Halli, hallo. Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen. Tja, das ist der Anfangssatz aus einem berühmten Werk der Weltliteratur. Du kennst es natürlich, Andreas. Du weißt genau, was gemeint ist, oder? Natürlich. Marcel Prost. Auf der sogenannten Verlorenen Zeit. Hast du das mal gelesen? Ich habe das mal lesen müssen, muss ich sagen. Damals in der Schule haben wir da Auszüge gelesen. Und das ist halt aber wirklich dieser berühmte Anfangssatz aus dem ersten Teil. Und so fangen wir an. Da soll noch mal einer sagen, im Bobcast wird keine klassische Bildung vermittelt. Warum wir hier aber mit Marcel Prost anfangen, das lösen wir natürlich im Laufe dieser Folge auf. Erstmal schön dich zu sehen. Ja, schön dich zu sehen, Kai. Ja, schön. Neues Jahr, neuer Bobcast.
Und das Jahr fängt ja gut an mit einer sehr stimmungsvollen Folge. Die Geisterstadt, da im Hintergrund müffeln noch die verschwitzten Trikots von den Fußballgangs dann. Über die waren wir jetzt aber nicht schrien. Nein, ich finde, wir haben sie hart, aber fair besprochen. Aber jetzt sind wir irgendwie wieder zurück in bekannten, stimmungsvollen Fahrwassern. Oder wie ist die Geisterstadt deiner Meinung nach? Wie findest du die? Ich bin wirklich begeistert. Ich habe die jetzt zur Vorbereitung, ich höre die jetzt einmal, zweimal normalerweise. Aber die habe ich jetzt wirklich viermal gehört, weil ich die wirklich mag, die Geisterstadt. Okay, das ist jetzt so ein bisschen ein Etikettenschwindel, was den Titel angeht. Muss man zugeben, die Geisterstadt an sich spielt ja jetzt keine große Rolle in der Geschichte, nur am Rand.
Aber das ist wirklich eine schöne Folge. Ich war wirklich angetan, passt natürlich jetzt auch in die Winterzeit wunderbar rein. Du hast ja gesagt, sehr stimmungsvoll. Vom Setting natürlich auch, vom ganzen Drumherum bis auf den Anfang spielt ja fast alles da auf 2000 Metern Höhe am Lake Tahoe in Nevada, an der Grenze zu Kalifornien. Und was ich witzig fand, vor 50 Folgen waren wir da schon mal, also die drei Fragezeichen, mit dem Bergmonster und unserem Professor Smathers. Und jetzt sind wir wieder zurück. Diesmal ist es ein bisschen kälter.
Und das macht das Hörspiel eigentlich auch so besonders. Du hörst das, dass das kälter ist. Da pfeift der Wind, da krächzen die Raben, dann knirscht der Schnee unter den Stiefeln. Es ist schweinekalt, der Hörer friert förmlich mit. Aber es ist auch gemütlich und es ist spannend. Ich finde, das ist so eine Folge, die kann man sich mit einer heißen Schokolade vorm Kamin anhören. Die Geschichte, muss man dazu sagen, wie das alles zum Schluss zusammenhängt, Das ist nicht so leicht zu verstehen im Hörspiel. Ich versuche das später mal ein bisschen auseinander zu puzzeln, aber erst am Ende. Aber ich finde die Atmosphäre, die Stimmung der Folge, die finde ich sehr schön und das liegt auch ganz stark an den Geräuschen, finde ich. Und den Sounds, diesmal mit extrem schöner Musik, die bettet sich wunderbar in die Dialoge ein und die ist außergewöhnlich, weil die teilweise richtig klassisch ist. Da haben wir Schubert's Unvollendete und dann auch noch die Per Gintz-Suite von Grieg. Dann haben wir so ein paar Stücke von Edgar Wallace, also von diesen Europa-Edgar-Wallace-Hörspielen und Perry Roden-Hörspielen. Das ist ziemlich identisch. Und dann haben wir sogar, konnte ich rausfinden, so ganz alte Europa-Snippets, die auch schon beim Gespensterschiff benutzt wurden.
Und das ist für mich sofort, da kriege ich Gänsehaut, weil mir das total gefällt. Oder bei Ruhbezahl, da habe ich auch was entdeckt. Richtig, genau, dieses kleine, flirrende Sound. Dieses Flirren, du hast das Gleiche entdeckt, genau richtig. Müssen wir unbedingt anhören. Genau, und das wertet die Folge unfassbar auf. Und mich hat die wirklich gut abgeholt. Es ist natürlich auch ein bisschen Wehmut dabei, muss man sagen, weil das das allerletzte Hörspiel ist von Peter Passetti. Also das allerletzte Hörspiel, was er überhaupt jemals gesprochen hat und natürlich dann eben wirklich der allerletzte Einsatz von ihm als Erzähler bei den drei Fragezeichen. Wie findest du die Folge? Ja, also du hast es im Prinzip ganz toll zusammengefasst. Mir geht es sehr, sehr ähnlich. Ich fand vor allem auch das Spiel von euch jetzt, nachdem wir bei den Fußballgangs dann ja so festgestellt hatten, dass das da alles so ein bisschen hysterisch überdreht ablief, weil ihr eigentlich nicht so richtig Bock hattet auf diese Geschichte.
Dass ihr euch jetzt wirklich toll in die Handlungen, in die Situationen, in die Szenen legt und richtig einfach geil spielt, finde ich alle. Zu dritt zusammen, aber auch so einzeln mit kleinen Nuancen und so. Das hat richtig Spaß gemacht, euch zuzuhören. Das war irgendwie nicht schief. Was aber wirklich verrückt ist, das haben wir ja beim letzten Bobcast schon erwähnt, Es wurde genau wirklich einen Tag nach Fußballgangster aufgenommen. Also es lag wirklich schon sehr auch an dieser Folge hier, Geisterstadt, dass wir so viel Spaß hatten und dass es so funktioniert hat. Ja genau, es hat dann damit was zu tun und das macht dann die Inszenierung nochmal runder. Ich bin auch ein Riesenfan von der Stimmung durch Geräusche und Musik. Wir müssen uns wirklich nachher mal so ein paar Übergänge auch anhören. Also aus einer Szene raus, welche Musikstücke da zusammengestellt wurden. Das haben André wahrscheinlich ja und auch Frau Körting toll gemacht einfach, dass diese Atmosphäre nie so einbricht. Es gibt da keine Ausreißer, es gibt keine Szene, wo man sagt, was war denn das jetzt? Nee, überhaupt nicht. Deswegen, das ist alles unheimlich rund. Der Cast dann auch noch, kommen wir noch im Einzelnen dazu, sind natürlich ein paar tolle Stimmen dabei. Und wie du sagst, ja, und da wird auch mir irgendwie ganz warm ums Herz der Abschied von Peter Passetti. Und das färbt jetzt für mich die Folge doch schon auch ganz schön ein, muss ich sagen. Ich habe die auch jetzt, glaube ich, vier, fünf Mal gehört.
Und es wird mir irgendwie immer wärmer und wehmütiger jedes Mal, vor allem, wenn es dann zum Ende hingeht. Und man weiß, jetzt kommen wirklich so die letzten Sätze von ihr. Ja, das stimmt. Da geht eine Ära akustisch zu Ende. Ja, das stimmt. Und deswegen müssen wir ihn da heute auch nochmal wirklich aufleben lassen. Eine kleine Sache noch zum Plot. Deswegen fand ich das toll zu hören, dass du gesagt hast, du hast das Buch auch nochmal gelesen. Ich habe da nur so sporadisch reingeguckt, du hast es aber, glaube ich, komplett gelesen. Ja, geht ganz schnell. Da bin ich sehr gespannt. Genau, wir müssen am Ende wirklich mal den Plot zusammenfassen. Die ist sehr dicht gebaut, die Geschichte. Und man darf da wirklich nicht einschlafen bei der Folge, weil sonst rafft man am Ende überhaupt nichts mehr. Und ich frage mich, können wir dann nochmal klären, ist hier eine kleine vielleicht, Ein Wehmutstropfen, was Negatives, eine vertane Chance auf der Plottebene, wo es doch um das Thema Spiele geht. Brettspiele, ein Spielfabrikant um Industrie, Spionage. Hätte man das nicht noch ein bisschen...
