kleben. Da hat sich der andere gedacht, so, das ist jetzt die Gelegenheit. Jetzt kommt dieser dicke, fette Brummer zum Einsatz. Und es ist so toll geworden. Und auch dieses Zwei-Speck-Brote, das hat die Sprecherin wirklich nur einmal gesagt. Und er hat es immer wieder kopiert und dann nochmal so eingebaut. Was ich aber eigentlich schade finde an dieser tollen Szene ist, ich hätte es gut gefunden, wenn die Wirtin Hardcore Schwäbisch gesprochen hätte. Ja, genau, genau. Das wäre super gewesen. Das vermisse ich durch die ganze Folge, dass da keiner mal schwäbelt irgendwie. Das hätte, weil in Italien hatten wir ja auch richtige Italiener dann, ja. Also warum man das hier nicht gemacht hat, finde ich auch schade. Ja, bloß aber das Problem wäre gewesen, Hans Peetsch, Hätte dann auch Schwäbisch sprechen müssen. Und was er ja kann. Ich habe mal eine Doku gesehen, wo er Dialekte macht. Da spricht er Hessisch und da war, glaube ich, auch Schwäbisch dabei. Das hätte funktioniert. Das Problem war, er war nicht mit uns im Studio. Leider nicht. Das hätte ich so toll gefunden. Der Hans-Petstamm-Studio wäre toll gewesen. Aber der wurde ge-ixt, nachträglich ge-ixt. Und wenn man das jetzt Schwäbisch gemacht hätte von der Wirtin, dann wusste man nicht, ob er das macht, ob er das will. Und dann hat man es lieber weggelassen und hat es hochdeutsch gelassen. Und hier kommt er jetzt. Das hätte nicht funktioniert. Jetzt kommt er. Die große Legende, die Tür geht auf und wir hören ihn jetzt hier natürlich, Hans Page, als Wirt. Ich freue mich auch, euch zu sehen. Das ist der Wirt, von dem ich dir erzählt habe. Ich verstehe. Ja. Wir haben gerade angefangen, Sorgen um euch zu machen. Aber ihr wart ja gut aufgehoben, oder? Ausgezeichnet. Die Geisterhöhle hat unsere Erwartungen in jeder Beziehung erfüllt. Ach, bevor ich es vergesse, der Schlüssel. Mit bestem Dank zurück. Wir werden diesen Ausflug nie vergessen. Ja, ist doch sehr eindrucksvoll da unten. Woher habt ihr den halben Geldschein? Wo ist die zweite Hälfte? Wer hat sie? Wir sind keine dummen Jungs und sie tun gut daran, uns nicht so zu behandeln. Das sind österreichische Schädlinge. Auch Alpendollar genannt. Die Hälfte war wohl als Anzahlung dafür gedacht, uns aus dem Weg zu räumen. Sie sollten uns nichts erzählen, was wir schon wissen, sondern wo die Särge geblieben sind. Genau. Was faselt ihr denn da für ein Blödsinn? Ich habe keine Zeit mehr, euren Schwachsinn anzuhören. Ich habe zu tun. Der geht einfach weg. Was ich total toll finde, dass auch die Schmeißfliege, die hört sich wütend an und fliegt ihm hinterher. Die hauen auch nochmal so mit der Faust auf den Tisch und haut dann ab mit Hans Pisch. Ich glaube, dass eigentlich diese Schmeißfliege, das ist ja die größte von allen, da sind ja aber eigentlich noch viel mehr. Und ich habe so diesen Eindruck, er bewegt sich so langsam durch diese Gaststube und diese dicke Fette, die fliegt ihm hinterher und winkt noch die anderen Fliegen hinterher. Ich finde es ja auch großartig, wie Pete schon wirklich mit dem ersten Satz andeutet, dass er nicht vertrauenswürdig ist. Richtig. Du hast sofort den Eindruck mit dem Wirt, stimmt irgendwas nicht. Und auch irre. Selten wurde Pech ja