Halli, hallo, wir sind's Marianne und Michael. Und solche verkallauten Intros können nur eins bedeuten, nämlich ihr seid im Bobcast. Hallo Andreas, guten Tag. Grüß dich Kai, hi, hallo. Ja, wir knöpfen uns ja heute Folge 42 vor, der weinende Sarg. Eine meiner Kindheitsfolgen kann ich ja schon mal verraten, haben wir auch beim letzten Mal schon drüber gesprochen. Bevor wir aber in diesen weinenden Sack klettern, machen wir noch einen kleinen Schlenker. Und Überraschung, freuen uns auf einen ganz besonderen Gast. Ende des letzten Jahres, da geisterte so ein Aufruf durch die sozialen Medien, bei einer wissenschaftlichen Umfrage mitzumachen und zwar zum Thema, warum hören Erwachsene drei Fragezeichen Hörspiele? Es wurde in vielen Kanälen geteilt, sicher haben das auch einige Bobcast-Hörer mitbekommen, und wir haben uns gefragt, was ist eigentlich aus dieser Umfrage geworden und deshalb haben wir heute die Initiatoren dieser Forschungsarbeit in den Bobcast eingeladen, nämlich Franzi Wirz. Hallo. Hi. Grüß dich, Franzi. Hi. Sehr schön, dass du da bist. Es ist ja wirklich unfassbar spannend, was du da alles gemacht hast. Ich muss zunächst mal fragen, in welchem Fachbereich hast du denn diese Untersuchung gemacht? Woher kommt das? Ist das Medienwissenschaften? Nee, ich studiere tatsächlich Soziologie und habe die Umfrage in dem Bereich durchgeführt. Spannend. Und erzähl doch mal was, wen du da alles ausgewählt hast. Wo hast du die ganzen Leute gefunden? Wie viele Informanten waren das denn dann zum Schluss? Ja, zuerst habe ich mir echt darüber Gedanken gemacht, wie soll ich überhaupt an die Zielgruppe rankommen. Also ich hatte diese Umfrage erstellt und dann auf meinen Social Media Account gepostet und dann so gedacht, Mist, also meine Follower interessiert das eigentlich herzlich wenig, dass ich zu den drei Fragezeichen eine Umfrage erstelle. Was mache ich jetzt? Und habe dann einfach ganz frech irgendwelche drei Fragezeichen Seiten angeschrieben, bin so in deren DMs reingeslidet. Ja, okay. Und habe um Mithilfe gebeten, habe einmal darum gebeten, die Umfrage zu teilen und halt auch daran teilzunehmen und das hat super funktioniert. Also es wurde dann ziemlich rasant. Ich glaube, die Umfrage war nicht mal zwei Wochen online und ich habe über 1200 Teilnehmer, also letztlich 1219 Personen, die teilgenommen haben. Das ist ja Wahnsinn. Weil so viele die Umfrage geteilt haben. Eine Art Telefonlawine quasi. Genau. Sehr gut. Ja, spannend. Ich finde, wir müssen jetzt mal einsteigen in deine Studie, was du da alles so gefragt hast. Und vielleicht ist die erste interessante Frage, ich finde es ja so ein bisschen schwierig, wenn ich mir auch meinen Kollegen hier angucke, aber die Frage nach dem Lieblingsdetektiv, Knallerresultat, 46 Prozent mögen Bob Andrews am liebsten. Irre. Das ist ja schon toll. Das finde ich sehr angenehm. Weil 25 Prozent Justus Jonas, 21 Peter Shaw auf dem letzten Platz, aber 46 Bob Andrews und auch bei Männern und Frauen. 21 Peter? Das leiche ich mich total. Das hat mich auch ziemlich geärgert, dass Peter Shaw auf Platz 3 gelandet ist. Das ist dein Name, wie ich jetzt gerade da raushöre. Dein Lieblingsdetektiv ist Peter, nehme ich an, oder? Nee, tatsächlich, Bob Andrews ist schon auf Platz 1 bei mir, aber auf Platz 2 wäre dann Peter Shaw. Okay, interessant. Es wird ja auch ein bisschen ausbalanciert. Ich habe eine schöne zusätzliche Anmerkung gefunden in deiner Abhandlung, wo Leute noch so individuelle Kommentare abgeben konnten. Da hat einer über Bob Andrews gesagt, Bob ist ein Waschlappen, Speichellecker und Wendehals. Das kann ich nur unterschreiben. Das ist der wahre Charakterzug von Bob. Natürlich, klar. Er ist ja eigentlich der Mediator. Wenn zwei sich streiten, schmeißt er sich dazwischen. Da greift immer Partei desjenigen, bei dem es ihm besser passt. Interessanter Punkt sehe ich auch hier gerade zu den Folgenpräferenzen. Also die Frage, hört man lieber die Alten, die Neuen, wie wichtig ist das? Und da sind auch tatsächlich die meisten, die eigentlich sagen, wir hören am liebsten die Älteren Folgen. Genau, ja. Und da hast du ja nochmal gefragt, was die Gründe dafür und dagegen sind, Kannst du da was zu sagen, warum oder warum nicht die alten Folgen? Ja genau, also die Leute, die sich gegen die alten Folgen ausgesprochen haben, was ja eigentlich wenige waren, die haben eben teilweise bemängelt, dass die Sprecherleistungen damals noch nicht so gut waren, wie sie heute sind. Dass die Kinderstimmen einfach für die nicht zu den Drei-Frage-Zeichen passen, weil sie eben heute die Drei-Frage-Zeichen mit anderen Stimmen verwenden, mit erwachsenen Stimmen. Das finde ich irre auch, gerade wo wir hier diese Sprecher-Legenden so feiern, in den Klassiker-Folgen, die wir jetzt hier besprechen, dass man da sagen kann, schlechte Sprecherleistungen. Naja, aber das sind ja nur die schlechten Sprecherleistungen. Ich glaube, der Drei-Frage-Zeichen, dann sagen sie einfach, okay, die klingen einfach zu jung. Obwohl man uns heute ja immer vorwirft, wir würden overacten. Oft. Ja, das ist hier auch vorgekommen. Aber natürlich dann in den neueren Folgen, in den alten nicht so. Und was sind die Gründe dafür, warum Leute gerne die alten Folgen hören? Naja, also einmal Peter Passetti als Erzähler war auch ein absolutes Highlight. Und dann grundsätzlich einfach, weil natürlich an den alten Folgen viel nostalgische Erinnerungen hängen. Also im Durchschnitt haben die, ganz genau, also die Leute, die hören das ja schon seit Ewigkeiten. Ich glaube, der Durchschnitt hört seit 26 Jahren schon die drei Fragezeichen, der Durchschnitt dieser Umfrageteilnehmer. Und die haben natürlich Erinnerungen an die alten Folgen, weil sie die in der Kindheit gehört haben und verbinden damit die drei Fragezeichen. Ich denke mal, die jüngeren Leute, so wie ich zum Beispiel, wir haben dann eher vielleicht auch Verbindungen zu den neueren Folgen, weil wir eher damit aufgewachsen sind und hören dann lieber neuere Folgen. Gibt es da eigentlich so einen Altersdurchschnitt, kann man sagen, von bis hört man die drei Fragezeichen? Also die älteste Person der Umfrageteilnahme war tatsächlich 63 Jahre alt. Ah, okay. Also hatte ich auch spannend. Also von 18 bis 63 war alles dabei. Und zwei Leute haben auch angegeben, dass sie vor 47 Jahren zum ersten Mal ein Drei-Frage-Zeichen-Hörspiel gehört haben, was ich spannend fand, weil es ja eigentlich nicht möglich ist. Nee, war Frau Körting. Die waren irgendwie der festen Überzeugung. Wer weiß. Aber ich finde das ja auch total interessant, in Gesprächen so mit Fans, wo die sich verorten. Also was eben genau wie du sagst, Franzi, der Andockpunkt war, zu welchem Alter und wo da die Serie stand. Ich kenne Leute, für die sind die Kindheitsfolgen die 70er, 80er, 90er Episoden. Und da ergibt sich natürlich ein ganz anderes