In die Handlung einbauen können. Also dass entweder das Rätsel oder die, naja, darum worum es geht, so einer Form von Spiellogik folgt oder das noch ein bisschen mehr zum Thema machen. Ja, das ist im Buch ist das so. Im Buch ist das so. Im Buch spielt ja auch diese ganze Marcel-Proust-Atmosphäre eine größere Rolle. Also wir kommen ja wahrscheinlich dazu, dass das dann erwähnt wird. Aber es ist dann nochmal eine ganz, ganz andere Stimmung da und du merkst, wie sich das alles so verdichtet Und deswegen spielt Marcel Proust da auch wirklich nicht nur eine Nebenrolle, sondern du merkst, ah, diese Erwähnung oder dieses Kombinieren von Justus spielt da eine größere Rolle. Im Hörspiel ist es so, dass es natürlich ganz oft erwähnt wird, das Wort Spiel. Also es wird, glaube ich, mindestens fünfmal gesagt, was wird hier gespielt? Bob ruft dann irgendwann, das Spiel ist aus. Also wenn du die Worte, das Spiel zählst, die innerhalb des Hörspiels fallen.
Dann merkst du, okay, das hat André da schon ganz gut einfließen lassen, aber ich glaube, die Zeit war einfach auch zu kurz, die du für das Hörspiel hattest, um dieses ganze komplexe Konstrukt, was die Weidhofer sich da zusammengereimt hat, in ein Hörspiel zu packen und deswegen musste man darauf so ein bisschen verzichten. Aber ich versuche nachher nochmal ein bisschen die Fäden zusammenzuführen, damit man so ein bisschen begreift, um was es vielleicht geht. Es ist aber auch im Buch nicht ganz so einfach zu verstehen. Ja, das ist super. Aber das machen wir genau dann am Ende. Jetzt schauen wir uns erstmal das Ganze genauer an. Und ich würde sagen, ich lese jetzt mal den Klappentext und ich habe mir überlegt, zu Ehren von Peter Passetti versuche ich jetzt mal diesen Klappentext mit Original-Passetti-Pausen vorzutragen. Mal gucken, ob mir das gelingt. Ich bin sehr gespannt.
Über Nacht wird aus harmlosen Skiferien in den Bergen eine gefährliche Suche im Kriminalfall Ohms. Der Gastgeber der drei Fragezeichen, der berühmte Spieleverleger Michael Julius Ohms, ist entführt worden. Die Kidnapper fordern eine Million Dollar, eine Menge Geld finden Justus, Peter und Bob und beschließen, der Polizei von Lake Tower unter die Arme zu greifen. Kann Ohms Vergangenheit Licht in die Sache bringen? Da stoßen sie auf eine heiße Spur. Sie führt direkt in eine... Die Geisterstadt.
Es ist schon ziemlich nah dran, muss ich sagen. Es ist natürlich kein Vergleich mit dem Original und dem Genie von Peter Passetti. Aber er hat hier wirklich auch so ein paar Momente drin. Er erzählt ja nachher irgendwas von Schleichschritten. Und da ist so eine Pause, da macht er die Schleichschritte. Oder Waldweg hinunter, dann trennten sich ihre Wege. Diese Pausen, die er wirklich gesetzt hat, waren legendär. Das konnte auch keiner so wie er. Das konnte keiner wie er. Genau. Und wir hören uns auf jeden Fall auch noch mal ein paar Passetti-Takes an. Hast du noch ein paar Facts und einen Blick aufs Cover sollten wir vielleicht auch noch mal werfen. Ja, das ist richtig. Hier ist wieder das legendäre Originalmanuskript. Die Leute denken ja mal, Quatsch, wir rascheln hier nur mit irgendwelchen leeren Seiten und das ist doch alles Quatsch. Nein, hier ist wieder das Originalmanuskript. Und hier steht auch etwas drauf von Heike Diene, ich kann es nicht lesen. Hier steht irgendwie eins. Ich habe auch Heike Diene gefragt, sie wusste das nicht. Und genauso auf 64, wieso hast du es mir anders gesagt? Julius, ich verstehe das nicht. Julius, wahrscheinlich ist da mit der Michael Julius Ohms gemeint. Der heißt da, glaube ich, Julius. Aber es ist auf jeden Fall das Originalmanuskript, das wir damals im Studio hatten. Und jetzt zu den Facts. So, hier.
Das Hörspiel wurde veröffentlicht am 28. August 1995, geschrieben, wie schon erwähnt, von Brigitte Johanna Henkel-Weidhofer. Und jetzt zum Cover. Wie findest du das Cover? Ich finde es total toll. Ich finde es super stimmungsvoll. Das ist halt nur nicht ganz die Winteratmosphäre. Also ich mache so irgendwie so Südfrankreich da im Kopf auf oder irgendwie so Bozen oder sowas. Und wir sind ja hier eigentlich, glaube ich, in der Geisterstadt, also da am Lake Tahoe und eigentlich müsste da viel Schnee liegen. Ja, also ich kann dir Folgendes sagen. Das rechte Haus, was du rechts siehst im Vordergrund, da hat sich Algarasch inspirieren lassen und zwar bei Karl May. Das ist nämlich die Rückseite des Geburtshauses von Karl May. Ach, das ist ja toll. Das steht in Hohenstein-Ernsttal bei Zwickau. Da existiert so ein altes Foto von 1910 und das hat Algarasch als Vorlage für das Cover benutzt. Kann man auch in dem Bildband, die geheimen Bilder, kann man das sehen. Und die Straße heißt heute Karl-May-Straße 54.
Und ursprünglich lautete der Arbeitstitel oder lauteten die Arbeitstitel zu diesem Fall die drei Fragezeichen in der Geistersiedlung oder die drei Fragezeichen und die geklaute Idee oder im Labyrinth ohne Ausweg. Finde ich eigentlich das letzte am besten. Passt ja auch zu den Spielen wieder. Genau, weil diese Spiele heißen ja, also eins dieser Spiele, um die es geht, heißt ja so genau und natürlich ein schönes Bild dann auch nochmal. Genau, weil du hast recht, also die Geisterstadt ist natürlich so gesehen eigentlich ein bisschen marginal hier nur vorhanden. Es geht ja, wir sind eigentlich an anderen Schauplätzen und so. Und auch innerhalb der Geschichte ist es eigentlich irgendwie Quatsch, warum sie da hinfahren und sich dann ausgerechnet mit ihr da treffen. Richtig. Mit der Mandy Taylor, aber gut. Genau. So, und jetzt müssen wir endlich einsteigen ins Hörspiel, gleich in den Anfang, würde ich sagen, in die Küche. Denn da hat nämlich ausgerechnet Tante Mathilda das Fleisch anbrennen lassen und Justus entdeckt es, Gott sei Dank.
Tante Mathilda! Tante Mathilda! Moment. Ich komme gleich. Kumpelchen. Hi, Justus. Peter, Bob. Gut, dass ihr da seid. Was ist hier los? Ich konnte gerade noch ein Unglück sein. Was ist denn hier passiert? Beinahe wäre die ganze Küche abgebrannt. Mein Gott. Na los, kommt rein. Ein Gestank. Das riecht man ja schon von Weitem. Ja. Also, der gute Schmurbrat ist hinüber. Bring den mal an. Ich habe mich schon so auf das Essen gefreut. Ich auch. Komm, das ist ja nicht jeden Tag, dass wir von Tante Mathilda zum Essen eingeladen werden.
Wo ist sie denn überhaupt? Mann, ist das ein Quall hier. Ich öffne erst mal das Fenster. Ja, mach mal. Oh, der schöne Tag.
