Hallihallo und willkommen bei Aalpudding und Kartoffelpüree, dem Foodie-Podcast über englische Küche. Hallo Andreas. Hallo Kai, das ist schön, dass du das sagst, weil ich hier wirklich gerade dabei bin, mir hier den Aalpudding schmecken zu lassen. Also du bist köstlich, magst du einen Löffel? Komm schon mal. Hier, du, lass mal. Danke. Da hatte uns ja damals in unserer Adventsfolge schon ein Hörer drauf hingewiesen. Weißt du noch, der in London Krankenwagen fährt? Paul, glaube ich, oder so. Daraufhin habe ich mir gleich eine Palette gekauft.
Andreas, pass auf, das ist nicht gut für die Gesundheit, glaube ich. Jetzt vielleicht lieber noch mal ein bisschen Kartoffelpüree. Naja, also wer nicht weiß, wovon wir reden, Wir lösen das natürlich auf in dieser Folge, die wir heute besprechen. Aber sag mal, bevor wir dazukommen, guck mal auf den Kalender.
Februar 2026. Es ist jetzt nicht mehr lange und wir gehen auf Tour. Hast du auch schon einen Koffer gepackt? Einen Koffer habe ich noch nicht gepackt, aber ich habe mir einen neuen Kulturbeutel besorgt. Finde ich immer ganz wichtig, Kulturbeutel. Weil die alten sind ja immer so voll gelabbert. Irgendwie unten sind irgendwelche Sachen ausgelaufen. Und jetzt habe ich einen ganz frischen Kulturbeutel. Und was ganz wichtig ist, ich habe mir rote Socken gekauft. Wow. Ziehst du die auf der Bühne an? Können wir dir dann zeigen? Ich weiß noch nicht. Ich habe ja so ein paar Fragezeichen-Motto-Socken. Ich habe ja mein Phantomsee-Eigarache-Motiv und noch so andere Fragezeichen-Socken. Vielleicht nehme ich die mal mit. Aber ziehst du die auf der Bühne an? Ja, das muss man dann machen, oder? Mal schauen. Ich habe auch gedacht, nehme ich so ein Rokokokokotten-T-Shirt mit, dass ich das dann auf der Bühne trage? Ich weiß nicht, ich bin schon zu alt dafür. Ja, so Motto-Shirts, das ist immer toll, wenn man die im Publikum sieht. Aber wenn man so Themen-Shirts auf der Bühne anhat, das lenkt, glaube ich, ab. Dann liest man immer das die ganze Zeit. Ich hatte ja keinen noch einen Gedanken, ob wir vielleicht im Bademantel auf die Bühne rennen. Ich fühle mich im Bademantel immer total wohl. Wie findest du das? Ich weiß nicht. Ich habe schon befürchtet, dass du in der Badewanne auf der Bühne sitzen willst, den ganzen Abend. Das magst du ja auch gerne. Ich weiß nicht, ich finde es nicht so gut, ganz ehrlich.
Ich schiebe dich raus. In der Badewanne und die Badewanne voller Aalpudding. Also, ihr merkt schon, wir haben jede Menge gute Ideen. Los geht's in Wuppertal in der historischen Stadthalle. Dann folgen Duisburg, Köln und Mainz, bevor es dann im März weitergeht. Wir freuen uns total auf euch und so jetzt, Andreas, apropos Reisen. Der Diamantenschmuggel. Heute ist ja der Auftakt der berühmt-berüchtigten Europareise der drei Fragezeichen. Wir sind heute in London und in Rotterdam und dann geht es nächstes Mal nach Italien. Und wir sind auch ganz kurz in Frankreich. Wir sind ganz kurz, wir sind in Calais. Ja, genau, dann geht es weiter im Geheimnis der Särge in die Schwäbische Alb und Schatz im Bergsee, dann in die Schweiz. Das ist ja alles so ein bisschen umstritten bei den Fans, jetzt so diese nächsten Folgen, weil will man die Fragezeichen außerhalb von Rocky Beach und dann noch im deutschsprachigen Raum, was ja ein bisschen so ein Knäuel im Kopf dann nochmal macht. Wie siehst du das? Ja, ich fand das eigentlich ganz gut, muss ich sagen. Die Idee stammte ja von Brigitte Johanna Henkel-Weidhofer und der Verlag fand die Idee eigentlich auch ganz gut. Die dachten sich, okay, da kommt ein bisschen frischer Wind auf, neue Schauplätze.
Vom Setting her war Rocky Beach jetzt schon ein bisschen auserzählt, also warum nicht irgendwie nach Europa? Aber die Frage ist natürlich, warum machen die drei Fragezeichen diese Reise überhaupt? Wie kommen die auf den Gedanken und wer finanziert das Ganze? Weißt du das eigentlich? Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, also in der Geschichte, da kommen wir ja nachher drauf, es hat was mit Onkel Titus zu tun, warum sie dann da in London sind. Aber ob der denen auch das Ticket bezahlt hat, das weiß ich nicht. Ah, das weißt du nicht. Also interessant ist, im Buch wird erwähnt, und das finde ich ein bisschen seltsam, dass den drei Fragezeichen diese Reise nach Europa als Belohnung von einem Lebensmittelkonzern geschenkt wurde. Also im Buch wird erwähnt, dass die drei Fragezeichen die Reise nach Europa als Belohnung von einem Lebensmittelkonzern bekommen haben, weil sie, und jetzt halte ich fest, in diesem Betrieb kriminelle Machenschaften aufgedeckt haben. Okay, soweit stimmt es. Aber das kann ja doch eigentlich nur Smell gewesen sein. Also dieser Lebensmittelkonzern Schmell aus den Fußballgangstern. Aber dieser ganze Konzern war doch kriminell und dubios. Und da waren jetzt nicht nur ein paar Mitarbeiter, die da Mist gebaut haben, oder? Ja, so habe ich das auch verstanden, dass das eine komplett korrupte Nummer war, dieses ganze Ding. Ja, das haben die drei Fragezeichen wahrscheinlich verdrängt. Und wenn man was geschenkt bekommt, dann darf man das nicht ablehnen. Schon gar nicht, wenn es von der Mafia kommt.
Stimmt, oh Gott. Das ist ja wirklich nochmal ein toller Kontext. Es sei denn, es ist noch ein anderer Lebensmittelkonzern, den die Fragezeichen sagt. Nee, das muss Schmell gewesen sein. Da hast du völlig recht. Das muss Schmell gewesen sein, absolut. Okay, gut. Also dann wissen wir zumindest, wer die Flugtickets bezahlt hat. Ich würde sagen, jetzt schauen wir mal in den Klappentext, worum es eigentlich heute geht. Die Däden-Werke-Zeichen.
Diamantinschmuckel, Ihren ersten Trip nach Europa haben sich Justus, Peter und Bob anders vorgestellt. Statt der erwarteten Vergnügungstour durch London werden sie in einen Diamantenschmuggel verwickelt und sogar, natürlich unfreiwillig und zunächst völlig ahnungslos, als Kuriere der heißen Ware benutzt. Schnell wird ihnen klar, dass die Reisegesellschaft, mit der sie einen Ausflug nach Rotterdam unternehmen, nicht nur aus erlebnishungrigen Touristen besteht. Welche Rolle spielt zum Beispiel der tollpatschige Mr. Thomas? Das steckt eher hinter den anonymen Briefen. Doch von solchen Einschüchterungsversuchen lassen sich die drei Fragezeichen bestimmt nicht abschrecken. Natürlich nicht. Die gehen ganz nach vorne und lösen alles. Mal so ganz kurz die Folge insgesamt. Magst du die?
Ja, ich finde die Folge jetzt nicht so spektakulär, muss ich sagen. Aber was macht die Folge Diamantenschmuggel so besonders? Das ist natürlich der erste Einsatz von Matthias Fuchs. Und da denke ich, werden wir jetzt Bobcast-mäßig unter die Lupe nehmen. Facts kann ich nochmal ganz kurz präsentieren. Das Hörspiel erschien am 4.12.1995, geschrieben von Brigitte Johanna Henkel-Weidhofer. Jetzt nochmal was zum Cover. Ich habe entdeckt, die sollte ursprünglich Diamantenfieber heißen, die Geschichte. Und auf den ersten Entwürfen von Algarasch waren noch Schachfiguren zu sehen. Das war dem Verlag dann wahrscheinlich ein bisschen zu sehr James-Bond-mäßig, wenn das dann auch wirklich Diamantenfieber geheißen hätte. Das Problem ist, bei Diamantenschmuggel, der Titel verrät natürlich schon viel zu viel. Wie findest du das Cover? Ich finde es eigentlich ganz gut. Ich finde es farbig ganz interessant. Ja, also mir gefällt es wirklich nicht so, muss ich ehrlich sagen. Wir haben ja schon mal festgestellt, dass Algarasch bei manchen Motiven dann so ganz nah ran. Und ich finde, hier sieht es aber so ein bisschen aus wie so eine Detailaufnahme aus so einem 70er-Jahre-Titel. Kinderbuch aus so einem Wimmelbuch von Richard Scarry oder sowas. Ich finde das so ein bisschen kindlich und so ein bisschen unspektakulär.