Bild. Was ich auch toll fand, war nochmal, dass du gefragt hast, ob die Leute auch andere Hörspiele hören gerne. Und da kam ja ein erstaunliches Potpourri auch raus. Alle möglichen Hörspiele werden auch gehört von drei Fragzeichen Fan. Hast du da ein paar? Also TKKG auf jeden Fall, das wird von über einem Viertel auch gehört. Dann Sherlock Holmes, die fünf Freunde, John Sinclair, Point Whitmark, die Ferienbande auch tatsächlich. Point Whitmark, ah okay. Und die Ferienbande, sehr gut. Ja, fünf Prozent sehe ich hier. Immerhin. Oder Benjamin Blümchen war auch dabei, fand ich auch spannend, weil das ja nun wirklich eigentlich eher Kinderhörspiele sind. Aber erstaunlicherweise keine Hörspiele aus der DDR, oder? Stimmt, das wäre auch nochmal ein Punkt gewesen. Aber das ist ja eh das Interessante. Ich merke das ja immer mit meinem Norwegen-Blick von hier außen, wo man immer Leuten erklären muss, das mit diesen Hörspielen. Und dass bei uns in Deutschland scheinbar wirklich auch Kinderhörspiele so als Einstiegsdroge funktionieren und man dann an der Stange bleibt. Generell Hörspiele hört in alle Richtungen. Und die Fragezeichen im Prinzip so eine Art Brücke da auch sind, die sich tatsächlich durchziehen, von der Kindheit bis zum Erwachsenen. Man gibt es weiter. Ich glaube, das war bei dir auch so, Franzi, dass deine Eltern schon Fragezeichen gehört haben. Genau, ja, meine Mutter und meine Tante. Okay, und die haben dir das dann weitergegeben. Vielleicht als letzte Frage mal, was ich total interessant finde, ist dieses Thema Nostalgie. Das wird ja als Hauptgrund angegeben, wenn ich das richtig sehe, warum man die heute auch noch hört. Also was da so der Grund ist dafür. Und ich finde das immer, ich finde das ganz spannend, dass das so eine zweischneidige Sache ist. So ein bisschen Segen und Fluch, sowohl für die Fans. Als auch für die Macher, weil man mit diesen Erwartungshaltungen so viel zu tun hat. Das geht uns ja auch manchmal so, Andreas, wenn wir zum Beispiel so eine Live-Tour entwickeln oder so, wo man sich immer wieder zur Nostalgie hin verhalten muss. Man muss quasi die alten Gags, die alten Figuren irgendwie bespielen. Und gleichzeitig will man es ja aber auch weiter treiben. Man will ja das Thema auch irgendwie weiterentwickeln. Und ich frage mich manchmal, kann Nostalgie auch so eine Falle sein, dass man da nicht mehr rauskommt? Ja, ich glaube, man muss es auch weiterentwickeln, natürlich, weil, wir sind jetzt ja mittlerweile auch schon älter geworden und natürlich ist es immer schön, wenn man dann, Morden auftauchen lässt, irgendeinen ikonischen Satz von Peter, den schnappe ich mir oder die Klassiker, die auftauchen, Geräusche, das Telefon klingeln in der, Zentrale oder die Flex auf dem Schrottplatz. Aber natürlich muss man sich dann auch immer wieder neu erfinden. Dieser Nostalgie-Moment, der wird natürlich in erster Linie befriedigt, wenn du dir als Hörer die Folgen deiner Kindheit anhörst, zu Hause dann beim Bügeln oder beim Einschlafen. Viele hören das ja auch wirklich zum Einschlafen. Und das ist, glaube ich, etwas, was ich persönlich sehr schön finde und was ich eigentlich auch nachvollziehen kann. Du weißt, das ist etwas, was du als Kind gehört hast und das versetzt dich in eine ganz bestimmte Stimmung, bringt dich dazu, abzuschalten und das Gefühl zu bekommen. Durch die drei Fragezeichen, durch das Hören der drei Fragezeichen wird deine Stimmung plötzlich verbessert und du fährst wirklich wieder zurück in die Kindheit. Da sind die drei Fragezeichen so was wie so ein akustischer Schlüssel in das Kinderzimmer von damals. Und das ist etwas, was ja überhaupt nicht verwerflich ist. Das ist ja wirklich fantastisch. Nee, nee, gar nicht, gar nicht. Und so höre ich ja auch immer meine Schlumpfbettwäsche dann mit, bei bestimmten Folgen, die ich immer noch vor mir sehe. Franzi, hast du auch so eine Nostalgie? Ich weiß jetzt nicht, was die Folgen waren, die du in deiner Kindheit gehört hast. Also ich erinnere mich auf jeden Fall an den seltsamen Wecker. Da haben mich meine Schwestern immer ziemlich mit aufgezogen, weil ich da ziemlich Schiss hatte, das weiß ich noch. Ich war aber auch sehr jung. Ich glaube, ich war erst sechs oder sieben. Und die haben sich dann ziemlich drüber lustig gemacht, dass ich vor der Folge ziemlich Angst hatte. Rückblickend weiß ich auch, warum ich dann nachts immer bei Mama und Papa am Bett stand. Das liegt an Frau Körting, an diesem furchtbaren Schrei. Genau. Ich meine, die Folge ist ja gar nicht so unheimlich. Wirklich nur das Schreien dieses Weckers. Das ist unheimlich. Ja, ja. Also du hast hier ganz viel in dieser Studie drin. Was ich sehr schön finde, das ist vielleicht ein schöner Abschluss. Du hast gefragt, wie sähe denn dein Leben ohne drei Fragezeichen-Hörspiele aus? Und da sagen die meisten trister, viel weniger aufregend und spaßig. Und da können wir uns, glaube ich, alle drauf einigen, oder? Es würde einfach was fehlen. Sehr schön. Ja, absolut. Total schön, dass du da warst und ein bisschen geplaudert hast über diese Studie, die man ja vielleicht auch, gibt es die irgendwie online? Kann man die sich irgendwo angucken? Noch nicht, aber ich arbeite dran, dass die dann auch nochmal online erscheint, auf jeden Fall. Sehr gut. Dann kann man sich da ein bisschen durchklicken. Schön, dass du da warst. Ja, vielen Dank, dass ich dabei sein durfte. Danke, Franzi. So, dann wird es jetzt Zeit, dass wir in die heutige Folge einsteigen. Der weinende Sarg und ich lese mal den Klappentext. Die drei Detektive sind im Geheimnis eines verborgenen Tresors auf der Spur. Der neugierige Michael ist es, der ihnen den ersten Tipp gibt. Drei Totenköpfe auf einem Sarg scheinen Wegweiser zu sein. Doch schnell wird es gefährlich, denn in der Nähe des Sargs ist es nicht geheuer. Schon gar nicht, wenn mitten in der Nacht das Käuzchen ruft. Nicht geheuer finde ich immer eine tolle Formulierung. Andreas, ist dir diese Folge geheuer oder nicht? Mir ist die ganz schön geheuer. Ich muss ehrlich sagen, ich finde die schon ganz interessant auf jeden Fall. Denn was ja sofort irritiert am Anfang, ist diese Erzählperspektive. Und die irritiert, aber die macht auch Lust auf mehr. Im Opener, also auf den ersten drei Seiten im Manuskript, tauchen jetzt nicht die drei Fragezeichen auf, sondern ein Michael. Und später dann ja auch noch der Brackmann. Und in der deutschen Buchfassung ist das am Anfang übrigens ein bisschen anders. Da gehen die drei Fragezeichen in den Supermarkt und treffen da zufällig auf einen Jungen, der an der Kasse steht. Und das ist dann dieser Michael aus Detroit. Deswegen könnte man den ruhig Englisch aussprechen, aber das haben wir dann irgendwie nicht hinbekommen. Und der macht Urlaub in Rocky Beach. Und bei den Aufnahmen zu diesen Folgen ist mir diese Perspektivverschiebung, glaube