als Bösewicht besetzt. Fand ich auch interessant, genau, richtig. Aber leider eben auch wirklich nur eine ganz kleine Rolle. Das wollte ich gerade fragen. Warum ist er extra dafür gekommen? Hat er zu der Zeit was anderes noch gemacht? Ich fand das wirklich auffallend. Ja, ich denke mal, ja. Also wie gesagt, das wurde ge-ixt. Er hat wahrscheinlich irgendwas anderes gemacht und dann hat Heike Diene ihm hier den Wirt untergeschoben. Ja, genau. Schade eigentlich. Er taucht ja später nochmal als Märchenerzähler auf in Vampir im Internet. Man hätte ihn wirklich öfter besetzen können. Hans Page bei den drei Fragezeichen. Wahnsinn, super. Und auch interessant, also jeder Satz ist interessant irgendwie. Die österreichischen Schillingen und wie er alles betont. Also man legt sich so richtig rein. Auch sehr lustig, Alpendollar, das habe ich auch noch nie gehört, was Justus dann sagt. Sagt man das so, auch Alpendollar genannt? Ich denke mal, das hat Johanna wunderbar recherchiert. Ja, ist übrigens auch eine Blues-Rock-Band aus Tirol, habe ich rausgefunden. Als ich das gegoogelt habe. Also scheinbar irgendwie. Aber interessant, dass der Amerikaner Justus das natürlich auch weiß. Diesen Fachjargon aus der Alpenregion. Alpendollar. Sehr schön. So, Alexandra hat jetzt also den Wirt belauscht und jetzt erklärt sie den Hörern und den drei Fragezeichen erstmal, um was es hier eigentlich gehen soll innerhalb der Geschichte. Aber das ist dann auch jetzt schon, was kommt. Wir haben es schon angedeutet, jetzt geht es so ein bisschen bergab. So viel an Information, dass du das überhaupt nicht mehr zusammenbringst und kapitulierst, wenn du versuchst, das zu verstehen. Du musst jetzt nicht unbedingt erklärt bekommen, wie eine Wahlwiederholung funktioniert. Das ist eigentlich überflüssig. Das Einzige, was du jetzt mitbekommst, was eigentlich noch ganz schön ist, ist, dass es um Diebstahl mit Rückgabe geht und um Erpressung und dass die jetzt irgendwie rausfinden müssen, woher diese heiligen Figuren stammen und deswegen fahren sie in dieses Zwiefaltenkloster und treffen dort auf Bruder Benedikt, den Mönch mit Sonnenbrille. Und sag mal, es wird ja auch gleich beschrieben, hat der jetzt Rollschuhe an den Füßen? Warum soll der sich wie auf Rollen bewegen? Da müssen wir wirklich gleich nochmal reinhören. Eine ganz skurrile Figur. Schön, nicht? Ein Mönch. Mann, Sie haben mich aber erschreckt. Ich bin Bruder Benedikt. Ich freue mich immer, wenn sich jemand für diese schönen Statuen begeistert. Kennen Sie sich denn damit aus? Wir sind aus Amerika hierher gekommen, weil uns diese barocken Figuren so interessieren. Ich habe euch beobachtet. Was? Kommt um ein Uhr zum Kreuzgang. Ich weiß, seit wann der Hafenspieler hier Hachwe spielt. Tja, also der Mönch, ich finde jetzt fehlt nur noch, dass er sagt, hey, pst, wollt ihr einen eh kaufen? Genau. Also was macht der denn da? Das müsste dann aber Horst Stark sein. Also man fragt, warum redet der so? Du denkst, okay, das ist ein Mönch, der ist jetzt ganz vergeistigt und so. Nein, pass auf Kai, der hat, das weißt du wahrscheinlich nicht, oder hast du das Buch gelesen? Nein, ich habe das ja dir überlassen. Ich gucke da dann manchmal nur sporadisch