Ciao, siamo i tu e due Skipatori, Andreas Frohlich und Kai Schwind. Ciao, hallo, Andreas. Ja, gleich mal kulturell appropriiert. Hier läuft gut unser subtiler Hinweis, wo es heute wohl hingeht. Aber Andreas, sag mal, bevor wir einsteigen, wenn diese Folge erscheint, sind wir ja bereits auf Tour mit unserem Sound der Kindheit. Und wir spoilern jetzt mal nicht, welche Folge wir besprechen und was wir da machen, Denn die Tour geht ja noch weiter im Mai und Juni. Wo sind wir denn da noch? Wollen wir noch mal ein paar Termine nennen, damit die Leute da noch hinkommen? Ja, das ist gar nicht so schlecht. Wir sind auf jeden Fall noch in Rheine. Wir sind in Münster. Wir sind in Bielefeld, in Berlin, in Hannover, Bremen, Nürnberg, München. Wenn ihr noch Tickets ergattern wollt, dann müsst ihr auf www.dreifrage.de slash Bobcast gehen. Da gibt es noch ein paar...
Restkarten, würde ich mal so sagen. Genau, richtig. Und wir freuen uns, wenn ihr vorbeikommt. Ja, wir sind schon auf Tour und es macht viel Spaß, muss ich sagen. Absolut. Also wir freuen uns auf euch. Kommt und lasst euch überraschen, was wir da wohl so besprechen alles. Jetzt, ganz subtil, Italien ist heute ein Thema. Heute geht es nach Rom. In die ewige Stadt. In die ewige Stadt. Wie ist dein Verhältnis zu Italien? Warst du schon mal in Rom? Ja, ich war schon in Rom. Früher war ich ja ganz oft da. Ich bin ja ganz viel Interrail gefahren. War mehrmals in Italien, in Florenz und Mailand. Und dann war ich in Sizilien. Das war eigentlich immer sehr schön. Und ich liebe die Toskana, muss ich sagen. Dann war ich irgendwann mal in Bagnu Vignoni. Bagnu Vignoni ist dieser Ort, wo Tarkowski Nostalgia gedreht hat. Kennst du den Film? Diese legendäre Szene, wo er dann durch dieses leere Basin läuft, mit der Kerze in der Hand von einem Ende zum anderen. Und da bin ich hingepilgert, damals übrigens mit Maud Ackermann.
Stimmt, das war ja diese Geschichte, die wir irgendwann noch mal vertiefen müssen, aber nicht heute, aber okay, gut. Ja, also dann kennst du dich ja sehr gut aus. Ich bin ja durchaus eine Reisemaus, wie meine Studenten sagen, weil ich viel unterwegs bin. Aber bei Italien bin ich tatsächlich wirklich ein bisschen so ein Spätzünder. Ich war auch noch nie in Rom beispielsweise. Das ist echt noch auf der Liste. Ich war auch mal in der Toskana, Venedig, auf Sardinien war ich mal vor drei Jahren im Hochsommer. Davon kann man wirklich nur abraten. Das war der Das absolute Hammer mit 48 Grad. Der absolute Hammer ist, glaube ich, Venedig im Sommer. Das ist, glaube ich, ganz furchtbar. Venedig auch krass. Ja, genau. Da war ich aber meistens im Herbst auch toll, wenn man so diese Tod in Venedig... Da war ich noch nie. Ich war noch nie in Venedig. Wenn die Gondeln Trauertragen-Stimmung hat. So im November war ich mal. Okay, das ist natürlich toll. Das ist was ganz anderes dann. Und jetzt an Ostern, also wahrscheinlich irgendwie, wenn ihr jetzt diese Folge hört, bin ich an der Amalfi-Küste in Neapel und so mal eine Woche. und guck mir das mal an. Da bin ich auch sehr gespannt. Und apropos Amalfi, mal ein kleiner Serientipp. Andreas, du und ich haben ja beide diese grandiose Netflix-Serie gebinged. Ripley.
Diese Neuverfilmung von der talentierte Mr. Ripley von Patricia Highsmith mit Andrew Scott in der Hauptrolle. War das nicht toll? So schwarz-weiß, alles ganz tolle schwarz-weiß-Ästhetik. Ja, so monochrome Bilder, die Entdeckung der Langsamkeit, das finde ich toll. Erstmal, du musst dich ja wirklich darauf einlassen, weil es ist unfassbar langsam anfängt, aber dann wirst du wirklich richtig ausgebremst.
Deine Sehgewohnheiten sind ja mittlerweile völlig anders geworden und das holt dich richtig runter und ich habe das geliebt und ich kannte ja früher wirklich nur die Verfilmung mit Alain Delon, nur die Sonne war Zeuge und diese andere zweite Verfilmung mit dem Matt Damon habe ich gar nicht mehr geguckt und ich habe mir aufgrund dieser Ripley-Verfilmung, die jetzt auch schon glaube ich zwei Jahre alt ist, habe ich mir dann das Buch nochmal zur Hand genommen und habe das Buch nochmal verschlungen. Diese Miniserie Ripley ist ja ganz nah an dem Buch von der Highsmith und es ist wirklich toll. Es ist wirklich eine Entdeckung. Ja, absolut. Ein Riesentipp, wie es in Szene gesetzt ist, toll besetzt. Ander Amalfi Küste, aber auch in Rom spielt es ja. Und es ist unheimlich viel Treppen steigen, was ja auch so eine metaphorische Bedeutung hat. Es wird unheimlich viel Treppen hoch und runter und außer Atem. Gleich in der ersten Folge. Genau, also das ist echt toll. So, jetzt Überleitung, Andreas, halte ich fest. Das war in jedem Fall eine unheimlich spannende Geschichte in Italien angesiedelt. Ach Kai. So würde ich jetzt nicht unbedingt die Schattenmänner beschreiben, oder? Ja, gut.
Moment mal. Also ich finde die Folge ja eigentlich wirklich ganz nett. Die hat ein schön flottes Tempo. Die Szenen sind mit Ausnahme von zwei oder drei Ausnahmen sehr kurz und knackig. Wir haben eigentlich ganz nette Musik, so 90er-Jahre-mäßig elektronisch, obwohl ich mir da musikalisch auch so ein bisschen mehr Italo-Flair gewünscht hätte. Aber ich finde die Soundkulisse in der Folge hier wirklich sehr gut. Da knattern die Vespas. Es wird natürlich italienisch geplappert in unterschiedlichen Ebenen vorne und im Hintergrund. Und schön finde ich auch, dass man diesmal echte Italiener genommen hat und nicht wieder irgendwas nachgemacht hat. Die Sounds finde ich wirklich total gut. Das ist aufwendig produziert, auch sehr gut abgemischt, finde ich. Auch bei den Sprechern gibt es keine Ausfälle. Finde ich schön, wir haben Reinhild Schneider mal wieder in einer größeren Rolle. Die hat ja vorher bei den drei Fragezeichen immer nur so kleinere Rollen übernommen. Das ist alles, finde ich, gut.
Aber okay, und jetzt hast du natürlich recht, die Geschichte. Die ist wirklich so ein bisschen dürftig. Also... Oliver Twist in Rom. Gut, man hätte wirklich ein bisschen mehr draus machen können, was ich aber wirklich echt unangenehm finde. Im Buch, besonders im Buch. Und das fällt auf, Justus, Peter und Bob führen sich die ganze Zeit auf, wirklich wie doofe deutsche Touristen auf Mallorca. Die regen sich darüber auf, dass alles so laut ist, dass keiner ihre Sprache spricht. Dann können sie nicht Spaghetti essen, machen ein Riesending draus im Buch. Dann ist Peter erstaunt, dass außerhalb von Amerika, dass es da hübsche Mädchen gibt, dann hat er, das sagt er wirklich, dann hat er noch nie was von Au-pair-Mädchen gehört. Er weiß nicht, wo Stuttgart ist oder was Stuttgart ist. Dann sind sie genervt, weil die Italiener anscheinend andauernd immer nur mit dem Handy am Ohr rumlaufen. Später brauchen sie dann selber ein Handy und dann ist plötzlich alles völlig in Ordnung. Dann mieten sich, das ist auch so ein Ding, Bob und Peter, glaube ich, Fahrräder. Die bringen sie dann aber nicht zurück, sondern pfeffern die einfach in die Gegend. Aber das Allerschönste finde ich ja, wie sie diese Gehbehinderung dieser Taschendieben kommentieren und sich dann auch noch darüber kaputt lachen. Das ist im Buch wirklich auch schon so und auch völlig fehl am Platz.