ich, gar nicht so groß aufgefallen. Ich habe mich eigentlich nur gewundert, dass da plötzlich eben jetzt irgendein wildfremder Junge in der Zentrale auftaucht, wir den Michael nennen müssen. Und dann ist diese Zentrale ja eigentlich geheim. Der steht plötzlich da, dann schleppt der den Fall an und übernimmt die komplette Ermittlungsarbeit der drei Fragezeichen und ist dann auch noch, und das fand ich besonders ekelhaft, die beleidigte Leberwurst. Wenn er sagt zum Beispiel, ich dachte euch drei Fragezeichen, entwischt kein Team. Aber erstaunlicherweise... Ist Bob da, das ist eben sein Charakter, sein Wesenszug, ziemlich großzügig ihm gegenüber und sehr freundlich, aber richtig genervt scheint ja Peter zu sein. Und man fragt sich, warum? Ja, der ist wirklich nicht so gut, auf den zu sprechen. Und ich glaube ja, Peter hat es nicht gepasst, dass plötzlich die Mutter von diesem Michael auch noch die Stimme von Marianne Kehlau hatte. Die wurde ja sonst immer, die hat ja sonst immer die Mutter von Peter gesprochen. Und deswegen klingt Peter und auch Justus teilweise stellenweise ein bisschen unterkühlt und lässt ihn auflaufen. Der ist den beiden nicht so geheuer. Und ich habe diese Irritation, die ich durchaus auch mit ihm hatte, charmant überspielt. Habe ihm erstmal gezeigt, wie man richtig recherchiert, und archiviert und wie ein Computer funktioniert. Aber warum taucht der hier überhaupt auf, ist natürlich die große Frage. Und das liegt natürlich wieder mal an dieser Find-Your-Fate-Struktur. Diesen Michael gibt es im Original vom weinenden Sarg überhaupt nicht. Der wird namentlich gar nicht erwähnt. Im amerikanischen Original wird der Leser mit Du angesprochen. Und diese Figur von dem Michael ist eine reine Erfindung der Übersetzerin Leonore Puschert. Um aus dieser Ego-Perspektive im Originalbuch herauszufinden, eine richtige Figur zu machen. Aber trotzdem merkst du natürlich hier, dass das dramaturgisch eine ganz andere Struktur hat. Und beim Volk der Winde kommt man, finde ich, nicht sofort darauf, dass das eigentlich ein Spielbuch ist, wenn man es nicht schon vorher weiß. Aber hier beim weinenden Sarg merkst du das sofort. Interessant. Wir sind da ja ein bisschen anderer Meinung, wie ihr in der letzten Folge mitbekommen habt. Das ist doch schön. Ich finde es so ein bisschen geknäulter beim Volk der Winde. Wobei es schon interessant ist, jetzt noch mal einzuschreiben. Du hast recht, diese Perspektivenverschiebung am Anfang ist schräg. Ich hatte ja dieses Find Your Fate Buch zum weinenden Sarg auf Englisch und ärgere mich bis heute. Weißt du, wie viel das jetzt wert ist? Das sag ich nicht. 500 Euro. Das muss Wahnsinn sein, genau. Und es ist in irgendeinem Umzug verloren gegangen. Und ich kann mich wirklich nur an so ein paar Punkte erinnern. Unter anderem auch daran, dass ich das damals schräg fand, dass dieser Michael Michael, ja, aus Detroit kommend, so ein Fragezeichen-Fan war. Richtig. Der hatte einen Freund, der unheimlich viel ihm über die Fragezeichen erzählt hat. In Rocky Beach lebte der Freund und hat ihn dann mit Informationen versorgt. Genau, und das erklärt aber trotzdem zum Beispiel nicht ganz, wieso er dann auch diese ganzen Geheimgänge kennt. Er kommt ja da durch das grüne Tor am Anfang, ja. Und woher weiß der das alles? Also das ist so ein bisschen konstruiert. Aber er kennt natürlich die ganzen Geheimgänge und Zutritte durch die... Das Buch oder durch die Hörspiele und alles, weil das bist ja eigentlich du. Du als Leser, du kennst natürlich alles. Das stimmt, okay, das stimmt. So ein Meta-Moment sozusagen dann da drin. Aber ja, das ist so ein bisschen schräg. Wie gesagt, das ist eine Kindheitsfolge von mir. Es ist vielleicht nicht die spannendste Geschichte, aber ich mag da doch einige, Elemente der Cast, die Leute da drin, zu denen kommen wir gleich nochmal. Der Cast ist toll, ja. Auf jeden Fall. Ja, man kann natürlich diese Michael-Figur auch so ein bisschen umdrehen, weil man so eine Art Identifikationsfigur auch hat, die dann da drin ist. Da ist halt ein Fragezeichen-Fan mit unterwegs. Ja, aber das Problem ist natürlich, dass die Figur aufgrund dieser Rollenspielstruktur, da war das nicht so wichtig, dass die Figur dreidimensional wird. Das stimmt. Und deswegen hat man aus ihr gar keine richtige Figur machen können. Und das ist eigentlich schade. Bob will dann ja irgendwann mal wissen, okay, wer bist du eigentlich? Hau doch mal ein paar Infos raus. Da erfahren sie natürlich ein bisschen was über ihn, aber das wird im Hörspiel ja völlig unterschlagen. Interessanter Punkt nochmal, was mir gerade einfällt, wo du das sagst. Natürlich vielleicht auch deshalb der Grund, warum man da so ein bisschen Zwist reingebracht hat, damit mit diesem Michael einfach noch was passiert. Wenn also sozusagen Peter da nicht so einen Bock auf ihn hat und Bob für ihn ein bisschen Partei ergreift, damit da was entsteht in dieser Gruppendynamik zumindest, weil er natürlich wirklich relativ farblos ist. Er hat sonst keine weitere Funktion, außer mit den Fragezeichen unterwegs zu sein. Er geht in die Leere bei den drei Fragezeichen. Er möchte eigentlich Detektiv werden. Und das steht eben total im Vordergrund. Aber ich finde es natürlich, also wenn ich mir vorstelle, wenn ich mit den drei Fragezeichen unterwegs wäre, ich würde ja die ganze Zeit einen Kniefall machen. Ich würde sagen, das ist super spannend hier mit euch. Und er ist teilweise so ein bisschen enttäuscht. Und das macht ihn. Die Figur, nicht den Sprecher, so ein bisschen unsympathisch, finde ich. Ja, genau. Ein weiteres Highlight, warum das für mich immer gut funktioniert hat, auch da werden wir nachher noch ein bisschen drüber reden. Ich fand, es gab endlich mal wieder ein kniffliges Rätsel da am Ende. Ich mochte das immer. Ja, aber das war teilweise ja so knifflig, dass man es gar nicht verstanden hat. Eins ist gleich A, zwei ist gleich B. Das habe ich jetzt dann wirklich mal verstanden. Siehste mal, einmal habe ich was verstanden. Und das, finde ich, das musst du uns dann gleich mal erklären. Ich bin ja gespannt. Genau, aber es führt zumindest zu einem sehr schönen Twist am Ende. Da können wir auf jeden Fall nochmal drüber reden dann. Also klar, ich bin wahrscheinlich ein bisschen nostalgisch verklärt hier, Aber irgendwie bin ich schon am Ball da, egal ob jetzt Michael dabei ist oder nicht. Es macht irgendwie Spaß, aber jetzt hören wir ihn doch mal. Wollen wir jetzt mal reinhören und Michael mal in voller Blüte erleben. Das müssen wir machen, Kai, aber vorher brauchen wir die Facts. Mal ganz kurz. The Case of the Weeping Coffin in Amerika erschienen... 