Halli, hallo, wir sind's, eure kleinen Teddybären vom Cheshire Square. Hallo, Andreas und willkommen im Podcast. Hallo Kai, ja. Ich hab das ja im Englischunterricht früher immer, hat mich das auch immer gekillt, diese so Worcestershire und sowas, was man aber Worcester schreibt und Cheshire, das ist immer schwierig. Ein Zungenbrecher, total, für uns alle. Ja, das merkt man auch hier. Hier stolpert Passetti drüber. Veronika Neugebauer macht es richtig. Also alles nicht leicht. Egal, wir gehen jetzt auf Wehrwolfjagd und ich lese den Klappentext. Die der Werkezeichen. Die hellige Wehrwolf. Ein Wehrwolf macht Hollywood unsicher. Er verübt Überfall auf Überfall und dabei geht es ihm nur um kleine Teddybären. Justus, Bob und Peter machen einen seltsamen Fund am Strand und kommen so auf die Spur des Verbrechers. Sie haben ihr vielleicht gefährlichstes Abenteuer zu bestehen. Okay, das würde ich vielleicht bezweifeln, ob das hier wirklich das Gefährlichste ist. Findest du nicht so gefährlich? Nicht so wirklich gefährlich, nein. Aber es ist natürlich viel zu tun, das stimmt. Wie findest du denn den höllischen Wehrwolf, Andreas? Ich kann dazu nur sagen, das ist ja nun wirklich die berühmt-berüchtigte Schlampenfreude. Ich weiß noch, irgendwann vor ein paar Jahren kam ein Fan bei einer Autogrammstunde auf mich zu und meinte, Also, Bob hätte ja eine Frau als Schlampe beschimpft. Und ich so, was, wie, was, was, was hat Bob gemacht? Ja, in einer Folge hätte Bob das gesagt. Ich denke, das kann doch gar nicht wahr sein. Das hätte ich niemals in den Mund genommen. Das passt doch überhaupt nicht zu Bob. Doch, meinte der Fan, er wüsste bloß nicht, wie die Folge heißt. Und jetzt, was bin ich doch für ein glückhafter Finder, Da habe ich bei der Recherche zum Bobcast entdeckt, wo Bob das Wort Schlampe in den Mund nimmt, nämlich hier beim höllischen Wehrwolf. Aber ich muss Entwarnung geben, wenn sich jetzt schon ein paar Leute aufregen. Es ist alles ein bisschen anders, als man denkt. Und darüber werden wir natürlich reden. Unbedingt. Ich habe das unheimlich im Ohr, dieses Zitat von dir, weil wir tatsächlich für die Ferienbande, fürs Vorprogramm mal so einen Zusammenschnitt mit den ganzen Ausreißern gemacht haben. Und da war auch, was ist das für eine Schlampe? Deswegen, ich dachte auch, ah ja, da war es wieder. Aber du hast recht, ich hatte es auch vergessen, dass es jetzt im höllischen Werwolf ist. Aber ich hatte es noch total im Ohr. Ein Blick aufs Cover. Interessant. Bisschen kindlich wieder mal. Ich musste da sehr lachen. Ich hatte das Gefühl, der Werwolf macht irgendwie so Jazz Hands. Ja, aber warum hat der überhaupt auch Flügel? Was will der mit den Flügeln? Und ich finde, der erinnert ja so ein bisschen an Teen Wolf mit Michael J. Fox. Es ist seltsam, das Kammer. Das finde ich auch und unterstreicht natürlich auch nochmal ein bisschen so diese Fallhöhe mit dem Titel, der höllische Wehrwolf. Und dann ist es aber trotzdem nicht so wirklich eigentlich eine Gruselfolge. Ich bin da ein bisschen gespalten, muss ich sagen. Also ich finde den Auftakt eigentlich sehr cool und spannend mit dieser ausgerissenen Lucille. Da schwingt ja so ein bisschen irgendwie auch so ein bisschen was Zeitgemäßes. Der Name wird ja auch fünfmal unterschiedlich ausgesprochen. Oh ja, verschiedene Lucille, Lucille. Hat ja Frau Kötting auch vermerkt, Lucille steht ja auf dem Deckblatt. Aber sie hat wirklich jeden Buchstaben immer unterstrichen. Man müsste jetzt überhaupt nicht, welchen soll man denn jetzt nun eigentlich betonen? Dann hat man einfach alle betont, genau. Also das mag ich eigentlich ganz gerne, so ein bisschen Brennpunkt LA, so Ausreißer-Thematik und sowas fand ich eigentlich ganz gut. Und dann wird man aber doch während dieser Erwartung so ein bisschen enttäuscht. Dieser Fall, der eigentliche, also Lucille zu finden, ist ja schon nach der Hälfte durch. Und dann macht es so eine komische Wendung und geht eigentlich dann in eine andere Richtung. Ja, der Werwolf spielt eigentlich auch gar keine richtige Rolle. Im Buch taucht er wirklich nur einmal oder zweimal auf und die Geschichte ist eigentlich wirklich eine ganz andere. Genau, und dann ist es dieser Werwolf, so ein bisschen gewolltes, übernatürliches Gimmick, was eigentlich gar nicht so richtig motiviert ist. Ich finde auch diesen McGuffin mit den Teddys ein bisschen verschenkt, da habe ich das Gefühl, hätte man auch noch ein bisschen mehr draus machen können. Ja gut, die Teddys oder der eine Teddy dann als Save, der spielt natürlich dann auch eine Rolle. Ja, ja, der wird nochmal aufgenommen. Und dann ist es eine Morten-Folge ohne Morten, im Hörspiel zumindest, sehr schräg. Taucht überhaupt nicht auf. In der Szene 2 erwähnt wird, aber er ist nicht da. Und es gibt zwei, müssen wir dann drüber reden, finde ich, große Schwachstellen bei den Sprechern, die mir tatsächlich ein bisschen die Hörfreude killen. Bist du schon wieder Minuspunkte verteilen? Nein. Ein Minuspunkt, wer denn noch? Jetzt bin ich mal gespannt. Ja, das machen wir dann, wenn wir da hinkommen. Trotzdem finde ich, und da war ich jetzt auch sehr gespannt, die mal wieder zu hören, war sie doch recht kurzweilig und tatsächlich auch irgendwie ein bisschen unterhaltsam. Also ich habe mich nicht gelangweilt beim Hören. Aber man stolpert hier und da so ein bisschen. Das müssen wir uns vielleicht mal angucken, gleich dieses Stolperstein. Aber, was ja wirklich großartig ist, wir haben hier Wolfgang Dreger, Aufkommissar Reynolds, zum allerersten Mal, der sich hier etabliert. Aber genau, darüber werden wir auch reden. Mach mit, dann hast du noch ein paar Facts erstmal zu dieser Folge. Ja, Facts habe ich auch. Wo sind sie hier? Facts, Facts, Facts. Hier haben wir es. The Mystery of the Creep Show Crooks. Was heißt das eigentlich? Das heißt so viel wie das Geheimnis der Gruselshow Gauner. Ja, ein Creepshow ist ja sowas wie so eine Geisterbahn, glaube ich, ein bisschen. Richtig, genau. Im Original verfasst von M.V. Carey am 12. September 1985 in Amerika erschienen und das Hörspiel ist am 1.10.88 rausgekommen. Übrigens zeitgleich mit dem gestohlenen Preis. Das sind die Facts. Und was wir vielleicht auch erwähnen können, das haben wir nämlich, glaube ich, noch nicht gemacht, ist, dass in der Originalabmischung hier jetzt auch ein neues Titellied am Start ist. Denn die Musik von Carson Thun, genau, ausgetauscht jetzt in diesen Folgen 40 bis 49 und jetzt hier von Manuel Bucket dieses Piper-Beta-Stück, was auch ganz gut funktioniert eigentlich als Titel. So, ich würde sagen, wir steigen gleich mal ein und hören mal rein in den Bob, der ein glückhafter Finder ist. Was bin ich doch für ein glückhafter Finder. Da hat irgendein kleines Mädchen ihren Spielkram verloren. Seht mal, eine Plastiktasche, durchsichtig, mit grellrosa Kätzchen bedruckt. Da ist eine Menge