Wunderschön gewöhnlich, der Anfang, finde ich, auch ganz tricky gemacht, obwohl es ja dann eben wirklich auch dramatisch wird. Der Schmorbraten ist in der Backrühre vergessen worden und jetzt stinkt es natürlich gehörig. Später ist es eigentlich ganz interessant, dass Bob dann Tee machen möchte und dann pfeift der Kessel im Hintergrund. Und fünf Sekunden später, der Tee hat noch gar nicht gezogen, wird heißes Wasser getrunken. Genau, stimmt. Aber es muss eben schnell gehen im Hörspiel. Das muss schnell gehen, da hat man keine Zeit. Ich fand das ganz interessant, was mir nochmal auffiel, diese Frage, was hat Tante Mathilda eigentlich für Freundin? Die sind ja irgendwie oft sehr unstabil und fangen irgendwie mit E an. Wir hatten Eleanor Sharp, diese herrische Lady im Dopingmixer und hier ist es jetzt Emily, die von der Leiter gestürzt ist. Und wir erfahren ja später, das fand ich ganz interessant, sich das nochmal klar zu machen, dass Emily wohl die beste Freundin von Tante Mathilda ist. In Stimmen aus dem Nichts, was wir ja live besprochen haben, da erzählt sie ja, dass sie Krebs hatte und dann so eine Gesprächstherapie machen musste. Das war die gleiche Emily. Das ist die gleiche? Das ist die gleiche. Und in der Weihnachtsfolge Böser, die Glocken nie klingen, da spielt sie auch eine super zentrale Rolle. Also hier riecht es doch vielleicht nach Spin-Off. Ach komm, das ist mir gar nicht aufgefallen. Das fand ich irgendwie so ganz schön, dass sie hier, von der Leiter fällt, fand ich nicht schön, aber dass es sozusagen hier die beste Freundin von Tante Mathilda ist.
Ja, und dann steigen wir hier ein in dieses Abenteuer, denn Tante Mathilda hat eine Überraschung für die drei Fragezeichen. Denn besagte Emily ist Haushälterin bei dem Spieleproduzenten Michael Ohms und war mit den Vorbereitungen da für einen Aufenthalt im Ferienhaus am Lake Tahoe beschäftigt, als sie von der Leiter fiel und jetzt soll Mathilda einspringen und große Überraschung, die drei Fragezeichen kommen mit und dann geht es auf in die Winterferien und diese tolle Stimmung beginnt. Wir sind jetzt über 2000 Meter hoch Habt ihr gewusst, dass es hier so schön ist? Nein, wirklich schön Wir haben es gleich geschafft, Mr. Morton Hinter der nächsten Kurve brauchen Sie nur noch die Auffahrt hochzufahren Das Ferienhaus können Sie gar nicht verfehlen Gnädige Frau, ist es Ihnen recht, wenn wir zuerst zum Haus fahren und ich dann die Einkäufe allein erledige? Selbstverständlich.
Mann, seht euch das an. Das ist ja eine Traumwille. Ja, Jugendstil. Und das fast am Ende der Welt. Was sagt ihr dazu? Am besten gar nichts. Wenn ich das Kelly erzähle, dann glaubt sie wieder, ich übertreibe. Naja, unsere Unterkunft ist allerdings da hinten. In dem abseits gelegenen Holzhaus. Ist aber auch nicht schlecht.
Auch ganz toll, dass einfach Morten sie hinfährt. Da wurde mir auch gleich wieder warm und sehr. Schön, dass der dabei ist. Ja, ja, genau. Auch in Kombination natürlich mit Matilda. Fand ich auch toll. Ja, und dann sind wir in der Villa und lernen auch mal da schon die Leute kennen. Aber es ist noch so ein Vorfühlen erst mal. Man muss erst mal ein bisschen gucken, was ist da eigentlich los? Genau, die drei Fragezeichen sehen sich dann dieses Anwesen von diesem Michael Ohms, von diesem Spieler, Erfinder an und wollen dann auch wieder zurück zu ihrer Unterkunft gehen. Da hört man dann den Schnee und Wind und Schritte und dann auch ein paar Wintervögel und darunter. Und das ist eine tolle Stelle, da müssen wir gleich nochmal reinhören. Darunter blendet dann die Unvollendete von Schubert auf. Das ist ganz toll. Diese klassischen Musikthemen, die hat man ja früher bei Europa oft und sehr häufig eingesetzt, also in den späten 60ern und frühen 70ern. Und du merkst hier, wie perfekt das hier noch zusätzlich die Stimmung unterstützt. Und ich würde mir wünschen, dass die Klassik viel öfter eigentlich auch bei den drei Fragezeichen eingesetzt wird. Aber wir hören jetzt mal rein, was ist wirklich toll, der Übergang. Langsam wird es schon dunkel. Und kalt. Dann kommt, Kollegen. Ja.
Jön! Oh! Oh, oh! Oh! Oh! Das war's für heute.
Ja, sie kommen zurück und dann ist wirklich was los in der Villa. Da ist nämlich die Polizei bereits und die Ohms am Start. Denn wir müssen davon ausgehen, dass Mr. Ohms entführt wurde, sagt Inspektor Capistrano, der hiermit auch eingefügt wird. Und kurz danach hören sie tatsächlich in eine Tonbandaufnahme, wo eine Frauenstimme die Entführung bekannt gibt. Eine Million Dollar und er kommt wieder, heißt es da.
Und damit ist die Sache klar. Okay, hier liegt ein Entführungsfall. Also der Senior-Oms, der Spieleproduzent wurde entführt und Junior-Oms Simon und seine Frau Sylvie, sind quasi zurückgelassen und nicht sonderlich gut drauf. Das können wir uns jetzt mal anhören. Aber bevor wir uns das anhören, ich muss noch mal ganz kurz auf diese Telefonstimme zu sprechen kommen, weil das mit der Entführung, das finde ich ja schon mal gar nicht schlecht. Das ist auch nicht unspannend. Aber im Buch steht, dass die Stimme, die man da über das Telefon hört, dass die verzerrt ist, hoch und die Stimme mehr haucht als spricht. Warum hat man das eigentlich nicht gemacht? Das hätte man doch eigentlich so darstellen können. Dann wäre es auch ein bisschen gruseliger geworden. So wie später die Stimme von Norman Messer, der ja auch noch aufkommt. Es gibt ja einen zweiten Anruf und der ist dann auch tatsächlich wirklich gruselig. Stimmt, hier ist es einfach nur eine Frauenstimme. Ja genau, bisschen vertane Chance. Aber vielleicht wollte man es auch nicht zu groß machen, sondern quasi nur kurz einmal die Fakten transportieren und sagen, hier Entführung und gut ist.
So und jetzt kommen hier die schlecht gelauerten Ohms. Bitte schön. Du musst deinen Zinken nicht auch noch in die Sache stecken. Jede Einzelheit kann wichtig sein. Ich habe euch drei vorhin durchs Fenster beobachtet. Was lungert ihr eigentlich auf dem Gelände meines Schwiegervaters herum? Erstens lungern wir nicht herum. Und zweitens hat der Inspektor... Der Inspektor und seine Männer sind praktisch schon aus dem Haus. Sie irren sich, Mrs. Holmes. Ich habe mich doch wohl klar ausgedrückt, oder? Und nun zu euch dreien. Ich bin Simon Holmes und das ist meine Frau Sylvie. Der Inspektor wird euch später verhören. Wartet bitte in der Küche. Habt ihr nicht verstanden? Geht nur. Ich komme später auf euch zurück. Gut, danke. Bis später. Soll ich Ihnen Tee servieren? Allerdings.
Deine unverschämte Gesellschaft, das ist eine Frechheit. Ich möchte so gern wissen, wie das jetzt da drüben weitergeht. Wir brauchen doch bloß zu warten, bis Tante Mathilda kommt. Die hat doch ihren Rausschmiss richtig elegant verhindert. Ja, das stimmt. Ihr versteht euch ja fast blind, du und deine Tante. Ja, hier ist viel Schönes. Ich finde sowohl den ersten Satz von Sylvie Ohms, du musst deinen Zinken nicht auch noch in die Sache stecken, ist ein super erster Satz als Auftritt. Und dann dieser tolle, empörte Bob, das liebe ich so sehr. Unverschämte Gesellschaft, eine Frechheit. Es kam wirklich von Herzen. Sylvie Ohms und Simon Ohms, Peter Kirchberger und Edith Hanke in der Rolle von Simon und Sylvie, obwohl die Rolle von der Sylvie ursprünglich, wie ich jetzt hier im Originalmanuskript sehen kann, ursprünglich von Lisa Pollitt gesprochen werden sollte. Kennst du die, Lisa Pollitt? Nur so vage, das ist eine Schauspielerin, aber auch eine Kabarettistin, glaube ich. Die hat so damals, ich weiß gar nicht, ob die das immer noch macht, die hat damals so radikales Polittheater gemacht in Hamburg. War ziemlich links und auch provokativ. Die sieht so ein bisschen aus wie Andrea Sawatzky. Und die wurde berühmt mit einem Song, da geht es um Körperflüssigkeit, sage ich jetzt mal ganz vorsichtig. Ist jetzt wieder sehr populär auf TikTok, wie man mir gesagt hat.