Und ich finde, da kommen wirklich ganz, ganz neue, unangenehme Charakterzüge zum Vorschein bei Justus, Peter und Bob. Und das macht die drei Jungs aus Rocky Beach wirklich nicht besonders sympathisch, finde ich. Das stimmt. Also das ist mir wirklich auch massiv aufgefallen. Und wir müssen da dann auch echt in so ein paar Stellen nochmal reinhören. Auf jeden Fall. Also ich konnte es teilweise nicht glauben. Es ist auch interessant, was zum Beispiel dann aus Justus so wird. Der ist ja ein anstrengender Mansplainer, die ganze Folge durch. Furchtbar. Es kommen nur so Wikipedia-Einträge. Und dann, ja, die Geschichte, die ist tatsächlich bei mir so ein bisschen das größte Defizit. Man hat so den Eindruck, dass BJHW nicht wirklich genau wusste, wohin sie will mit dem Plot. Ja, okay, man will so ein bisschen was erzählen über Rom und was da los ist. Auf der anderen Seite bleibt es dann aber auch so klein. Das ist so ein Klein-Klein, hat ein bisschen diesen journalistischen Ansatz, den sie dann immer versucht reinzukriegen und da hängt es dann sehr. Großes Plus ist, wie du sagst, das mit dem Lokalkolorit. Ich finde auch die Sprecher toll, dass man da so ein anderes Flair mal kriegt. Und es gibt zwei tolle Jumpscares, vielleicht die krassesten in der Geschichte der Fragezeichen-Hörspiele.
Da hat es mich vom Sofa gehauen vor Schreck, weil ich mit Kopfhörer abgehört habe. zum Beispiel dann da die Treppe runtergestoßen wird. Genau.
Der arme Bob, das ist übrigens auch toll gespielt, diese Szene, die müssen wir unbedingt wirklich mal hören. Ja, aber auch wirklich gut gebaut, also wirklich auch gut produziert. Also man hat versucht wirklich aus dieser relativ dürftigen Vorlage ein gutes Hörspiel zu machen und das finde ich ist schon gelungen. Das Hörspiel ist auf jeden Fall besser als das Buch, aber die Vorlage ist eben wirklich ganz schön mau, muss man sagen. Ja, und das ist vielleicht auch jetzt nochmal so als so eine Art Fazit gleich am Anfang, was mir anhand dieser Folge auch nochmal klar geworden ist, wie unterschiedlich die Tonalität von drei Fragezeichen Geschichten und damit auch von den Hörspielen sein kann. Das variiert natürlich von Autor zu Autor, aber ich finde, es variiert auch innerhalb der Geschichten von verschiedenen Autoren, was wir ja jetzt gerade im Werk von BHW merken. Also es gibt da diese journalistisch geprägten Folgen, so dann wie Fußballgangster, wo sie auf irgendeinen Diskurs aufmerksam machen will oder sowas. Oder es gibt mehr, die so auf Stimmung und Plot gehen, dann sowas wie die Geisterstadt, was dann auch ganz toll plötzlich wird. Wo man merkt, da ist so ein Erzählspaß drin. Und ich finde, hier bei dieser Folge landen wir jetzt irgendwie so ein bisschen dazwischen. Das ist so ein bisschen Reiseführer, viele Klischees und dann auch ein bisschen so eine soziokulturelle Studie mit Jugendkriminalität und irgendwie versuppt die Geschichte dann so zwischendrin. Und dann fand ich es auch wirklich so ein bisschen anstrengend nach hinten raus.
Aber wie genau das funktioniert. Aber ich denke, man kann sie wirklich ganz gut besprechen. Auf jeden Fall. Das ist ja auch eine Lehre des Bobcasts. Auch wenn man sagt, naja, die Geschichte hat mich nicht so gekickt. Es gibt immer tolle Szenen, die man analytisch angehen kann und natürlich auch die ein oder andere Überraschung. Und da haben wir auch ein paar hier. Ich würde sagen, jetzt erst mal Klappentext. Lappentext.
Aus einem harmlosen Ausflug nach Rom wird für die drei Fragezeichen ein ganz heißer Fall. Direkt vor ihren Augen ereignen sich dreiste Überfälle an sorglosen Spaziergängern. Die Geschwindigkeit und Routine der Diebstähle macht klar, hier sind Profis am Werk. Keine Frage, dass Justus, Peter und Bob die Verfolgung aufnehmen, Als sie jedoch den wahren Drahtziehern auf die Spur kommen, wird die Situation für sie mehr als brenzlig. Zumindest für Bob und naja gut, für Justus auch. Der wird ja auch noch entführt, kann man ja vielleicht schon mal spoilern. Wollen wir mal einen kurzen Blick auf das Cover werfen? Wie findest du das?
Ja, ich finde das eigentlich ganz schön. Aber wenn jetzt schon Schattenmänner mit Hut, wo ist denn dieser Alberto Bergamelli? Der Fotograf, der mit dem Schlapphut, der gehört ja eigentlich auch zu der Bande. Dann hast du da irgendwie zwei Leute mit Melone. Was machen die? Okay, deswegen hatte ich auch so gerade vorhin dieses Gefühl, das hat auch was mit Oliver Twist zu tun und ganz rechts hast du dann noch einen mit Base Cap.
Ja, ich finde es okay. Ich weiß, es gibt Fans, die lieben dieses Cover total, aber ich finde dann doch, da gibt es bessere. Weil es auch so ein bisschen diese Schattenmänner so in den Fokus rückt, die ja wirklich so diffus sind durch die ganze Folge. Also eigentlich spiegelt es von der Stimmung nicht so wirklich die Folge wieder. Es muss ja auch nicht immer sein. Aber ich fand ganz interessant, es gibt ein paar alternative Cover, die mir Andreas Ruch nochmal zur Verfügung gestellt hat und die man bei Instagram sich angucken kann, wenn man mag, auf meiner Seite bei Kai Oslo. Haben wir die auch jetzt nochmal zu dieser Folge veröffentlicht. Da geht sie ein bisschen mehr, also sie, Aigarash, auf diesen Taschendiebstahl. Da gibt es zum Beispiel eins, wo man wirklich nur so eine Großaufnahme von einer Handtasche sieht, wo sich jemand dran betätigt. Oder auch einmal so eine Nahaufnahme von einem Gesicht, wo man nicht genau weiß, wer ist das. Also eigentlich so gesehen wahrscheinlich das beste Format oder das beste Motiv, was zum Cover wurde, wenn man sich die Alternativen mal anschaut. Es gibt noch einen lustigen kleinen Fact. Algarasch hat wohl auch noch einen Alternativ-Titel gepitcht an Kosmos. Wusste ich gar nicht, dass sie das ab und zu mal gemacht hat. Und sie hat vorgeschlagen, Langfinger in Rom.
Das wurde dann aber abgelehnt. Das ist doch TKKG oder drei Fragezeichen Kids. Nein, Schattenmänner ist schon cooler. Schattenmänner ist schon gut, finde ich. Passt es auch. Hast du noch ein paar Facts zu dieser Folge? Genau. Erschienen als Hörspiel am 4. Dezember 1995 und wie gesagt von Brigitte Johanna Henkel-Weidhofer. Unbarmherzig heiß brannte die Augustsonne vom Himmel. Justus' T-Shirt war durchgeschwitzt. Und manchmal flimmerte es so heftig vor seinen Augen, dass er sie zusammenkneifen musste. Vielleicht kam es ihm auch deshalb später so vor, als hätte er die ganze Szene bloß im Film gesehen. Kollegen, das italienische Wetter steht dem in Kalifornien in nichts nach. Wollen wir uns nicht langsam das erste Eis gönnen? Ja, das italienische Eis soll das Beste sein, was man weltweit essen kann. Vor allem Zitrone. Sag mal, sollten wir uns nicht zuerst um die Fahrräder kümmern, die wir uns leihen wollen? Wie konnten wir nur auf diese Idee verfallen, bei dieser Appenhitze Fahrrad zu fahren? Warum denn nicht? Hey! Hey! Hey, halt! Bleiben Sie stehen! Siehst du, die zwei Kerle haben nicht den Rucksack weckerissen. Jetzt sind sie auf ihrer Vespa auf und davon. Ach, einfach so. In Bruchteilen von Sekunden. Einer kam von vorn, der andere von hinten.