Aber Diamantenfieber ist ein super Stichwort. Da komme ich nachher noch mal zu. James Bond, da habe ich nämlich eine verwegende Theorie. Ich finde die Folge, ja mir geht es ein bisschen ähnlich wie dir. Ich finde tatsächlich, dass man dieses Rocky Beach Feeling ein bisschen vermisst irgendwann. Sie ist ein bisschen straighter erzählt als jetzt die Geisterstadt. Also man kann ganz gut folgen eigentlich. Aber es plätschert dann irgendwann auch ein bisschen vor sich hin. Zwei Sachen würde ich nochmal herausstellen, müssen wir immer nochmal gucken. Ich finde euer Spiel ganz interessant und vor allem bei dir. Ich finde, Bob ist jetzt wieder so ein bisschen tougher. Da sind diese Pistölchen wieder manchmal da in der Stelle. Und ich finde, Olli spielt auch durchgehend mit so einer manchmal ein bisschen seltsamen Kontenanz. Ich habe mich da gefragt, ob er da vor allem, gerade am Anfang hört man das viel, die diese etwas elegante englische Haltung so nachahmen wollte. Also der hat so ein bisschen was anderes als sonst. Da hatte ich so das Gefühl, können wir ja nochmal reinhören. Und dann auch interessant, gerade im Vergleich zur Geisterstadt, jetzt ist die Musikauswahl wieder eine ganz andere. Das ist jetzt sehr so Beatslastiger und Hausiger.
Viel so Andres Seibert und viel Jan Friedrich Konrad natürlich. Ich weiß nicht, ob man da versucht hat, so ein bisschen treibendes Europa-Interrail-Feeling zu verbreiten.
Ein Musikstück finde ich ganz toll. Das haben wir dann ja, glaube ich, auch beim dunklen Taipan benutzt. Sonst vermisse ich natürlich so ein bisschen Lokalkolorit. Da ist dann zum Beispiel einmal was ganz Interessantes. Hört man so einen Dudelsack pfeifen. Und da steht auch im Skript, ich finde die Seite jetzt gerade nicht, das ist, glaube ich, ein Freund von...
Heike Diene. Achso, nee, hier. Frau Hartmanns Freunde und die spielen die Dudelsack-Melodie angeblich. Das finde ich ganz schön. Sonst muss man sagen, im Buch ist es ein bisschen anders und auch ein bisschen stimmungsvoller, weil da hast du natürlich viel mehr Zeit, diese ganzen unterschiedlichen Locations zu beschreiben und das macht Johanna wirklich sehr, sehr gut. Im Hörspiel fällt es natürlich weg, weil du nicht so viel Zeit hast. Und ich hätte mir eigentlich auch noch ein paar mehr Geräusche gewünscht. Also steht zum Beispiel hier auch öfter im Skript so London Sounds, also Big Ben und so weiter. Das steht im Manuskript, man hört es aber gar nicht richtig. Deswegen hat man den Eindruck, die Geschichte könnte eigentlich auch in Amerika spielen, also in unterschiedlichen Staaten. Und das ist so ein bisschen verschenkt, finde ich. Ja, ich finde, da hast du total recht. Vor allem merkt man das nämlich im Unterschied dann zur nächsten Folge, wo sie ja dann in Italien sind, wo das ganz anders gelöst ist, weil du da auch wirklich mal Italienisch hörst. Also ganz viel sogar, wo dann durcheinander gesprochen wird. Und das hätte man hier zum Beispiel auch in Rotterdam und Amsterdam machen können, dass man ein bisschen Netherlands hört. Das wäre schön gewesen. Tulpengeräusche zum Beispiel.
So, und jetzt steigen wir aber direkt mal ein, würde ich sagen. Andreas, los geht's. Wir fahren jetzt nach London und bleiben dort erstmal mit den drei Fragezeichen und noch ein paar anderen sehr interessanten Gestalten im Fahrstuhl stecken. Himmels Willen, was war das? Hörte sich nicht gut an. Vermutlich sind wir stecken geblieben. Was sagst du da? Ruhig, Mary, ganz ruhig. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung. Ich drücke einfach den Alarmknopf. Erlauben Sie, Sir. Wie? Was? Könnten Sie vielleicht ein Stück zur Seite gehen? Oh ja, natürlich.
Es tut sich nichts. Es gibt auch kein Mikrofon, durch das man sich mit dem Hotelportier oder sonst jemandem verständigen kann. Probier es doch normal, Just. Oh ja, bitte. Nichts, ja. Oh Gott, wir hängen fest. Bitte bleiben Sie ganz ruhig, es kann uns gar nichts passieren.
Wir sind mindestens auf der Höhe des dritten Stockwerks. Ruhig. Stimm gleich weiter. Woher willst du das wissen? Ganz ruhig. Wir müssen jetzt etwas unternehmen. Bob, hilf mir mal. Vielleicht können wir die Türen auseinanderziehen. Okay, sofort.
Nicht zu machen. Das bewegt sich kein Millimeter. Hat denn sonst niemand eine Idee? Um Gottes Willen, so unternehmen sie doch was. Ja, im Fahrstuhl. Eigentlich schöne Stimmung. Aber für die Geschichte total überflüssig, finde ich. Da die beiden Damen später überhaupt keine Rolle mehr spielen. Edith Hanke und Marianne Kehlau. Und im Skript steht, das sollte eigentlich die Rolle von Marianne, sollte eigentlich Katharina Brauchen sprechen. Die hatte dann eine tolle Zeit. Ist ja auch sehr klein die Rolle gewesen. Aber es ist tatsächlich eigentlich ganz schön, finde ich, ganz kurz, diese so Fahrstuhl für ein Hörspiel-Setting. Also du hast recht, es hat nichts mit der Geschichte zu tun, aber es ist natürlich ein geiles Szenario. Du hast die Charaktere eng auf einem Raum und kannst da schön interagieren irgendwie. Das fand ich eigentlich ein schöner Einstieg. Ja, und es ist eigentlich auch nochmal die erste Form von klaustrophobischer Stimmung, weil sie sind später ja noch in dieser Kühlkammer eingeschlossen. Hier sind sie jetzt im Fahrstuhl eingeschlossen. Was ich aber komisch finde, ist dir das aufgefallen, diese explosionsartigen Geräusche, wenn der Fahrstuhl ruckt? Also der ruckt ja nicht so, man hat das Gefühl, da explodiert irgendwas.
Und da kommt vielleicht jetzt auch meine kleine Theorie rein, die muss ich jetzt einmal kurz loswerden, bevor wir weiter einsteigen. Ich habe mich nämlich gefragt, Moment mal, Diamantenschmuggel, Diamantenfieber als Titel, du hast es schon gesagt, dieser komische James-Bond-Film, als Sean Connery noch einmal zurückkam und die Dieser Film spielt sowohl auch in Amsterdam und in Holland stellenweise und es gibt einen krassen Kampf im Fahrstuhl in diesem Film. Eine ganz lange, große Szene. Also Diamanten, Holland, Fahrstuhl. Vielleicht war das ja die Inspiration für diese ganze Folge. Nicht schlecht, müssen wir Johanna mal fragen, wenn wir sie das nächste Mal sehen. Weil da war ich irgendwie die ganze Zeit dran erinnert. Ja, aber genau, dann sind da ja noch diverse andere Leute, die da auftauchen. Also ich finde erstmal euer Spiel ziemlich schön in dieser Szene. Das passt echt ganz gut. Also auch der Bob, der dann da den Schraubenzieher rausholt. Ja, diese Szene, genau. Die Szene mit dem Metallschild, was von Bob da abgeschraubt wird, die war ursprünglich noch länger. Diese Mary regt sich dann darüber auf, was Bob da eigentlich tut. Und deswegen kommt die Antwort von Bob im Hörspiel auch so unvermittelt. Wenn ich dann sage, ich schraube die Abdeckung herunter. Da fragt sie dann auch, was machst du eigentlich? Das ging eigentlich noch weiter, ist dann aber gekürzt worden.