1985, Hörspiel kam raus am 26. Oktober 1987 und diesmal von einem Duo verfasst, nämlich dem Autorenpaar Megan und H. William Stein. Die haben als Ehepaar zusammengearbeitet, stelle ich mir ganz spannend vor, wie man zusammen als Ehepaar ein Buch schreibt. Der eine schreibt die Dialoge, der andere schreibt die Beschreibung. Aber soweit ich weiß oder was ich gehört habe, war, dass der William eher die Grundstruktur entwickelt hat und Meghan hat das Ganze dann zusammengefügt und verfeinert. Und die Steins, die kamen aus einem Pool von neun Autoren, die Random House jetzt rekrutiert hatte, weil die ursprünglichen Autoren, also Arden und M.V. Carey und so weiter, denen gingen langsam die Ideen aus. Und dann wollte man einfach mal neue Autoren ausprobieren, um frischen Wind in die Serie zu bringen, denn langsam gingen in Amerika auch die Verkaufszahlen zurück und dann hat man das mit den Steins ausprobiert. Insgesamt haben die nur fünf Geschichten für die drei Fragezeichen geschrieben. Nach dem weinenden Sarg dann noch den verschwundenen Filmstar, den giftigen Gockel, gekaufte Spieler und House of Horrors. Das war ja auch so ein Mitmachkrimi. Den wir dann auch aufgenommen haben, aber erst 2011 oder so. Genau, viel später. Ich hänge mich gerade noch so ein bisschen auf an diesem Ehepaar, was zusammenarbeiten muss. Das ist ja wirklich unter Umständen gar nicht so unproblematisch. Hast du da so Erfahrungen? Also du und ich, wir haben ja auch eigentlich zusammen, was geschrieben, nämlich Vonophobia, die Live-Show. Das haben wir ja wirklich tatsächlich gemeinsam gemacht. Hat Vor- und Nachteile natürlich, aber man muss sich schon kennen und man muss auch so ein bisschen die Stärken und Schwächen des anderen kennen vielleicht, wenn man gemeinsam so kreativ sein soll. Wenn man zusammenschreibt, ist man eben weniger allein beim Schreiben. Das ist natürlich schon mal ganz gut, aber es ist ja immer noch was anderes, wenn du ein Hörspiel schreibst, da geht es ja eigentlich wirklich in erster Linie um die Dialoge, du musst dich natürlich vorher verständigen, wie soll die Struktur sein, was willst du überhaupt erzählen, aber jetzt einen Roman zu schreiben, zu zweit wie zum Beispiel, die Frau von Paul Auster und Paul Auster zusammen, Siri Hustwett, glaube ich, heißt sie, Die schreiben ja wirklich auch zusammen, das stelle ich mir schon nicht so leicht vor. Ich habe früher, ich habe ja auch Drehbücher geschrieben, das habe ich ja eine Zeit lang zusammen mit Anne Mar gemacht, und da war es auch, da haben wir uns gefunden, das war eigentlich wirklich toll, weil sie hat eben immer getippt und ich habe mir viele Sachen einfallen lassen und habe das diktiert, weil ich nicht so schnell im Tippen war. Ah ja, interessant. Ich schreibe ja auch manche Projekte gemeinsam, zum Beispiel auch die Ferienbande mit meiner lieben Kollegin Katrin Wiegand und da haben wir einen ganz guten Groove so, weil, der Szenenplan ist das Entscheidende, du musst natürlich wissen, was du machst und dann finde ich es auch immer toll, dass wir uns sozusagen die Szenen dann zuschicken und du merkst so, ach da ist eine neue Folge von dem Stück, an dem ich gerade arbeite, toll und sich dann quasi freuen, was da kommt. Aber es ist nicht einfach. Also ich habe das auch schon erlebt, dass das nicht so funktionierte. Deswegen interessant. Und gerade bei so einer komplexen Sache, wobei natürlich, klar, bei so einem Find-Your-Fate-Ding vielleicht gar nicht blöd. Da kann einer verschiedene Stränge sich vorknöpfen und da arbeiten. Es ist vielleicht sogar ein bisschen einfacher. So, jetzt hören wir aber rein in die erste Szene von Michael Kross bei den drei Fragezeichen. Mama, müssen wir das wirklich sehen? Hier ist doch nichts los, nur leere Tresore. Und die chinesischen Vasen, Michael, und die Bilder, ist das nicht toll? Sieh doch mal, diese Vase dort. Uralt. Ja, richtig, uralt und unendlich wertvoll. Sie stammt aus dem alten China und wahrscheinlich gibt es davon nur ein einziges Exemplar auf der ganzen Welt. Jonathan Markles hat sein ganzes Vermögen in solchen Schätzen angelegt. Finde ich trotzdem nicht doll. Und was sagst du zu dem berühmten Sarg dort? Es ist der weinende Sarg. Siehst du, die Totenköpfe darauf haben Tränen in den Augenhöhlen. Markles hat den Sarg schon lange vor seinem Tod gekauft. Er wollte unbedingt darin und in diesem Raum bestattet werden. Da steht es. Meine letzte Ruhestadt. Sag mal, wieso fotografiert dieser Rotbott eigentlich jede Vase und jedes Bild? Lass ihn doch, wenn es ihm Spaß macht. Ja, Michael Kroos. Der Sprecher, Michael Klimsa, Matthias, Klimsa, der ist forsch, setzt sich extrem durch, macht er eigentlich gut. Klimsa, der hat ja später noch im Grab der Maya mitgesprochen, diesen Salvador Perez in dieser Planetariums-Folge. Die hast du doch geschrieben, Kai, oder? Genau, die habe ich adaptiert. Die basiert ja auf einer Geschichte von André Marx. Aber ich durfte mich da so ein bisschen austoben und erinnere mich jetzt auch gerade nur noch daran, dass ich da so eine ganz andere Eröffnungssequenz designt habe. Da fängt man nämlich schon im Dschungel an. Das war in der Originalvorlage nicht so. Und wir haben Spanisch da eingebaut. Ich habe noch Spanisch recherchiert, weil die Dialoge auf Spanisch sind. Jürgen Thormann spricht da auch mit. Und genau, da habe ich mitbekommen, dass Matthias Klimser auch gecastet wurde. Damit hatte ich natürlich nichts zu tun. Das war dann Frau Körting. Den kennt man vor allem aus der Serie Berlin Berlin. Da spielt der Hart, den besten Freund von Jan Sossenjog. Und was ich ganz interessant finde, der Matthias Klimser, der hatte ein paar Jahre vorher mitgespielt in Die Rote Jacke. Und »Die rote Jacke«, das war ein Kurzfilm von dem damals noch völlig unbekannten Florian Baxmeier. Und dieser Film, »Die rote Jacke« von Baxmeier, der hat 2003 den Oscar als bester Kurzfilm gewonnen. Der bekam den »Student Academy Award«. Und daraufhin ist Studio Hamburg auf Florian Baxmeier aufmerksam geworden und hat dann Baxmeier die Regie für den ersten, beziehungsweise für die ersten beiden drei Fragezeichenfilme anvertraut. Also Geheimnis der Geisterinsel und das verfluchte Schloss. So schließt sich der Kreis wieder. Wo ihr ja auch kurze Auftritte hattet und ihn also auch mal kennengelernt habt in Südafrika. Ich und Olli im ersten Teil und Jens im zweiten, genau. Ja, sehr schön. Genau. Ja, Michael, wir haben ja schon ein bisschen über ihn gesprochen. Ich finde, er macht das soweit ganz gut. Er steigert sich so ein bisschen vielleicht. Am Anfang weiß man noch nicht so genau, ist er nur so ein bisschen dröge oder ist der Sprecher auch ein bisschen mit angezogener Handbremse. Ich finde, die Haltung wird erst später so ein bisschen klar, die er hat. Er ist sehr engagiert. Er möchte unbedingt jetzt Detektiv werden und das ist sein Credo eigentlich. Ja, und Sie sind hier in der Villa von Jonathan Markles, der sein ganzes Vermögen in Schätzen angelegt hat. Und dann, einfach weil es so schön ist, wir haben Sie in der letzten Folge