Und André Minninger hat die damals angesprochen, diese Lisa Pollitt, ob sie Lust hätte, bei den drei Fragezeichen eine Rolle zu übernehmen. Nämlich genau besagte Sylvie sollte sie sprechen. Hätte sie auch total gerne gemacht, aber das hat dann leider... Aus zeitlichen Gründen nicht geklappt. Und deswegen ist es hier Edith Hanke geworden. Okay, die beiden sind jetzt auch wirklich nicht besonders sympathisch. Das hast du ja schon gesagt. Er ist so ein richtiger Schnösel und sie ist eine richtige Ziege. Sehr misstrauisch und abweisend den drei Fragezeichen gegenüber. Und schön ist ja auch, wie Edith dann später sagt, Inspektor.
Da hast du sofort das Gefühl, du bist wirklich in irgendeiner Edgar-Wallace-Geschichte und gleich kommt Joachim Fuchsberger um die Ecke. Sagt dir Edith Hanke was eigentlich? Ja, total. Das ist irgendwie auch, ja, eigentlich fast so eine Stimme aus meiner Kindheit. Also ich habe die natürlich in erster Linie irgendwie im Fernsehen wahrgenommen, muss ich sagen. Weniger jetzt in Hörspielen. Aber ich sehe das Gesicht vor mir, ganz super charismatische Stimme und auch Schauspielerin. Das ist eine richtige Charlottenburgerin, also eine Berliner Theaterschauspielerin. Die war bei den Stachelschweinen und an der Tribüne und dann im Renaissance-Theater und war eben auch mit Klaus Sonnenschein verheiratet. Deswegen war sie ja auch hier dabei, weil Klaus ja an dem Wochenende auch bei den Fußballgangstern mitgesprochen hat. Ja, Edith Hanke kennt man natürlich aus dem Fernsehen, aber auch als Synchronstimme. Und die ist bekannt als die Stimme von Baby Sinclair bei den Dinos. Nicht die Mama. Stimmt, ja. Und dann hat sie, das habe ich auch gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt, Dann war sie die Stimme einer der fiesen Elefantendamen bei Dumbo in dem ganz alten Zeichentrickfilm, die sich über die Ohren von Dumbo lustig macht. Jungbo, du meinst Dumbo, das ist sie und eine ganz frühe Rolle und da habe ich sie immer im Kopf, weil ich das früher sehr oft gesehen habe.
Von Edith Hanke war damals im Hauptmann von Köpenick mit Heinz Rühmann, da ist sie das kranke Mädchen, die als Untermieterin bei der Schwester von dem Wilhelm Vogt wohnt und die dann leider an dieser Lungenentzündung stirbt kleine Rolle, die sich aber sofort eingeprägt hat, weil sie da ganz zart ist und verletzlich Vielen Dank. Auch wegen der Stimme, wirklich eine ganz einzigartige Stimme gehabt. Total und es ist so wandlungsfähig, weil man natürlich sofort diese Komik da rauskitzeln kann, also ein bisschen so eine schrille Figur, aber ich kann mir das super vorstellen, dass die auch sowas zerbrechliches da mitmachen kann und so, also sehr wandlungsfähig finde ich. Und dann hat sie ja auch noch mitgespielt bei Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett mit Heinz Erhardt. Ich glaube die Szene geht so los, dass sie am Anfang im Bett liegt und Zeitungen liest und eigentlich gar nichts sagt und dann irgendwann den Mund aufmacht und dann hörst du sofort dieses sehr spezielle, tolle Organ. Es war aber eine sehr liebevolle Person und sehr, sehr nett. Ich habe die oft in Berlin auch in den Ateliers gesehen oder bei irgendwelchen kleinen Sketchen, die wir damals gemacht haben. Die war eigentlich auch immer so im Dunstkreis von Fitzmann und Konsorten und Harald Juncke.
Also eine tolle Stimme und eine super Farbe hier in dieser Geschichte. Es ist total toll besetzt, finde ich. Und wirklich. Obwohl sie ja ein bisschen zu alt ist. Unsympathisch. Ah ja, okay. Ist das anders im Buch? Ja, da sind ja die gesamten Verwandtschaftsverhältnisse im Buch ganz anders. Da ist Sylvie nicht die Frau von Simon Ohms, sondern die Schwester.
Das heißt also, die beiden, Simon und Sylvie, sind die Kinder von dem Spieleerfinder. Und André hat das verändert, weil es zu viel Personage gegeben hätte. Und wie gesagt, es ist auch im Buch nicht so leicht zu verstehen und alles nicht so plausibel, wie das alles zusammenhängt. Aber ich werde das nachher vielleicht ein bisschen auseinanderdröseln. Ja, okay, super, verstehe, das macht Sinn. So, und in der Geschichte wird es dann weiterhin spannend. Inspektor Capistrano kommt vorbei und berichtet nämlich, dass sie jetzt davon ausgehen, dass es zwei Entführer waren, mit dem Ergebnis, dass man jetzt das Telefon rund um die Uhr überwacht, denn die Entführer werden sich ja bestimmt auch ein zweites Mal melden. So, und jetzt müssen wir in eine ganz tolle Passetti-Passage nochmal reinhören. Ein Erzählertext, wo ich finde, dass er sich wirklich sensationell Raum macht. Jeder Satzteil wird gleichberechtigt herausgestellt. Es gibt keine vollen, aber so angedeutete Passetti-Pausen. Und vor allem, achtet mal bitte drauf, seine Spezialität, das englische R gleichzeitig auszusprechen und zu rollen. Das kann wirklich nur Passetti. Also einmal R und einmal R auf dem gleichen R. Das ist wirklich großartig. Bitte sehr.
Nachdem sich die drei Fragezeichen am nächsten Morgen von Morton verabschiedet hatten, fuhren sie mit dem Bus nach Baldwin Beach und von dort mit einem Leihwagen zur Redaktion der Reno Enterprise, um dort das Archivmaterial über Michael Ohms und sein Spieleunternehmen abzuholen. Anschließend gingen sie in ein kleines Café, um dort an einem Tisch das neue Material auszuwerten.
Ja, also das ist, Passetti, wie ich ihn gerne in Erinnerung behalten möchte. Das ist wirklich echt unfassbar toll, ja, ja, genau. Da ist alles drin und leitet auch dann so schön diese Szene im Café ein. Die ist auch so gemütlich, wo ihr dann da alle sitzt und Bob isst Kuchen, hat den Mund voll, alle trinken eine heiße Schokolade. Da hat man richtig Lust mitzumachen. Ja, und dann kriegen sie ja noch einen Anruf von einem anonymen Erpresser und diesmal hört man, dass die Stimme verzerrt ist. Das soll laut Deckblatt Greenwater sein, aber das stimmt eigentlich auch nicht ganz. Wichtig ist bloß, wer hat denn diese Figur überhaupt gesprochen? Laut Deckblatt hier soll das ein gewisser Norman Messer sein. So, und Norman Messer taucht als Sprecher, wie ich sehen konnte, beim Pistenteufel nochmal auf und bei zwei TKKG folgen. Und selbst bei der Verzerrung, als man das Wort Polizei hört, klingt es verdammt noch Hamburg. Und deswegen kann das wirklich eigentlich nur einer sein, der absolute Terror an den Minninger. Und so ist es natürlich auch.