Warum ist die Szene überhaupt drin? Weil wir natürlich zum ersten Mal jetzt hier unseren Mr. Thomas kennenlernen, Stefan Kraschinski, unseren August August aus dem Fluch des Rubins. Den mag ich ja sehr, den Sprecher. Liebe ja seine Lache als Küchenjunge bei Huibu. Obwohl, ich finde, er ist hier ein bisschen zu jung besetzt, denke ich mal. Ja, stimmt. Man hat ihn ein bisschen anders im Kopf eigentlich auch, vor allem was dann später noch passiert, aber da müssen wir nochmal reinhören. Ich habe mich auch gefreut, ihn hier zu hören, auf jeden Fall. Und vor dem Fahrstuhl, wenn es dann weitergeht, treffen sie ja plötzlich dann auch auf Inspektor Kotter, der jetzt aber ein devoter Hoteldirektor ist und mit der Stimme von Holger Mahlig spricht. Warum Holger da jetzt wieder mitmacht, er ist ja nun wirklich gesetzt jetzt als Inspektor Kotter, aber...
Thema Doppelbesetzungen kommen wir später auch noch zu. Das müsste, glaube ich, so ein bisschen schnell gehen mit dem Casting bei dieser Folge. Da gibt es noch ein paar schöne Sachen. Aber jetzt apropos Casting, Andreas. Also, der große Knaller, ein neuer Erzähler ist plötzlich da. Matthias Fuchs. Wie kam es dazu?
Ja, das war ja natürlich wirklich die große Frage. Wer tritt jetzt die Nachfolge von Passetti an? Da musste jemand in große Fußstapfen treten. Ich habe jetzt gerade mit Heike Diene noch mal telefoniert. Es gab da mehrere Ideen. Eine, das wusste ich aber schon, war übrigens Wilhelm Wieben. Also dieser Tagesschausprecher, Mr. Krawatte. Ich glaube, irgendwann hat der Mann einen Preis bekommen als der Krawattenmann im Jahr 1991 oder irgendwas. Der Wilhelm Wieben, der hatte vorher noch nie bei Heike Diene gesprochen. Die hatte den dann aber genau zu der Zeit im Hamburger Tivoli-Theater auf der Bühne gesehen als Kaiser Franz Josef im Weißen Rössel. Dann hat sie ihn zu Probeaufnahmen eingeladen. Aber das ging irgendwie nicht. Der hat wirklich eine ganz tolle Stimme, muss man sagen, zweifellos. Aber du musst mit deiner Stimme natürlich auch eine Persönlichkeit entwickeln. Und selbst wenn du den Text nur abliest, musst du erzählen können. Du musst Spannung aufbauen. Und bei Wilhelm Wieben klang das dann eben wirklich immer nach Tagesschau. Und dann dachte ich, okay, wer könnte es noch sein? Dann hatte sie Armin Müller-Stahl angesprochen. Oh, wow. Unseren Thomas Mann.
Die hatten eine gemeinsame Bekannte, eine Pianistin und dann hat sie ihn gefragt, ob er Lust hätte, bei den drei Fragezeichen den Erzähler zu sprechen.
Der hatte aber zu der Zeit, das war ja Mitte der 90er, viel zu tun, hat ja dann auch viel in Amerika gedreht und hatte dann deswegen abgesagt. Und dann kam über die Schwester von André Minninger die Idee, es mal mit Matthias Fuchs auszuprobieren. Das war praktisch, der lebt in Hamburg und dann hat man das auch ausprobiert. Es gab auch Probeaufnahmen und das lief gut, aber es tauchte ein Problem auf. Und das lag nicht an Matthias Fuchs, sondern das lag an Heike Diene, denn Heike Diene hatte... Zwangsläufig natürlich die ganze Zeit immer Peter Passetti im Kopf, wenn Matthias Fuchs gelesen hat. Also wie hätte Passetti das jetzt betont und wo hätte Passetti jetzt eine Pause gemacht? Und das hat sie Matthias Fuchs anscheinend dann auch unterschwellig zu verstehen gegeben. Machen Sie das doch mal bitte so wie Herr Passetti. Und das ist natürlich für einen Schauspieler eine Katastrophe. Du fühlst dich sofort eingeengt, fühlst dich dann unwohl und unfrei. Zumal man auch nicht vergessen darf, dass Passetti ja auch ein völlig anderer Typ war. Fuchs war viel feinstofflicher als Passetti und hatte natürlich auch einen ganz anderen schauspielerischen Background. Das war eher so ein Eichendorff-Typ. Hat er übrigens auch mal ganz toll, gibt es ein Hörbuch. Das ist irgendwie noch aus den Anfang der 70er, glaube ich. Und da liest Matthias Fuchs aus dem Leben eines Taugenichts.
Ganz andere Haltung als Passetti. Passetti war eben wirklich eher so ein Orson Welles. Das war so ein Sherlock Holmes. Das ist ein ganz anderes Kaliber und natürlich auch ein ganz anderes Alter. Und Passetti war wärmer und persönlicher und Fuchs war distanzierter. Was ich aber sehr schön finde, der war auch düsterer. Also jetzt stell dir mal vor, Stimmen aus dem Nichts mit der Stimme von Passetti, da fand ich diese Dunkelheit und dieses Psychologische mit Fuchs eigentlich, glaube ich, fast besser, als wenn Passetti das gemacht hätte. Und, ähm, Fuchs hat ja eigentlich immer so ein bisschen nach diesem Brechtschen-Prinzip gearbeitet, Distanz aufbauen, damit der Zuschauer sich emotional nicht mit den Figuren identifizieren kann und hat natürlich im Studio auch ganz anders gearbeitet. Passetti hat eben einen Satz gelesen, dann hat er sich irgendwie versprochen oder es war vernusselt, dann hat er den Satz nochmal gemacht und bitte auch nur zweimal, weil das hat ihn jetzt genervt.
Fuchs hat wirklich ganze Blöcke nochmal gemacht, hat Absätze wiederholt. Und wenn Heike Diene meinte, ja, wunderbar, nein, ich glaube, ich kriege es noch besser hin. Er hat auch einen ganz anderen Abstand zum Mikrofon gehabt. Das merkst du, Passetti war viel weiter weg. Und Fuchs ist immer so ins Mikrofon reingekrochen, war viel leiser. Und ich glaube auch, Passetti war ja ein starker Kettenraucher, der hat auch im Atelier geraucht. Und man muss noch dazu sagen, ich habe Passetti nicht kennengelernt. Wir haben Passetti nicht kennengelernt. Und soweit ich weiß, habe ich Matthias Fuchs auch nie kennengelernt, was auch eine Katastrophe ist, ja. Ja, das ist immer das Problem, dieses getrennten Aufnehmens der Erzähler und wenn man sich dann nie trifft. Ich finde es total interessant, was du sagst mit dieser Intimität, die Fuchs herstellt, die wirklich anders funktioniert als bei Passetti. Das merkt man hier jetzt auch gleich bei diesem ersten Einsatz durch die ganze Folge.
Was mir hier auffällt, ist aber, wenn man sich dann die Veränderung von Fuchs ein bisschen über die Folgen auch mal anschaut, hier am Anfang ist fast noch so ein bisschen mehr Druck in der Stimme und manchmal dieses dezent Atemlose, was wir ja dann eigentlich später eher von Tommy Fritsch kennen. Ich finde, das ist hier fährt er so ein bisschen deutlicher, als er später dann wird, wo er, finde ich, noch mehr Distanz hat, auch eine emotionale Distanz zu dem, was er vorträgt. Er musste sich wahrscheinlich da auch wirklich erstmal reinfinden. Und wir dürfen nicht vergessen, es ist ja immer ganz wichtig, du kommst da ins Studio und du trittst die Nachfolge von einem großen Starschauspieler an und dann kriegst du nicht sofort dieses Gefühl, oh Mann, die finden es gut, was ich hier mache. Ich mache das anders, aber ich mache es gut. Wenn dann so ein bisschen Kritik kommt, da können sie nicht da das nochmal ein bisschen anders und vielleicht da nochmal die Betonung ein bisschen da setzen.