schon erwähnt, krächzt auch nochmal Beate Hasenau. Da ist was passiert, schnell, wir müssen hin. Eine Frau hat geschrien, komm Mama, schnell. Aber Michael, hört das denn gar nicht auf mit deiner Detektivspielerei? Was soll es schon sein? Vielleicht ist sie gestolpert. Sie sind weg. Meine Reiseschecks. Wie soll ich ohne Geld nach Hause kommen? Alles weg. Ich bin bestohlen worden. Augenblick, Madame. Ich wollte Sie vorhin schon darauf aufmerksam machen, dass die Schecks aus Ihrer offenen Handtasche heraushingen, aber Sie... Das ist doch nicht möglich. Mein Brillenetui, es ist auch weg. Polizei, rufen Sie die Polizei sofort. Ja, wie gesagt, ich habe es in der letzten Folge schon gesagt. Ich finde es immer toll, wenn Beate Hasenau am Anfang einer Folge irgendwie krechts oder schabt oder knirscht. Und hier spielt sie dann die etwas anstrengende Dame, die dann einfach nur ihre Schecks verloren hat. Das weiß ich auch noch, ist in dem Find Your Fate Buch so ein bisschen anders. Da gibt es noch mehr Backstory von der Margie, die sie dann tatsächlich beklaut hat oder sowas, meine ich mich erinnern zu können. Ah ja, Monika Gabriel. Ja, das ist so ein Dead End dann in einer gewissen Weise. Da gibt es ja einige in der Geschichte. Es gibt immer noch so ein paar Stränge, die wirklich nirgendwo hinführen und die manchmal hier auch auftauchen, man es aber nicht sofort merkt vielleicht. Ja, ja. Die drei Fragezeichen kehren dann mit Michael zurück nachts in diese Villa und das fand ich als Kind immer sehr toll. Diese gruselige Stimmung, die dann da herrscht im Saal, vor allem weil es auch dann mal Szenen gibt, wo nur die Geräusche zum Einsatz kommen. Keine Musik, das stimmt. An der einen Stelle hier, wo dann noch jemand anders im Haus auftaucht. Obwohl wir da eigentlich immer noch zu laut sind. Ich meine, Olli ist immer derjenige oder Justus, der sagt leise, pst, nicht so laut. Aber da hat Frau Körting mit Sicherheit gesagt, noch spannender, leise, flüstern und beobachten. Und da sind wir wirklich zu vordergründig und wirklich zu präsent in diesem lauten Flüster. Ich habe das ein bisschen so auch interpretiert, dass es mit Absicht zumindest auch von Michael wieder so ein bisschen tölpelhaft sein soll, damit man ihm erklären kann, nein, nein, wir sind jetzt hier bei so einer Beschattung. Ja, das musst du dann aber vielleicht auch ein bisschen anders spielen. Also das kommt nicht richtig rüber, dass er da vielleicht noch nicht genau weiß, wie es geht. Weil dann müssen wir eigentlich leise sein. Da muss man ihn immer wieder runterziehen. Und das darf man nicht nur einmal machen, sondern das muss man dann vielleicht zwei- oder dreimal machen. Ja, auf jeden Fall verschwindet diese merkwürdige Person da. Man weiß noch nicht genau, wer da unterwegs war. Und wir sind dann am nächsten Tag bei Michael und seinen Eltern zu Hause beim Frühstück. Im Ferienhaus. Richtig. Die kommen ja aus Detroit. Die machen da ja nur Urlaub in den Ortenbeach. Auf jeden Fall sind wir beim Frühstück. Noch Orangensaft, Michael? Danke, Mama, ich hab genug. Aber du hast ja kaum getrunken, Junge. Hey, was hast du? Mama, da ist was mit der Villa Markels. Sieh doch, das Bild vom Haus. Ich stell mal lauter, ja? Ja, wenn Papa nichts dagegen hat. Hören Sie die Aussage von Herrn Brockmann. Ich hörte unten im Haus ein lautes Gebolter. Dann schlug die Alarmanlade an. Von meiner Wohnung im ersten Stock kam ich gerade noch rechtzeitig im Erdgeschoss an, um den Dieb bei seiner Flucht durch den Park sehen zu können. Ich konnte jedoch nur feststellen, dass es ein Mann war, mittelgroß und sehr kräftig mit einer Schirmmütze. Weitere Einzelheiten zur Person waren für mich nicht zu erkennen. Tja, interessant. In den 80ern wird der Fernseher nur lauter gemacht, wenn Papa nichts dagegen hat. Das finde ich eigentlich auch ganz schön. Das ist super. Ja, wirklich. Der nickt dann einfach nur so. Ja, und schön ist auch das Geschirrklappern. Also entweder putzt die Mutter nebenbei noch Silber oder es sitzen noch 20 andere Leute mit am Tisch. Ich finde auch, da ist sehr viel los, da gehen die Vorlesen ein bisschen in Amok. Da ist wirklich sehr viel los, ja. Ja, aber das ist ja so bei Szenen, die am Kaffeetisch spielen oder beim Essen, da will Frau Körting immer, dass man das mitspielt mit den Utensilien, die sie dann extra immer noch bereitlegt. Ach, meinst du, das war auch in der Szene gespielt? Und Löffeln und Messern rum. Meinst du, das war in der Szene gespielt von den Schaustellen? Ja, natürlich. Nicht nachträglich drauf. Ah, interessant. Nein, nein, das wurde schon. Also da weiß ich jetzt nicht so ganz genau. Aber was ja oft passiert, du klapperst und dann legt Frau Körting noch ein Klappern drüber. Weil man macht ja immer zu viel. Wenn du da spielst, du sitzt am Kaffeetisch, dann nimmst du deine Tasse, die Frau Körting hingestellt hat, und dann deinen Löffel. Und dann bist du die ganze Zeit beim Reden, löffelst du und klapperst du nebenbei noch rum. Was ja kein normaler Mensch macht. Und wenn das drei Leute machen, dann klingt das wirklich wie eine Großküche. Ja, genau. Schulklasse beim Frühstück. Und das Gleiche, ähnlich finde ich auch beim Essen. Wenn instruiert wird, esst mal bei der Szene. Das kann so schnell eskalieren, weil sich ja alle die Münder vollstopfen und es toll finden, mit vollem Mund zu sprechen. Und viele Hörer beschweren sich dann auch. Oh Gott, oh Gott, das klingt ja furchtbar. Und warum müssen die dann so schmatzen? Da gibt es ja Leute, die unglaublich allergisch darauf reagieren, wenn man Essensgeräusche im Hörspiel hört. Auf jeden Fall hier tolle Leute dabei. Günter Flesch liest die Nachrichten. Herr Brackmann kommt zu Wort. Natürlich F.J. Steffens hier im Einsatz. Unverkennbar sofort. Und dann noch Horst Naumann. Wir feiern ihn jetzt als Michaels Vater, der das Wetter ja schon kennt. Können wir ja ausmachen. Fand ich sehr schön, dass die da alle auftauchen. Hier ist es. Das habe ich gesucht. Wie du mit dem Computer umgehen kannst. Toll. Das ist auf jeden Fall einfacher, als all die alten Zeitungen durchzublättern. Hier haben wir gleich das richtige Exemplar. Siehst du? Wir haben genau den Abschnitt, den wir benötigen. Ja, also hier ist was, das klingt wie nach Schnellkasse beim Aldi hier. Was Bob da macht. Das ist der alte Computer, der da malträtiert wird von Bob. Naja, das ist der Vorführeffekt, da haut Bob natürlich extra doll auf die Computertastatur, das ist natürlich klar. Er will ja zeigen, was er drauf hat, aber ich finde, er ist wirklich auch ganz nett zu dem Michael. Ja, genau, ja, Bob mag ihn ja und der nimmt ihn da so in die Lehre auch, das zieht sich schon durch irgendwie, also diese Kombination ist schön. Er ist natürlich wahnsinnig stolz, dass er zeigen kann, was er alles so kann mit dem Computer, wie man das macht. Und es ist ja auch schön, dass