Krimskrams drin. Sogar ein kleiner Teddybär aus Pelz. Am besten lassen wir das Teuk hier liegen. Die Kleine wird schon merken, dass ihr das fehlt. Bis dahin könnte irgendjemand die Tasche stehlen, Kollegen. Vielleicht können wir die Besitzerin anhand des Inhalts der Tasche identifizieren. Lass mal sehen, was alles drin ist, Bob. Ja, ein ganzes Sortiment Kosmetika. Allein vier Lippenstifte. So klein kann die Kleine also nicht sein. Naja, immerhin schmust sie noch mit Teddybären. Seht euch das an, der Teddybär hat sogar ein echtes Fell. Der ist echt toll. Ja, dies ist ein Buch, das er sich aus seiner Bücherei in Fresno entliehen hat. Hier der Steppel der Bücherei. Ja, und diese Zippel... Das sind Bescheinigungen von Pfandlein. Dann haben wir immerhin ein Indiz. Ja, der glückhafte Finder, das sage ich ja jedes Mal, wenn ich mit meinem Metalldetektor unterwegs bin und irgendwas ausgebuddelt habe. Im Buch, was ganz interessant ist, steht glücklicher. Und im Skript ist das ganz komisch. Ist das vor den Aufnahmen handschriftlich noch mal verändert worden? Und dann steht glückhafter. Was da vorher stand, kann man aber leider nicht erkennen. und warum das geändert wurde, ich habe keine Ahnung. Und der Begriff ist ja nicht falsch. Der ist eben einfach nur veraltet, der ist antikriert. Ja, genau, so ein bisschen altbacken. Der gute alte Bob liest eben immer Eichendorf und Schiller. Der ist ein verkappter kleiner Lyriker. Genau, so wie wir ihn kennen. Aber es ist wirklich ganz lustig, weil man merkt natürlich schon ein bisschen so eine erwachsenere Haltung von euch allen bei dir, aber schon speziell. Du hast da mental ein bisschen so für mich die Lederjacke an, bist so ein bisschen der Checker und vielleicht auch mit dem Kopf woanders, aber hast dann diese bisschen altbackenden Texte hier. Das ist so ganz lustig, da reibt sich so ein bisschen. Aber funktioniert natürlich irgendwie in dem Kontext, wobei das eher so ein bisschen so ein Justus-Dinger ist, eigentlich so geschwollen zu sprechen. Eigentlich ja, genau. So, und dann passiert was ganz Interessantes, finde ich, wo ich wirklich so aufgehorcht habe und dachte, ach, wusste ich gar nicht. Wir erfahren nämlich zum ersten Mal die Telefonnummer der drei Fragezeichen. Wie ist denn Ihr Name? Justus Jonas, Miss. Ich rufe aus Rocky Beach an. Na gut, ich will mal sehen, was sich machen lässt. Geben Sie mir Ihre Nummer, ich rufe gleich zurück. Oder wollen Sie so lange warten? Nein, bitte rufen Sie zurück. Beach Hill 840. Gut, einverstanden. Vielen Dank. Beach Hill 840. Cool, wusste ich nicht. Die Nummer steht nicht im Buch. Da heißt es nur, Justus sagte ihr die Nummer. Und die Nummer stand dann auch nicht im Hörspiel-Skript. Die fehlte im Dialog mit der Bibliothekarin, was Ursula Vogel ist. Und die Nummer hat man sich dann im Studio schnell ausgedacht, nehme ich an, denke ich mal. Sonst hätte die ja gar nicht zurückrufen können. Ja, lustig. Aber das heißt, irgendwer hat die sich ausgedacht. Das wurde nicht irgendwie gegengecheckt. Ich denke mal, das war Olli oder so. Moment mal, wir brauchen ja hier noch eine Nummer. Sonst kann die ja gar nicht zurückrufen. Und dann steht es hier, Beechill, handschriftlich im Manuskript. Das ist ja toll. Normalerweise hat man das Gefühl, da werden dann acht Experten aktiviert Checken das mit dem Law gegen, ob das alles stimmt. Nein, da wird einfach, wie könnte es hier heißen? Beach Hill, ja okay, mit Vorwahl 840, so Zeitaufnahme, weiter. Keine Zeit. Wenn du jetzt anfängst, dann wirklich jetzt nochmal jemanden anzurufen, dann wird dann recherchiert, dann steht der Betrieb, du musst in der Szene bleiben und dann muss man einfach, zack, sich einfach was einfallen lassen. Natürlich, so war es zumindest damals. Heute hat man sofort dann alle auf der Matte stehen, was da stimmt oder nicht. Aber jetzt wissen wir es. Wir wissen, wo wir anrufen müssen. Das macht dann auch Lucils aufgebrachte Mutter, Astrid Kollex und Vater Charles Anderson rufen auch an, und dann beginnt sozusagen hier dieses Mysterium, ja eigentlich schon auch ein bisschen ein ganz cooles Thema so, mit Ausreißer, Leute, die von zu Hause weglaufen, abtauchen, sich nicht melden, hast du sowas mal gemacht, wirklich mal abzuhauen? Abzuhauen, um Schauspieler zu werden? Nein, das ist das Kunstseidende Mädchen von Irmgard Coyne. Das ist ja eigentlich so ein bisschen die Inspiration. Also jetzt nur nicht unbedingt für den Autor, der die Geschichte geschrieben hat, aber. Da kann ich mich irgendwie nicht dran erinnern oder fällt mir jetzt irgendwie gar nichts dazu ein, muss ich sagen. Ja, ist ja gut so. Wir müssen ja auch nicht alle abhaulen. Aber natürlich so ein bisschen schon so ein Thema, so ein Motiv. Leute, die filmgroß rauskommen wollen und nach Hollywood gehen und meistens in der Fiktion passieren natürlich noch wesentlich düstere Sachen als hier bei den Fragezeichen. Da kriegt man dann so ein bisschen die Kurve noch. Fand ich aber so ganz schön als Auftakt. Naja, und dann wird ermittelt und jetzt sind wir eigentlich schon soweit, denn es wird auch Kommissar Reynolds, dazugezogen und du hast es schon erwähnt, dann hier sozusagen der ja zu diesem Zeitpunkt für uns immer noch neue Kommissar Reynolds Horst Franks Schatten ist lang, Wolfgang Dräger. Hat aber jetzt hier tatsächlich mal ein bisschen mehr zu tun in dieser Rolle. Ja, also vorher hatten wir ja so ein paar kurze Einsätze von Günter Flesch als Reynolds und Reynolds hat ab den Crimebustern auch nicht mehr so eine große Rolle gespielt. Wurde dann ja auch bald abgelöst von Inspektor Kotter, tauchte dann aber immer wieder gelegentlich auf. Eine richtig große Rolle hat er dann in Die Brände statt. Und da ist ja sogar der Auftraggeber der drei Fragezeichen, der drei Detektive. Und in Straße des Grauens wird Reynolds sogar entführt und als Druckmittel gegen die drei Fragezeichen eingesetzt. Aber jetzt hier wirklich zum allerersten Mal Wolfgang Dräger. Tja, bei uns gibt es immer mehr jugendliche Ausreißer. Die meisten wollen zum Film, ohne dort je etwas zu erreichen, natürlich nicht. Tja, hübsch ist sie ja wirklich. Ach, kann ich eins von den Bildern behalten? Aber bitte. Dankeschön. Wann hatten Sie zum letzten Mal Kontakt mit Ihrer Tochter? Das ist jetzt zwei Monate her. Sie rief bei uns an und sagte, wir sollten uns keine Sorgen machen. Aber sie legte auf, ehe wir richtig miteinander reden konnten. Ja, ich habe mir Ihre Namen und Adresse notiert. Die Fahndung gebe ich gleich durch. Inzwischen können Sie ja auch die Jungen einsetzen, falls Sie es nicht so tun. Ja, Wolfgang Dräger als Reynolds ist so ein bisschen zackiger, so ein bisschen geschäftiger als Horst Frank. Man nimmt ihm das mehr ab, dass er da am Arbeiten auch ist. Ja, genau. Und nicht mit dem Whisky in der Hand da steht. Es gibt ja ein großartiges, einstündiges Porträt von Sascha Dräger, von