Da wirst du unsicher. Und ich finde, das macht er aber trotzdem. Ihm das nicht an, dass er unsicher ist, sondern er ist super vorbereitet und dann gibt es auch teilweise so elegante Schmunzler, die er einbaut. Es ist die Frage, ob es an der richtigen Stelle ist, aber wenn du so einen Text interpretierst, da darf dir eigentlich da keiner reinquatschen. Du musst die Haltung haben und dann kann man dir sagen, okay, aber du kannst es vielleicht noch ein bisschen schneller machen, ein bisschen dramatischer, aber bitte keine Betonungsvorschläge. Das magst du total gerne, wenn das aus der Regie kommt. Am besten noch so vorgespielt. Ja, das mag ich richtig gerne. Wenn mir Ulrich Nöten sagt, ich soll doch das so und so betonen. Das habe ich immer richtig gerne.
Toll. Nee, ich finde auch, es ist aber wirklich ein toller Einstand. Und wir haben ja wirklich uns total vertieft nochmal in Passetti beim letzten Mal. Und es ging uns ja wirklich unter die Haut. Und man kann sich dann erstmal so gar nichts anderes vorstellen. und dann jetzt in diese Folge einzusteigen und eigentlich nach fünf Minuten zu merken, nee, nee, alles klar, Matthias Fuchs ist da. Das ist eine neue Ära, ja, aber die funktioniert. Und er rahmt das auch schön ein und funktioniert dann wie so ein roter Faden auch, finde ich, durch diese Folgen jetzt. Also ich finde auch, der ist relativ schnell dann angekommen. Und da sollten wir doch jetzt vielleicht mal gleich reinhören, oder? Richtig. Kurze Zeit später, nach diesem kleinen Zwischenfall, saßen die drei Detektive auf der Tribüne im Wembley-Stadion. Und sahen sich ein äußerst spannendes Fußballspiel an. London gewann mit 3 zu 1 Toren und in entsprechend guter Stimmung war auch Alexander Burlington. Der elegant gekleidete Herr war Präsident des berühmten Fußballclubs Arsenal London und war während eines Urlaubs in Rocky Beach mit den drei Fragezeichen in Kontakt gekommen, was zur Folge hatte, dass er Justus, Peter und Bob, wie er es damals versprochen hatte, nach dem Spielende in die Katakomben des Stadions einlud.
An der hinteren Wand war vor einem gewaltigen Schrank mit Pokalen ein langes Buffet aufgebaut, vor dem sich Dutzende von Gästen drängelten. Also Jungs, fühlt euch hier ganz locker und wie zu Hause. Stärkt euch erstmal am Buffet und anschließend stelle ich euch den Gästen vor. Lauter Vips, sehr wichtige Persönlichkeiten, so wie ihr.
So, jetzt sind wir also hier in den Katakomben des Wembley-Stadions plötzlich mit dem Präsidenten von Arsenal, Alexander Burlington, der da irgendwie auch noch so plötzlich auftaucht. Klaus Sonnenschein, spannend hier, oder? Ganz anders als, wie hieß er, Mr. Bowe aus den Fußballgangs dann so Morgan Freeman-mäßig abgehängt. Hier ist er ja ein bisschen drüber, diese Lache die ganze Zeit. Die Regieanweisung von Heike Diene war mit Sicherheit, sprechen Sie mit Händen wie Schaufeln, weil das soll er nämlich wirklich haben. Das macht Sonnenschein wirklich toll, auch mit diesen geborgenen Wolfgang-Fölz-Lachern. Dann habt ihr genauso. Aber was ich wirklich nicht so gut finde, es klingt leider überhaupt nicht britisch. Sondern der klingt wie so ein knubbliger texanischer Rinderbaron.
Also ich habe da wirklich Danny DeVito vor Augen. Und dann ist der Juwelier und dann auch gleichzeitig noch der Präsident von Arsenal London. Das fand ich auch. Also das ist alles super konstruiert, auch woher sie ihn kennen. Also während eines Urlaubs in Rocky Beach ist er dann damals mit den Fragezeichen in Kontakt. Gekommen und lädt sie jetzt hier in den VIP-Bereich von Arsenal im Wembley-Stadion ein. Also das war so, da hängen auch so die Fußballgangs da noch so ein bisschen mit drin, finde ich. Was mir noch aufgefallen ist, hast du mitbekommen, wie Fuchs den Fußballklub ausspricht? Auf Deutsch. Arsenal London. Das ist kein Fußballfan gewesen wahrscheinlich. Matthias Fuchs. Nee, genau. Das war sonst ganz so. Brechtchen, genau. Wunderbar. Dann kommt ja auch noch kurz Gabi Glockner von TKKG hereingeplatzt als Blondine. Ist natürlich immer nett für alle Kassettenkinder. Wieder so eine Kreuz- und Querbesetzung. Veronika Neugebauer hier.
Was hat die da aber zu suchen? Ja, ich weiß. Das ist ja auch völlig überflüssig, die Rolle von ihr. Die ist da hysterisch. Und da hörst du vielleicht ein bisschen britische überkandidierte Upper Class, aber die hat doch auch überhaupt keine Funktion. Sie soll nochmal etablieren, dass halt Burlington Juwelier ist. Da kommt dann dieses etwas gestellste Gespräch. Sie erwähnt, danke nochmal, dass du Oliver irgendwie einen Tipp gegeben hast, was er mir für eine Kette kaufen soll oder sowas. Das wird nochmal so ein bisschen plump eingebaut. Auf jeden Fall der wichtige Punkt ist dann hier dieser Übergang, als Justus dann nämlich berichtet, dass sie den Auftrag von Onkel Titus haben, Während ihrer Zeit in London Kontakt mit einem Juwelier aufzunehmen, der wohl so eine Art Brieffreund von Titus ist und das ist ein gewisser Robert Apple Bloom und da hat Burlington dann natürlich so ein paar Infos und dann kommen wir jetzt so langsam in die Geschichte hier rein.
Ja, bitte. Sind Sie Mr. Robert Appleblum? Nein, mein Name ist Richard Appleblum. Was wollen Sie denn von meinem Vater, wenn ich fragen darf? Ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre, Sie mit dieser Angelegenheit vertraut zu machen. Es würde vollkommen genügen, wenn Sie uns mitteilen, wo wir Ihren Herrn Vater finden. Ich müsste schon wissen, worum es geht. Ich glaube nicht, dass es meinem Vater recht wäre, wenn ich jedem, der hier hereinkommt, seine Adresse gebe. Ja, Richard Appleblum, das ist Till Madaus. Der ist wirklich gut, finde ich. Der ist sehr unaufgeregt. Der hat vorher mal eine kleine Rolle im Doping-Mixer gesprochen, soweit ich weiß. Und später dann auch noch im Schwarzen Monster dabei. Hatte aber nie große Rollen bei Heike Diene. Das liegt vielleicht daran, dass dieser Till Madaus in erster Linie Schauspiellehrer ist, also so ein Coach und nicht unbedingt vor dem Mikrofon steht, sondern eher anleitet und unterrichtet. Macht er sehr... Glaubwürdig und sehr überzeugend und klingt teilweise, ich dachte erst mal, das ist er, wie Nico König, den wir auch ganz oft bei den Drei-Frage-Zeichen dabei haben. Aber jetzt hier auch nach Matthias Fuchs wird das auch nochmal mit den Schachfiguren näher erklärt. Im Hörspiel versteht man das nicht sofort. Nee, fand ich auch nicht so klar im Hörspiel. Der Vater von Richard Appleblum, also das ist ein Freund von Onkel Titus und jetzt nicht unbedingt ein Brieffreund. Die kennen sich, den hat er in Santa Barbara kennengelernt.
Und dieser Robert Appleblum, der hat vor ein paar Monaten wertvolle Schachfiguren in England entdeckt oder ersteigert, weiß man nicht so genau, die Onkel Titus schon immer für einen alten Stammkunden haben wollte. Und jetzt sollen die drei Fragezeichen die Schachfiguren für Onkel Titus nach Amerika mitnehmen. Ah, super. Okay, ja, das wäre eine Info gewesen, die man doch auch nochmal hätte einbauen können. Weil da habe ich auch erst nochmal, ich habe erst, die werden nämlich später dann nochmal erwähnt, expliziter die Schachfiguren und ich hatte das gar nicht richtig mitbekommen in dem Juwelierladen, dass das schon mal erwähnt wurde. Da musste man also nochmal schnell zurückhören und dieser Kontext war mir auch nicht so ganz klar. Zumal dann auch gefragt wird, was ist eigentlich in dem Päckchen und was soll in dem Päckchen sein? Du verstehst es dann überhaupt nicht. Genau, richtig. Und es ist auch so ein bisschen so eine komische Stimmung da in dem Juwelierladen, weil, wie Peter schön sagt, ja, der Laden ist edel, aber unfreundlich, dieser Richard Apple Bloom, der Sohn. Und es ist auch nicht so ganz klar, wo der Senior eigentlich ist. Da wird dann behauptet, er lebt mittlerweile in Schottland.