Ja, es ist super. Extra gruselig. Peter ist ja ganz angefasst. Vor dieser heruntergepitschnis, dem Norman Messer. Da hätten wir andere auch mal zu fragen sollen, wie kam er auf dieses Pseudonyme? Er hatte ja, glaube ich, schon andere Pseudonyme und er war zu der Zeit gerade in so einem Nightmare on Elm Street Modus und dann meinte er, er müsste einen etwas martialerischen Namen haben. Und da hat er sich für Norman Messer entschieden. Ja, geil. Gut, bei Rubicon Point Die drei wollen sich da diesen Ort der Lösegeldübergabe ansehen. Da müssen wir auch nochmal reinhören, weil das ist so eine Szene, die ich meine, die ist auch wirklich total spannend. Und die erinnert mich wirklich an das legendäre Tom Sawyer-Hörspiel von Europa, wo Tom und Huck auf dem Friedhof Indiana Joe beobachten. Das ist großartig inszeniert und wirklich mit nur ganz wenig Mitteln erzeugst du da wirklich eine tolle Atmosphäre. Wird dann auch wunderbar gebrochen, besonders in dem Moment, als Peter und Bob dann vor sich hin summen. und dann harmlose Spaziergänger mimen. Das stand auch nicht im Skript. Das haben wir dann einfach spontan eingebaut. Und dann der Moment, wenn das Motorboot in Sicht kommt und Peter dann sagt, da, da gibt es so eine kurze Pause und dann taucht wieder dieser flirrende Musikakzent auf. Und das ist, finde ich, wirklich von der Inszenierung her absolute Weltklasse, wie Brandauer sagen würde. Aber da müssen wir jetzt noch mal kurz reinhören.
Siehst du was, Peter? Ich kann schämenhaft Motorboote kennen.
Jetzt sehe ich es auch. Es fährt ans Ufer.
Da! Der Steig läuft zum Parkplatz. Ich drehe sie wieder um und haste sie zurück zum Boot. Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Vielleicht waren Polizisten an der Ort. Klar ist nur, dass wir hierbleiben müssen. Wir müssen es hinter uns bringen. Was hinter uns bringt? Wovon sprichst du denn, Justus? Das Gespräch mit Tante Mathilda. Sie fährt nämlich nicht ab. Weder morgen noch übermorgen. Sie weiß es nicht. Am nächsten Morgen leistete Tante Mathilda keinen Widerstand. Eindringlich erinnerte Justus sie daran, dass er vor fünf Tagen ihr Haus in Rocky Beach davor bewahrt hatte, ein Raub der Flammen zu werden.
Tante Mathilda wusste gleich, worum es ging. Sie hatte, nachdem die erste Aufregung vorüber war, schon selbst darüber nachgedacht, dass ihr die Jungs eine Abreise in dieser Situation ziemlich übel nehmen würden. So, und dann haben wir natürlich auch noch einen Passettitate mit reingeschmuggelt in den Ausschnitt, denn man kann ihn einfach nicht genug hören, gerade in dieser Folge. Andreas, ich habe mal was Besonderes gemacht. Ich habe nämlich mal unseren Bobcast-Fan und Unterstützer der ersten Stunde, Bastian Pastewka, angetickert. Ich weiß ja, dass Bastian, und viele wissen es auch, einen sensationellen Podcast hat, nämlich kein Mucks, wo er alte Kriminalhörspiele... Wir lieben ihn, absolut. Wir lieben es so sehr. alte Kriminalhörspieler aus den Rundfunkarchiven der ARD präsentiert. Und ich weiß, dass er da auch immer mal über Peter Passetti spricht. Und Bastian, du wirst es kaum glauben oder du wirst es glauben, weil du kennst ihn gut, grüßt alle schön und hat mich mit Fakten überhäuft zu Peter Passetti. Ach super. Er hat gesagt, man muss mal Peter Passetti in die Rundfunkdatenbank eingeben. Da finden sich 118 Einträge zu ihm. Alle Hörspiele werden da angezeigt. Der erste Eintrag ist von 1947, der erste Einsatz von ihm. Und Bastian meinte, dass auch ein Großteil der Hörspiele der späten 40er und 50er überhaupt nicht erfasst oder erhalten sind in der Datenbank.
Und auch spannend, Passetti hat unheimlich viel für den bayerischen Rundfunk gemacht. Das liegt wahrscheinlich auch daran, weil er einfach daherkam oder im Süden gewohnt hat. Am Ammersee, genau. Am Ammersee. Und das sind auch in erster Linie Kriminalhörspiele. Und da hat Bastian ein paar besondere Tipps so rausgestellt. Das eine, was er empfohlen hat, ist Memoiren eines Butlers aus dem Jahr 1963. Eine sehr krude Krimi-Komödie. Und hier spielt Passetti ganz toll einen Lord. Und sein Butler ist Theo Lingen. Also auch eine super Stimme aus dieser Zeit. Wenn man ein Kimo hat. Ja, natürlich. Und als Gangster kommt dann auch Richter dann immer so. Eher schlecht als Recht nachgemacht hat. Nee, genau, in den Schulfilmen. Hurra, die Schule brennt, genau. Dann kommen noch Gustav Knuth, Martin Benrath und Hans Klarin vorbei. Und da hat Bastian auch einen Kein-Mucks-Podcast zugemacht. Sein Lieblingshörspiel, hat er mir verraten, heißt aber Einmal ein Mörder, immer ein Mörder. Auch vom Bayerischen Rundfunk aus dem Jahr 1965.
Und das ist so eine Art Kammerspiel mit Passetti und Paul Dahlke. Das sind alles tolle, tolle Leute. 75 Minuten lang, superknackig. Und das haben sie auch mal im Kein-Mucks-Podcast besprochen aus rechtlichen Gründen. Steht es aber nicht mehr in der Audiothek. Man findet es aber bei YouTube, sowas verrät einem natürlich Bastian dann auch sofort. Und dann gibt es noch unheimlich viel Fernsehen von Passetti natürlich auch aus dieser Zeit und auch ein bisschen später. Und da hat Bastian auch nochmal drauf hingewiesen, es gibt den älteren Passetti in einer der Alte Folge. Das kenn ich glaube ich. 1992, Der lange Schatten mit Rolf Schimpf, dazu noch Gerd Baltus, Svenja Pages, Roswitha Schreiner. Steht auch alles bei YouTube. Die auch alle bei den drei Fragezeichen dabei waren. Alles drei Fragezeichen nahmen, deswegen, das merkt man ja sofort. Und es gibt auch noch eine ganz tolle Fernsehfassung von Der Hexer nach Edgar Wallace, in der Passetti die Hauptrolle spielt. Und das hat natürlich nichts zu tun jetzt mit Fuchsberger, Lovitz, Drache und so, die späteren Folgen. Also da ist ein endloser Schatz und wir empfehlen wirklich unbedingt, hört euch kein Mucks an. Da gibt es auch jetzt wieder neue Folgen in der ARD Audiothek. Und Bastian hat mir auch verraten, demnächst gibt es auch wieder was mit Passetti, nämlich sehr prominent in der tollen Hörspielversion von Daphne du Mauriers Rebecca von 1973.
Tolle Geschichte, wo er Maxim de Winter spielt und neben Passetti hört man da auch noch Cordula Tranto, Harald Leibniz, Klaus Löwitz. Ach mein Gott, diese ganzen tollen Leute. Diese ganzen tollen Leute. Also lohnt sich sowieso bei Bastian oder auch in der AD Audiothek jede Menge Passetti. Und was man vielleicht auch sagen kann, ist, dass Sherlock Holmes irgendwie auch so eine Rolle des Lebens für Peter Passetti war. Die hat er gefühlt 500.000 Mal für den Bayerischen Rundfunk gesprochen. Und wir müssen ihn jetzt auch noch mal im Einsatz hören. Peter Passetti als Sherlock Holmes. Sie fuhren ein paar Kilometer aus Alford heraus und wieder zurück. Sagten Sie nicht, dass das Pferd frisch war? Nach 18 Kilometer vor der Kutsche bei schlechter Straße konnte das wohl kaum sein. Es spricht einiges dafür, dass der Colonel solch einen Trick anwendete. Keinen Zweifel dürfte es allerdings über das Verbrechen selbst geben. Richtig. Hier wurde Falschmünzerei in großem Stil betrieben. Schon seit einiger Zeit fahnden wir nach der Bande, die hunderte von Halbkronenstücken im Umlauf gebracht hat. Wir konnten der Spur bis Rieding nachgehen. Aber jetzt haben wir sie am Wickel.