seinem Sohn. Wolfgang Dräger ein bisschen mehr Mensch. Darüber werden wir auch gleich noch mal reden. Das ist fertiggestellt worden zu Dregers 80. Geburtstag und ist erst jetzt posthum nach Dregers Tod veröffentlicht worden. Und da erfährt man wirklich ganz viel Persönliches und Privates aus dem Leben von Wolfgang Dreger von seiner Kindheit. Der ist am 9.1.1928 in Berlin geboren und im Wedding aufgewachsen und ist dann über seinen Bruder zur Napola gekommen. Der war also als Kind in dieser Nazi-Erziehungsanstalt, hat da auch sehr unter diesem Drill gelitten. Und ist dann kurze Zeit später mit 15 Jahren, das muss man sich mal vorstellen, Flackhelfer in Berlin geworden. Und hat da den Krieg auch wirklich hautnah erlebt, als letztes Aufgebot. Und nach dem Krieg wollte der eigentlich Schauspieler werden, war aber wirklich sehr, sehr schüchtern. Hat sich nicht so getraut vorzusprechen, hat sich selber auch irgendwie nichts zugetraut. Und ist dann über einen, ich glaube, Schulkameraden von ihm, nämlich über Jo Herbst, zum Kabarett gekommen, zu den Stachelschweinen und dann später zum Radio, zum Rias. Und so zwangsläufig dann auch Mitte der 50er Jahre nach Langwitz zur Berliner Synchron. Und da hatte er als Synchronsprecher am Anfang wirklich nur so kleinere Rollen, so Zeitungsjungen, dritter Mann von links, so Hintergrundmenge Masse. Du hast die Stimme aber damals schon immer rausgehört. Das waren jetzt nie so Helden, das waren so meistens Underdogs verhuschte kleine Kriminelle oder so liebenswürdige Loser. Und dann im Laufe der Zeit bekam er auch größere Rollen. Zum Beispiel in Die sieben Samurai von Kurosawa, da war ihr dieser Tagelöhner Jan Tartara. Dann hat er, ist ja zu hören, in A-Rap, in West Side Story 1961. Und richtig aufgefallen ist er mir jetzt auch gerade nochmal, weil ich das vor kurzem für mich nochmal entdeckt habe. Ich kannte den Film, habe ihn aber jetzt irgendwie ganz oft wieder beim Kochen gehört. Stalag 17 von Billy Wilder, da ist ja dieser amerikanische Kriegsgefangene, der beste Freund von einem anderen Kriegsgefangenen, der wird in dem Film Nilpferd genannt. Und der hat da immer einen flotten Spruch auf Lager, ist aber natürlich in Wirklichkeit total verzweifelt und weiß, dass in dieser Gruppe von Häftlingen man nur mit Humor dieses Lager überleben kann. Und das ist fantastisch, wie er das spielt. Und dann hat er noch viele andere Sachen gemacht. Also die Liste ist endlos lang. Ich habe hier mal geguckt, Alain Delon in Rocco und seine Brüder. Dann war er Roman Polanski in Chinatown. Diese Szene, wo er Jack Nicholson die Nase aufschlitzt. Eigentlich auch nur ganz, ganz kurz. Was ist los? Kitty Cat. Richtig, genau. Super. Und dann war er auch Jean-Pierre Léau. Mehrmals, glaube ich, zweimal Tisch und Bett. Lieber auf der Flucht von Truffaut. Antoine Dornel, den habe ich ja wirklich verehrt, diesen Schauspieler. Jean-Pierre Léau. Und dann war er Gene Wilder als Willy Wonka. Und was ich ganz irre fand, das hatte ich total vergessen, er war George Harrison. Stimmt. In Hard is Night and Hell von Richard Lester. Fantastisch. Mit Wolfgang Gruner. Ich glaube, Wolfgang Gruner war, glaube ich, der war Wolfgang Gruner nochmal, ich glaube Paul McCartney. Und ganz toll, und das wird man dann auch, wenn man Lust hat auf diese Dokumentation von Sascha, sich da angucken können, er als Mercutio in Zerfirellis Romeo und Julia. Wie er da seinen Monolog hält, grandios, laut und leise, lachend, und weinend, brüllend und da merkst du wirklich was, das merkt man ja auch in seinen Synchronrollen sowieso, aber gerade explizit nochmal in der Szene, weil Wolfgang ja auch erzählt hat, dass er, mit Lyrik auch so ein bisschen was am Hut hatte, wie er mit der Sprache umgeht. Ganz, ganz, ganz toll. Ein unglaubliches Repertoire. Das ist eine irre Szene und es hat mich auch sehr gerührt, dass er in dem Film auch erzählt, wenn er mal so am Zweifeln ist, ob er überhaupt quasi noch Kunst macht und ob das alles der richtige Weg ist, dann hat er sich das immer angeguckt. Und es ist wirklich eine irre Szene, weil man da merkt, es ist auch im Original schon grandios, aber das macht er sich so zu eigen. Du merkst, er kann mit der Sprache richtig umgehen, er weiß auch genau, Es sind ja nun auch keine besonders einfachen Texte, aber Schauspieler kannst du natürlich Shakespeare. Zurück zu Dräger. Den Durchbruch, das waren ja alles so Rollen, denen er glänzen konnte, aber den Durchbruch bekam Wolfgang Dräger, eigentlich als Stimme von einem verhuschten Typen mit Hornbrille in einem Film 1965. Da tauchte der zum allerersten Mal auf, den kannte dazu derzeit noch keiner. Und dieser Film hieß Was gibt's Neues, Pussy? Und dann war er die Stimme von Woody Allen in über 40 Filmen und da passt er wirklich gespuckt drauf. Da gibt es keinen anderen Sprecher, der besser drauf gepasst hätte und das kann man auch mal ganz gut vergleichen, wenn man ein bisschen im Netz sucht. Es gab übrigens eine frühe Kinofassung von Was sie schon immer über Sex wissen wollten, also auch einen Woody Allen-Film und da spricht aus unerfindlichen Gründen Harald Junke, Wodiel. Und das passt überhaupt nicht. Und Junke war ja wirklich kein schlechter Sprecher. Aber da merkst du. Der Dräger war wirklich perfekt besetzt auf Wodiel. Und Wodiel soll selber sogar mal über seine deutsche Stimme, über Wolfgang Dräger gesagt haben, die Stimme ist besser als meine eigene. Aber bevor wir jetzt noch weiter über Dräger reden, denn das müssen wir unbedingt noch mal in eine Stelle mit Wolfgang reinhören. Sie sind Amateur-Detektive. Sie haben eine richtige Detektei und Sie befassen sich mit der Lösung aller möglichen Probleme und Fälle. Manchmal sind Sie mir im Wege und stören mich, aber ich kann nicht leugnen, dass Sie beachtliche Erfolge vorzuweisen haben. Darf ich Ihnen unsere Visitenkarte geben? Danke. Ja, und jetzt muss ich natürlich noch ein bisschen, weil ich habe wirklich relativ, ja, ich habe auch ein Verhältnis eigentlich zu Wolfgang Dräger gehabt, aber eben wirklich nur als kleiner Junge, weil ich kannte ihn. Jetzt wollte ich dich fragen nämlich, ob du ihn überhaupt mal getroffen hast. Ja, wir haben ihn natürlich dann bei den drei Fragezeichen getroffen in Hamburg. Aber ich kannte ihn eigentlich aus seiner Zeit, als er noch in Berlin war, Anfang der 70er. Da hat er auch bei Kimber, der Weiße Löwe mitgesprochen, da war er glaube ich Cheetah oder sowas und ich war ja Dusch, ich war so ein kleiner Leopard und da habe ich ihn eben auch oft erlebt aber natürlich dann auch ging er ein und aus in anderen Studios und ich, wusste dann auch, okay jetzt hier wird jetzt der neue Woody Allen Film synchronisiert, ich habe ja auch mal in zwei Filmen. Mitgesprochen von Woody Allen als Edward Norton in I Love New York oder ich weiß gar nicht genau, wie der Film hieß und da war er eben auch dabei Ja, aber da taucht