Aber man merkt schon gleich, Moment, das stimmt irgendwie nicht. Richtig. Wir erfahren ja auch, das stimmt nicht, weil der in Wirklichkeit ja in einem Altenheim in London lebt. Genau. Aber du merkst, da ist irgendwas faul. Ja. Und vielleicht musste Apple Bloom dann auch erstmal checken. Am nächsten Tag lädt nämlich dann sowohl Alex Burlington, der Arsenal-Präsidenten-Juwelier, in seinem Club zum Lunch ein und danach Richard Apple Bloom nochmal die drei Fragezeichen zum Tee. Die haben also ganz schön was im Kalender. Und jetzt geht es aber erst mal in den Gentleman's Club, stelle ich mir das immer vor, mit dem Präsidenten von Arsenal. Und da gibt es jetzt diese wunderbare Delikatesse. Ich löffle es schon mal wieder. Die wir schon erwähnt haben. Okay, schluck du mal runter und wir hören mal rein.
Am nächsten Morgen warfen sich die drei Fragezeichen für das Essen mit Alex Burlington im Club mächtig geschah. Es gab Aalpudding mit Kartoffelpüree. Burlington schien das für eine Köstlichkeit zu halten und verspeiste seine Mahlzeit mit sichtlichem Appetit. Justus blickte auf seinen Teller und verzog das Gesicht. Als er verstohlen in die Gesichter von Bob und Peter blickte, sah er, dass es den beiden nicht anders erging. In der 89. Minute im letzten Länderspiel gegen Italien, das hättet ihr sehen sollen, da haben wir sie mit einem Konter in die ewigen Jagdgründe geschickt. Nachher lag sie auf dem Rasen wie die Fliegen. Rum!
Okay, also das ist eine grandiose Szene. Ich sehe es vor mir so ein bisschen wie bei Indiana Jones und der Tempel des Todes, wo sie da alle beim Festbankett im Tempel von Pancourt sitzen und auf diese Horrorspeisen gucken und so. Das fand ich toll von euch gespielt. Auch wo ihr so, okay, nee, danke, komm, wir essen mal nicht. Lass den mal löffeln. Aber weißt du eigentlich, was das ist? Was Arlpudding ist? Ich habe das noch nie gegessen, Gott sei Dank, und mir auch keine weiteren Gedanken darüber gemacht. Das ist aber schade, weil es klingt furchtbar. Und wenn ich jetzt hier irgendwie so löffle, dann denkt man, okay, oh Gott, wie ekelhaft ist das denn? Aber eigentlich ist das wirklich, das ist Aal in Aspik. Das ist nichts anderes. Obwohl, es ist ganz interessant, also Aal in Aspik war früher in England so ein arme Leute-Essen. Ich habe im Netz aber noch was anderes gefunden, und zwar Kofradia. Und das ist wirklich ekelhaft. Das ist nämlich eine spanische pasteurisierte Puddingvorspeise mit Aalgeschmack. Pudding de Pescado aus der Gegend von Bilbao. Und das ist wirklich, wie man sich das vorstellt, Vanillepudding mit Aalgeschmack.
Ja, das gibt es also. Das hat aber nichts mit England zu tun. Ich nehme mich jetzt wieder an die schwedischen Smörgos-Torter, die ich habe mir mal erzählt. Irgendwann wurde auch alle möglichen wilden Mischungen, so Krabben und Nutella und alles zusammen, dann in Aspik irgendwie. Okay, genau. Also auf jeden Fall schnell weiter, denn die drei Fragezeichen wollen ja dann eigentlich weiter nach Holland und möchten sich da einer Reisegruppe anschließen, was ich so ganz süß fand. Die amerikanischen Boys, die dann gern mit so einer Gruppe rumreisen wollen. Und da hilft ihnen Burlington nämlich auch, weil er einen Freund hat, der so ein Reisebüro hat. Und dann können sie dann über Dover nach Calais, über Rotterdam nach Amsterdam und dann später sollen sie wieder zurück nach London. Und das machen sie dann auch. Und jetzt können wir ja mal gucken, wer in dieser Reisegruppe so alles dabei ist. Die Reisegesellschaft, mit der die drei Fragezeichen nach Amsterdam fuhren, war eine kleine Gruppe, sodass sie mit der Vorstellung schnell fertig waren. Das Ehepaar Jenkins aus London. Die Familie Rodriguez aus New Mexico mit den beiden Zwillingsschwestern Martina und Joan. Sowie Mario und Anna, zwei junge Leute aus Italien.
Zusätzlich hatte sich der Gruppe ein Mr. Thomas angeschlossen, den die drei Detektive gleich wieder erkannten. Es war der Fremde aus dem Fahrstuhl im Hotel Florida. Als der Bus hielt und die Gäste ausgestiegen waren, versammelte sich die Gruppe um Mr. Rodriguez, dem es sichtlichen Spaß machte, den Reiseführer zu spielen.
Verehrte Herrschaften, was wir hier sehen ist eine Windmühle, eine typisch holländische. Die ersten Windmühlen haben die alten Perser gebaut, schon im 17. Jahrhundert.
Offenbar ist sie stillgelegt. Es wäre sehr interessant zu erfahren, wie es hinter dieser Tür dort oben aussieht.
Wenn Sie mir bitte folgen würden. Ja, das ist spannend. Das ist ja wunderbar. Ach, ich finde das immer toll, wenn so improvisiert wird, wenn so Menge Masse... Die gemeinsam sich unterhalten muss. Das steht ja auch. Wenn ich da Regie mache, muss ich da immer lachen, was die Leute sich dann so einfallen lassen. Es ist immer so Überkommunikation. Das ist ja nicht so leicht. Du musst ja dann auch mal genau wissen, was ist die Situation. Hier steht zum Beispiel wirklich im Skript Menge, Klammer auf, tuscheln und staunen. Also du musst natürlich genau wissen, in welcher Situation bist du jetzt hier. Ja, du musst das wissen. Und dann hast du immer ein bisschen dieses Phänomen, wenn so eine Gruppe improvisiert ist, dann müssen die tatsächlich auch ein bisschen miteinander spielen. Sonst sagen halt immer alle das Gleiche. Vor allem, wenn du das so vorgibst. Ah, toll, ah, toll. Ja, was denn noch? Also beim Synchron ist es zum Beispiel so, da gibt es wirklich richtig tolle Mengen, also Leute, die sich wirklich richtig gut zusammensetzen. Also Gruppen, die du gut kombinieren kannst. Und ganz toll ist es dann auch immer, wenn du einen aus der Menge Masse hast, so heißt es ja, also aus dem Ensemble, der die Führung übernimmt. Der innerhalb von kürzester Zeit sagt, okay, pass auf, du sagst das, das, das, das, erst kommst du. und dann bewegst du dich teilweise auch vor dem Mikrofon. Wenn du da zum Beispiel eine Menge darstellst mit 20 Leuten, hast aber nur vier Leute oder fünf Leute vor dem Mikrofon.
Dann müssen die sich vor dem Mikrofon redend drehen, damit man den Eindruck hat, es kommen immer wieder neue Leute vorbei, obwohl es eben wirklich nur vier oder fünf sind. Das ist ganz toll. Das kann man auch beim Hörspiel so machen, wenn du so richtig toll Menge Masse hast, wo du ja auch ein bisschen freier bist unter Umständen, wenn du nicht noch aufs Bild anpassen musst, sondern wo du richtig komplette Szenen spielen kannst. Lange Bögen, minutenlang im Hintergrund. So ein Restaurant oder sowas. Und dann das doppelt die Spuren und so. Und dann kommt auch so ein schön authentischer Sound.