So, hier geht es ja schon knallhart los. Justus wieder Rucksack geklaut. Eigentlich ja ein guter Einstieg, ne? Also geht richtig zur Sache sofort. Geht richtig zur Sache und was ganz interessant ist hier im Originalmanuskript, kann man das sehen, das steht hier, unter dem Erzähler sollte ursprünglich Musik gelegt werden. Also Fuchs fängt an zu erzählen und darüber sollte Musik gelegt werden, um wahrscheinlich so ein bisschen italienisches Flair aufkommen zu lassen. Nämlich der Anfang des Flötenkonzerts Op. 10 Nr. 2 von Vivaldi. Zur gleichen Zeit ist ja Mitte der 90er so ein Klassik-Album von Europa rausgekommen. Und da war man anscheinend auf den Geschmack gekommen, auch nach Geisterstadt, hat man ja besprochen und die Folge fand man ja musikalisch auch so toll mit Krieg und Schubert. Das hat man dann aber in der Mischung weggelassen. Das wäre interessant gewesen.
Musikalisch so einzusteigen. Aber jetzt landen die drei auf der Polizeiwache, um diesen Diebstahl von Justus Rucksack zu melden. Und ganz interessant ist es hier auch, dass Fuchs dann auch gleich auf dieses Problem der Sprachbarriere innerhalb der Folge zu sprechen kommt. Ich finde, das ist ja immer schwierig, wenn Fremdsprachen innerhalb so einer englischsprachigen Geschichte auftauchen. Du hörst, alle sprechen Deutsch und reden dann Deutsch und dann wird behauptet, zum Glück sprechen sie alle gutes Englisch. Besser ist es dann ja... Die Synchronparadox, wie man das nennt. Richtig, genau. Und das ist immer schwierig. Man müsste dann eigentlich sagen, zum Glück spricht der unsere Sprache. So kannst du dich dann eigentlich auch besser über diese Barriere rüberhangeln. Oder du nimmst Muttersprachler. Und das hat Heike Diene, wie wir ja vorhin schon festgestellt haben, hier gut hingekriegt mit den Italienern, die dann auch später auftauchen.
Und dann hören wir den Polizist. Und das ist Klaus-Peter Kehler. Der hatte schon eine Mini-Rolle im Diamantenschmuggel. Da war er Mr. Rodriguez. Und dann rumst Peter lautstark mit einer gewissen Alexandra Körting zusammen. Hopp! Hey, kannst du nicht aufkriegen? Frau Husi, ich brauche Ihre Hilfe. Man hat mir schon wieder meine... Langsam, langsam, immer der Reihe nach. Wie heißen Sie und was ist vorgefallen? Alexandra Körting ist mein Name. Ich muss eine Anzeige aufgeben. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat man mir die Handtasche gestohlen. und an derselben Stille. Wo denn? In der Via Veneto. Die Typen saßen auf einer blauen Vespa und haben mir die Tasche von der Schulter gerissen.
Ja, erst mal das Geräusch beim Zusammenprallen. Das hört sich ja wirklich so an, als ob Peter ihr eins mit der Handkante verpasst und sie dann auch noch ganz frech anpöbelt. Und ich finde, hier entsteht schon dieser rübliger Eindruck und diese gestresste Stimmung bei den drei Jungs. Und dann eben die große Frage, warum heißt die jetzt Körting? Ja, warum heißt sie Körting? Ist das ein Insider, ein Gag? Also im Buch taucht dieser Name Körting überhaupt nicht auf, da hat die überhaupt keinen Nachnamen. Ich habe versucht André nochmal zu fragen, ich habe ihn aber irgendwie nicht erreichen können kurzfristig. Für die Hörspielbearbeitung hat sich André gedacht, okay, ich verstecke hier einfach mal so ein kleines Easter Egg. Es gibt ja einen Alexander Körting, das ist der Neffe von Heike Diene, der übrigens früher auch schon bei den drei Fragezeichen so kleine Mini-Rollen übernommen hat. Der war schwarze Katze, flüsternde Mumie, haben wir ja manchmal auch drüber gesprochen, ganz kurz.
So, und dann heißt jetzt hier eben diese Alexandra mit Nachnamen auch Körting. Ist eigentlich überflüssig, denn ohne Nachnamen hätte die Folge ja auch funktioniert. Aber das war eben so ein kleiner Wink mit Metaebene. Und man kann natürlich auch sagen, es ist nochmal ganz dick nach vorne, dass sie eben Deutsche ist. Denn da kommt sie ja her aus Stuttgart, von dem Peter noch nie gehört hat. Da hätte ich übrigens eine interessante, tolle Vorstellung gefunden, wenn Reinhild Schneider, stell dir mal vor, die hätte es auf Schwäbisch gemacht. Das hätte ich gut gefunden. Schwämischen Akzent. Das wäre wirklich interessant gewesen. Ja, weiß ich nicht. Das wäre wahrscheinlich zu ablenkend gewesen. Aber ich musste da die ganze Zeit dran denken.
Ansonsten ist es natürlich, alle Kassettenkinder rasten sofort aus, wenn Reinhild Schneider auftritt. Wir erkennen sie natürlich sofort, diese ikonische Stimme. Und ich muss sagen, ich finde es immer wieder faszinierend, ihr zuzuhören. Wenn man jetzt mal das Spiel sich ein bisschen anhört, was so ein Markenzeichen von Reinhild Schneider ist. Natürlich ist es zum einen diese krasse, weibliche, warme, volle Stimme. Auf der anderen Seite macht sie aber was... Aber sie klingt immer wie ein Mädchen. Ja, ja, genau. Sie hat was Mädchenhaftes und sie macht was... Immer unfassbar jung. Was ich selten bei anderen Sprechern und Schauspielern wahrnehme, sie atmet stimmhaft ein. Also dieses Luft holen, wo so Stimme drauf ist. Ich finde, das ist so ein Markenzeichen von ihr und macht sie so ein bisschen atemlos im positiven Sinne.
Also da ist unheimlich viel Haltung in allem, sogar im kleinsten Zwischenatmer. Und da muss ich immer so ein bisschen schmunzeln. Ja, aber natürlich jetzt wirklich hier nur bei der Rolle. Sie kann ja auch wirklich ganz anders. Sie ist ja auch ein altes Europa-Urgestein. Sie hat ja schon wirklich Anfang der 70er, womöglich sogar schon Ende der 60er Jahre, hat sie bei Europa angefangen. Und ich finde, und das finde ich so toll, Ihre Stimme hat sich fast überhaupt nicht verändert. Also sie klingt heute fast immer noch genauso wie vor vielen, vielen Jahren. Und ist ja der Part von Matthias Fuchs aufgefallen, wo er dann sagt, mit ihrem guten Englisch gefiel das Mädchen den Jungs auf Anhieh. Und da ist auch schon wieder so ein Schulmädchen-Report-Sound in der Stimme von Matthias Fuchs. Der wandt sich da akustisch an Reinhild Schneider ran. Das ist mir da nochmal total aufgefallen. Aber ich finde die Stimme, ich mag die Stimme unglaublich. Ich finde die sehr, sehr schön von Reinhild. Ich auch. Ein Riesenfan von Reinhild Schneider. Und Reinhild Schneider darf jetzt hier auch die Karte vorlesen der drei Fragezeichen. Und das müssen wir uns jetzt auch nochmal anhören, denn sie macht da eine Variante, die habe ich so auch noch nicht gehört. Die drei Detektive...