Woody Allen gar nicht auf in dem Film. Ja, stimmt. Aber es passierte natürlich eine Sache mit Wolfgang Dräger. Dräger ist sieben Jahre älter als Woody Allen. Und eines Tages, das war ungefähr so 2012, kam dann ein neuer Woody Allen-Film raus. Wie hieß der noch mal? Der spielt in Rom. Keine Ahnung. Ja. Wie hieß denn der noch mal? In Rome with Love, glaube ich. Und dazu sollte dann damals ein, neuer deutscher Trailer aufgenommen werden und man hat Wolfgang Dreger nun angefragt, der aber unglücklicherweise zu der Zeit eine Kieferoperation hinter sich hatte und der klang dann in dem Trailer nicht so wie sonst. Und aus diesem Grund hat man Drega dann im Hauptfilm umbesetzt. Also die Zuschauer hörten dann eine völlig neue Stimme. Und dann fing die Presse an zu spekulieren, nachdem der Film raus war. Und in der Welt erschien dann ein Artikel mit der Überschrift, Woody Allen wirft seinen Synchronsprecher raus. Ja, da kann ich mich noch dran erinnern. Das ging durch die Presse nämlich damals. Und das ist aber nicht unter Umständen richtig so gewesen, oder? Naja, als langjähriger Synchronsprecher und als Feststimme von so einer Figur, wenn du die wirklich über 40 Jahre gesprochen hast, tut sowas natürlich unglaublich weh, wenn du liest, dass dein Schauspieler, wo die Ellen nicht mehr möchte, dass du ihn sprichst. Deswegen darf man sich auch eigentlich immer nie zu sehr mit diesen Schauspielern identifizieren, die man da spricht, denn du bist jederzeit austauschbar. Du hast ja keinen Vertrag mit dem jeweiligen Schauspieler. Du kannst hoffen, dass die dich anrufen, aber es gibt natürlich keine Garantie und auch keine Verpflichtung, wohlgemerkt von beiden Seiten aus. Und in dem Fall... War es aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Woody Allen, der entschieden hat, dass Dräger ihn jetzt nicht mehr sprechen soll, sondern das war der Verleih. Also das waren die Verantwortlichen in Deutschland, denn die Filme von Woody Allen waren so 2010 um diese Zeit herum ja auch nicht mehr so populär. Die deutschen Verleihe haben dann auch immer wieder gewechselt, es waren immer wieder neue Verleiher für die jeweiligen Filme von Woody Allen. Die wurden immer kleiner und das Budget wurde auch immer weniger. Und wenn nicht mehr so viel Geld vorhanden ist, dann geht es auch oft nur darum, den Film irgendwie deutsch rauszubringen, der muss deutsch werden und zwar rechtzeitig zum Kinostart und wenn der Sprecher dann nicht zur Verfügung steht, da besetzt man dann eben um, und dann nimmst du einen anderen Sprecher, denn komischerweise hat Träger ein Jahr später, wo die Ellen dann plötzlich wiedergesprochen und zwar in plötzlich Gigolo und das war. Seine letzte Synchronrolle überhaupt, obwohl er Hörspiele dann noch bis 2022 gesprochen hat. Und ich glaube sogar im Netz der Lügen von den drei Fragezeichen, das war seine letzte Hörspielrolle als Reynolds. Und kurz danach ist er dann am 23. Januar 2023 im Alter von 95 Jahren verstorben. 95 Jahre, wirklich ein stattliches Alter. Und jetzt müssen wir doch tatsächlich noch mal ein bisschen über diese Doku sprechen, die wir schon erwähnt haben. Wolfgang Dräger, ein bisschen mehr Mensch, kann man sich im Netz angucken, zum Beispiel bei YouTube, zum 80. Geburtstag von seinem Sohn Sascha für ihn produziert. Und ich habe mich mit Sascha ein bisschen ausgetauscht zu diesem Thema und Sascha war so lieb und hat uns mal ein bisschen was erzählt zu dieser Doku. Die Dahl-Frage-Zeichen. Und der Ehrengast. Ja, hallo lieber Kai, hallo lieber Andreas. Ich freue mich, dass ihr den Film entdeckt habt über meinen Vater, den wir gedreht haben. Und dass ihr euch dafür interessiert, wie der denn so entstanden ist. Also, zum 80. meines Vaters haben wir ihm das im Grunde genommen geschenkt. Wir haben ihm gesagt, wir schenken dir zu deinem 80. Geburtstag einen Film über dich. Und wir würden dich gerne interviewen, wir würden gerne alles erfahren, was du so erlebt hast in deinem schon langen Leben und haben lange, lange Interviews mit ihm geführt. Insgesamt, glaube ich, waren das bestimmt so vier Stunden alleine eben Gespräche mit ihm. Und zusätzlich sind wir in Berlin auf Spurensuche gegangen, sind, in der Gegend gewesen, in der er aufgewachsen ist, in Berlin-Wedding und auch in Potsdam, in dem Gebäude, in dem sich damals die Napola befand, also die Schule, auf die er gegangen ist, das Internat. Und haben das Ganze dann auch noch unterfüttert mit historischen Bildern. Und dann haben wir Ausschnitte seines Schaffens recherchiert und uns diese Ausschnitte besorgt. Und am schwierigsten war es beispielsweise mit dem kleinen Ausschnitt, seines überhaupt allerersten Filmauftritts. Das war am schwierigsten, das zu besorgen, weil der Film verboten ist, weil der eben üble Nazi-Propaganda beinhaltet. und den gibt es bei einer Stiftung in Wiesbaden, bei der Friedrich-Mornau-Stiftung. Und dort durfte ich diesen Film einsehen und habe auch diese eine Mini-Szene entdeckt, wo er eben im Bild ist und auch einen Satz sagt. Weil er wusste den Satz noch, den er gesagt hat. Und so konnte ich dann den Film sichten und die Stelle markieren und habe das dann auch mitbekommen. Also dieses Stück Film auf DVD und habe das eben auch einfließen lassen. Und dann hatten wir am Ende eben, ich weiß nicht, sechs Stunden pro Material. Und dann war die Frage, wie macht man daraus einen Film? Und dann habe ich einen jungen Regiestudenten kennengelernt, den Raimond Schirmer. Und der hat zusammen mit mir dieses ganze Material gesichtet. Und daraus haben wir dann zusammen diese eine Stunde Film geschnitten, weil wir gedacht haben, wir können jetzt niemandem, also mehr als eine Stunde davon, Zumuten sozusagen. Das wäre eine gute Länge. Und ja, so ist dieser Film entstanden. Dann habe ich im Anschluss noch Christian Brückner gebeten oder gefragt, ob er bereit wäre, da zu den Kommentar zu sprechen. Und er war auch sofort dabei. Und ja, so ist insgesamt dieses Werk entstanden. Und ich freue mich, wenn der viel angeguckt wird natürlich jetzt. War ursprünglich nicht unbedingt geplant, dass der eben in die Öffentlichkeit oder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Aber ich denke mal inzwischen und eben auch aufgrund der vielen Nachrichten und vielen Mitteilungen, die wir bekommen, freuen sich die Leute eben ihm so nahe zu kommen. Ja, sehr schön. Vielen Dank, Sascha, dafür. Und man kann es wirklich nicht oft genug sagen. Ich finde, das ist eine ganz, ganz tolle Doku. Die hat mich stellenweise richtig gerührt und gepackt. Also mir sind wirklich auch die, mir sind ganz kurz mal die Tränen gekommen, weil das ist wirklich ganz toll, wie er da über sich erzählt. Und es ist, man verbringt ja auch sehr viel Zeit, was du auch schon erwähnt hast, in diesen ersten Jahren, diesen Kriegswirren, die Sachen, die er da miterlebt hat, als 16-Jähriger, als Flackhelfer dann