Das fand ich jetzt hier auch ganz süß, wenn man so in die Details ein bisschen reinhört. Ihr macht das ja auch, ihr improvisiert ja da so ein bisschen mit. So, und dann geht es in die Windmühle, wo dann Mr. Thomas fast abstürzt. Und dabei kommt es jetzt hier zu einem grandiosen Schrei von Stefan Krasinski. Den müssen wir uns jetzt anhören. Was ist denn? Er hängt über dem Abgrund! Nein! Mr. Thomas kann sich nicht halten! Oh Gott! Mr. Jenkins! Tu doch einer was! Kommen Sie und packen Sie mit an! Macht Platz! Ihr müsst ihn hoch! Kommen Sie doch etwas! Thomas, nehmen Sie meine Hand! Ich kann nicht! Ich hänge auf dem Rad gesetzt! Ich kann wenig mehr länger halten! Oh mein Gott! Halten Sie durch! Wir helfen Ihnen! Lassen Sie uns das machen! Komm Joost!
Justus, nun greif doch zu! Ich hab ihn! Ich hab ihn! Und jetzt hoch! Hoch! Hoch! Ist Ihnen etwas passiert? Nein! Nein!
Oh mein Gott. Finde ich super gemacht hier von Stefan. Ich hab mich richtig erschrocken. Oh Gott. Aber es hat er toll gemacht. Endlich mal Action. Wobei mir nicht so ganz klar ist, was genau passiert. Also wo fällt der dann und wie hängt der dann? Gut, dass du darauf zu sprechen kommst. Ich musste an der Stelle wirklich mehrmals zurückspringen, weil ich dachte, Moment mal, sagt dieser Thomas wirklich, ich hänge an einem Nagelfest? Und der Satz ist ja auch so ein bisschen runtergefadet. Und man versteht ihn fast gar nicht. Aber wie soll das gehen? Hängt der, das ist da so ein schmales Hemd, okay, aber der wiegt doch trotzdem mehr als zwei Kilo. Wieso hängt der jetzt an so einem Nagel? So, das wollte ich wissen. Dann habe ich die Stelle im Buch gefunden. Und da ist es natürlich anders. Thomas krallt sich mit zwei Händen an den Stufen. fest. Er hängt also nicht an irgendeinem Nagel. Schade ist leider auch im Buch übrigens, dass man nicht erfährt, was genau passiert. Und zum Schluss der Szene sagt Thomas ja dann einfach nur, er hat genau gesehen, dass da kein Geländer war und das war's dann. Das hätte man ja auch ein bisschen spannender zu Ende erzählen können, finde ich, aber es ist immer so. Im Buch ist es genauso. Okay. Oder man kann fragen wie Bob, wie ist das denn basiert mit B? Fand ich auch schön. Dann hatte ich noch ein bisschen Aalpudding im Mund, ist doch ganz klar. Dann stand dann bandiert.
Genau, Bob geht so Aalpudding schlürfend durch Rotterdam. Die ganze Zeit, ja. Ach so, apropos Rotterdam. Dieses Hotel Emma, das gibt es übrigens wirklich. Ach echt? Ja, das wäre doch ganz gut. Da reist man dann ins Hotel Emma und hört sich Diamantenschmuggel an. Das war ja gar nicht schlecht. Das muss man wirklich nicht mehr machen. Finde ich ganz gut. Und dann kann man schön einchecken mit den drei Fragezeichen, wie zum Beispiel jetzt hier in dieser Szene. Und die finde ich sehr schön gespielt von euch. Hey, hey, hey, wo bleibt denn eure gute Kinderstube? Moment mal. Ich bin ein Idiot. Ja, das stimmt. Darf ich fragen, was dich zu dieser Erkenntnis gebracht hat? Erzähl du es, Bob. Zweierlei hat sich ereignet. Erstens, wir haben einen anonymen Brief erhalten. Wie immer in Druckbuchstaben. Aufgeklebt, hier.
Haltet euch heraus, sonst ist Europa Endstation für euch. Aha. Wenn du erfährst, was noch passiert ist, dann kannst du deine kleinen grauen Zellen in Bewegung setzen. Unser erster Detektiv, Justus Jonas, hat sich nämlich einen kleinen Fehler zu Schulden kommen lassen. Was ist denn los? Raus damit! Du erinnerst dich an Mr. Appleblum? Appleblum, Appleblum, wer wohl nicht? Und an das Päckchen, das er uns gegeben hat? Ja klar, die Schachfiguren für Onkel Titus. Sie sind weg. Spurlos verschwunden. Und Justus hat es nicht bemerkt. Was? Also der Text ist natürlich so ein bisschen gestellst und schriftlich. Also wenn Bob sagen muss, zweierlei hat sich ereignet. Aber ihr habt es super gespielt. Also es ist eine tolle Interaktion zwischen euch. Nicht nur Justus ist ein kleiner Idiot, sondern ich auch, weil ich bin nicht so clever. Denn mir ist überhaupt nicht aufgefallen, dir wahrscheinlich auch nicht, dass es nicht Adressat heißt, sondern Adressant oder Achsender. Ja, natürlich. Und Kai, jetzt die große Preisfrage. Hast du die doppelte Bedeutung verstanden von Jens, seinen Satz, hier zu bleiben ist gut? Das hat zuerst auch im Studio keiner verstanden und deswegen hat André im Skript hinter Pieters Satz noch geschrieben, die Beseitigung ist gemeint. Aber ich glaube auch Jens hat das nicht verstanden, sonst hätte Jens das viel mehr auf den Punkt gespielt.
Zumal das hier an der Stelle auch ursprünglich das Ende der ersten Seite war. Das hätte man eigentlich mehr auf Cliffhanger spielen müssen. Interessant, okay gut, das habe ich auch überhaupt nicht mitgekriegt. Und es wird ja dann tatsächlich auch ganz interessant, weil dieser Mr. Thomas, also Stefan Krasinski, der da eben in der Windmühle fast abgeschmiert wäre, sich ja dann auch entpuppt als jemand, der tatsächlich eigentlich wegen den drei Fragezeichen mit auf diesem Trip ist. Das ist so eine ganz schöne Szene, wo sie ihn sehen in der Spiegelung im Schaufenster dann in Rotterdam. Und man dann merkt, okay gut, der ist hinter Ihnen her. Und sie konfrontieren ihn dann direkt und gehen dann in ein italienisches Restaurant, um das Ganze mal in Ruhe zu besprechen. Und da würde ich sagen, achten wir doch mal auf das Personal, auf die Kellner, die da vorbeikommen. Bitte schön. Ich kann euch nur mitteilen, dass es um internationale Schmuggleringe geht. Ja, aber was hat es mit uns zu tun? Ich meine, Sie sind doch tatsächlich hinter uns her, oder nicht? So, für Getränke. Ah, danke. Ja. Danke, das ist für mich. Das ist für mich. Nein, das ist für mich. Ich hatte einen total trockenen Hals.
Also gut, wir hatten Informationen, wonach ihr möglicherweise als Kuriere eingesetzt seid. Danke. Wie denn das? Ich kann euch nur sagen, dass ich einen Auftrag habe, euch nicht aus den Augen zu lassen. So, und es ist ja, wir haben ja damals im Gespräch mit André schon, André Minninger, darüber geredet, dass wir immer so gucken, wo, where ist André, das Wimmelbuch, das Akustische. Und hier ist er natürlich wieder als Kellner. Er taucht aber später nochmal auf. Ich weiß, wir sind noch nicht fertig. Einmal servierter Getränke und einmal die Pizzen. Sehr schön. Genau, es klingt wirklich total improvisiert und das ist es auch. Das liegt aber daran, weil diese Szene mit den Getränken und den Pizzen und Anchovies und so weiter, das haben wir improvisiert, weil André wirklich in dem Augenblick wirklich mit Pizzatellern ankam. Also man hört sogar die Studiotür, wie er die aufmacht. Und die haben das Ganze dann live gespielt und haben dann mit fettigen Fingern und vollgeschmierten Manuskript den Text gesagt. Unfassbar. Ja, genau. Ja, das ist toll, aber eure Impro, also alle, alle improvisieren, Stefan ja auch, ja, also mein Hals ist auch ganz trocken, ja. Nee, das steht, nein, der Hals ist trocken, das steht wirklich, das spielt er gut, ja. Nimm einen Schluck aus Glas, ich hatte einen total trockenen Hals, das spielt er aber gut, weil er sich fast verschluckt. Ja, ja, das ist so, da hätte ich schwören können, dass das improvisiert ist, okay, sehr schön, nicht schlecht.