Fragezeichen, Fragezeichen, Fragezeichen. Die drei Fragezeichen. Ah, wir übernehmen jeden Fall. Erster Detektiv, Justus Jonas. Zweiter Detektiv, Peter Shaw. Recherchen und Archiv, Bob Andrews. Ja, das bin ich. Ja, ich finde ja das eigentlich total logisch, dass man das erstmal so liest. Keiner wird automatisch sagen, die drei Fragezeichen, weil keiner kennt die drei Fragezeichen, der die Visitenkarte vorliest. Das steht auch gar nicht so im Manuskript, das hat sie einfach so angeboten und das fand ich eigentlich irgendwie ganz angenehm, eigentlich auch irgendwie neu und das fand ich auch ganz schön. Ja genau, fand ich, hat sie auch ganz gut gemacht. Ja, genau. Das haben wir dann ja nochmal überspielt. Was aber eben auch wirklich an der Szene wieder furchtbar ist. Justus weiß wieder alles über Stuttgart und Mercedes und Porsche. Und Peter ist natürlich total, der Amerikaner hat keine Ahnung von nichts. Wobei ich es ja hier auch gut gefunden hätte, wenn man schon Porsche und Mercedes erwähnt, hätte man dann ja auch doch den Namen von dem Modeschöpfer original lassen können, oder? Valentino? Stimmt richtig, Valentino. Ja, genau. Das ist so ein bisschen seltsam. Aber ich weiß auch nicht, sag mal, kennst du eigentlich dieses Phänomen vom BWL-Justus, was in so Memes stattfindet? Das habe ich neulich irgendwie mal wahrgenommen.
BWL-Justus fand ich sehr toll. Da haben mir irgendwie Leute geschickt. Ist wohl ein Meme, also eine erfundene Person von so einem BWL-Studenten aus München, der irgendwie Justus heißt und halt immer so fürchterliche BWL-Sachen sagt und da irgendwie besser wisst. Und das hat mich gerade auch ein bisschen daran erinnert in dieser Folge, dass Justus halt jetzt dann irgendwie….
Von dem ja auch immer die Leute behaupten, ihr seid Bob Enzo, ihr seid Justus Jonas. Nee, nee, genau. Nee, das ist auf jeden Fall unsympathischer als Kevin Kühnert in diesen Memes, die ich da gesehen habe. Aber bei BWL-Justus muss ich immer irgendwie lachen. Und da muss ich jetzt auch dran denken, in dieser Folge erinnert mich leider ein bisschen daran, unser Justus. Auf jeden Fall ist aber Alexandra total beeindruckt, oder tut zumindest so, dass sie es da mit echten Detektiven zu tun hat. Und sie findet, die können sich jetzt mal nützlich machen und eigentlich ihr helfen dabei, ihre Handtasche zurückzubringen. Und sie weist nämlich darauf hin, dass diese Raube normalerweise immer gleich ablaufen und dass die Diebe dann die geklauten Sachen irgendwann wieder vor der Polizeistation abwerfen. Und dann meldet sich die Polizei und dann kann man die Sachen wieder abholen. Aber ganz kurz, das ist doch totaler Quatsch. Also die in Rom, die sind doch nicht so nett, dass sie dann an der Polizeiwache vorbeifahren. Ich wollte da jetzt elegant drüber wegreden, aber natürlich ist es totaler Quatsch. Das landet doch immer irgendwo im Gebüsch oder in der Mülltonne. Warum sollten die sich die Mühe machen, da wieder vorbeifahren, um die Sachen zurückzubringen und sich ja nochmal da mit dem Risiko aussetzen, nochmal ertappt zu werden?
Also das ist eine sehr merkwürdige Geschichte, aber das wird so behauptet und man geht schnell weiter. Und in diesem Fall gehen wir jetzt in die Pension, in der die drei Fragezeichen leben. Alexandra begleitet sie und jetzt treffen wir auf Ignacio, den Inhaber. Der wartet schon auf sie und jetzt können wir endlich mal auch ein bisschen was von dem authentisch italienischen Akzent hören in dieser Folge. Hier kommt Leonardo Cusenza.
Hey, Polizei hat angerufen. Ich habe etwas für Signore Justius Jonas. Einen Rucksack. Ich kann morgen früh abholen. Ich habe alles notiert. Aha! Seht ihr? Die Diebe haben pünktlich geliefert. Ja, man muss aufpassen. Sehr gut. Hier ist Roma. Oh, man kann nicht so übertragen. Roma ist voll von Lädern, von Kriminalität, von Brüdern, von Brüdern. Und wenn wir so weitergehen, vielleicht ein Tag werden keine Touristen. Und ich muss meine Person helfen. Was ist denn jetzt los? Das musst du wohl für uns dolmetschen, Alexandra. Ignatius' Frau sagt, dass man sich unmöglich an so etwas gewöhnen kann. Dass Rom voller Strauchdebe, Gauner, Betrüger, Verbrecher und Halsabschneider ist. Und dass eines Tages, wenn es so weitergeht, keine Fremden mehr in diese Stadt kommen werden. Und dass sie dann ihre Pension zumachen müssen. Ja, da wird kräftig durcheinander geplappert. Genau, aber ich finde, das funktioniert gut, oder? Ja, weil das ja auch wirklich echte Italiener sind. Das war übrigens die Familie eines Kellners aus einem italienischen Restaurant Ecke Eppendorfer Landstraße.
Sie und Andreas Beuermann sind da oft hingegangen zum Essen und waren mit denen fast sowas wie befreundet und da hat sie die dann gefragt, ob sie Lust hätten mal in einem Hörspiel mitzusprechen. Ich glaube, einer oder zwei von denen, die sprechen auch in irgendeiner TKKG-Folge später mit. Und ich finde, das machen sie wirklich sehr gut. Besonders diese Sophia, das finde ich super authentisch. Und die Texte von Sophia, die stehen auch auf Italienisch im Skript. Und das wurde mit Sicherheit geickst, denn das dauert in der Regel immer ziemlich lange, wenn man das noch nie gemacht hat. Und ich finde, das ist super. Da kommt wirklich sofort so ein Corleone-Feeling auf. Und das tut der Folge gut. Finde ich auch total. Und es ist dann auch ganz schön gemacht, dass Alexandra immer übersetzt. Also dann kriegt man es auch direkt mit. Und ich habe auch nochmal die original italienischen Takes hier irgendwie durch Google Translate gejagt und nochmal gegengetrackt. Ist tatsächlich sehr gut übersetzt und wir lernen so nebenbei das super italienische Wort für Strauchdiebe.
Ladri. Und Strauchdiebe ist ja auch total am Puls der Zeit von Jugendsprache. Irgendwie so gleich hinter Gammler und Wegelagerer. Und wir lernen natürlich auch noch, wie viele Jugendliche in Rom arbeitslos sind. Und das sollte eigentlich Olli sagen. Aber Olli hat bei der Aufnahme hier an der Stelle kurz geschlafen und da bin ich dann eingesprungen. Das hört man auch von Oliver ja sagen, äh, äh, Bob. Und ich sage, ja. Und leider, muss man noch dazu sagen, verhaut sich Justus dann auch total, beziehungsweise Johanna, verhaut sich total mit der Einwohnerzahl von Rom. Das steht übrigens auch im Buch falsch. Rom hat natürlich nicht 12 Millionen Einwohner, sondern 2,75. Also 12 Millionen Einwohner hat Moskau zum Beispiel. Ja, ja. Kommt drauf an, wie viel Vororte man mitrechnet vielleicht. Naja, ganz Italien natürlich.
Ganz Norditalien. Ja, das stimmt. Das ist aber auch eine komische Stelle, wo dann ein bisschen random so eine soziologische Analyse über Jugendkriminalität kommt. Was sie natürlich wissen. Ich meine, die wissen nicht, wo Stuttgart liegt, aber wissen plötzlich, dass jeder Vierte arbeitslos ist. Da kannst du immer was lernen, bloß leider hier eben wirklich das Falsche. Und deswegen ist es nicht so gut. Justus erzählt ja dann noch, dass er bei einer Zeitung arbeitet. Das war ja auch völlig absurd. Das ist ja Quatsch. Aber im Buch ist bei diesem Gespräch ja auch schon dieser Fotograf Alberto Bergamelli mit dabei, der Mann mit dem Schlapphut. Und der soll nicht wissen, dass sie eigentlich Detektive sind. Das weiß wirklich nur diese Alexandra. Und deswegen erzählt er ihm, dass er bei der Zeitung arbeitet. Das hat André dann aus Versehen drin gelassen, weil es eigentlich überhaupt keinen Sinn ergibt. So, und jetzt hören wir noch mal ganz kurz in einen kleinen Tick von Matthias Fuchs rein. Da wollte ich dich mal ganz kurz fragen, sagt er jetzt wirklich Alexander?