Und er hat ihn aber auch für Europa gesprochen. Da gibt es ja auch jede Menge Sherlock-Holmes-Hörspiele. Und ich finde, wir müssen ihn da jetzt mal hören. Ein Ausschnitt aus der Folge der geheime Marine-Vertrag. Hier im Dialog mit Jörg Gillner als Mr. Phelps, Peter Passetti als Sherlock Holmes. Er schlich zu dem Fenster ihres Zimmers und begann daran herumzufummeln. Und dabei sah ich in seiner Hand ein Messer mit langer Klinge blitzen. Ich kann es nicht fassen. Zwei Minuten später hatte er das Fenster offen und stieg über die Brüstung ins Zimmer. Eine Kerze flammte auf. Er arbeitete an einem Dielenbrett, hob es an, fasste darunter und holte ein Bündel Papiere heraus. Der Vertrag? Und dann passte er das Brett wieder ein, löschte die Kerze und sprang aus dem Fenster direkt in meine Arme. Und nun musste ich die Erfahrung machen, dass ihr künftiger Schwager gefährlicher war. Als ich gedacht hatte. Er versuchte nämlich sofort, mir das Messer in den Leib zu rennen. Mein Gott.
Ja, also wirklich immer elegant kam er daher mit Esprit und wirklich dieser tollen, großartigen Stimme. Wirklich eine extreme Ausstrahlung. Und Heike Diene meinte mal, er hätte auch was Diabolisches gehabt. Dann war er dann aber auch wieder liebenswürdig. Wir kennen ja die Geschichte. Am Anfang lief die Zusammenarbeit ja nicht so toll. Hatten wir schon mal drüber gesprochen. Hat sich dann aber bei ihr entschuldigt und hat ihr dann ja zu den nächsten Aufnahmen mit einem großen Strauß roter Rosen eine Freude bereitet. Und sie hat ihn wirklich geliebt. Obwohl, ich glaube, er wurde wahrscheinlich etwas diabolisch, weil sie ihn natürlich darauf hinweisen musste, dass er am Anfang der drei Fragezeichen, also 1978, als der Superpapagei dann von ihm eingelesen wurde als Erzähler, dass er da nicht richtig vorbereitet war.
Aber im Laufe der Zeit wurden ihm die drei Fragezeichen dann auch wichtig, hat sich dann auch mit dem Erzähler oder mit Alfred Hitchcock innerhalb dieser Hörspiele sehr identifiziert. Und Heike Diener hat erzählt, das hätte Passetti ihr irgendwann mal ganz stolz gegenüber erwähnt, dass er in der Kaufinger Straße am Marienplatz in München mal in ein Schallplattengeschäft gegangen ist. Und da konnte er es überhaupt nicht glauben, dass so viele drei Fragezeichen Hörspiele da rumstanden. Also alle Folgen mit ihm als Erzähler und er war dann ganz angetan, dass diese Geschichten so beliebt sind und dann... Ist er regelmäßig durch die Hörspielabteilung, ich glaube, das war WOM, ist ja genau da am Marienplatz, durch die Reihen geschlendert und hat sich dann hinter die Leute gestellt, die vor den drei Fragezeichen-Hörspielen standen und sich nicht entscheiden konnten, welche Folge sie kaufen sollten und hat ihn dann von hinten ins Ohr geraumt. Ich würde die hier nehmen, den super Papa-Guy.
Dann haben die Leute ihn natürlich erkannt Und dann hatte er zufällig auch noch Autogrammkarten dabei. Und er meinte mal, er hätte ja in seiner Karriere wirklich sehr viel gemacht. Du hast es schon erzählt und Bastian hat es erzählt. Theaterfilm, Kino, glaube ich auch. Und er war ja wirklich auch sehr bekannt.
Sehr, sehr viele andere Hörspiele hat er auch gesprochen. Aber die größte Aufmerksamkeit, 15 Jahre lang war er Alfred Hitchcock. Und die meisten Fans hätte er mit den drei Fragezeichen bekommen. Und auch die meiste Fanpost. Er war eben nicht nur der Erzähler, sondern er war eben Hitchcock persönlich und wurde natürlich auch, und das war ja auch ein geschickter Schachzug, die Geschichten daraufhin so zu basteln und so zu schreiben, durch diese Interaktion dann mit Justus, Peter und Bob, eine richtige Figur. Und das kriegte ein richtiges Gewicht und eine unglaubliche Kraft. Wusstest du das? Er war ausgebildeter Sänger und sein Großvater, das habe ich rausgefunden, Und die Geschichte finde ich völlig irre. Der hieß Anacleto Passetti. Und der war der Hoffotograf der russischen Zarenfamilie. Nein, das ist ja wahnsinnig. Und es existieren sogar noch Fotos im Internet, wo dann wirklich steht, fotografiert von Anacleto Passetti. Passetti war dreimal verheiratet, unter anderem auch mit Margot Werner, dieser Sängerin und Tänzerin. Und als Synchronsprecher hat er natürlich auch gearbeitet. war Joseph Cotton zum Beispiel bei Citizen Kane.
Orson Welles, der bei Citizen Kane ja mitgespielt hat und Regie geführt hat, die hat er auch mal gesprochen in Die Lady von Shanghai, dann war Lex Barker in Dolce Vita von Fellini und relativ spät, dann irgendwann in den 70ern, Ende der 70er glaube ich, da war er in dieser tschechischen Fernsehserie Die Märchenbraut König Hyazinth. Ach ja, ja, genau, richtig. Und die gleiche Zeit, als es mit den drei Fragezeichen losgeht. Aber Synchronisation war, glaube ich, jetzt nicht unbedingt etwas, wo er sich so wohlgefühlt hat, wo sein Herzblut hing. Ich denke, er fühlte sich dann immer wohler, wenn er keine direkte Vorlage hatte, auf die er irgendwie drauf sprechen musste. Er fing eigentlich wirklich immer an zu glänzen, wenn er sein eigenes Timing hatte. Eben, genau. Und seine eigenen Pausen setzen konnte. Genau. Ja, weil das war eine andere Zeit.
Also wenn man sich jetzt irgendwie Hörbücher oder Hörspiele aus den 50er Jahren anhört. Vor kurzem habe ich Moby Dick gehört von Ernst Schnabel, auch ein ganz berühmter Regisseur, der dann auch mal gesprochen hat. Oder Sachen von dem tollen Erich Ponto. Die haben damals mit völlig anderem Treibstoff gelesen oder gespielt. Die haben sich viel mehr Zeit gelassen, weil man wahrscheinlich auch viel mehr Zeit hatte. Es gab da nicht diese Hektik wie heute. Und er hat dann eben auch wirklich uns auch Oder mir auch beigebracht, du darfst niemals die Punkte mitlesen. Also Sätze mit Fragezeichen, die dienen der Haltung. Die müssen aber nicht unbedingt als Frage gelesen werden. Und da konnte man viel, viel lernen. Aber die Leute wissen es ja. Und ich finde es so furchtbar, ich bin ihm ja persönlich nie begegnet. Und das ist eigentlich eine Schande. Das finde ich auch. Das wollte ich euch auch nochmal fragen. Ob es wirklich niemals irgendwo, nicht mehr im Gang oder so.
Nein, ihr habt. Mein Vater hat mal als Komparse, mein Vater hat nebenbei so als Komparse gearbeitet, um ein bisschen was dazu zu verdienen. Und mein Vater hat mal mit Passetti im ICC in Berlin zusammen vor der Kamera gestanden. Da ist mein Vater wirklich in Großaufnahme, nicht genau neben Passetti, aber Passetti steht so zwei, drei Leute weiter. Und er hat ihn mal kennengelernt, aber ich nicht. Nee.
Okay, ist wirklich schade. Kollegen, haltet mich nicht für verrückt. Aber ich habe das Gefühl, dass die beiden den Vater gar nicht zurück haben wollen.