der Erzähler dann auch wirklich erzählt, so... Fand es ganz toll, hat beobachtet, wie Bob sich zielstrebig vorarbeitete, bis er genau das gefunden hatte, was er suchte. Und jetzt wusste er, sagt Passetti, wie ein cleverer Detektiv vorging. Toll. Wunderbar. Und gerade wo die Stimmung so gut ist, wird es dann jetzt richtig zickig und da müssen wir auch nochmal reinhören. Dieser Tatbestand könnte ihn durchaus mit dem Vasendiebstahl in Verbindung bringen. Ich schlage vor, dass wir diese interessante Spur unverzüglich aufnehmen. Ich habe eine Idee, wie wir was über ihn rauskriegen. Wir bringen ihm irgendein Stück Trödel hier vom Schrottplatz und erkundigen uns bei ihm, was das Zeug wert ist. Schrott? Trödel? Das führen wir nicht. Wir handeln mit Gebrauchtwahn, unter anderem auch mit Kunstgegenständen und Antiquitäten. Merkt ihr das gefälligst, du Banause? Mensch, Just, nun mach dir mal nicht ins Hemd. Michaels Idee ist doch super. Also gut, wenn ihr meint, dann suchen wir uns was raus. Komm, Kollegen. Ach, das ist schön. Hier geht es richtig ab. Und ich mag auch von Bob dieses, jetzt mach dir mal nicht ins Hemd. Das kommt richtig von Herzen. Das finde ich sehr schön. Ursprünglich, das ist ganz interessant, sollte nämlich der ganze Satz von Justus kommen. Also Schrott, Trödel führen wir nicht. Wir handeln mit Gebrauchtwaren. Das sollte eigentlich alles Justus machen. Aber komischerweise hat es Peter gesprochen. Und nur Justus, den letzten Satz, merk dir das gefährlichst, du Banause. Der musste natürlich von Justus kommen. Und ich sollte auch gar nicht sagen, mach dir mal nicht ins Hemd, ich sollte ursprünglich sagen, nun bricht dir mal keine Verzierung ab. Da habe ich zu Frau Körtin gesagt, nee, das ist mir zu Heinz-Ehrhardt-mäßig. Das sage ich jetzt nicht. Das habe ich ja noch nie gehört. Das habe ich noch nie gehört. Bricht dir mal keine Verzierung ab. Das Sacken aus der Krone kenne ich, aber. Hast du gut improvisiert, finde ich. Jetzt mach dir mal nicht ins Hemd. Finde ich da wesentlich besser, genau. Aber Bob ist einfach schon wieder so nett, nach wie vor immer der Ausgleichende, der Mediator. Der überschlichten möchte. Toll. Richtig sympathisch. Genau. Und deshalb ist er wahrscheinlich auch der beliebteste Detektiv mit 46. Die wir ja rausgefunden haben. Toll. Genau. Das ist sehr gut. So, es geht dann weiter. Justus findet eine Vase, die geeignet ist, sie bei diesem Kunsthändler vorzustellen. Passetti stolpert sehr über Humphrey Rossing Feinart. Da ist einiges los. R's werden vorwärts und rückwärts gleichzeitig ausgesprochen. Das ist toll. Und dann gibt es diese kleine Szene. Lass mich doch mal sehen. Ich bin die Assistentin von Mr. Rossing. Gern. Hier. Ist ja nicht zu fassen. Das ist kein Unikum, sondern ein Unikat. Es ist eine Arbeit von Angelo Schiavi, Nizza, 60er Jahre. Lasst euch bloß nicht vom Chef übers Ohr hauen. Das Stück ist wenigstens 200 Dollar wert. Wirklich? Darf ich mal? Ach, jetzt hast du sie kaputt gemacht. 200 Dollar im Eimer. Das tut mir leid. Ehrlich, es tut mir wirklich leid. Das nächste Mal passe ich besser auf. Haben Sie mal eben einen Schaufel und einen Handbesen, Miss? Ich mache das schon, geht nur. Aber fasst mir um Himmels Willen hier im Laden nichts mehr an. Finde ich auch. Ich finde, Bob knallt hier richtig gut rein. 200 Dollar im Eimer. Da hast du auch sehr gut Gas gegeben, finde ich. War entsetzt. Kann man nur so tollpatschig sein. Ja, zu Recht. Ja, und die Assistentin, das ist Claudia Schermutzki, das ist übrigens die Tochter von, Manfred Schermutzki, und Manfred Schermutzki ist Major Kans aus dem Roten Piraten. Richtig, genau. Stimmt, ja, das ist schön. Die macht das hier sehr überkandidelt, so ein bisschen drüber, aber passt natürlich auch in die Dynamik der Szene so rein irgendwie. Ist aber wahrscheinlich auch wieder so ein typisches Beispiel für ein Dead End, oder? Absolut. Verläuft, glaube ich, total ins Leere, dieser Strand, oder? Genau. Ich habe da auch dumme Erinnerungen dran, dass da noch viel mehr passiert bei diesem Kunsthandel und man auch tatsächlich dann da nicht so richtig weiterkommt. Das stimmt. Aber der Sound von der Vase ist toll, wenn die auf den Boden fällt. Genau, das ist toll. Das funktioniert sowieso sehr gut in dieser Folge. Später geht ja noch eine zu Bruch, wo man wirklich dann mal die Luft anhält und denkt, haben die dieses Unikat, Unikum? gekillt. Das liegt auch echt an den Sounds. Das finde ich richtig schön. So, und dann geht es zur Zeitungsredaktion und wir hören Barney Sawyer, den Journalisten, und sie wollen etwas herausfinden darüber, über diesen seltsamen Wunsch von Markels nicht im Sarg beerdigt zu werden. Und hier kommt wieder ein alter Bekannter zum Einsatz. Ja, das ist mir auch ein Rätsel. Ich konnte ihn kurz vor seinem Tod noch einmal sprechen, obwohl Eddard Brackmann versuchte, ihn nach allen Regeln der Kunst abzuschirmen. Damals hieß es, Markels habe Brackmann an so eine Stelle aufgenommen. Er war sehr krank und hilflos. Er war auf Brackmann angewiesen. Dann hat Mr. Markels Ihnen nichts über den Sarg gesagt? Ja, so ist das nicht ganz richtig. Ich fand den alten Herrn im Rollstuhl vor. Voller Hingabe arbeitete er an einem Gemälde, das den Sarg in dem großen Saal darstellte. Ja, und was hat Mr. Markels gesagt? Irgendetwas über den Sarg? Er hat etwas auf einen Zettel gekritzelt und mir gegeben. Dann kam auch schon Brackmann zurück und warf mich raus. Ja, finde ich toll. Wieder ganz anders, schön geschäftiger Journalist, den er hier macht. Ganz andere Farbe wieder und man freut sich. Ja, und da finde ich, klingt er wirklich wie Fredo aus dem Paten. Das ist Mo Green, das kannst du nicht machen. Michael, Michael, der sitzt wahrscheinlich in irgendeinem Artikel. Bleistift hinterm Ohr, hat überhaupt keine Zeit für irgendwelche trotteligen Junior-Direktive. Aber es ist immer toll, Thurmann zu hören, ist großartig. Es ist toll, ja auch dieses Abfertigen am Ende. Ja, komm, ist ja gut, ja, gern geschehen. Ja, das steht auch, das hat er dann einfach improvisiert. Ah ja, okay. Ich spiele jetzt einfach, ich habe keine Zeit. Ich muss dann auch weiter. Ist wunderbar. Ja, und dann treffen sie auf Grady Markles, der an einem, ja, was ist das? Dass ein Honky-Tonk-Klavier sitzt und was ja in Wirklichkeit wahrscheinlich von Andreas Beuermann bespielt wurde. Jemand spielt Klavier. Guten Morgen, Mr. Markles. Sie sind doch Mr. Markles. Mr. Grady Markles. Ja, der bin ich. Was kann ich für euch tun? Das ist etwas schwierig, Mr. Markles. Sehen Sie, wir sind Detektive. Die drei Fragezeichen. Hier. Hier ist unsere Karte. Wir haben schon viele komplizierte Fälle gelöst. Zurzeit befassen wir uns mit dem Diebstahl der chinesischen Vase. Aha, ich verstehe. Auch die Polizei bemüht sich, den Täter zu finden, aber ohne jeden Erfolg. Ich habe schon reichlich Auskünfte gegeben. Was wollt ihr jetzt wissen? Ihr Großvater hat sein Unternehmen verkauft. Warum haben Sie es nicht übernommen? Tja, warum nicht? Das frage ich mich heute auch. Damals, als er mich darum bat, war ich nicht dazu bereit. Ich wollte Maler werden oder Schriftsteller oder Journalist oder irgendetwas anderes. Das war eben der große Streitpunkt zwischen uns. Ja, das ist schön. Ich mag das Klavier auch sehr in dieser Szene. Aber um das soll es jetzt nicht gehen, sondern um Grady Markles. Gerd Baltus. Ja, den mochte ich sehr, sehr gerne. Ich habe einmal für den Hörverlag, 2004 glaube ich, war das, mit ihm Dracula aufgenommen. Und da war er Professor van Helsing zusammen, übrigens mit Jörg Plewer, der auch ganz, ganz toll war auf Renfield. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht, weil ich ihn auch aus dem Fernsehen kannte und dachte, der war in vielen, vielen Fernsehspielen der 60er und 70er Jahre aufgetaucht. Da kannte ich ihn natürlich. Plötzlich stand er vor mir und der war unglaublich zugänglich. Also auch sehr körperlich, hat einen beim Spielen auch immer berührt. Man hat ihm in die Augen geguckt, das war wirklich toll. Und das Irre war, ich habe ihn beobachtet, wie er spielte und, fand das ganz erstaunlich, weil er so eine ganz eigene Art hat zu interpretieren, immer so ein bisschen verklemmt und verhindert. Wenn man ihm zuhört, merkt man, dass der innerlich auch schon sich immer so sträubt gegen das, was er sagt. Betont immer alles anders, als man das betonen würde. Und lässt die Worte oft so in der Luft stehen. Und man hat den Eindruck, der ist mit seinen Gedanken ganz woanders. Und das war aber wirklich sein Markenzeichen. In Hörspielen und in Filmen. Ich kannte den auch zum Beispiel von einem Hörspiel. Ich weiß gar nicht, ob du das kennst. Diese Fassfassung, also das Fasshörspiel von 1968, Die Kinder des Kapitän Grant. Oh nee, das kenne ich nicht. Ganz toll, ganz tolles Hörspiel. Dann war er auch bei Paul Temple und der Fall Alex dabei. Und Unter dem Milchwald von Dylan Thomas, da ist er Mr. Orgmore, hat ganz viele Hörspiele gemacht. Der ist am 29. März 1932 in Bremen geboren und hat viel Fernsehen gemacht, habe ich ja schon erzählt, jetzt Tatort, der Kommissar Derrick, der Alte und so weiter und so weiter. Und man hat ihm immer Rollen angeboten, wo er so ein schwieriger Sonderling war. Und teilweise ähnlich wie Peter Fricke, aber nicht so upper class wie Fricke klang, sondern bürgerlich angespannt. Ein großer Schauspieler und auch ein sehr, sehr angenehmer Mensch. Der hat auch den Deutschen Filmpreis bekommen für eine Rolle. Ich bin jetzt leider nicht auf dem Schirm, was das war. Hat aber nie eine Schauspielschule besucht. Der hat Anfang der 50er... In Hamburg vorgesprochen, ich glaube am Schauspielhaus und wurde sofort genommen. Der war leider insgesamt nur fünfmal bei den drei Fragezeichen dabei. Und ganz toll ist er in seiner allerletzten Rolle, ich glaube, das ist wirklich seine allerletzte Rolle, die er überhaupt gesprochen hat, im Band des Drachen als Fan How. Und leider ist er dann am 13. Dezember 2019 verstorben, im Alter von 87 Jahren. Absolut tolle Stimme, hier perfekt besetzt. Ich habe ihn auch immer vor Augen aus einer Folge Schwarzwaldklinik, wo er auch so einen sehr verklemmten, komplizierten Menschen spielt und das einfach so naturalistisch verkauft, dass es einfach passt, dass das stimmt. Ja, im Hintergrund hat er immer so die Panikattacke gespielt. Ja, genau, genau richtig. Das funktioniert toll und natürlich hier wunderbar. Grady Markles ist sozusagen dazu verdammt, erst mal dieses Erbe nicht einsetzen zu dürfen. Er muss immer den Verwalter fragen. Das Geld ist da, er kommt bloß nicht ran. Das passt natürlich perfekt. Und ich finde es toll, wie Balthus das macht. Und so kann man vielleicht auch dieses manische Klavierspielen verstehen. Der sitzt da frustriert und hämmert auf diesen Tasten rum. Der hämmert sich seinen Frust aus. Ja, genau. Obwohl ich ja der Meinung bin, das ist eigentlich ein Aufziehklavier. Das spielt von alleine. Die Tasten bewegen sich und er setzt sich nur ran. Das wäre noch besser, wenn er so an die Wand starrend überrascht wird, wie an diesem Klavier. Ja, nee, das ist wirklich toll. Was ist denn das? Was macht ihr in meinem Büro? Das ist ja wohl die Höhe. Wieso schnüffelt ihr hier herum? Ah, Mr. Brackmann. Gut, dass Sie kommen. Wir haben einige Fragen hinsichtlich des Vasendiebstahls. Können Sie uns sagen, auf welchem Wege sich der Einbrecher Zutritt zum Haus verschafft hat? Verschwindet oder ich rufe die Polizei. Zuvor aber sollten Sie unsere Karte lesen, Sir. Eure Karte? Bitte. Die drei Detektive? Drei Fragezeichen? Die Fragezeichen stehen wohl für mangelhaftes Benehmen, was? Nein, für ungeklärte Fälle. So wie diesem. Das berechtigt euch noch lange nicht, in meinem Schreibtisch rumzuwühlen. Das waren wir ja gar nicht. Wir haben ihr Büro in diesem Zustand vorgefunden. Na. Wenigstens das Geld ist noch da. Das freut mich. Franz Josef Steffens besser eingesetzt. Das freut mich. Das freut mich von Olli. Es ist schön abgefangen. Super trocken hingepfeffert. Das ist sehr schön. Das stimmt, das ist schön. Aber ich mag das auch. Das ist ein All-Time-Favorite von mir. Die drei Fragezeichen stehen wohl für mangelhaftes Benehmen. Das ist auch eine gute Ansage von Steffens hier. Und auch toll gespielt. Sehr schön. So, lieber Andreas, ich habe ein bisschen Hunger. Wir müssen jetzt zum Schnell im Biss. Oh ja, wunderbare Idee. Bei dem gemalten Sarg auf dem Bild ist die Reihenfolge der Köpfe genau umgekehrt. Links viele Tränen, rechts wenige. Moment mal, der alte Markles kannte den Sarg genau. Sowas kann er auf keinen Fall versehentlich gemacht haben. Das glaube ich auch nicht, Michael. Er hat sich dabei was gedacht, als er die Köpfe so gemalt hat. Jetzt seid ihr auf der richtigen Spur. Jonathan Markles hat für den aufmerksamen Betrachter seines Kunstwerks einen raffinierten Fingerzeig in das Bild eingebaut. Das Rätsel. Also hat es einen Sinn, dass er sich nicht in dem Sarg hat beerdigen lassen. Er hat den Sarg mit der Absicht dort aufgestellt, auf irgendetwas hinzudeuten. Scharfsinnig kombiniert, Michael. Und diesmal richtig. Wir müssen noch einmal in die Villa Markels und dort weiter ermitteln. Was? Noch einmal? Aber doch nicht heute Abend, oder? Wenn ich mich richtig erinnere, benutzte ich bei meinem Vorschlag einen unmissverständlichen Ausdruck. Wenn es beliebt, kann ich auch dafür sagen, unverzüglich, auf der Stelle, subito. Ja, wunderbar. Da habe ich als Kind gelernt, was subito bedeutet. Fand ich immer toll. Habe ich dann auch gerne eingesetzt. Ich war ja so ein klugscheißer Kind. Ja, aber ganz ehrlich, Kai, der Ausdruck, um den es hier geht und den Justus angeblich gebraucht hat, den hat Justus ja nie gesagt. Weil Francis den in dem Satz vorher da