Um Viertel nach sechs, also eine Viertelstunde später als verabredet, kamen Peter und Bob am nächsten Nachmittag mit ihren Fahrrädern am Verschiebebahnhof an. Von Alberto, Alexandra und Justus war keine Spur zu sehen. Tja, das ist schwierig. Ich würde dem zustimmen, dass es Alexander ist. Alexander Körting ist jetzt dabei. Alexander ist dann plötzlich da. Naja, da muss es schnell gehen. Es war heiß an der Tag. Er hat sich kurz verschluckt. Ja, genau. Im Verschiebebahnhof, genau. Was ich übrigens auch sehr schön finde, im Verschiebebahnhof, und vielleicht hören wir da auch mal ganz kurz rein, eine sehr unheimliche Gegend, wie Peter sagt. Und sie entdecken da eine Holzhütte, die alle den typischen Türgriff-Sound aus der Rotenbaum-Chassee, aus der Villa Körting haben, finde ich. Die klingen nicht wirklich nach authentischen Metall- oder Holztüren, sondern das klingt sehr nach denen, die wir da kennen, oder? Ja, und dann auch noch Metall. Ja, das ist so, ja, okay, gut. Aber sonst, wie gesagt, ich finde die Abmischung, die Sounds wirklich hier wirklich richtig toll. Und auch diese Szene finde ich wirklich gut. Der Wind heult, dann hörst du irgendwelche Waggons vorbei, rattern und dann eben auch wirklich jetzt gleich diese tolle Zweier-Szene mit Peter und Bob. Die hat im Studio wirklich Spaß gemacht, wir werden gleich nochmal reinhören, weil wir uns da Zeit lassen und dann auch schön voneinander abnehmen.
Leise, laut, dann wird wieder geflüstert, dann auch dieses Rütteln an der Tür und Peter bzw. Jens reibt dann auch an dieser Glasscheibe rum, dann werden die Schalter gedrückt. Da hören wir vielleicht gleich rein. Richtig toll finde ich den Sound, wenn die Ratte über Peters Fuß huscht. Da gibt es so einen gezupften Akzent und dann so einen schrägen Penderecki-Teppich. Da kriegst du wirklich sofort Shining-Feeling. Ich glaube, da müssen wir mal reinhören. Wir hören mal jetzt in diese ganze Szene rein. Jetzt kommen diese zwei Jumpscares, von denen ich gesprochen habe. Der erste ist, achtet jetzt mal drauf mit diesem seltsamen Pizzicato-Effekt, den du beschrieben hast. und dann kommt noch einer, wenn Bob die Treppe runterfällt. Viel Spaß. Was ist denn, was ist denn, was ist denn? Da war etwas an meinem Fuß. Was, was, was? Was war? Da war etwas an meinem Fuß. Richtig doch nicht auf. Wahrscheinlich wimmelt es in diesem Gemeinde nur so von Ratten. Ratten? Ja. Ich kann die Viecher nicht ausstehen. Das sind auch bloß Tiere. Na nun, komm schon. Wenn es wenigstens Licht gäbe. Wohin gehst du denn? Einfach geradeaus, du Idiot.
Bob, ja was? Was war das eben? Was denn? Hab ich mir das nur eingewildert? Oder war das... Das war keine Halluzination, Peter. Das war der Lichtkegel einer Taschenlampe. Wir sind also nicht allein. Komm weiter, ganz ruhig weiter. Hey, hier fülle deine Treppe nach oben. Leise.
Bob! Bob, sag doch was! Nein! Ahh! Ah! Ah! Oh! Oh! Ist dir was passiert? Bob! Bob, du sag doch was! Ich finde jetzt auch hier bei dem zweiten, dieser zweite Jumpscare, das ist auch wieder ein toller Musikakzent. Der erinnert so ein bisschen an so Insidious oder Hereditary, dieses krasse, aufgeblasene. Und das muss ich dir auch mal sagen, lieber Andreas, ich finde, das hast du super gespielt, diese Schmerzen hier. Das fand ich fast so ein bisschen grenzwertig, wo ich dachte, boah, jetzt geht mir das so ein bisschen nah. Man merkt wirklich, wie weh ihm das tut und damit uns auch beim Zuhören. Kannst du dich da noch irgendwie dran erinnern? Ich kann dir sagen, wie ich das gemacht habe. Du kennst ja das Treppenhaus bei Heike Diene. Ich bin da wirklich, um mich vorzubereiten, bin ich wirklich die gesamte Treppe runtergefallen, mich selber runtergeschubst. Und dann hatte ich mir wirklich mehrere Knochen gebrochen. Und dann bin ich wieder nach oben mit dem Fahrstuhl, habe mich dann ins Studio reingesetzt und dann haben wir das aufgenommen. Genau so habe ich es. Und die erwarten, so kenne ich dich.
Einmal komplett die Treppe runtergeschubst. Nee, aber das fand ich sehr gut, weil dann auch ein bisschen so eine Schwere im positiven Sinne reinkommt, weil es jetzt dann auch mal um was geht. Also der wird da wirklich fies überfallen und man merkt, jetzt steht hier echt ein bisschen was auf dem Spiel. Das fand ich so ganz gut, dass diese Szene so aufhört auch irgendwie. Fand ich gut gemacht. Ja, und es ist eigentlich auch in dem Augenblick eigentlich wirklich gut, weil es plätschert ja vorher alles wirklich so ein bisschen vor sich hin und es... Und spätestens jetzt steht der Hörer senkrecht im Bett, als Bob die Treppe darunter fällt. Im Buch ist es übrigens so, dass er gegen das Gelände der Treppe geschubst wird, was dann auseinanderbricht. Und ursprünglich sollten, das steht hier im Manuskript, noch zwei Italiener zu hören sein. Der eine sollte sagen, Mama Mia, und der andere dann, los, machen wir, dass wir hier verschwinden oder sowas. Und das hat man dann aber in der Mischung wieder entfernt, weil ich finde, ohne die Italiener klingt das viel bedrohlicher und viel, viel unheimlicher. Seltsam ist bloß, dass Peter ja unten an der Treppe steht, als das mit Bob passiert. Und jetzt ist die große Frage, wie kann Peter den einen Italiener dann am T-Shirt erwischen?
Und das liegt daran, im Buch ist es auch wieder anders. Da ist Peter überhaupt nicht in diesem Fabrikgebäude drin. Der ist draußen, weil er Angst hat. Bob ist alleine in diesem Haus, in diesem Komplex. Und als dann die beiden Gangster wegrennen, läuft er einem hinterher und erwischt ihn am T-Shirt. Und was dann mit Bob passiert ist, das fährt Peter erst später. Alles klar, also ein bisschen gerafft an dieser Stelle. In jedem Fall, Justus ist verschwunden. Wir wissen noch nicht, wo er ist, aber Alberto tritt jetzt plötzlich auf und der kommt uns doch zumindest stimmlich sehr bekannt vor. Wir hören mal rein. Hey, ich bin's. Was zum Teufel tut ihr hier? Was wir hier machen? Das wollten wir eigentlich dich fragen, Alberto. Wir waren doch verabredet, oder? Um 18 Uhr am Bahnhof. Dann seid ihr Justus, Peter und Bob. Ja, Peter und Bob schon. Nur unser dritter Mann, der fehlt, so wie Alexandra. Die ist entschuldigt. Sie rief mich an und bat mich, sie bei euch zu entschuldigen. Aber die Valentinas wollten sie einfach nicht gehen lassen. Und wo ist Justus? Na, keine Ahnung! Ich dachte, das wüsstest du. Das hat ja eben ganz schön gerumst. Bist du okay? So, Alberto will nicht wirklich viel erzählen und macht sich hier vom Acker. Und wenn wir bis jetzt schon nicht wirklich gedacht hätten, dass er verdächtigt ist, dann denken wir spätestens jetzt. Aber sag mal hier, Holger Malig besetzt als Alberto, obwohl wir ihn doch jetzt so langsam auch mal als Cotta einführen.