ganz eindrucksvoll, wo sich die Familie Dräger in Berlin vor den Russen versteckt im Keller. Die kommen und es ist sehr ergreifend und auch ein ganz tolles Zeitdokument natürlich, diese Erinnerung mal zu konservieren. Das finde ich wirklich toll. Habe ich übrigens neulich mal, als ich in Deutschland war, mit meiner Tante Ingrid gemacht. Die ist 85 und hat auch noch ganz irre Erinnerungen über Bombenangriff und so Sachen. Ich habe sie tatsächlich mal interviewt und habe das aufgenommen, weil ich ihre Stimme auch mal. Und deswegen kann ich dieses Projekt von Sascha sehr verstehen hier. Das natürlich dann auch ein tolles Geschenk ist. Ich hätte das auch gerne von meinem Vater. Ich finde das ganz toll. Ich hätte das gerne von meinem Vater. Ja, man vergisst das so. Und gerade bei diesem schwierigen Thema natürlich, wo immer auch so ein bisschen Verdrängung mitschwingt. Eine ganze andere Zeit. Das finde ich auch toll, wie ehrlich und offen Träger da redet über seine Erfahrung, über seine Familie und so. Das ist wirklich toll. Und über seinen Werdegang. Genau, dann dahin und natürlich viele Sachen später auch, wo die Ellen, ich muss ja sagen, ganz ehrlich, für mich ist Wolfgang Träger in zwei Sachen eigentlich noch sehr präsent. Zum einen als deutsche Stimme von Inspector Gadget natürlich, was sehr geprägt hat. Dieser Zeichentrick. Zeichentrick, genau die Serie. Und noch viel mehr, natürlich die Sesamstraße Bibo. Da hatte ich eine Schallplatte, die ich als Kind rauf und runter gehört hatte, mit Songs drauf. Bibo singt da und sagt zum Beispiel, hast einen Fehler gemacht? Sei nicht traurig. Ja, das ist es, was sich Kindern immer sag. Ein jeder macht mal Fehler, die liebe langen Tag. Und immer diese tolle nasale Stimme, die man hinkriegt, ohne sich die Nase zuzuhalten. Da ist Rega großartig auf Bibo. Und er hat ja auch bei der Sesamstraße die Synchronregie. Richtig, genau. War wohl auch mit der Grund, warum er dann aus Berlin nach Hamburg gewechselt ist, weil er eben dieses Angebot bekommen hat, Regie, genau wie du sagst, und auch zu texten für die Sesamstraße. Und da hat er natürlich unsere Kindheit massiv mitgeprägt mit seinen Einsätzen vor und hinter dem Mikro. Unvergessen. Es gibt da übrigens auch, apropos Synchronarbeit, Wolfgang Drieger, es gibt da eine ganz tolle andere Doku über die Synchronarbeit zu der Serie Geheimagent 0014. Und diese Rolle hat er auch gesprochen. Da hatte er die Hauptrolle. Und in dieser Doku, da sieht man Wolfgang Drieger vor dem Mikrofon rumhampeln, zusammen mit Arnold Marquis und der Synchronregisseurin Paula Leber, die dann später die Stimme übrigens von E.T. Wurde, nach Hause telefonieren. Und die trägt selbst im Dunkeln immer eine Sonnenbrille und raucht Rothändler ohne Filter. Das ist der Hammer. Sehr interessant diese Doku, weil da bekommst du einen wirklich interessanten Eindruck, wie vor 50 Jahren synchronisiert wurde. Alleine schon das Texten am Schneidetisch und die Diskussion mit dem ZDF-Redakteur. Das ist wirklich ein historisches Filmdokument, wo man Wolfgang Dregger auch nochmal in Aktion vor dem Mikrofon sehen kann. Heißt, die zweite Stimme, Doku über Filmsynchronisation, kann man auch auf YouTube finden. Und es gibt übrigens auch noch eine andere Filmperle mit Wolfgang Dregger. Das weiß ich, worauf der ist. Wir haben jetzt so viel über ihn gesprochen, müssen wir trotzdem machen. Ja, Tischlein deckt dich, wollte ich erzählen. Da gibt es ja auch einen kurzen Ausschnitt in der Doku von seinem Sohn. Das ist noch harmlos. Ja, das ist harmlos, aber es gibt noch was anderes. Danach muss man lange suchen, wird man dann aber doch fündig im Darknet. Der Tanzschulen-Report von 1973. Wolfgang Dräger als verklemmter Schallplattenaufleger in einer Tanzschule. Der nicht so richtig zum Zug kommt. Erst im Off. Genau, da hört man es dann sehr. Nicht in Aktion, zum Glück. Im Gegensatz zu den anderen Nackten, die da rumhüpfen. Aber du siehst ihn spielen, Wolfgang Dreger. Und du denkst sofort, das ist wirklich nicht nur die Stimme von Woody Allen. Das ist Woody Allen. Woody Allen hätte das genauso fahrig und nervös gespielt wie Wolfgang Dreger. Und du denkst sofort, das ist der zweite Teil, was sie schon immer über Sex wissen wollten. Das stimmt, das ist tatsächlich ganz cool gespielt in diesem sonstigen Chaos. Ich hatte das völlig verdrängt, als du mir diesen Clip geschickt hast neulich. Kanntest du das von früher womöglich? Naja, man hat da früher immer mal so reingelunzt, aber hat sich dann oft auch erschreckt abgewendet, diese Schulmädchen-Report, diese Report-Serien. Furchtbar. Dass das solche Erfolge waren in Deutschland. Da haben ja viele Leute mitgespielt. wie bekannte große Schauspieler in diesen Feenwaldes solche Kassenschleiter. Immer auf Platz 1 in den Billboard-Charts, ja, genau. Also auch da war er dabei, aber genau. Wir erinnern uns natürlich hauptsächlich hier jetzt an ihn als Kommissar Reynolds. Ich finde, wir müssen jetzt mal weitermachen, denn jetzt kommen wir endlich mal auf diesen Wehrwolf. Hören wir uns mal den ersten Auftritt dieses Wehrwolfs an. Die drei Detektive wollten das Leihhaus gerade betreten. Als ihnen eine grässliche Gestalt entgegenstürmte. Hey, was ist das? Kannst du nicht aufpassen? Haltet ihn! Festhalten! Was war denn das? Ein Wirrwitz. Ein Mensch mit einem Wolfskopf. Ich dachte, er beißt mich. Wo ist er jetzt? Ich sehe ihn nicht mehr. Er ist weg. Er ist dort drüben durch den Gang gelaufen. Wollen wir denn nichts tun? Jedenfalls rennen wir nicht hinterher, Kollegen. Das ist nicht unsere Aufgabe. Aber hier haben wir jetzt die neue Fassung gehört, Auftritt des Wehrwolfs. Da gibt es übrigens Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Abmischung. In der alten Fassung, da klingt der Wehrwolf überhaupt gar nicht bedrohlich. Der heult dann zweimal und atmet dann noch ein paar Mal ein und aus und das war's dann. Da hätte man irgendwie mehr draus machen können. Pass auf, wir hören mal rein, oder? Wir hören mal in den alten rein. Wir haben es doch zufällig hier rumliegen. Ah ja, okay. Hey, was ist das? Kannst du nicht aufpassen? Haltet ihn! Festhalten! Was war denn das? Ein Wehrwolf. Ein Mensch mit einem Wolfskopf. Ich dachte, er beißt mich. Wo ist er jetzt? Ich sehe ihn nicht mehr. Er ist weg. Er ist dort drüben durch den Gang gelaufen. Wollen wir denn nichts tun? Jedenfalls rennen wir nicht hinterher, Kollegen. Das ist nicht unsere Aufgabe. Das ist in der Tat anders. Übrigens, kurze Anmerkung noch für alle Stimmnerds. Im Hintergrund hört man tatsächlich Reinhild Schneider rumschneiden. Die ja sonst eigentlich nichts mehr zu tun hat mit dieser Folge, aber ich habe sie doch da auch sofort erkannt, dass sie da im Hintergrund ist. Ja, und eigentlich ist der Wehrwolf ja hier der tanzende Teufel. Irgendwie springt dieser Funke nicht so richtig über. Und das hat sich dann