Ja, und dann wird es ja interessant, weil man erstmal Mr. Thomas gleich wegsortiert als Verdächtigen auch irgendwie, Da wird ja dann kurz gesagt, das Päckchen ist geklaut worden, denn die drei Fragezeichen haben ja es verloren. Es wurde ihnen aus dem Hotelzimmer geklaut und darauf stürzt Thomas aus dem Lokal. Es könnte sein, dass wir uns nicht mehr wiedersehen. Alles Gute. Der haut quasi ab und damit können die Fragezeichen erstmal feststellen, okay gut, das kann nicht der Dieb der Schachfiguren sein. Der war zu überrascht oder zu weich, wie Peter sagt. Mr. Thomas ist nicht abgebrüht genug. Und das muss gerade Peter sagen. Ja, genau. Und dann wird ein Bus bestiegen und der soll die Reisegruppe jetzt nach Amsterdam zum Flughafen bringen. Aber Justus wird unruhig, weil zwei Personen anscheinend verschwunden sind, beziehungsweise gar nicht aufgetaucht sind. Und Mrs. Jenkins... Katja Brügger liefert die Erklärung und jetzt bitte ganz genau auf die Stimme aufpassen.
Der Flug von Amsterdam nach London war nur kurz. Und der Abschied auf dem Flughafen in Heathrow von den drei Fragezeichen und der Reisegruppe ging sehr schnell über die Bühnen. Justus, Peter und Bob winkten den Rodriguez und Mario und Anna nach und begleiteten Mrs. Jenkins zum Taxistand. Die ältere Dame war bleich und ungewöhnlich wortkarg. Machen Sie sich keine Sorgen. Ihr Mann wird sicher wieder bald zu Hause sein, da bin ich mir ganz sicher. Ja, danke. Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen. Ja, Moment mal, der letzte Satz von Mrs. Jenkins, das ist plötzlich eine völlig andere Stimme. Das ist doch jetzt plötzlich nicht mehr Katja Brügger. Das ist mit ziemlicher Sicherheit nämlich jetzt Heike Diene auf einmal. Und dieser Fehler, der ist entstanden, weil im Skript fälschlicherweise Mrs. Rodriguez steht. und nicht Mrs. Jenkins.
Und ich sage es dann auch. Ich sage nämlich auch, machen Sie sich keine Sorgen, Mrs. Rodriguez. Und das hat man rausgeschnitten. Und dann hat man gesagt, okay, jetzt steht hier auch Mrs. Rodriguez, danke, auf Wiedersehen dann. Und dadurch ist der Fehler entstanden. Es war schon spät, keiner hat den Fehler bemerkt. Und das liegt eben auch daran, dass man das nicht immer alles chronologisch aufnimmt. Kurz noch zu dem Busfahrer. Ich habe ja zuerst gedacht, das ist Holger Malig schon wieder. Aber das ist Hans Sievers. Ja. Inspektor Capestrano aus der Geisterstadt. Genau, richtig. Der war dann sozusagen disponiert, aber nicht eben dieser eine Take. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich erkenne da nicht so wirklich Heike Diene. Also wenn, dann hat sie das sehr, sehr anders gesprochen. Eindeutig ist es nicht Katja Brügger, aber ich habe es gelesen in den Credits dann jetzt und dachte, ah, okay, Heike Diene, super. Aber manchmal klingt Heike Diene so, wenn sie den Hals lang macht. Dann kann sie so ganz, ganz, ganz, ganz jung und ganz zart klingen. Ja, super. Also genau. Vielleicht bleibt es auf ewig ein Rätsel. So ist es ja auch manchmal schön. Auf jeden Fall müssen sie dann zurück in London erstmal telefonieren. Fand ich auch toll. Dieser Flashback.
Telefonkarten. Kannst du dich da noch dran erinnern? Die man immer hatte, die man immer aufladen musste dann in die Telefonzelle. Und Sie langen dann zu dritt in einer Telefonzelle. Und das kommt mir doch auch irgendwie bekannt vor, oder? Genau, das haben wir schon mal inszeniert. Du hast das inszeniert. Ich habe das damals auf der Bühne beim Wecker gemacht, dieser Kniff, euch in diesen Lichtkegel zu stellen als Telefonzelle. Das war sehr schön. Das war wirklich toll. Auf jeden Fall verabreden Sie sich jetzt endlich mit Apple Bloom Senior in diesem Seniorenheim in St. Margaret direkt an der Thämse. Und den treffen Sie jetzt schon wieder in der Teestube. Aber Gott sei Dank gibt's diesmal keinen Aalpudding. Wir hören mal rein. Haben Sie eigentlich je selber etwas vom Diamantenschmuggel bemerkt? Als wir in Amsterdam waren, sind wir jemanden aus Ihrer Branche begegnet. Der hat total sträubende Geschichten erzählt. Ja. Oh ja, es wird sehr viel mit Diamanten geschmuggelt. Hat denn dein Onkel nie mit dir darüber gesprochen? Nie? Ja, wenn das so ist, dann muss ich eure Bildungslücke mal ein wenig stopfen.
Wisst ihr, Diamanten bestehen aus Kohlenstoff. Ach so. Vor vielen Millionen Jahren hat er sich in der Erde gebildet und dort verfestigt. Das ist das härteste Material der Welt. Das ist noch härter als Stein und Stahl oder Eisen.
Ja, der Apple Bloom Senior, das sollte ursprünglich Joachim Raake sprechen, steht hier auf dem Deckblatt. Dann ist es Franz Rothnick geworden, der Drill Sergeant aus Full Metal Jacket und Schweine im Weltall. Der erzählt uns jetzt was über Diamanten, aber ganz ehrlich, sag mal Lacht Justus ihn da aus? Ja, genau. Das habe ich auch.
Ich dachte, jetzt kommt noch ein Diss von Justus, der sagt, erzählen Sie mir doch jetzt nichts über Diamanten. Ich weiß eh alles. Aber er hat ja wirklich keine Ahnung, dass Diamanten aus Kohlenstoff bestehen. Der weiß doch sonst alles. Also ich habe das als einen arroganten Lacher gewertet, weil Justus das natürlich weiß. Aber es ist schon wirklich jetzt so, was soll das jetzt? Ein Vortrag über Diamanten im Duktus von Professor Hastig, wo man irgendwie denkt, kommt da jetzt noch was. Aber okay, er macht es toll. Und ich bin immer wieder baff über diese Wandlungsfähigkeit von Rutnik. Du hast es ja damals schon erzählt, dass das die gleiche Stimme vom Drill-Instructor und von Schweine im Weltraum jetzt wieder sein soll. Ich kriege das im Kopf nicht zusammen. Das ist großartig. Ja, aber hier schläft er schon ganz schön weg, muss man sagen. Ja, ja, ja. Und auch so, es endet dann irgendwie auch so ein bisschen müde. Also nur vom Text her. Es ist im Buch genauso. Szene endet mit dem Satz, den Fleiß hat er von mir geerbt, aber leider ist das nicht alles. Ja, aber okay, die Szene könnte doch weitergehen. Man könnte jetzt noch ein bisschen mehr erzählen. Ich hätte mir da auch noch was Geheimnisvolleres gewünscht, denn die Musik am Ende ist sehr atmosphärisch und auch sehr schön.
Ja, genau. Die passt schön, die macht Agatha Christie-Stimmung. Das ist Betty George, The Stage, ganz toller Track, der dann da kommt. Das stimmt, das dröppelt so ein bisschen aus. Dann wird es eh so ein bisschen schwierig, muss ich sagen, auch so logikmäßig, weil sie sind dann in der Jugendherberge und mussten sich das ja so selbst organisieren in London wieder. Peter kommt dann ganz pompös rein und sagt, während Bob und Justus ein Nickerchen gemacht haben, ich habe am Fall weitergearbeitet, habe erst mal telefoniert und hat herausgefunden, dass der Mensch, der sie heimlich begleiten sollte, abgezogen wurde. Das weiß aber Justus schon, weil er in Holland ebenfalls telefoniert hat. Das erfahren wir jetzt aber erst quasi hinterher. Ich weiß jetzt überhaupt nicht mehr, mit wem denn eigentlich, also mit dieser Versicherungsagentur und warum rufen die da überhaupt an. An, fand ich alles so ein bisschen weird. Es ist so, die drei Fragezeichen wissen jetzt, es gibt eine Person, die mit dem ganzen Diamantenschmuggel zu tun haben könnte, kürze ich jetzt mal ab, nämlich dieser Mitarbeiter von Mr. Burlington und das ist ein gewisser Andrew, der eine piepsige Stimme hat und ständig nicht wahr sagt und der läuft ihnen dann zufälligerweise im Juweliergeschäft von Burlington über den Weg und dann sagt Bob dann auch noch, leider, hätte ich erstmal raustreten müssen, hätte dann wieder ein bisschen Zeit vergehen müssen, weil ich bin dann eigentlich zu schnell an dem vorherigen Satz dran, sage ich, was für ein Zufall. Sowas gibt es normalerweise nur in schlechten Hörspielen. In schlechten Kriminalroman.