Weißt du da was zu? The Panna Cotta, Malig. Sehr gut. Ich habe keine Ahnung. weiß ich nicht. Ich dachte, okay, wahrscheinlich, Heike Diener hat gedacht, gut, der Malich ist so toll, aber der Reynolds taucht jetzt in den Folgen, die ja in Europa spielen, gar nicht auf. Dann besetzt man ihn einfach jetzt nochmal. Und ich finde, er macht es gut. Also man erkennt natürlich seine Stimme, aber er spielt es völlig anders als Cotta. Er ist ein bisschen nervöser, er lacht ein bisschen nervös zwischen den Sätzen. Ich finde das gut besetzt. Das Problem ist bloß, dass diese Figur natürlich von Anfang an verdächtig ist und Und dann zum Schluss eben wirklich auch einer der Bösen ist. Und das ist auch so ein bisschen lahm. Genau, das fand ich auch schade, dass da dann nichts mehr mit passiert eigentlich. Also gut, auf der Plottebene natürlich gibt es noch ein paar Erkenntnisse und so, aber man traut ihm eigentlich von Anfang an nicht über den Weg. Interessant ist auch noch, dass Bob, das fand ich auch ein ganz schönes kleines Motiv, fremdes Blut am Finger hat. Denn er hat einem der Angreifer das Gesicht zerkratzt, was ja später dann noch helfen wird, um den zu identifizieren. Das große Problem ist aber, wo ist Justus? Peter und Bob sind völlig orientierungslos, irren durch die Gegend und beschließen dann, wir fragen jetzt mal hier so ein paar Jugendliche, die hier rumstehen, die zufälligerweise Englisch sprechen. Und da können wir jetzt mal reinhören.
Sag mal, sprichst du zufällig Englisch? Natürlich, wir alle, fließend sogar. Wir sind Amerikaner. Ja, Amerikaner. Unser dritter Mann ist Wunderbar. Was heißt weg? Ja, wir waren verabredet am alten Verschiebebahnhof um 6 Uhr. Ist aber nicht erschienen. Und jetzt fragt ihr hier einfach rum? Ja, klar. Irgendwas müssen wir ja tun. Kennt ihr zufällig Alberto Bergamelli? Natürlich. Ich auch. Den kennen viele hier in San Lorenzo. Der Fotograf. Was ist mit ihm? Er wollte uns treffen. Könnt ihr vergessen. Alberto tanzt grundsätzlich auf vielen Hochzeiten gleichzeitig. Was meinst du damit? Ach, nichts Bestimmtes. Macht euch bloß nichts aus Salvatore. Er ist unser Geheimniskrämmer und liebt das Mysteriöse.
Komm, Peter, lass uns weiterziehen. Das hat keinen Zweck. So, finde ich sehr gut. Die können hier alle perfekt Englisch. Was ich so lustig finde, ich finde, dass diese ganzen italienischen Jugendlichen alle irgendwie selbst wie eine Jugendbande klingen. Eine eigene. Die italienischen Funkfüchse oder die Pizzabande natürlich. Ja, das sollen die auch sein. Die haben diesen Sound, ja? Ja, aber die sind natürlich eigentlich viel zu jung. Im Buch sind die viel älter. Da hat ja eine dann eben wirklich auch diesen Irokesen-Haarschnitt und das ist alles ein bisschen bedrohlicher. Der eine von diesen Kindern, sage ich jetzt mal, das ist übrigens Yannick Endemann und das ist der Sohn von Reinhild Schneider und von Gernot Endemann. Richtig, Gernot Endemann haben wir ja auch in den Klassikerfolgen öfter bei den Drei-Frage-Zeichen dabei. Kennen wir ja auch, also eine Drei-Frage-Zeichen-Familie, die hier im Einsatz ist. Fand ich so ganz schön, aber interessant. Da scheint es also noch mehr Infos im Buch zu geben über diese Gang an italienischen Jugendlichen da. Das Gespräch ist länger, auf jeden Fall, im Buch. Ja, ja, genau.
Und dann wird es ja wirklich interessant, denn jetzt folgt Ihnen ein blondes, dünnes Mädchen, was aussieht, Zitat, wie eine ausgedörrte Spinne, sagt Peter, hinterher. Hier können wir jetzt auch mal reinhören. Wisst ihr, wo wir hier sind? Ja, irgendwo in San Lorenzo. Wir hatten eine Führerin. Aber bevor wir ihr Trinkgeld geben und uns bedanken konnten, hat es sich vorgezogen zu verschwinden. Erkennst du sie vielleicht, Erster? So eine Spinne mit rotem Hexenhaar und Nickelbrille. Wenn sie geht, sieht sie aus wie ein riesiges Insekt. Etwa so.
Das ist das, was du eingangs erwähnt hast, Andreas. Diese unglaublich unsympathische Reaktion der Jungs. Das ist furchtbar. Im Buch taucht das auch auf. Es ist jetzt keine Erfindung von André. Das steht so im Buch. Aber da übernimmt der Erzähler den Part und dann wirkt das Ganze nicht so hässlich. Aber im On, finde ich, bekommt man wirklich Aggressionen, wenn man das hört. Und jetzt ist ja auch wirklich die große Frage, die wird die Spinne genannt. Warum eigentlich? Also die wird so beschrieben, die hat lange Beine und lange Arme, aber die hat meiner Meinung nach, und das wird eigentlich nicht großartig erwähnt, das behaupte ich jetzt einfach mal, die sieht nicht aus wie eine Spinne, sondern die hat, glaube ich, einen angeborenen Gehfehler. Wahrscheinlich hat die Kinderlähmung oder irgend sowas und läuft deswegen etwas seltsam. Und das eigentliche Problem innerhalb der Geschichte im Buch wohlgemerkt ist, Peter und Bob können sich mit der überhaupt nicht verständigen, weil die im Buch wirklich nur zwei, drei Worte Englisch spricht und man sie gar nicht versteht. Und daher muss eigentlich immer, und das ist hier auch in der Szene so, immer diese Alexandra Körting dabei sein, um zu übersetzen, wenn die drei Fragezeichen oder Peter und Bob mit der Spinne reden. Das war André dann aber zu kompliziert und deswegen hat er diesen Umstand dann auch irgendwie versucht zu ignorieren und einfach gar nicht mehr erwähnt. Das wäre dann im Hörspiel auch wirklich der Killer gewesen, wenn man stundenlang Italienisch und dann kurz darauf Deutsch gesprochen hätte. Also hat er das weggelassen.
Es gibt aber trotzdem diese Stelle, wo sie sich dann mit ihr auf die Parkbank setzen, wo sie so ein bisschen erzählt, dass es da also diese Banden gibt und so weiter. Das ist ein sehr langer Fuchstake, ein sehr langer Erzählertake, wo der unheimlich viel zusammenfassen muss, was ich auch so ein bisschen langweilig eigentlich dann gelöst fand. Weil man sich schon so fragt, warum kann man sie nicht mehr hören jetzt hier? Da ist man wahrscheinlich so ein bisschen dazwischen gelandet, zwischen der Buchlogik kann eigentlich kein Englisch und dem, okay, wir fassen hier so ein bisschen Fakten zusammen, weil es uns zu lang wird. Das ist so ein bisschen schade, ein bisschen verschenkt. Weil eigentlich ist ja diese Spinne als Figur sehr interessant, weil da nochmal auch so eine andere Welt aufgeht, die mich so ein bisschen an, kennst du die Fahrraddiebe, diesen klassischen neorealistischen Film von Vittorio De Sica?
Also die armen Leute, die armen Kinder, die dann zur Kriminalität greifen müssen, Ja, wo das so ein bisschen runder wird. Die sind nicht einfach nur so random Handtaschenräuber alle, sondern da hängen noch so Geschichten mit. Das fand ich eigentlich ganz interessant als Figur so in der Anlage. Ja, das ist eigentlich auch gut. Das ist ja auch ganz spannend. Später sagt ja Justus dann auch zu Frank, sag mal, wie heißt denn diese Bande überhaupt? Und dann sagt sie Los Oblivados. Los Oblivados, das soll laut Buch Spanisch sein und die Vergessenen heißen. So heißt dann auch dieses Kapitel im Buch, die Bande der Vergessenen. Aber Los Oblivados, das ist ein Tippfehler im Hörspielskript. Im Buch steht das richtig und das muss eigentlich Los Olvidados heißen. Und Los Olvidados ist auch der Name von einem frühen Film von Benuel aus den 50ern.
Und da geht es um eine Jugendbande in Mexiko-Stadt. Und ich könnte mir vorstellen, dass sich Johanna da irgendwie hat von inspirieren lassen. Interessant, weil es ja auch ein bisschen schräg ist, dass quasi so ein spanischer Begriff hier plötzlich reinkommt. Gibt nicht wirklich Sinn, aber vielleicht ist es so eine Anspielung, das kann sein. Ich habe mich das auch erstmal gefragt und dann fiel mir ein Moment mal, wo ist dann das Finale? Wo findet diese ganze Geschichte ihren Abschluss? An der Piazza di Spagna. Und wahrscheinlich ist das eben auch eine Bande, die sich rund um die spanische Treppe herumtreibt, weil da sind ja auch wahnsinnig viele Touristen, die man schön ausnehmen kann. Apropos, sag mal Kai, jetzt eine Frage. Wurdest du eigentlich schon mal überfallen?