rein. Ich habe mich eher auf die Szenen konzentriert. Warum spricht der so? Der spricht so, weil der hat einen Hirnschaden. Ohne Witz. Deswegen spricht der so seltsam und kryptisch. Das erkläre ich auch gleich noch. Und dieser Sprecher, das ist jetzt kein Schauspieler, sondern das ist Tassilo Yelde. Und Tassilo Yelde war Schauspielmusikleiter am Hamburger Thalia Theater. Ich glaube, das war ein Freund von Heike Dino und ihrem Mann Andy. Und dieser Benedikt, dieser Bruder Benedikt, der gibt ihm jetzt den Tipp mit der Eintrittskarte für die Katakomben in Wien. Zusammen mit dem Namen Meunier, was ja, wie wir später erfahren, Müller heißt. Aber jetzt auch nochmal so eine Frage, warum schreibt er auf diese Eintrittskarte nicht gleich müllnah oder müllnah? Das ist ja nochmal eine Schleife zu viel und verwirrt total. Und jetzt hast du als Hörer wirklich das Gefühl, du bist auf irgendeiner Schnitzeljagd, denn jetzt müssen sie ja auch noch in die Katakomben von Wien. Das Ende ist da auch wirklich nochmal massiv rangeklatscht. Und dort treffen sie dann diesen anderen Müller, also diesen Müllner, Uts Richter, den Touristenführer. Und die drei Fragezeichen erfahren jetzt, wie alles zum Schluss zusammenhängt. Wieso ist denn die Kleidung erhalten geblieben? Oh, bitte, nicht berühmt. Entschuldigung. Das Gewand ist aus Brokat. Das ist ein schwerer Stoff, der langsamer zerfällt als Baumwolle. Aha. Der Stoff fühlt sich noch richtig ewig. Das ist unheimlich hier. Die Führung ist jetzt zu Ende. Ich werde sie jetzt wieder zum Ausgang geleiten. Moment mal. Das ist gut. Wir haben so viel Eintritt bezahlt. Wahre Kunst, mit Geld aufzubieten. Die Führung ist zu Ende. Das ist ja wirklich eine Fälligkeit. Lass die nicht aus den Augen. Kommt wieder nach oben. Kommt wieder. Er hat die Tür zu Krufe nicht verschlossen. Wir müssen so tun, als würden wir verschwinden. Eigentlich ja neben der Schmeißfliege ein weiteres Highlight, dass da André Minninger mit bei der Führung im Hintergrund ist und es krachen lässt. Foto von der Mumie machen, Frechheit, ich will mein Geld wieder haben. Ja, und Peter schwant dann plötzlich irgendwie nichts Gutes, weil die Augen von diesem Touristenführer Müllnar den Augen von Babette Eberle sehr ähnlich sehen. Und übrigens auch den Augen von dem Mönch, was die drei Fragezeichen aber nicht sehen konnten, weil er ja die ganze Zeit eine Sonnenbrille getragen hat. So und jetzt kommt eben alles raus, alle sind miteinander verwandt und alle stecken unter einer Decke. Die Höhlenfrau Babette war die Drahtzieherin und der Wirt, also Hans Peetsch, der Mönch und Müllner, hier Utz Richter, die haben diese heiligen Figuren gestohlen und das Diebesgut dann gegen Lösegeld wieder zurückgegeben. Zum Beispiel an dieses Kloster Zwiefalten. Und jetzt, was macht dieser Mönch da? Diese Informationen, wo und wie man an bestimmte und begehrte heiligen Figuren rankommen konnte, die kamen von diesem Bruder Benedikt, von diesem Mönch, der der Cousin von Babette Eberle ist. Der hatte nämlich, und jetzt erfahren wir auch, warum der immer so bei Hermann gesprochen hat, der hatte nämlich vor Jahren einen schweren Unfall und lebt jetzt mit diesem leichten Hirnschaden in diesem Kloster, wie