Die drei Detektive zogen sich an diesem Nachmittag auf die Aussichtsplattform auf Ohms Gelände zurück und sprachen über Justus Theorien. Ja, Justus Theorien, aber vor allem hier mal, finde ich, ein tolles Beispiel für diese wirklich super Inszenierung mit den Musiken. Also das hat man auch nicht alle Tage. Man geht jetzt hier quasi von Per Gint, Osses Tod, in Jan Friedrich Konrad über. Und so, es passt super zusammen. Und das ist die gleiche Stimmung während des Hörspiels. Das ist wirklich toll gebaut. Das ist super gebaut und trägt wirklich so zu dieser Stimmung bei. Und wir sind dann auf dieser Aussichtsplattform hier natürlich wieder über Oms Gelände. Und dann verschafft Ihnen Peter ein Treffen mit Mandy Taylor. Und Sie fahren dann in die Geisterstadt, die ja in der Folge eigentlich keine große Rolle spielt. Aber hier wird sie dann kurz erwähnt. Und Sie treffen da Mandy Taylor. Und dann werden wir jetzt auch noch mal rein. Ist euch jemand gefolgt? Nein, aber ich... Ich brauche eure Hilfe. Am besten, wir gehen erst mal in den Saloon. Ja, bitte nachreden.
Setzen wir uns doch an den Tisch. Ja. Das ist ja staubig hier. Ähm, darf ich Ihnen unsere Karte geben? Danke. Ähm, die drei Detektive, drei Fragezeichen. Erster Detektiv Justus Jonas. Mhm. Zweiter Detektiv Peter Schor. Recherchen und Archiv. Andrews, was bedeuten denn die drei Fragezeichen? Diese Frage haben wir wirklich lange nicht mehr gehört. Das Fragezeichen ist im üblichen Sprachgebrauch. Ist ja auch nicht so wichtig. Sprechen wir am besten gleich über Michael Ohms und seine Entführung.
Ich muss euch etwas beichten. Und? Ich liebe Ohms und er liebt mich. Ja, das fand ich irgendwie eine sehr schöne Stelle hier. So ein kleiner Metamoment. Also, dass die Protagonisten keinen Bock auf ihren eigenen Catchphrase haben. So, jetzt erkläre ich das doch nicht schon wieder mit den Fragenzeichen. Das fand ich irgendwie toll, das so zu machen. Aber das ist trotzdem irgendwie auch ganz liebevoll gemacht. Also auch so nett gespielt, weil wir lachen dann dabei. Und Leute freuen sich natürlich immer darauf, dass die Karte vorgelesen wird. Aber ich denke auch manchmal, mein Gott, jedes Mal lesen wir diese Karte vor. Es hängt einem doch schon vielleicht ein bisschen zum Hals raus, wenn man das immer wieder hören muss. Aber egal. Schön ist eigentlich, die Mandy Taylor wird von Michaela Kreisler gesprochen und das ist ja die Frau von Holger Malig gewesen, die jetzt aber leider verstorben ist und sie war auch die Tochter von Wolfgang Liebeneiner. Und Wolfgang Lieben, einer war ein sehr bekannter Regisseur, der unter anderem zwei total erfolgreiche Adventsvierteiler inszeniert hat. Nämlich die Schatzinsel mit Michael Ande und die Abenteuer von Tom Sawyer und Hackelberry Finn. Hat man ja damals immer zur Weihnachtszeit gesehen. ZDF lief das immer rauf und runter, kurz vor Weihnachten.
Und sie war seine Tochter. Interessant. Ja, und dann machen wir jetzt einen kleinen Sprung. Sie finden jetzt plötzlich heraus, wo eben dieser Spiele-Erfinder Michael Ohms sich wahrscheinlich aufhält. Wird ja von Deborah Street, wie wir mittlerweile auch wissen, gefangen gehalten, die sie auch gekidnappt hat. Und die drei Fragezeichen machen sich jetzt auf und wollen in dieses Versteck eindringen.
Peter, hast du den Dietrich dabei? Ja, klar. Ja, danke. Dann wollen wir mal.
Tür zu! Alle in die Ecke, doch! Verschnellt! Sonst drehe ich dir den Arm noch fester um. Justus, wir ergeben uns! Oh, mein Arm! Deborah Street. Ganz recht. Da haben wir euch also erwischt. Wen meinen Sie mit wir? Mich. Michael Ohms. Wie das Opfer einer Entführung sehen Sie nicht gerade aus. Was wird hier eigentlich gespielt? Setzt euch doch erst mal. So, und da war der Dietrich auch endlich. Und der Harpunensound. Ich meine, dieser Moment, wo sie wirklich sagt, Tür zu, der ist wirklich auch spannend. Tolle Atmosphäre. Und ist dir die Stimme von Michael Ohms irgendwie bekannt? Die ist mir total bekannt. Ich kann die aber nicht wirklich zuordnen, woher. Das ist Günther Jeschke, ne? Günther Jeschke. Und Günther Jeschke hat auch irgendwann mal sogar Columbo gesprochen. Also das war ja Schwarzkopf. Und wer war es noch? Es waren, glaube ich, noch drei oder vier Leute. Und er war einer von ihnen. Aber er ist nicht die typische Columbo-Stimme. Bekannt ist Jaschke geworden durch die Interpretation von Professor Hastig in der Sesamstraße. Das ist Jaschke.
Alles klar. Man hat die im Ohr. Da hat er auch noch viele andere Sachen gemacht. Aber diese Verbindung hätte ich jetzt nicht gezogen. Richtig, zusammen mit Astrid Collex. Ja, und da löst es sich ja dann so langsam auch schon auf irgendwie. Dass man also rauskriegt, Ja, Deborah hat tatsächlich diese Entführung von Michael Orms geplant und dann aber irgendwie festgestellt, dass sie doch wohl mehr gemeinsam haben. Also es ging ja darum, dass Michael Orms angeblich Spielideen geklaut hat von ihr und sie sich da irgendwie rächen will. Ich versuche das jetzt mal, ich habe das ja angekündigt, dass ich das kurz auseinander, ich probiere es, weil ich glaube auch nicht, dass es mir hundertprozentig gelungen ist, aber es ist so. Also das Problem bei dem Hörspiel ist, dass im Gegensatz zum Buch André aus der Sylvie, die Frau von dem Ohms Junior gemacht hat, obwohl sie ja im Buch seine Schwester ist. Der hat aber, dieser Simon, der heißt im Buch Simon oder im Hörspiel, man kommt wirklich ein bisschen durcheinander, hat ja nämlich auch noch eine Frau, die im Buch aber leider keinen Namen hat, die wird da immer nur die Blondine genannt oder so ähnlich.
Passiert ist innerhalb der Geschichte im Buch folgendes. Also diese Deborah entführt diesen Holmes Senior zusammen mit einem Freund, weil sie das alleine gar nicht geschafft hätte, der im Buch auch aber nie erwähnt wird. Weil diese Deborah sich von diesem Holmes Senior betrogen fühlt. Die Firma von Holmes schuldet ihr nämlich zwei Millionen Dollar für irgendeine Spielidee. Das wusste er, der Senior aber nicht und tut sich dann mit Deborah, während er entführt wurde, zusammen. Und die beiden wollen jetzt wissen, ob die Kinder von dem Ohms das Lösegeld bezahlen wollen.
Und die Tochter von dem Ohms Junior, die im Buch die Sylvie ist, wittert jetzt aber eine Chance, an viel Geld zu kommen, weil sie spielsüchtig ist. Sie will sich also das Geld aus der Firma ihres Vaters, was eigentlich dafür gedacht war, den Vater freizukaufen, selber einstecken. So, der Bruder von ihr versucht sie aber von der Idee abzubringen, aber hat keine Chance gegen seine Schwester und spielt dann irgendwie dieses Spiel mit, weil nämlich auch seine Frau an dem Geld interessiert ist. So, im Gegensatz zum Hörspiel... Gibt es aber im Buch noch irgendeinen kleinen schmuddeligen Anwalt der Familie, der trägt Tonschuhe und einen Anzug und lispelt stark. Das kommt uns auch irgendwie bekannt vor. Und das ist nämlich der Trittbrettfahrer, mit dem Sylvie auch irgendwie, auch nicht so einfach in dem Buch zu verstehen, unter einer Decke steckt, der sie dann aber übers Ohr haut. Und der ist auch der Anrufer, der von den Papierkörben erzählt. Interessant ist aber, das ist nicht Greenwater.