Ja, ich wurde tatsächlich schon mal überfallen. Ich wurde mal in Frankfurt in der U-Bahn überfallen. Ganz ätzend, mit Messer so richtig. Hier, Messer und gib mir dein Portemonnaie und so. Und das habe ich dann auch getan, weil ich dachte, hier ziehe ich den Kürzeren. Der hat dann aber das Portemonnaie, der hat nur reingeguckt, da waren irgendwie 10 Mark drin, da war ich noch, wie alt war ich denn da, 15, 16 oder sowas. Mit Messer? Ja, ja, es war echt krass, mit so einem Butterfly-Messer. Der kam so angeschlendert und hat sich einfach zu mir gesetzt und dann dieses Messer so rausfloppen lassen. Ich dachte irgendwie erst, der sitzt da nur und probiert halt sein Messer aus und dann war aber klar, nee. Und dann hat er die Kohle genommen und das Portemonnaie aber liegen gelassen, das habe ich dann genommen. Und alle anderen in der U-Bahn haben sich irgendwie, es war super interessant, was draußen alles los war. Alle weggedreht, keiner hat irgendwas gemacht, das vergesse ich auch nie. Das war ziemlich ätzend. Du? Bist du mal überfallen worden? Ja, witzigerweise in Italien. Ja, wirklich.
Was für ein Klischee. Am Ostermontag 1989 in Mailand, ich weiß es noch ganz genau. Kein Witz, stimmt wirklich. Eine Kinderbande hat mir mein Portemonnaie geklaut.
Und das waren wirklich, das waren so 10 oder 15 Kinder, die mich dann in einem Bankenviertel gegen Mittag plötzlich umzingelt hatten. Dann haben sie mir irgendwelche Zeitungen vor die Nase gehalten, um mich zu verwirren oder abzulenken. Und dann war auch schon mein Portemonnaie weg. Und als ich den einen, das waren ja wirklich viele, festhalten wollte, um ihm eine zu steuern oder um mir mein Portemonnaie, ich habe sofort gemerkt, das ist weg, das war hinten in meiner Gesäßtasche. Als ich danach greifen wollte, haben die mir plötzlich ein Baby vors Gesicht gehalten, dass ich überhaupt nicht mich wehren konnte oder nach meinem Geld greifen konnte. Und dann waren die weg. Und dann kommt aber wirklich der Hammer. Am nächsten Tag bin ich dann, also es waren auch witzigerweise ungefähr 100 Dollar, genauso wie hier in der Geschichte. Und als ich am nächsten Tag dann.
So ein bisschen muffig, fand dann plötzlich alle Italiener total doof, weil mein Geld weg war. Aber ich habe mich dann beruhigt, habe dann irgendwie Kaffee getrunken. Als ich dann einen aus dieser Bande zufällig vor irgendeiner U-Bahn-Station wiedererkannt habe, der hatte so ein T-Shirt, was ich sofort wiedererkannt habe. Der stand da rum, hat wahrscheinlich schon wieder irgendwelche blöden Touristen klar gemacht. Und weil ich natürlich auch wusste, das bringt jetzt überhaupt nichts, die Polizei zu rufen oder den festzuhalten, auf irgendeine Polizeiwache zu schleppen, Das war ja noch ein Kind, der war zehn oder zwölf. Habe ich mich dann von hinten an den Rang geschlichen. Dann habe ich ihn gepackt, wirklich so ganz doll. Und ihm so laut ich nur konnte, ins rechte Ohr geschrien.
Graz, ihr milde Graz. Aber so laut ich wirklich nur konnte. Ich habe mich also dafür bedankt, dass er mich gestern beklaut hat. Und der stand so unter Schock. Weil ich ja von hinten kam und er mich gar nicht gesehen hat, dass er hingefallen ist. Da hat er sich das Ohr gehalten, weil er mit Sicherheit erstmal wirklich eine Woche taub war. Der hat mich auch gar nicht erkannt, der wusste gar nicht, wer ich war. Der konnte sich an mich wahrscheinlich auch gar nicht erinnern, weil er mit seiner Bande in der Zwischenzeit schon zehn andere Leute überfallen hat. Der hat gedacht, ich bin ein Verrückter, der ihm da hysterisch ins Ohr brüllt. Und dann habe ich noch ganz irre gelacht, so ein bisschen wie im tanzenden Teufel. Und dann ist er noch orientierungslos gegen eine Mülltonne gedonnert und ich bin dann weggegangen und ich war total entspannt und habe mich befreit gefühlt, weil ich eigentlich nur meinen Frust loswerden wollte. Ich wollte nicht das Geld wiederhaben, aber ich wollte ihm eigentlich genauso einen Schreck einjagen, wie er mir mit seinen Leuten Schreck eingejagt hat. Spannend. Also natürlich sehr, ich muss sagen, auch ich hätte vielleicht gesagt, hier kommt ein Verrückter, Andreas, da kommst du jetzt nicht raus. Aber es hat natürlich was Therapeutisches, weil das Krasse bei so Überfällen ist ja auch diese Scham, also dieses Ausgeliefertsein, was man da empfindet. Und du hast dir natürlich auf diese Art und Weise irgendwie so ein bisschen die Oberhand zurückgeholt. Aber krass, okay, das wäre ja auch eine spannende Szene für die Geschichte.
Ja, aber gut, ich meine wirklich, das ist ja nun harmlos. Also wenn man mich mit einem Messer angreifen würde, das fände ich schon wirklich. Ich weiß auch, Jens hat man mal in Köln überfallen, am Rhein, der war da zu irgendwelchen Hörspielaufnahmen und den hat man auch mit dem Messer bedroht und das war wirklich ein Schock für ihn. Das ist auch ganz merkwürdig, weil es so surreal ist. Du bist erstmal so, das kann, man geht natürlich sofort in Filmsituationen und sowas und ich hatte wirklich sekundenlang erstmal so, das ist doch nicht Echt jetzt hier? Ach nee, doch, der hält das in meine Richtung. Also das ist super, super unangenehm. Finster, ja. Sehr finster. Finster, absolut. So, und hier kommt es jetzt auch zu einem Menschenauflauf auf dem Gehweg, wo was ganz Besonderes passiert, nämlich die Spinne wird entführt auf offener Straße und es kommt zu einem riesigen Tumult und es laufen auch mehrere Carabinieri zusammen, die auf Italienisch reden. Und ich sag mal so, hör mal genau hin, Andreas. Ich finde, einer von denen klingt fast so ein bisschen, als wärst du das. Das erinnert mich sehr an deine Stimmfarbe, aber das kann es natürlich nicht sein. Es sei denn, du überraschst uns jetzt und sagst, doch, das war ich, aber wir hören erst mal rein.
Was ist denn nun wieder passiert? Was ist denn los? Was ist los? Lass uns nachsehen, was da los ist. Ich habe ein nur dieses Gefühl in der Magen gerufen. Langsam nervt es ja. Warum haben wir bloß keine Italienischkenntnisse? Nun bleib mal ganz locker, Kollege. Der Taschensprachcomputer wird uns schon weiterhelfen. Was für ein Ding? Mehrmals für das Wort Rappimento. Ich muss es nur grammatikalisch richtig eintippen. Wartet mal.
Schön authentisch, aber da warst du nicht dabei, oder? Das waren andere Leute. Nein, das war wirklich einer wieder aus dieser Pizzeria in der Eppendorfer Landstraße. Das kann ich ja gar nicht gewesen sein. Das wäre völlig absurd gewesen. Ich bin ja nun wirklich alles, aber kein Italiener. Aber jetzt, nachdem du, wie du da in Rom abgingst mit den Straßenteamen, würde ich sagen, du weißt, wie man sich handelt. Alle anschreien. Was machen wir denn in der Geschichte? Naja, wir essen jetzt erstmal ein bisschen Spaghetti bei Ignacio, oder? In der Pension. Ja, da müssen wir unbedingt reinhören. Justus bittet nämlich diesen Ignacio um einen großen Gefeind. Ignacio, wir haben eine große Bitte. Ja, ich höre. Ihr Vetter Maurizio ist doch Kommissar. Es wäre sehr nett, wenn Sie ihn anrufen und fragen würden, ob bei der Polizei etwas gegen einen gewissen Alberto Bergamelli vorliegt. Warum es sollte Auskunft geben, ist nicht erlaubt. Eine Bitte unter Vettern. Geht nicht, wir sind Vetter, keine Freunde. Ignacio, eben ist eine junge Frau hier in Rom entführt worden, in San Lorenzo, vor einem Park. Sagen Sie Ihrem Vetter Maurizio, Sie hätten Informationen über das Mädchen. Genau. Aber ich weiß nichts von dieser Signorina. Moment, ich muss Topf von Erdnähme Spaghetti kochen. Ein Moment, bitte.