in so einem Sanatorium. Und nebenbei späht er eben auch Gegenstände aus, die gestohlen werden sollen. Und diese Infos gibt er dann an seine Gauner-Familie weiter. Aber eines Tages wurde dann eben eine heilige Figur gestohlen, die er sehr geliebt hat anscheinend, an der er sehr hing. Und dann wurde er wütend und hat den drei Fragezeichen dann den Tipp mit den Katakomben in Wien gegeben und somit quasi seine ganze Gauner-Familie verraten. Die Polizei kommt. Was ist eigentlich hier los? Sir, dürfte ich Ihnen als erstes unsere Karte zeigen? Nein. Die drei Detektive. Drei Fragezeichen. Wir übernehmen jeden Fall. Erster Detektiv Justus Jonas, zweiter Detektiv Peter Shaw, Recherchen und Archiv Bob Andrews. Ihr kommt aus den Staaten? Was soll denn dieser Blödsinn? Kein Blödsinn, Sir. Aber das ist jetzt nicht wichtig. Suchen Sie den Mann mit dem Lösegeld? Wie bitte? Sie suchen doch den Mann mit dem Lösegeld. Wir haben ihn. So, ja, hier kommt der lustige, putzige Polizist, gesprochen von Frank Mayer Brockmann. Es soll ja eigentlich ein Wiener Polizist sein. Das klingt hier aber eher so ein bisschen nach Brandenburg, oder? Ja, der kommt aus den Staaten. Was soll dieser? Der war zuletzt in Amerika als Fußballer unter Vertrag, ist jetzt aber in Wien als Streifenpolizist unterwegs, weil Fußballkarrieren eben doch recht kurz sind. Es muss sowas gewesen sein, ja. Aber schön nochmal die Karte gehört, kurz vor Schluss. Aber trotzdem, ganz wichtig ist natürlich, damit das jetzt auch alle zum ersten Mal vielleicht verstehen, was ist da eigentlich passiert. Dieser Müllner hat das Versteck des Lösegelds zufällig verraten. Als er nämlich gemeint hat, man darf das Gewand aus Brokat der Mumie im Sarg nicht berühren. Das fühlt sich ja richtig edel an. Und das bedeutet, er hat es natürlich berührt, um unter diesem Brokatgewand das Lösegeld zu verstecken. Justus hat es mal wieder gewusst. Der wusste es natürlich. Ja, und dann ist es ein ganz schön komischer Anti-Klimax-Schluss. Es gehen dann die Treppen runter. Ich finde es toll. Ich hätte es mir nicht besser vorstellen können. Nicht besser. Einfach so im Halbsatz abfaden und die Nachspannmusik. Reinfahren. Ja, so endet dieser Fall. Ich sage, ihr merkt es schon ein bisschen, wir gehen vielleicht doch ein bisschen mehr auseinander hier. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten die drei Fragezeichen auch so langsam mal den Heimflug nach Rocky Beach antreten können während ihrer Europa-Reise. Aber nein. Und wir haben, Andreas, eine Station haben wir ja noch. In der nächsten Folge geht es dann in die Schweiz. Ja, und darauf freuen wir uns natürlich, denn da gibt es ganz schön viel Action, wenn ich mich richtig erinnere. Gleich am Anfang stürzen die da nicht ab mit einem Helikopter oder sowas. Wir wollen nicht zu viel verraten. Es wird auf jeden Fall spektakulär. Das wird es. Und hier kommt die Schmeißfliege schon wieder um die Ecke und deswegen gehen wir schnell nach Hause. Macht's gut und bis bald. Tschüss. Ciao. Das ist ja wirklich ekelhaft. Andreas, hilf mir mal. Sie sitzt auf deiner Nase. Ja, ja. Oh Gott. Hau auf, die ist ja lieb. Die riecht auch. Ich kippe hier so ein Glas. Ich hasse diese Viecher. Fürchte nicht.