später bei der neuen Abmischung André Minninger dann auch so gedacht. Okay, deswegen hat er nachträglich in der zweiten Abmischung sich genau diese Stellen von dem Wehrwolf nochmal vorgenommen und hat dann so ein bisschen Soundeffekte und Musik unter dieses Heulen gelegt. Und dadurch bekommt das jetzt auch ein bisschen mehr Kraft und Atmosphäre. Aber trotzdem ist der Wehrwolf innerhalb der Geschichte so ein bisschen unspektakulär, weil er eigentlich auch keine richtige Funktion hat. Das ist das Hauptproblem. Ich muss ganz ehrlich sagen, als ich jetzt nochmal den Vergleich gehört habe, dass ich fast eigentlich das Original, also das noch unspektakulärere, passender finde in der Art und Weise, wie es in der Geschichte stattfindet. Naja, weil es ist McLean mit der Maske. Und es macht ja eigentlich keinen Sinn, das Ganze so hochzudressen dann. Weil es ist wirklich nur jemand, der mit einer Maske einen Überfall macht. Du willst dann Spannung haben, du willst Atmosphäre haben, der soll dann wirklich auftauchen. Normalerweise bist du ja derjenige, der immer sagt, es muss alles knallen und zischen. Da haben wir auch viel zu wenig Explosionen. Wo waren eigentlich die? Der explodiert dann nur im Off. Ja, aber dass es hier doch noch mal so ein bisschen mehr Pfeffer gab, finde ich eigentlich ganz gut. Interessant ist übrigens jetzt noch mal, apropos Wehrwolf, eine Szene in der Pizzeria. Hier müssen wir auch noch mal kurz reinhören. So, hier ist eure Pizza. Und gleich kommen die Getränke. Nur noch einen Moment. Danke. Das war sie ja. Sie? Wer? Wie meinst du, Justus? Sie! Lucille Anderson. Ich bin ganz sicher. Moment, die erwische ich noch. Das gibt's doch nicht. Wollen wir hinterher? Nein, Justus kommt schon zurück. Sie scheint ihm entwischt zu sein. Alles mal herhören. Hallo Leute, hört doch mal. Wir sind auf der Suche nach dem Mädchen, das gerade weggegangen ist. Ach ja? Was ist denn los? Was wollt ihr von ihr? Diese Fotos hier haben wir von Lucille Endersens Eltern. Sie haben uns gebeten, bei der Suche nach ihrer Tochter mitzuhelfen. Sie ist aus Fresno und seit zwei Monaten wird sie zu Hause vermisst. Die heißt aber nicht Endersen. Und Lucille auch nicht. Ach, wahrscheinlich benutzt sie hier einen anderen Namen. Ihre Mutter macht sich fast verrückt vor Sorge. Sie ist aber nicht ausgerissen. Sie wohnt hier in der Gegend. Weißt du das sicher? Kennst du sie schon lange? Ja, eine ganze Weile schon. Na nun, was ist denn los hier? Ist ja so ruhig. Ach, das hat nichts zu bedeuten, Mr. Sears. Die drei Jungen hier sind auf der Suche nach ihrer Freundin und haben ein paar Fragen. Ach so. Also, das Mädchen heißt Arianne Ardis. Sie wohnt im Cheshire Square. Wisst ihr, wo das ist? Ja, danke. Wissen wir. Wenn man wirklich richtig genau hinhört, hört man in dem Augenblick, wenn Peter sagt, wahrscheinlich benutzt sie hier einen anderen Namen, da hört man im Hintergrund den Wehrwolf auch heulen, obwohl der da eigentlich überhaupt nichts zu suchen hat in der Szene. Das ist doch ein Hammer. Das ist sehr, sehr schräg. Ich stelle mir vor, dass der da im Hintergrund noch mal vorbeiläuft, auch so ungemerkt von allem. Der isst eben auch gerne Pizza. Mit so einem Pizzastück aus dem Mund hängen. Pizza Schafskäse mit extra Silberzwiebeln. Keine Ahnung. Im Pizzasack. Finde ich aber tatsächlich alles in allem eine ganz schöne Szene. Mehrere Elemente, natürlich, dass da irgendwie Lucille in diesen altmodischen Kleidern ist, dann diese Arcade-Stimmung da, diese Computer-Videogeräte. Die Videogeräte, ja genau. Beate Hasenau-Krechts als Kellnerin, wobei es auch irgendwie... Serviert Junkfood. Genau, richtig. Und wir haben natürlich, alle haben es gemerkt, TKKG in der Menge. Manu Lubowski, Niki Newotny, Veronika Neugebauer... Tauchen auf und wurden vors Mikro gezerrt von Frau Körting, weil sie wahrscheinlich parallel TKKG aufgenommen haben. Fand ich auch ganz schön an dieser Stelle. Ja, und die hängen jetzt an diesen Videogeräten. Warst du so ein Videogerätspieler? Hast du da sowas gemacht? Nee, ich war da so ein bisschen zu klein noch, glaube ich, als das so populär war. Also ich hatte dann auch zwar Computer, ich hatte dann irgendwann einen Amiga 500, erst einen Commodore 64, dann einen Amiga 500. Aber das ist natürlich was anderes. Na, ich rede von diesen Videogeräten, die in Diskotheken standen. Diese großen Spiegeläte. Ich weiß noch, ja, Phoenix zum Beispiel hab ich immer total gerne gespielt. Und Space Invader, Asteroids. Hast du das gemacht? Bist du in diese Arcades gegangen? Nein, in der Diskothek stand ich. Ach, die standen in der Diskothek. Ja, irgendwo in der Nähe von der Deutschen Oper gab's eine Disko, die hieß Space und da stand zum Beispiel Space Invader. Und Defender und solche Sachen. Die hab ich immer ganz gerne gespielt. Das fand ich ganz gut. Ja, das ist schön. Und das macht auch hier so eine schöne 80er-Stimmung. Da kriegt man sofort so ein bisschen Boonies, Stranger Things-Stimmung. Ach ja, mit den Fragezeichen in diesen Arcades. Das fand ich irgendwie sehr schön. Und wenn du das gespielt hast, dann stand wirklich ja immer hinter dir so eine Riesentraube, wenn du gut spielen konntest. Die dann wirklich auch gejubelt haben und dann sich Tricks abgeguckt haben. Das war eben nicht alles so isoliert, wie man das vielleicht heute macht. Ja. Ja, und interessant ist ja auch, dass es wirklich auch natürlich in diesem Bereich so Retro-Bewegungen gibt, dass man diese Videogeräte-Automaten wieder aufstellt überall, dass Leute in Agenturen das haben und man dann in der Pause mal zockt, und dass da die Traube von Leuten hinter dir stand, ja, damit kannst du heutzutage Geld verdienen, lieber Andreas, auf YouTube, wenn irgendwelche Leute diese Gameplays machen und dann Tausende von Streams, Millionen von Streams haben und man kann Leuten beim Computerspielen zugucken. Das hätten wir damals mal wissen müssen. So, und jetzt geht es aber weiter. Jetzt Millionär. Jetzt geht es weiter. Wir ermitteln mit den drei Fragezeichen und kommen jetzt in die Wohnanlage am berühmten G-Share Square, wie Passetti sagt, zu diesem kleinen Wachhaus mit einem uniformierten Pförtner. Und jetzt kommt für mich, naja, die erste der größeren Schwachstellen hier, wo ich hier ein bisschen stolpe. Was denn etwa? Larry Evans? Larry Evans. Der Pferdler, den findest du nicht gut, der ist doch toll. Ach, ich weiß nicht. Der ist doch toll. Wir hören erst mal rein. Nein, der ist super. Hier gibt es keine Lucille Anderson. Aber vielleicht eine Ariane Arndes. Was ist denn da los? Polizei? Der Streifenwagen kommt hierher. Peter, aufpassen, der Wehrwolf. Okay. Haltet ihn! Er ist dorthin gelaufen, dorthin, durch die Büsche. Verdammt, er hat mich geschlagen. Also, ich weiß nicht, ich finde, das ist ein bisschen unterspannter Pförtner hier, Bernd. Der ist gar nicht so unterspannt, nein. Der ist ein bisschen