Greenwater ist eigentlich nämlich ein Guter, der ist ein Spezialist für Entführungsfälle und der wurde angeblich von dem Sohn von Holmes Senior organisiert, um den Vater in Sicherheit zu bringen, wenn der Vater freikommt. Das ist leider im Buch auch schon extrem konfus und im Hörspiel kommt es überhaupt nicht rüber. Man muss sich das aber so vorstellen wie Marcel Proust goes Denver Clan wahrscheinlich. Und da versteht man ja auch nicht alles. Jetzt habe ich irgendwie Lust, dir ein Mental, ein Handtuch um die Schultern zu legen und dich einmal so abzufordeln. Super, okay.
Also für mich, ich habe mir einfach nur so gemerkt, dass das am Ende so eine völlig absurde Situation ist. Das ist quasi ein Familienstreit mit mehreren Kriminellen, die sich alle irgendwie gegenseitig übers Ohr hauen wollen, ohne dass eigentlich alle unbedingt voneinander gewusst haben. Aber natürlich haben die drei Fragezeichen den Überblick verschafft und dann irgendwie auch den Fall gelöst. Aber es ist schon, wie gesagt, man kann hier nicht einschlafen. Oder wenn man einschläft und dann aufwacht, dann kapiert man wirklich überhaupt nichts. Ja, oder du sagst dir, ich möchte die Geschichte gar nicht verstehen. Ich möchte mich einfach nur von Schubert und Grieg in den Schlaf träumen lassen. Genau, richtig. Das ist ja wahrscheinlich auch das, was einen durchträgt durch diese Folge. Deswegen bleibt man ja am Ball, weil die Stimmung so toll ist. Und weil man so Lust hat, zuzuhören. Und weil man Passetti natürlich auch noch mal ein letztes Mal lauschen möchte. Genau. Und man hört ihm ja auch gerne zu. Und Diamantenschmuggel, das ist ja ein halbes Jahr später erschienen, im Dezember 95. Und irgendwann im Herbst 95 ist Heike Diene dann wirklich noch mal zu ihm nach Dießen zum Ammersee gefahren und hat ein letztes Mal versucht, ihn aufzunehmen.
Aber da war er dann schon wirklich sehr schwach und auch schon vom Krebs gezeichnet. Und dann haben sie abgebrochen. Er hatte einfach nicht mehr die Kraft. Das muss für ihn auch wirklich sehr schwer gewesen sein, einzusehen, dass er nicht mehr konnte. Denn eine Woche später kam ein kleines Päckchen bei Heike Diener in der Roten Baumchaussee an und in dem Päckchen lag eine Audiokassette. Peter Passetti hat dann also nochmal alleine versucht, von seinem Krankenbett aus den Erzählerpart für Diamantenschmuggel einzusprechen.
Und allein diese Geste und überhaupt dieser Umstand hat Heike Diene so gerührt, dass sie gar nicht in der Lage war, sich diese Aufnahme anzuhören. Dann hat sie die Kassette André gegeben und er hat sich dann in ein Nebenzimmer zurückgezogen, hat die Tür zugemacht und hat sich dann die Aufnahme von Passetti alleine angehört und kam dann nach 10 Minuten wieder und hatte Tränen in den Augen. Das ging einfach nicht mehr. Und das war natürlich wirklich für alle furchtbar. Für uns Sprecher und für alle, die wir.
Ihn natürlich lieben. Und was ich in der Sache was Schönes finde, in Anführungsstrichen, ist, dass es so was Versöhnliches hat, wie Passetti im Laufe seines Lebens und diesen 15 Jahren sich mit dem Thema dann auch versöhnt hat. Wenn man sich an den Anfang zurückdenkt und sagt, man war erst so ein bisschen knörzig und was soll ich denn hier und dann aber, wie du auch erzählt hast, sich so mit dem Thema identifiziert hat, dass es ihm so viel bedeutet hat, dass er versucht hat, es wirklich noch möglich zu machen und es hat dann einfach nicht mehr geklappt. Es wurde dann doch irgendwie zu der Rolle seines Lebens, obwohl er eben auch unfassbar viele gemacht hat. Große, große Sachen und man hat ihn gekannt, er war ein Star. Ja. Bis zum Schluss. Bis zum Schluss. Und es ist eine echte Stimme unserer Kindheit, die da jetzt abtritt. Du hast es völlig richtig gesagt, es ist das Ende von einer Ära und wir haben Gott sei Dank diese Dokumente Wir können so oft, wir wollen die Hörspiele hören und ihn da immer wieder erleben. Und es war toll, dass wir ihn jetzt heute in dem Bobcast einfach nochmal gefeiert haben. Deswegen würde ich sagen, wir sagen jetzt zum Abschied leise Servus. Vielen Dank, Peter Passetti.
Und wir hören uns beim nächsten Mal wieder, wenn dann eine neue Ära anfängt. Bei den drei Fragezeichen und hier im Bobcast. Macht's gut und bis dann.
Die Märchen der Brüder Grimm scheinen in Kalifornien nicht besonders gut bekannt zu sein. Wie steht's denn mit euch? Wie klettert man wohl eine mehrere Meter hohe Bretterwand hoch? Denkt mal darüber nach, aber verliert nicht den Boden unter den Füßen. Lasst euch sagen, ein fester Halt und eine enge Verbindung zu den Tatsachen sind für das Vorankommen und den Aufstieg stets unerlässlich. So, ihr drei, ich möchte euch mit meinem jungen Freund aus England bekannt machen. Das ist August mit Vornamen und Nachnamen. Also August, August. Hallo. Hallo. Und das sind Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews. Freut mich. Bitte nennt mich Gus.
Jensen heißt die Kanalie. So viel weiß inzwischen auch der weniger aufmerksame Hörer. Nur, ist Jensen Drahtzieher oder Helfershelfer? Hoffen wir, dass es keine Schwierigkeiten mit dem Auge des Gesetzes gibt. Drei Fragen. Erstens, spricht die Wahrsagerin die Wahrheit? Zweitens, wenn ja, wurde ihr diese Kunde auf übernatürlichem Wege mitgeteilt? Drittens, oder handelt es sich um Tatsachen, die sie kennt und die Justus eben nicht kennt? Aber nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit müssten wir bald wieder auf irgendetwas Interessantes stoßen. Gesetz der Wahrscheinlichkeit ist gut. Falls ihr frei seid, habe ich etwas für euch. Ja. Ein Freund von mir, ein ehemaliger Regisseur, hätte Hilfe nötig. Wir würden es gern versuchen, Mr. Hitchcock. Was hat denn Ihr Freund für ein Problem? Das Problem ist anscheinend ein Hund. Ich suche für ein Filmprojekt einen geeigneten Drehplatz. Ja, ich plane einen Gruselfilm und dafür benötige ich ein Spukschloss. Ihr kennt euch doch recht gut aus in der Gegend. Wie wäre es, wenn ihr euch ein wenig umsehen würdet?
Ein geheimnisvoller Fall. Wie kann eine Mumie flüstern? So etwas erscheint unmöglich.
Die drei Fragezeichen waren von diesem Fall sofort begeistert. Eine Anmerkung für alle, die nicht Englisch können. Clock ist das englische Wort für Uhr. Ob das wohl reiner Zufall ist? Hitchcock. Justus Jonas. Entschuldigen Sie bitte die Störung, Mr. Hitchcock. Ich rufe wegen eines Testaments an, dass... Das darf doch wohl nicht wahr sein. Muss mir denn alle Welt damit auf die Nerven gehen? Dieser verrückte Kerl hat überhaupt kein Recht, meinen Namen zu nennen. Sagt mal, könnte dir einer alten Freundin von mir helfen? Einer Schriftstellerin. Sie wird von Gnomen belästigt. Von Gnomen, Sir? Sagten Sie wirklich Gnomen? Davon hat jedenfalls Miss Algamum gesprochen, junger Freund. Gnomen, ja. Kleine Erdgeister, verwandt mit Kobolden und Elfen, die sich in Leder kleiden und unterirdisch als Schatzgräber hausen. In dieser Geschichte ist schon so viel aus niedrigen Beweggründen gelogen und betrogen worden, aber diese Notlüge unseres tapferen Tierfreundes entspringt zweifellos lauteren Motiven.