Ups, hallo Freud. In schlechten Kriminalroman. Ja, und spätestens dann wissen Justus, Peter und Bob dann auch, wer die Bösen sind. Also nämlich dieser Andrew mit der Piepsstimme, Mr. Jenkins, der Mr. Thomas von der Windmühle schubsen wollte. und der Sohn vom alten Äppelblum, nämlich dieser Richard. Die alle haben jetzt Dreck am Stecken. Also verfolgen die drei Fragezeichen, die drei Gangster und landen dann spektakulär im Tower von London in der Kühlkammer eines Restaurants. Und da werden sie eingeschlossen. Aber der gute alte Bob, das fand ich ganz toll, hat einen Geistesblitz. Hey, wartet mal. Ich habe eine Idee. Mir ist alles egal. Hauptsache, wir kommen hier lebendig raus. Gib mir mal das Feuerzeug. Ja. Danke. so und jetzt jetzt machen wir noch einen ein gefäß oder sowas wozu ich habe hier eine pfefferminzdose ausgezeichnet die tropfen müssen da rein fließen wir brauchen auch noch einen trinkhalm oder sowas aber woher nehmen und nicht stehlen.
Mein Kollege, mir ist es auch kalt. Das ist gar nicht so schlecht für unsere Zwecke. Was hast du denn vor? So. Hiermit muss es gehen. Die Haarnadel. Von der einen Oma aus dem Fahrstuhl im Hotel, als wir stecken geblieben waren. Darf man fragen, was hier los ist? So. Jetzt lasse ich das geschmolzene Wasser an der Haarnadel entlang ins Schloss rinnen. Ach ja. Wasser, die chemische Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff, hat bei 4 Grad plus seine größte Dichte. Wenn das zu Eis erstarrt, dehnt es sich aus. Und sprengt unser Schloss.
Tja, Kai, jetzt bist du dran. Da habe ich auch diese Stelle, liebe Andreas, fünfmal gehört. Da habe ich gedacht, was macht der jetzt? Und dann soll das gefrorene Eis des Schlosses sprengen. Und gleichzeitig warten wir aber auf diesen Brandmelder, was ja auch, und dann diese direkte Referenz da an den Brand aus der Windsor-Residenz, das war auch irgendwie weird, diese Wochenenden-Residenz der Queen. Das war ja im November 92, also auch so eine direkte Verortung. Dies hat mich auch total irgendwie aus der Bahn geworfen. Ja, aber ich finde es auch wirklich unglaublich, dass Bob plötzlich jetzt MacGyver ist. Ja, wärst du auf diesen tollen Trick gekommen, der wahrscheinlich überhaupt nicht funktioniert. Bob kann jetzt eben wirklich nicht nur Schlösser mit Wasser sprengen, der baut dir auch aus zwei Autoreifen eine Telefonzelle, wenn du eine brauchst. Der ist wirklich sowas von dabei. Das ist Wahnsinn. Und das Tolle ist ja dann, wo ich dann noch so abfällig gelacht habe und Matthias Fuchs sagt dann kurz danach, aber der Plan hat funktioniert. 20 Minuten später verließen die drei Fragezeichen blau und bibbernd das Restaurant. Also nix Brandalarm, sondern Bob hat tatsächlich das Schloss gesprengt mit seiner Eisbombe. Die drei Fragezeichen erfroren. Genau. Ja, und dann wird es alles, ganz ehrlich, sehr konstruiert. Sie entdecken dann in der Menge Andrew Jenkins und Apple Bloom Jr. Wieder, kommt zu einer großen Konfrontation. Guten Tag, die Herren.
Sie handeln illegal mit Diamanten und haben uns ohne ihr Wissen als Kuriere benutzt. Ohne unser Wissen wäre natürlich besser gewesen, denn sie wussten es ja, aber wir wussten es nicht. Das ist jetzt nur eine Kleinigkeit. Jetzt geht es wirklich zur Sache und das muss man sich wirklich anhören. Ihr könnt uns gar nichts. Ach, hören Sie auf, Andrew. Sie alle drei sind Mitglieder eines Schmugglerrings. Außerdem liegt es klar auf der Hand, dass Apple Bloom Junior den Überfall auf seinen Laden selbst inszeniert hat. Unterstellung! Wenn das Päckchen mit den angeblichen Schachfiguren wieder auftaucht, reicht das aus, Sie alle drei für Jahre hinter Gitter zu bringen. Genau. Dir werde ich eine Ohrfeige verpassen, die du deinen Lebtag nicht vergessen wirst. Aua! Du hast es niedergeschlagen. Nicht mit uns. Auf, lieber. Los! Schmeiß ihn an die Vitrine, Bob! Na los doch, das löst den Alarm aus! Dein Wunsch ist mir weg!
Jetzt haben wir ihn auch mal gehört, hier, Michael von Rosbert als Andrew. Polizei, überall ist Polizei. Okay, alles klar. Das ist so unfassbar, diese Klopperei im Tower von London. Und im Buch, Kai, ist das übrigens die legendäre Koinor-Vitrine, die da zu Bruch geht. Mit den Kronjuwelen. Im Buch ist das ein bisschen entschärfter. Die geht da nicht zu Bruch, diese Vitrine mit den Kronjuwelen, sondern durch die Durchbrechung der Lichtschranke wird ein Alarm ausgelöst. Im Hörspiel musste es natürlich ein bisschen spektakulärer sein. Da musste mehr zerdeppert werden. Und das übrigens ist genau dieselbe Vitrine, die Aktivisten, hast du davon gehört, im Dezember mit Apfelkuchen beworfen haben. Ach, das war die. Ja, ja, ja. Und wenn das jetzt Kirschkuchen gewesen wäre, hätte ich sofort angenommen, dass die drei Fragezeichen da im Spiel gehabt haben. Andreas, was ist hier los?
Die Europa-Folge. Die erste Europa-Folge. Der Kracher. Genau, da geht es schon gut los und wir sind jetzt quasi am Ende. Aber so ganz raus können wir noch nicht, denn jetzt wird ja quasi als großer Cliffhanger etabliert, wie es weitergeht. Wir sind jetzt quasi schon am Gepäckband. Die Koffer sind auf der Waage und sollen eingecheckt werden. Und da kommt nochmal plötzlich jemand vorbei. Und wie er das macht, das müssen wir uns jetzt auch nochmal kurz anhören. Bitte schön. Ups, Entschuldigung. Hey, Justus Peter. Na, seht ihr, wer da kommt? Unser ewiger Unglücksraben. Na also, habe ich euch doch noch erreicht. Nicht der Thomas. So, dann André Minninger mit Kopfstimmen im Hintergrund. Als Frau verkleidet sich er auch. Unfassbar. Was ist denn jetzt los? Wie kann man das nur so spielen, ey? Das steht wirklich entfernt. Das soll entfernt sein. Lauter eines Zusammenpreis. Und das sollte eigentlich Veronika Neugebauer sprechen. Aber das hat man dann vergessen und dann hat gesagt, Achtung, André kommt.
Macht André alles. Ich möchte auch den Löwen spielen. Das ist super. Auf jeden Fall, also Mr. Thomas Stefan Kraschinski ist dann wieder da, hat die Schachfiguren für Titus dabei. Und eine Belohnung über 5000 britische Pfund von Scotland. Ja, die darf man nicht ablehnen. Und deshalb beschließen sie kurzerhand, alles klar, dann reisen wir doch noch ein bisschen weiter in Europa rum. Wir haben ja die Kohle und der hysterische Abschlusslacher folgt. Und damit sind wir mit der ersten Europa-Reisen-Folge durch. Und jetzt geht es weiter. Nächster Halt ist Rom-Italien in den Schattenmännern. Da freuen wir uns schon drauf. Und selten passt dir deine Verabschiedung besser als jetzt, Andreas. Was sagst du am Ende einer Bobcast-Folge immer? Du hast vollkommen recht. Ciao. Ciao. A presto im Bobcast.