schwerfällig. Der ist eigentlich gut besetzt, obwohl hier laut Deckplatz sollte das ursprünglich Joachim Kipka sein. Was mich ein bisschen wundert, dass Frau Körting den überhaupt gekannt hat, denn Das wäre der allererste Einsatz von Kipka bei Europa gewesen. Aber gut, jetzt ist es Bernd Falske. Der ist hier so ein bisschen, ich finde, der ist überengagiert. Der nimmt es anscheinend mit seinem Förtner-Job sehr ernst. Obwohl es mich so ein bisschen wundert, dass er so erstaunt ist, dass Lucille Anderson aus dem Haus von Mrs. Fowler kommt. Denn die wohnt da ja schon seit geraumer Zeit. Ja, genau. Ist ein bisschen schrecklich. Er artikuliert auch ein wenig über. Aber für mich gibt es hier eigentlich, wenn wir dieses Punktesystem einführen sollten, das müssen wir mal richtig machen. Aber hier würde es für mich auf jeden Fall, für Bernd Falske, auf jeden Fall zwei Punkte geben. Na gut, okay, da bin ich nicht dabei. Und wir kommen dann auch gleich zur nächsten Schwachstelle, wenn da nämlich die Lucille, Adrian, Adrian plötzlich auftaucht. Ja, darüber können wir erst mal ein. Ja gut, okay. Hilfe! Hilfe! Bitte helfen Sie mir! Da, das Mädchen. Es ist überfallen worden. Sie kommt aus dem Haus von Mrs. Fowler. Ich bin überfallen worden. Sind Sie verletzt? Nein, nein. Der Kerl wollte was stehlen. Ich war im Nebenraum. Da hörte ich ihn. Ich habe die Polizei angerufen. Als er die Sirene hörte, ist er weggelaufen. Die Polizisten kommen zurück. Er ist ihnen entwischt. Sind Sie allein? Oder haben Sie Freunde, die bei Ihnen bleiben könnten? Nein, ich habe niemanden. Wir könnten Ihre Mutter anrufen, Lucille. Lucille? Ich heiße nicht Lucille. Mein Name ist Ariane. Lass sie in Ruhe, Junge. Du siehst doch, dass sie einen Schock hat. Ja, ja, schon gut. Entschuldigung. So, jetzt ist also Adrian Adriane, Adrian Ardis, auch jetzt hier mal französisch ausgesprochen. Ja, nicht so leicht der Name. Alles dabei. Ja, von der Liste hier steht Petra Kaminski gesprochen. Steht übrigens auch auf dem Deckblatt. Hier steht, also ist ja ein Pseudonym. In Wirklichkeit ist das Julia Müller-Wesemann. Und die kennt man als Michaela Schröder aus dem Schloss trieb. Und aus der Clique vom Reitstall, glaube ich auch. Das waren irgendwie sechs Folgen Ende der 80er. Ich weiß, was du meinst, Kai. Aber die ist eigentlich ein bisschen zu jung besetzt. Das ist das, das habe ich mir beim mehrmaligen Hören auch gemerkt. Man denkt so, warum passt das nicht? Weil man natürlich einen anderen Typ da vor sich sieht. Ich habe da eher so, keine Ahnung, Juliette Lewis oder Martha Plimpton von den Goonies oder Molly Ringwald, weißt du, so eine Ausreißer, schon ein bisschen reifere Damen. Na wen hättest du da jetzt besetzt? Von den Sprechern, weißt du, hast du eine Idee, wer würde denn da eher... Madeleine Stolze. Ja, das ist eine gute Idee, genau. Madeleine Stolze, finde ich, hätte super gepasst. Und das ist eigentlich der Hauptpunkt. Laut Buch soll die 16 sein. Ja, das ist es. Und eigentlich älter als die drei Fragezeichen. Und gut, man wird jetzt mit ihr nicht besonders warm, weil sie eigentlich auch nichts Angenehmes hat. Besonders, weil sie Justus dann auch noch mit der Dicke anspricht. Und man kann sich nun eigentlich auch nicht unbedingt vorstellen, dass man diese Lucille irgendwann mal auf der Bühne sehen möchte. Mit ihrem rüschen Kleid und diesem furchtbaren Künstlernamen. Aber trotzdem, ich finde, die bringt da so eine Farbe rein. So ein bisschen, das hat was. Es hätte natürlich vielleicht besser funktioniert, wenn sie noch flatterhafter gewesen wäre, so ein bisschen eine verhuschte Träumerin. Aber so ist sie im Buch eigentlich auch gar nicht vorgesehen. Deswegen, okay, sagen wir mal einen halben Pluspunkt. Okay, vielleicht einigen wir uns auf einen halben Punkt. Okay, ich notiere mir das. Okay, mach das. Das Interessante ist ja dann eigentlich, fand ich auch jetzt beim mehrmaligen Hören, so, hier ist dann der Fall eigentlich gelöst, wenn man mal vom Wehrwolf absieht, den man aber eh zu diesem Zeitpunkt schon vergessen hat ein bisschen. Ja, und dann nachher kommt ja auch noch die Schlampe, die wir auch nicht vergessen. Ja, natürlich, es geht ja dann weiter. Ich fand nur so einfach von den Plotpoints, da sagte ich so, okay, Sie haben jetzt Lucille gefunden, alles klar, die ruft dann zu Hause an, das geht ein bisschen schief, das Telefonat, aber okay. Der Wehrwolf hat geknurft. Und dann gehen wir aber sozusagen auf eine weitere Spur und es geht jetzt um Craig McLean. Ich hab da immer gedacht, der heißt wirklich Craig, wie die Droge mit Vornamen, aber es ist natürlich Craig. Wird auch so ein bisschen wild ausgesprochen. Und wir kommen dem so ein bisschen auf die Spur. Was ist mit dem los? Und Justus spioniert dem ja dann hinterher auch ins Büro. Und ja, hier gibt es auch eine ganz lustige Stelle. Können wir vielleicht mal reinhören. Die Sekretärin am Anfang, am Telefon. Was sagt die denn da? Die Dreharbeiten sind gestoppt, wir brauchen einen Stuntman. Hitchcock lehnt es ab, die gefährlichen Szenen selbst zu machen. Guten Tag. Okay, also, sag mal, habe ich das richtig gehört? Diese Sekretärin ist am Telefon und sagt, Hitchcock lehnt es ab, die gefährlichen Szenen selbst zu machen. Was meint die, diese Cameo-Auftritte von ihm, wo er aus dem Zug aussteigt oder mal an der Bank vorbeilacht hat? Kurz durchs Bild läuft. Hat er da immer Stuntman verwendet? Nee, was ist denn das für eine merkwürdige Aussage? Ist das improvisierend? Da hast du vollkommen recht, das ist irre. Nein, weißt du, was passiert ist? Ich sehe es jetzt hier gerade, Seite 12 unten. Die Sekretärin hat das falsch ausgesprochen. Hier steht gar nicht Hitchcock, hier steht Hickok. Hickok lehnt es ab, die Gefährlichen. Das ist ein Stuntman, ja natürlich. Hickok, hier steht nicht Hitchcock. Das ist ja komisch. Okay, dann hat man das total verwechselt, weil da dachte ich, da brauche ich wirklich da. Was ist denn da los? Er gibt ja auch keinen Sinn. Nee, er gibt ja überhaupt keinen Sinn. Ja, wir sind also jetzt in der Welt von diesem Schwindler McLean. Rolf Jülich macht das eigentlich ja ganz gut in dieser Rolle, finde ich. Schön schleimig so ein bisschen. Reginald Bull. Reginald Bull aus den Perry Roden Hörspielen und auch TC aus Magnum. Ja, super. Und den hatten wir bis jetzt noch nicht bei den drei Fragezeichen. Später taucht er dann als Mr. Horowitz im tödlichen Kurs auf. Ja, genau. So, aber wann kommen wir denn jetzt endlich mal zu der Schlampenstelle? Ich muss mich doch jetzt mal reinwaschen. Okay, gut. Also pass auf. Dann haken wir jetzt noch schnell ab, weil es ja eh nichts zum Hören gibt. Es gibt keinen Morten. Er wird nur immer wieder erwähnt. Auch sehr schön Passetti. Auch Morten war dabei, als sie in die Wohnung eindrangen. Und man sitzt da und sagt, ja, wo ist er denn jetzt? Andreas von der Meden. Er spricht ja