leider unterschlagen hat. Also im Buch von Pushart steht nämlich, wir müssen sofort noch einmal in die Villa Markels. Da hat Francis leider kurz geschlafen, aber wir anscheinend auch, das hätten uns ja eigentlich auffallen müssen. Genau, das ist komisch, weil der fällt tatsächlich nicht. Hätte man merken müssen. Ja, genau. Ich habe auch nur gelernt, was Subito bedeutet, weil da vorher die anderen Synonyme verwendet werden, unverzüglich auf der Stelle. Und ich dachte, ah, das bedeutet Subito, aber du hast völlig recht. Du hast trotzdem was gelernt. Ich habe trotzdem, man lernt sogar was, Obwohl das Skript völlig durcheinander ist. Aber lustig, dass er das einfach vergessen hat wohl, glaube ich. Ja, und uns ist es nicht aufgefallen. Ja, naja. Aber trotzdem gut. Dieser nächste Besuch in der Villa Markels geht dann aber leider ziemlich schief. Nicht nur wird eine Vase umgeschmissen, wo wir erstmal denken, um Gottes Willen, sie haben jetzt dieses Unikat gekillt. Sondern Brackmann rennt auch noch hinter ihnen her. Und das ist ja wirklich fies, wenn Franz Josef Steffens hinter einem her ist. Ja, davon kann ich ein Lied sehen. Ist das denn eigentlich so? Gibt es denn eigentlich Krimis, wo tatsächlich der Mörder auch der Gärtner ist? Meines Erachtens ist das immer so ein umgedrehtes Motiv, was man immer vermeidet. Das wird dann immer behauptet, aber es ist das nicht. Und Reif hat doch erzählt, in tausend Fällen von Derek ist dann wirklich einmal der Mörder der Gärtner. Vom Tatort war das, glaube ich. Man denkt es. Oder vom Tatort. Genau, richtig. Man denkt es immer nur, aber das ist wirklich ein geflügeltes Wort. Genauso wie Harry, hol mal den Wagen. Wird auch immer kolportiert, aber in Wirklichkeit hat Tappert das nie gesagt. Ja, richtig, genau. Naja, gut. Hier waren wir also sozusagen kurz davor. Vielleicht ist dieser ominöse Gärtner dann auch der Mörder, aber es ist es ja dann leider nicht. Die drei Fragezeichen fliehen, müssen also wieder ins Haus, haben erst total die Panik, vor allem Bob und Peter, was wollen wir da, müssen wir da schon wieder nachts rein? Nein, nein, nein, sagt Justus, keine Sorge, wir machen diese Führung und natürlich folgen sie nicht der Führung, sondern schawenzeln sich da selbst durch und schaffen es also irgendwann, dank eines Wutanfalls von Peter, einen Tresor in der Wand zu finden, der dann geöffnet wird. Und da wird jetzt richtig schön gerätselt und geregelt mit 1a und so, vorwärts, rückwärts, der Spiegel kommt zum Einsatz, also die Reihenfolge muss mehrmals ausprobiert werden. Gibt das wirklich alles Sinn, Kai? Hast du das wirklich verstanden? Ich war da voll dabei. Das mit dem Spiegeln war natürlich der Kniff, aber da musste man sich dann auf Justus verlassen. Aber du hattest natürlich auch das Spielbuch, das wollen wir mal nicht vergessen. Da an diese Stelle kann ich mich leider gar nicht mehr so erinnern, wie das funktionierte, ob man das auch selbst rausfinden musste, aber ich fand das immer sehr plausibel, erklärt hier. Und irgendwann ist der Tresor auf. Was ist es? Wir haben das Rätsel gelöst. Sie ist am Öffnenweg. Was ist drin im Tresor? Aha, ein Brief aus Büttenpapier. Ja, das ist es. Wir haben das Rätsel gelöst. Mensch, ist das aufregend. Was steht denn drauf? Johnnasson Markles. Testament. Wow, das habe ich mir doch gedacht. Ja, genau. Und interessant ist hier, dass Francis im Skript geschrieben hatte, das ist dann auch von Frau Körtingen angestrichen worden, ein Brief auf Büttenpapier. Und Olli hat das genauso gelesen. Und erst im Schnitt ist das aufgefallen. Und dann musste das nachträglich repariert werden. Und dann hat man, also das hat die Katerin gemacht, Hella von der Ostensacken, unsere Katerin, die wirklich unglaublich viel repariert hat, muss man sich mal vorstellen. Dass wir natürlich echt viel Quatsch erzählt haben, nicht aufgepasst haben. Und sie musste wirklich immer ran und das reparieren, irgendwie versuchen, das Beste da rauszuholen. Die hat dann das F von auf von Olli rausgeschnitten und hat sich irgendwo von Olli ein S gesucht. Aus irgendwelchen Worten, also das, nass oder blass. Und das hat sie dann nachträglich eingesetzt. Oft hört man den Schnitt, muss man sagen, aber hier überhaupt nicht. Und das muss man auch mal... Der Katerin zugutehalten, die hat wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Heller von der Ostensacken. Und das ist auch eine grandiose Stelle, wirklich, um das mal zu zeigen. Ist wirklich toll. Du hörst nichts, ja. Ich fand das immer irre mit diesem Büttenpapier. Ich als Hesse denke bei Bütte natürlich sofort an Faschingsreden. Ich dachte immer, hä, Büttenpapier, ist das da, wo man diese Büttenreden draufschreibt? Hast du wirklich gedacht? Nein. Am Anfang, als Kind, war immer Bütten, Bütten, ist das das? Also dann irgendwie, der Tresor ist auf, was ist noch hier los? Keine Ahnung. Aber Bütten ist natürlich dieses Geschöpf, dieses wannenförmige Gefäß, aus dem man dieses Papier schöpft. Das ist natürlich dann die Bütte. So, ja, und dann ist auch der weinende Sarg irgendwie vorbei. Allerdings klirrt plötzlich die Scheibe und Onkel Quentin von den fünf Freunden kommt rein. Na, na, Peter, das Messer brauche ich für die Gartenarbeit und nicht immer ist der Gärtner der Täter. Das hätte mich auch schwer enttäuscht. Während ich bei Edward durchaus nicht überrascht bin. Nun gut. Wer ruft die Polizei? Das mache ich, Sir. Großartig, Michael. Und ich treffe alle nötigen Vorbereitungen für eine große Party. Große Party, Sir? Du machst ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter, Justus. Wenn ich von einer großen Party spreche, dann meine ich nicht die große Anzahl meiner Gäste, sondern die große Anzahl von Leckereien, die es für euch dabei zu futtern gibt. Das ist toll, Mr. Markels. Super. Endlich sind wir willkommen in der Villamarka. Eine richtig schöne Party. Wir freuen uns. Und wenn du mich auf dieser Party mit einem Messer siehst, Peter, ich brauche es nur zum Torteschnallen. Ja, lieber Andreas, dem ist doch eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, oder? Ja, wer ist denn jetzt nun eigentlich der Gärtner? Geil, erzähl doch mal. Es ist doch jetzt auch egal. Onkel Quentin ist der Gärtner. Und er ist nicht der Mörder, sondern der ist ein Guter. Ja, genau. Er benutzt das Messer hier nur zum Torteschneiden. Richtig. Und auch ein schön, ja, dezent blöd langgezogener Schlusslacher. Da geht es dann so langsam los, dass diese Schlusslacher so ein bisschen ausufern. Ja, leicht debil, aber freundlich. Ja, genau. Das sind sie, die drei Fragezeichen. Schon immer gewesen. Und damit vielleicht auch mal jetzt genug mit Find Your Fate. Wir freuen uns jetzt wieder auf richtig dramaturgisch designte Folgen, wie zum Beispiel Der höllische Werwolf. Und den hören wir beim nächsten Mal, ihr Lieben. Macht es gut, bis dann. Ciao.