Sie wissen vielleicht nichts, aber meine Freunde und ich wissen was. Ja. Ja. Und wenn Maurizio Ihnen sagt, was in den Polizeiakten über Alberto Bergamelli steht, dann sagen wir Ihnen etwas über das entführte Mädchen. Und Sie sagen es Maurizio. Woher kann ich wissen, du sagst die Wahrheit? Das Mädchen gehört zu einer Bande und wir kennen den Namen. Wenn wir etwas über Alberto Bergamelli erfahren, erfährt Maurizio auch den. Moment bitte.
Wie heißt das Mädchen? Wir wissen, wie sie heißt. Allerdings. Ach, also gut. Ich denke nach, ich gebe Bescheid. Danke, Ignacio. Danke. Ciao, Bob. Ja, Kai, ich weiß ja nicht, wie du Spaghetti kochst, aber nimmst du den Topf vom Herd, wenn das Wasser anfängt zu kochen? Nein, ich püriere auch nichts mit Dente.
Aber vielleicht macht er ja auch Tortellini, wer weiß. Wer weiß, da wird auch irgendwas püriert. Also dann kommen irgendwie Geräte zum Einsatz, die man irgendwie bei allem verwendet, nur nicht beim Spaghetti kochen. Und Ignatio, wenn der kocht, parallel dazu bohrt er noch ein Loch in die Wand, um ein Regal anzubringen oder renoviert das Bad. Das ist doch niemals eine Kaffeemaschine, die man da hört. Und was macht er mit dem Feuerlöscher? Das ist doch schon wieder der Rasierschaum aus dem Schaummenschen. Genau, richtig. Da wurde einfach mal alles so draufgelegt. Ein interessantes Menü war es, das würde ich gerne mal sehen. Kann das mal jemand für uns inszenieren, bitte? Basieren auf diesen Geräuschen. Geräuschend. Mach doch mal das Resultat. Wie sieht dieses fertige Genü aus? Das würde ich wirklich gerne mal sehen. Ja, also es geht aber darum, kann irgendwie dieser Vetter von ihm, der bei der Polizei ist, helfen? Gibt es neue Informationen über Alberto? Und das macht er dann auch und sie erfahren sozusagen, wo er wohnt und können dann in die Via Appia zu Albertos Wohnung, wo dann interessanterweise Justus den Dietrich einsetzt und in die Wohnung einbringt. Und hier muss Olli... Ja, da stimmt doch auch irgendwas nicht. Ja, gleich.
Peters Dietrich. Aber gut, nun hat Justus den, klar. Und er bricht hier in die Wohnung ein. Und jetzt muss Olli hier richtig schön Hörspiel monologisieren und alles beschreiben, was er sieht. Und das macht er natürlich toll. Bitte schön.
Todesstille. Noch nicht einmal das Ticken einer Uhr ist zu hören. Na, dann wollen wir doch mal sehen, was sich hinter dieser Tür hier befindet. Hm, die Küche. Nichts. Vorm Abwasch scheint Alberto wohl nicht zu halten. Hier türmt sich ja das Geschirr. Da drehen wir mal den Hahn richtig zu.
Und hinter dieser Tür hier? Aha. Scheint die Dunkelkammer zu sein. Wo ist denn der Lichtschalter? Die Spinne. Gefesselt und geknebelt. Warte, ich helfe dir. Justus, das gibt es doch nicht. Ich werde fast erstickt. Grazie. Molto grazie. Also, die Spinne ist jetzt von Justus gefunden worden, die dort von Alberto und irgendeinem Typen mit Schramme im Gesicht. Das ist übrigens genau der Typ, der Bob die Treppe runtergeschubst hat. Der heißt im Buch übrigens Gino Palzano. Und Franca erzählt Justus außerdem noch, dass der Boss der Bande, ein gewisser Petrocelli, das ist doch auch immer so eine Fernsehserie gewesen, Petrocelli. Hat mich auch an was erinnert, ich kam aber auch nicht auf was her. Dass der dort in der Wohnung auch aufgetaucht ist und der hat einen Igelhaarschnitt und trägt irgend so einen Siegelring. Und Justus schmiedet dann den Plan, alle Gangster auf der Modenschau, auf der spanischen Treppe zu überführen. Denn dort soll auch dieser Alberto Bergamelli auftauchen. und dann kommt es eben zum großen Finale. Hier geblieben, Alberto. Ich habe doch gesagt, ich muss mit dir sprechen. Nicht jetzt. Doch jetzt. Über Los Oblivaros zum Beispiel. Über einen Fotografen, der zu schnell zu hoch hinaus will. Der auf zu großem Fuß lebt und in Schulden versinkt.
Ich habe keine Ahnung, von wem du da fantasierst. Von dir? Du brauchst Geld, viel Geld. Deswegen machst du krumme Geschäfte. Verkaufst zum Beispiel für teure Honorare tolle Fotos, die du vorher selbst gestellt hast.
Ja, also hier übernimmt dann auch Justus sehr, finde ich, das war schon sehr absurd, dass er die Polizei da oben warten lässt und dann unten das alles irgendwie alleine regelt mit Alberto und dann zum Schluss die Polizei dazu holt. Okay, gut, naja, kennen wir manchmal so, hätte man eleganter lösen können vielleicht, aber so wird es halt geklärt. Ja, weil man das auch nicht so richtig versteht. Man versteht es nicht so ganz. Wie hängt es jetzt zusammen? Warum, was wollte dieser Berger Melli eigentlich? Das ist nämlich eigentlich der große Player, der lebt aber leider über seine Verhältnisse und ist total pleite. Und deswegen stellt er Fotos von Demonstranten nach und verkauft sie dann anschließend für teures Geld, wie das jetzt alles wirklich zusammenpasst. Das erfährt man auch im Buch nicht zu 100 Prozent. Aber schlussendlich werden also der Bandenchef Petrocelli und Alberto festgenommen und auch die Spinne, Franka, die kommt ins Gefängnis. Die wird dann aber schon am übernächsten Tag wieder entlassen, weil die Polizei ein Auge zudrückt. Und dann kommt der Schlussgag mit der Brille. Ja gut, das hat sich André ausgedacht, weil das Buch da leider auch wirklich total langweilig endet. Justus sagt, okay, also wir freuen uns auf unsere nächste Destination, wir fahren nach Deutschland und Franka sagt dann einfach daraufhin nur, okay, Wandfahren.
Und dann ist das Buch zu Ende. Wann fahren? Also das ist wirklich der allerletzte Satz. Der letzte Satz. Okay, gut. Dann ist es fast besser gelöst mit diesem Schluss-Gag in Anführungsstrichen hier. Ich fand das auch schön, wie man dann noch auf dem letzten Meter schnell einmal motiviert. Also die Kasse ist noch voll. Wir haben noch genug von diesem Budget, von dieser Belohnung von Scotland Yard aus dem Diamantenschmuggel. Deswegen können wir uns auch noch einen Abstich nach Deutschland leisten.
Und übrigens Franka und Alexandra fahren auch mit. Das heißt, wir können schon spoilern, dass wir zumindest Alexandra, also Reinhild Schneider, in der nächsten Folge auch wieder treffen werden, wenn wir in Deutschland sind, in der Schwäbischen Alb. Und wir treffen eine weitere echte Sprecherlegende, die taucht da auch auf, wir verraten es noch nicht. Und auf eine richtig creepige Nebenfigur. Get ready for Babette Eberle, sage ich nur. Und dann hören wir uns wieder in der nächsten Folge und sagen jetzt, Andreas, es passt wieder wunderbar. Sag es. Und heute passt es natürlich wie die Faust aufs Auge. Ciao. Tschüss.