gar nicht. Komm, aber er sagt nichts. So, jetzt die Schlampe. Komm, wir hören sie jetzt mal. Seht euch mal das an. Das Badezimmer. Die Badewanne ist voll, als ob Lucille gerade baden wollte. Das ist vielleicht eine Schlampe. So, was hat dich denn da geritten, lieber Andreas? Also gut, okay, hier ist die Stelle. Und die steht übrigens auch so in der deutschen Übersetzung und im Hörspielmanuskript. Da steht, das ist vielleicht eine Schlampe. Ich habe mir das also jetzt nicht selber ausgedacht. Aber das war natürlich überhaupt nicht anzüglich gemeint. Denn in der Originalversion sagt Bob, messy kid. Es bezog sich also ausschließlich auch für mich, der ich das damals gesprochen habe und gelesen habe, auf jemanden, der unordentlich ist, also der seine Wohnung, in einem katastrophalen Zustand hinterlässt. Und ursprünglich hatte dieses Wort auch überhaupt keine sexuelle Bedeutung, erst viel später. Wie oft hat meine Mutter zu meiner Schwester und mir gesagt, was seid denn ihr für alte Schlampen, weil unser Zimmer aussah wie nach einem Bombenangriff. Oder weil wir schlampig angezogen waren, mit langen Loden. Das waren die Haare völlig verbummfeit. Das war eben noch die Sprache von Walter Kempowski, Miesnitz und Jensen. Natürlich, verbummfeit. Und wahrscheinlich erst verbummfeit, verbummfiedelt. Ja, genau. Du siehst gehängt aus. Ja, wahrscheinlich. Und das wurde dann wahrscheinlich erst in den 90er Jahren, wurde der Begriff Schlampe zu einem furchtbaren Schimpfwort. Und ich würde sagen, das ging los mit Tutti Frotti und Hugo Egon Balder, die sind schuld. Okay, na gut, dann bist du hier mit Rehabilitieren. Mit dem Privatfernsehen. Alles Schlampen außer Mutti. Das war genau die Zeit. So, und jetzt bekomme ich erstmal dafür drei Pluspunkte. Hier kommen fünf Pluspunkte, einen mit Gold. Das ist ja noch besser. Fünf Pluspunkte, weil über all die Jahre wurde ich zu Unrecht angefeindet. Das stimmt. Denn so abwertend hätte ich mich niemals über eine Frau ausgelöst. Okay, wunderbar. Dann ist das jetzt wieder hergestellt. Fünf Punkte. Fünf Punkte, wunderbar. Das finde ich schön. Dann geht es ja hier weiter. Was ich auch sehr praktisch fand, war, dass es im Auto, als Sie dann von Morten, der wieder nichts sagt, zurück zum Schrottplatz gefahren werden, Gibt so einen schönen Recap von Peter, der fasst einmal nochmal sehr schön diesen ganzen Fall zusammen. Was echt hilfreich ist, weil man dann wirklich auch nochmal, Moment, und dann sagt er quasi auch stellvertretend, gerade als ich es auch laut sagen wollte, ja, den Wehrwolf kann ich noch nicht einordnen, gibt es überhaupt einen Zusammenhang, wie hängt denn der jetzt denn nun damit zusammen? Das fand ich so ganz schön, dass man sagt, ja okay, auch die Fragezeichen sind quasi irgendwie da ein bisschen lost, was es damit zu tun hat. All das finden wir dann heraus, als es zum Schluss quasi klar wird, so diese Teddys, das sind quasi Safer-Faktoren. Da gibt es eine ganz schöne Stelle auch, als sie dann in diesem Lagerhaus sind und außen am Gebäude lang klettern. Justus fällt dann rein, als Mr. Sears kommt. Das ist auch schön, die Szene. Die fand ich wirklich ganz schön gemacht. Auch toll gespielt von Olli oder auch von euch allen. Schleichen, klettern, flüstern, beobachten. Konnte man sich auch schön vorstellen, wie dieses Kipfenster aufgeht und dann Justus quasi reinplumpst. Das fand ich sehr schön und tatsächlich auch ein bisschen spannend. Und dann, ja, okay, es ist ein kleiner Safe, Der Kopf lässt sich abschrauben, sagt sogar dann Bob. Was man leider nicht hört. Genau. Das Geräusch. Richtig, in dieser Szene fehlen tatsächlich die Geräusche komplett. Dann wird spannend, finde ich, wieder. Okay, wir fahren jetzt in die Berge, in dieses Haus von Cecil B. DeMille. Und es entpuppt sich als so eine Filmkulissenstadt. Es war so ein bisschen Powder Gulch wie im Phantomsee. Da ist doch wirklich alles aus Pappmaché eigentlich. Ja, genau, richtig. Das ist ja letztendlich nichts Echtes. Genau, das ist so, also auch so ein Hollywood-Motiv, auch bei den Fragezeichen schon da gewesen irgendwie, wird aber dann auch nicht so viel draus gemacht. Dann läuten da auch noch die Glocken, was ja übrigens im Buch nicht so ist, das ist wirklich hier nur für die Hörspielfolge inszeniert worden. Da sind wir dann plötzlich eigentlich wieder bei der silbernen Spinne. Richtig. Und jetzt frage ich dich, wie sollen jetzt da eigentlich in diesem Pappmaché-Dorf echte Glocken läuten? Das ist merkwürdig und vor allem sagt Justus auch, los, wir gehen hoch. Und dann sagt Peter, hier oben sitzen wir doch in der Falle. Und Justus sagt, aber sie können uns doch nicht folgen. Ich habe mich auch gefragt, hä, wieso können die denn nicht auch den Turm hochrennen? Man kann ihnen doch hinterherkommen. Vielleicht muss es da ein bisschen schnell gehen, man weiß es nicht. Auf jeden Fall wird dann alles mehr oder weniger gut. Und wir sind tatsächlich mal wieder auch bei Hitchcock selbst im Büro am Ende. Passetti muss also tatsächlich im On spielen. Können wir ganz kurz noch mal reinhören. Lucille, so kenne ich dich ja gar nicht. Wirklich nicht? Ich bin ich. Die Maskeraden habe ich satt. So? Aber nun zu dem Teddybären. Was steckte denn nun darin? Hat die Polizei ihn überhaupt gefunden? Sie hat Mr. Hitchcock. Bargeld war drin. Dollars. Keine Diamant. Kein Rauschgift, sondern Falschgeld. Finde ich ganz lustig, merkt man hier immer in diesen etwas späteren Folgen mit Passetti, dass wenn er den Hitchcock dann im On spielt, da geht er immer noch mal so ein bisschen extra nach vorne. Da lacht er immer noch mal so ein bisschen mehr und ist noch so ein bisschen angekiext. Hat irgendwie einen Drink noch genommen vorher oder ich weiß nicht. Ja, da knistert der Kamin, da knarzt der Ledersessel. Ja, genau. Dann stellt man sich vor, Hitchcock sitzt in Socken, hat sich schon die Pantoffeln ausgezogen, sich eine Zigarre angezündet, Kognak-Schwenker in der Hand. Ich finde, der klickt ein bisschen angedüchter. Ja, finde ich auch. Und Mansplay dann auch noch Lucille in Grund und Boden. Ob das mal was wird mit der Schauspielkarriere? Eine echte Schauspielerin ändert sich nicht. Okay, alles klar. Danke, Papa. Na gut, okay, dann gehen wir halt. So hört das dann auf mit dem höllischen Wehrwolf. Ich sag mal so, ich zitiere jetzt Lucille, mir reicht's. Ich bin ich, die Maskeraden hab ich satt, lieber Andreas. Wir machen hier den Sack zu und hören uns wieder in der nächsten Folge. Darf ich noch mal ganz kurz was sagen? Ach, die Punkte. Ich sage hier gerade für mich, ja, 15 Punkte, 15 Pluspunkte. Super. Und insgesamt. Zwei Minuspunkte. Das ist fantastisch. Das ist deine Liste. Fantastisch abgeschnitten. Meine Liste habe ich gar nicht mal geführt heute. Aber das freut mich, dass es für dich so persönlich endet. Und wir freuen uns auf den gestohlenen Preis. Macht's gut. Ciao.